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DIY Schallwandler Tuning und Eigenbau

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Alt 24.07.2017, 08:15   #1
David
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Standard Holz im Boxenbau?

Im Zusammenhang mit meiner Teichsanierung habe ich zur temporären Unterbringung von Rollschotter und sogenannten "Findlingen" (größere Schottersteine) Holzkisten aus Restbeständen (hauptsächlich kunststoffbeschichtete Kastentüren aus Spanplatten und MDF) zusammengeschraubt. Diese Kisten standen regengeschützt im Freien. Luftfeuchtigkeit kam also dazu, eventuell ein bisschen Spritzwasser beim Garten gießen, aber mehr nicht.

Jedenfalls waren diese Holzplatten danach in einem erschreckenden Zustand! Das MDF war aufgequollen und von den ehemaligen Kastentüren löste sich die PVC-Beschichtung an den Kanten ab. Diese Holzplatten waren praktisch für nichts mehr zu gebrauchen und das nach ca. 2 Wochen im Freien, ohne dass sie ernsthaft nass wurden.

Spanplatten habe ich in meiner Jugend als Material für den Boxenbau verwendet, danach war es ohnehin kein Thema mehr, aber dass MDF auch nicht viel besser ist, das hätte ich mir nicht gedacht. Der "mehlige Kern" (nur an der Oberfläche ist es "halbwegs hart") hat mich immer schon gestört, da sind sogar Spanplatten noch besser, weil sie durchgehend homogener sind.

Falls überhaupt, würde ich für den Boxenbau nur noch wasserfestes MDF verwenden. Eine eventuelle Alternative wäre es, übliches MDF zu verwenden, die Boxen aber auch innen (farblos?) zu lackieren. Aber "natur" - nie wieder!

Im Übrigen ist Sperrholz auch nicht besser. Wenn Holz feucht wird - und dazu genügt hohe Luftfeuchtigkeit im Raum - "arbeitet" es, bzw. ändert es seine Maße. An den Kanten wird das meist sichtbar. Allerdings kann man das durch "Arbeiten auf Gehrung" etwas abschwächen, aber dadurch wird alles viel komplizierter, vor allem das Zuschneiden, Verübeln und Verleimen. Rundet man die Kanten ab, ist man wieder im mehligen Kern.

Sollte ich wieder Boxen bauen, dann werden sie sozusagen "wasserdicht".
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Gruß
David


Einen „Audio-Laien“ erkennt man daran, dass er sich viel mehr mit Audiokomponenten beschäftigt als mit Raumakustik, LS-Aufstellung und Hörplatzwahl.
Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich
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Alt 24.07.2017, 08:36   #2
Dezibel
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Standard AW: Holz im Boxenbau?

Von mir sind etliche Lautsprecher im Umlauf die älter als 20...25 Jahre und mehr sind. Natürlich keine outdoor Ausführungen. Alle durchwegs in Spanplatte - gedübelt oder gefischerlt und großzügig verleimt. Mein Standard war damals Spachteln, Schleifen, Kanten ganz leicht anrunden, matt schwarz lackieren und nur außen rundum mit dc-fix folieren (exakte Stoßstelle am Boden). Die Front zierte meistens ein ganzflächiger, abnehmbarer Abdeckrahmen (mit Visaton Rahmendübel). Was mir im Lauf der Zeit aufgefallen ist - für Möbelbau wird so ziemlich die letzte Qualität verwendet - hauptsächlich für Kastentüren und auch bei mittelpreisigen Möbeln. Die kann man meist schon im Neuzustand leicht übers Knie brechen ... und wetterfest sind die alle nicht - müssen sie auch nicht ....

LG, dB
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Alt 24.07.2017, 08:47   #3
longueval
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Standard AW: Holz im Boxenbau?

http://www.epspoland.de/sperrholz.php?kind=wbp

wird auch im bootsbau verwendet, vorteil, wenn es an schlechtlackierten stellen (stoß) nass wird, zieht es das wasser nicht weiter ins innere der platte, das verhindert die klebertränkung.

birke ist besser als buche, da sie mehr innere dämpfung hat und mehr kleber aufnimmt.
wasserfesten leim verwenden, gibts auch abgetönt für furnieren.
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Alt 24.07.2017, 09:00   #4
fp
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Standard AW: Holz im Boxenbau?

Oder das da?

https://www.lessloss.com/page.html?id=80

lg, fp
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Alt 24.07.2017, 09:32   #5
ruedi01
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Standard AW: Holz im Boxenbau?

Wie wär's denn mit Schalbrettern aus dem Betonbau, die sind wasserfest, allerdings auch nicht ewig.

Aber warum müssen Hifi-Lautsprecher für den Gebrauch in der Wohnung wasserfest sein? Ich wette die Technik der Lautsprecher ist bei Wassereinbruch in Sekunden defekt. Was nützen da wasserfeste Gehäuse?!?

Gruß

RD
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Alt 24.07.2017, 09:38   #6
longueval
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Standard AW: Holz im Boxenbau?

schalöl ist der grund, warum sie wasserabweisend sind.
https://de.wikipedia.org/wiki/Trennmittel_(Schalung)

ich seh den bedarf auch nur in räumen mit hoher luftfeuchtigkeit und auf freiluftbühnen, bzw transport (da sind die lautsprecher aber eh in kisten)
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Geändert von longueval (24.07.2017 um 09:48 Uhr).
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Alt 24.07.2017, 10:06   #7
dipol-audio
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Standard AW: Holz im Boxenbau?

Für Heimlautsprecher ist "Wasserfestigkeit" keine Anforderung. Es macht m.E. allein schon deshalb wenig Sinn, weil auch andere Bauteile nicht für Außeneinsatz geeignet sind, wenn man etwa an Membranen aus luftgetrocknetem Papier denkt ...

Wenn es gut umgesetzt wird, ist das ein sehr gutes Membranmaterial (ggf. auch mit Beschichtungen), mir allerdings auch schleierhaft, wie das im PA Bereich bei Außeneinsatz dauerhaft gut gehen sollte:

Für eine entsprechende Robustheit müsste man hier wohl andere Materialien verwenden, falls es nicht geeignete Modifikationen des Materials gibt.

Jedenfalls müsste Beständigkeit gegen Feuchtigkeit dann für alle Bauteile gefordert werden - sofern sie nicht vollkommen gekapselt sind - und nicht nur für das Gehäuse.

Wenn dauerhaft z.B. morgens der Feuchte oder dem Tau ausgesetzt, würden auch Bespannstoffe oder Bedämpfungsmaterialien bald von Feuchtigkeit durchzogen sein ...

Einen gepolsterten Stuhl z.B., lässt man auch nicht (tagelang?) draußen stehen, wenn er noch einwandfrei bleiben soll: Das muss bei einem Heimlautsprecher auch genauso vorausgesetzt werden.


Kurzum: @David für mich malst Du hier - was den Heimbereich betrifft(!) - ein echtes Schreckgespenst an die Wand.

Viel wichtiger ist bei Gehäusen akustisch hochwertiger LS ein Aufbau mit passenden akustischen Eigenschaften, u.a. in Bezug auf Hohlraum- und Plattenresonanzen:

In Bezug auf Letztere ist Holz allein (dabei fast gleichgültig ob MDF, Birkenmultiplex, Buche ...) ohnehin kein geeigneter Werkstoff, d.h. es müssen bei hohen Ansprüchen Materialien und Maßnahmen hinzu kommen, die Eigendämpfung bringen.

Bei reinen Subwoofern (sofern einigermaßen "kompakt") ist es bei entsprechender Konstruktion möglich, "nur mit Steifigkeit" des Gehäuses auszukommen und Gehäuseschwingungen zu höheren Frequenzen aus dem Übertragungsbereich zu drängen: Das geht dann ggf. auch mit einem Holzwerkstoff ohne dämpfende Maßnahmen (*).

Das Thema "Gehäuse für Lautsprecher" wurde ja schon einmal in einem anderen Thread diskutiert:

http://www.hififorum.at/showthread.p...687#post333687

U.a. zum BBC Forschungsbericht von Harwood & Matthews:

www.hififorum.at/showthread.php?p=333248#post333248




Zu (u.a.) MDF Qualitäten:

Zitat:
Zitat von Dezibel Beitrag anzeigen
...
für Möbelbau wird so ziemlich die letzte Qualität verwendet - hauptsächlich für Kastentüren und auch bei mittelpreisigen Möbeln. Die kann man meist schon im Neuzustand leicht übers Knie brechen ... und wetterfest sind die alle nicht - müssen sie auch nicht ....
Mir ist solches "Bröselzeug" auch schon untergekommen (ziemlich schockierend) ... das würde ich für Lautsprecher ebenfalls nicht einsetzen.


________________

(*) eine Bedämpfung des Innenvolumens mit faserigem Material empfiehlt sich bei Subwoofern trotzdem, ist aber ein anderes Thema.
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Grüße aus Reinheim, Oliver Mertineit

Geändert von dipol-audio (24.07.2017 um 11:18 Uhr).
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Alt 24.07.2017, 10:39   #8
David
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Standard AW: Holz im Boxenbau?

Zitat:
Kurzum: @David für mich malst Du hier - was den Heimbereich betrifft(!) - ein echtes Schreckgespenst an die Wand.
Das ist/war nicht meine Absicht. Aber es ist schon erschreckend, wie sehr Luftfeuchtigkeit, die man beispielsweise im Sommer auch in kühlen Kellern haben kann (ich verwende deshalb seit jeher einen Luftentfeuchter in meinem Keller), dem Holz zusetzt. Das heisst ja nicht, dass LS-Boxen deshalb unbrauchbar werden, aber alleine schon das Wissen, dass sie - wenn auch nur minimal - "aufquellen", gefällt mir nicht.

Zitat:
In Bezug auf Letztere ist Holz allein (dabei fast gleichgültig ob MDF, Birkenmultiplex, Buche ...) ohnehin kein geeigneter Werkstoff, d.h. es müssen bei hohen Ansprüchen Materialien und Maßnahmen hinzu kommen, die Eigendämpfung bringen.
Wie so oft ist aber genau das der (Serien-) Standard, selbst bei wirklich teuren Lautsprechern.
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Gruß
David


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Alt 24.07.2017, 10:48   #9
dipol-audio
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Standard AW: Holz im Boxenbau?

Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
Aber es ist schon erschreckend, wie sehr Luftfeuchtigkeit, die man beispielsweise im Sommer auch in kühlen Kellern haben kann (ich verwende deshalb seit jeher einen Luftentfeuchter in meinem Keller), dem Holz zusetzt. Das heisst ja nicht, dass LS-Boxen deshalb unbrauchbar werden, aber alleine schon das Wissen, dass sie - wenn auch nur minimal - "aufquellen", gefällt mir nicht.
...

Das ist dann sicher auch ein Thema für Transport und Lagerung:

Da müssen aber bei vielen Gütern entsprechende Lagerbedingungen geschaffen werden und/oder es muss eine geeignete Verpackung her.

Wenn ein Lautsprecher, der im Heimgebrauch war (oder ein Musikinstrument ...?) erst mal im "feuchten Keller" gelandet ist, dann ist das Objekt seinem Besitzer wohl ohnehin nicht mehr so arg viel Wert ...
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Geändert von dipol-audio (24.07.2017 um 10:54 Uhr).
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Alt 24.07.2017, 10:49   #10
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Standard AW: Holz im Boxenbau?

Zitat:
Für Heimlautsprecher ist "Wasserfestigkeit" keine Anforderung. Es macht m.E. allein schon deshalb wenig Sinn, weil auch andere Bauteile nicht für Außeneinsatz geeignet sind, wenn man etwa an Membranen aus luftgetrocknetem Papier denkt
So ist das.

David, Luftfeuchtigkeit dürfte unbeschichteten Papiermembranen der Treiber auf Dauer weitaus mehr Schaden zufügen als dem Gehäusematerial.

Gruß

RD
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Alt 24.07.2017, 11:11   #11
Dezibel
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Standard AW: Holz im Boxenbau?

LS-Papiermembranen scheinen widerstandsfähiger zu sein als man es ihnen zutraut. Ich habe einst ein Paar Acoustics Reflexhörner geschenkt bekommen. Die waren aus den 60ern. Bestückung 2xTT15'', 3xMT-Horn und 2xHT-Kurzhorn. Gehäuse aus Birkensperrholz mit einer Art Papierfolie überzogen und lackiert. Letzte Station vor mir war ein maroder Schrebergarten-Schuppen. Man sah es den Boxen an dass sie über viele Jahre feucht bis nass wurden - die Restaurierung war eine Menge Arbeit. Den Lautsprechern bzw. deren Membranen hat es nicht geschadet. Übrigens hatten die Boxen eine Belastbarkeit von nur 50Watt. Die erzielbare Lautstärke war dennoch zum Fürchten. Während diverser Veranstaltungen mussten wir eine Absperrung vornehmen weil die Kinder immer in die Basshörner kriechen wollten ...

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Alt 24.07.2017, 11:28   #12
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Standard AW: Holz im Boxenbau?

Zitat:
Zitat von Dezibel Beitrag anzeigen
LS-Papiermembranen scheinen widerstandsfähiger zu sein als man es ihnen zutraut.
...

Solange sie einigermaßen geschützt sind und nicht direkt nass werden, kann es lange gut gehen ...

Ich habe jedoch auch schon welche mit "Wasserrändern" und entsprechenden Verfärbungen gesehen: Daß etwa der "geliebte Edelbreitbänder" (mit dem hochoptimierten Partialschwingungsverhalten ;) ) mit einem solchen Schaden noch dem Ursprungszustand entspricht, wage ich zu bezweifeln (*), zumal ich auch Verformungen bei manchen Membranen dadurch gesehen habe:

Daß feuchtes Papier sich wellen kann, entspricht ebenfalls der Alltagserfahrung.


LS-Chassis, die explizit als "wasserfest" eingesetzt werden (etwa als Durchsage-LS auf Schiffen oder in Schwimmbädern ...) haben oft Membranen aus Kunststoff oder Aluminium und ebenso eine wasserfeste Randeinspannung der Membran.

_____________


(*) <leichte Ironie> Evt. wird manches Chassis dadurch sogar besser, habe aber zu "Wasserschäden" diesbezüglich noch keine systematischen Messungen gemacht ...
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Geändert von dipol-audio (24.07.2017 um 13:19 Uhr).
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Alt 24.07.2017, 11:58   #13
longueval
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papier/pappe membrane wurden früher oft mit wasserglas gemacht, ob das heute auch noch so ist, weiß ich nicht. daher waren die pappen eher unwillig wasser aufzunehmen. nimm mal eine alte membrane, das wasser perlt ab. (kali oder natron wasserglas schon bei der pappenherstellung)
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Alt 24.07.2017, 12:06   #14
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Ja, da gibt's spezielle Marine-LS, die überstehen selbst Salzwasser und Seestürme. Ebenso LS für Sauna usw.

Panzerholz für LS Bau erscheint am ersten Blick als gute und universelle Lösung. Die Nachteile sehe ich im höheren Gewicht, die schwierigere Bearbeitung und die zwar wenigeren aber dafür schmalbandig ausgeprägteren Resonanzen gegenüber HDF. Teuer ist es auch noch ....

Aufpassen muss man bei der Qualität von MDF und HDF. Es befindet sich immer mehr Ostblockware am Markt mit einem sehr hohen Anteil an Leim und Zement (!) als billigen Füller. Ersteres schadet der Festigkeit, Zweiteres killt Werkzeuge ... Es zahlt sich also aus auf Qualität zu achten - auch wenn der Preis höher erscheint ....

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Alt 24.07.2017, 12:09   #15
David
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Ich weiß es nicht sicher, aber ich denke, dass Pappmembranen imprägniert werden. Oder das Basismaterial ist von Haus aus relativ feuchtigkeitsresistent.

Fest steht, dass den meisten Membranen Feuchtigkeit nichts ausmacht. Das "rohe Holz" innen ist da viel eher gefährdet. Es ist kein großer Aufwand, es zu imprägnieren, muss auch nicht besonders "schön" sein, Pinselauftrag genügt.
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