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Reinigung und Pflege Tipps zur Pflege unserer Geräte und Musikkonserven

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Alt 16.11.2008, 17:33   #1
Power-Paul
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Standard Plattenbügelservice in Wien

Hallohallo.

Nachdem ich bemerkt habe, dass einige meiner Platten diverse Wellungen abbekommen haben, wollte ich fragen, ob jemand von euch vielleicht ein Geschäft kennt, das ein Plattenbügelservice anbietet. (Natürlich freue ich mich auch, wenn sich private melden sollten, die eine solche Maschine zu Hause stehen haben).

Grüße, Paul
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Alt 16.11.2008, 20:41   #2
Babak
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Hallo Paul,

im Analog-Forum gibt es einen User, der einen Plattenbügler hat.
Der sitzt allerdings in Bad Ischl.

Alternativ gibt es die Methode mit dem Backofen, also kaum was anderes als der Plattenbügler macht.

Du brauchst mal 2 Glasplatten ca. 35x35 cm (paar Euro beim Glaser).
Dazu noch ein Thermometer (auch nicht teuer)

Dann legst Du die Schallplatte zwischen die Glasplatten und diese (und das Thermometer) in den Backofen.
Diesen heizt Du auf 50-55°C auf.
Unbedingt die Temperatur mit Hilfe des Thermometers einstellen!
Die Einstellung am Backofen ist zu ungenau.

Du lässt das Ganze ca. eine Stunde bei 50-55°C drinnen, danach lässt Du den Ofen langsam abkühlen.

Erst dann nimmst Du die Platten raus.


Mach mal einen Testlauf, bei dem Du die Einstellung am Backofen testest.
Nimm dazu eine alte Schallplatte vom Flohmarkt.



Mir stellt sich aber auch noch folgende Frage:

Was ist passiert, dass EINIGE Deiner Platten verwellt sind?
Falsch gelagert?
Der Grund dafür sollte mal eliminiert werden, sonst, passiert es nochmal.

Weiters: sind sie so verwellt, dass es bereits hörbar stört, bzw. die Nadel springt?
Oder stört es nur optisch?

LG

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Marcus Aurelius
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Alt 17.11.2008, 10:23   #3
Power-Paul
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Ich muss leider zugeben, der Grund ist definitiv falsche Lagerung. Bei einigen Platten sind die Wellen bei leisen Passagen doch recht nervig.

Was ich also schon geändert habe, ist, dass sie jetzt wirklich alle genau senkrecht und aneinander gedrückt stehen, damit sich das nicht fortsetzt.

Zu der Backofenmethode: hast du das schon einmal ausprobiert / kennst du Erfahrungen damit? Das ist jetzt vielleicht eine blöde Frage, aber sind bei einer Platte der Rand und das Etikett über die Rillen erhaben?

Achja, und eine meiner Platten ist offensichtlich überhaupt falsch gelocht, da sie horizontal eiert (der Tonarm muss hier auch deutliche Bewegungen mitmachen.
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Alt 17.11.2008, 20:37   #4
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Hallo,

Die Backofenmethode wurde in meinem erweiterten Bekanntenkreis schon durchgeführt.
Ich selber habe Gott sei Dank keine verwellten Platten ...


Jede LP hat im Bereich des Labels eine Erhöhung, und viele habe an der Aupenkante eine Verdickung.
Also das ist normal.

Um wie viel liegt denn das Mittelloch außerhalb der Mitte?
Kannst Du die Auswirkungen der Bewegungen hören?

So lange die Resonanzfrequenz Arm+Tonabnehmer passt, sollte das kein großes Problem darstellen.

LG

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Marcus Aurelius
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Alt 17.11.2008, 20:43   #5
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Hallohallo

Ich sehe, du hast dich auch an einem ähnlichen Thread auf hifi-forum.de beteiligt.

Hast du vielleicht auch Erfahrungen mit kurzfristigen geradebiegmethoden, wie zum Beispiel Disc stabilizing ring oder einer Plattenklemme? Für mich kommt eigentlich ohnehin nur eine Plattenklemme in Frage, da ich einen Subchassis-Thorens habe.
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Alt 17.11.2008, 20:50   #6
Matt
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Hallo Paul,

kennst Du die Michell Record Clamp ?;)

http://www.artech-electronics.com/us.../mich_upg.html
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Alt 17.11.2008, 20:53   #7
Power-Paul
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Ich habe jetzt eine blöde Frage:

Muss der Dorn dafür ein Gewinde haben?
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Alt 17.11.2008, 20:57   #8
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Hallo,

ich habe auch einen Thorens (TD 320), und fahre ihn mit einem Thorens Stabilizer (also ein Gewicht, keine Klemme).

Dazu habe ich mir von Joel einen Hartmetall-Lagerspiegel und das passende Öl geholt, und das geht wunderbar.

Ich habe das aber nicht wegen dem Glätten, sondern wehend er besseren Ankopplung der Platte an den Teller. So schwingt die Platte weniger.

Ich persönlich denke nicht, dass eine Klemme ausreicht, um eine verwellte Platte flach zu bekommen. maximal eine dünne Hitparaden-LP aus den 80ern.

Eher ein Stabilizer-Ring.
Der wiegt auch einiges, und der belastet das Lager noch mehr.
Da kommst Du um einen Hartmetall-Lagerspiegel nicht umhin (mit so einem gab es die "S" Reihe der 300er und 500er, die einen Plattenteller von 9 kg hatten).
Weiters wird der (so weit ich mich erinnere) auch in Kombination mit einer Klemme/einem Gewicht betrieben.

Ich würde wie folgt vorgehen:
  1. Wenn die Wellen nicht hörbar sind, würde ich mit dem optischen Makel leben
  2. Wenn Du gerne bastelst, probier mit alten Flohmrktplatten die backofenmethode aus, damit Du die richtige Einstelling findest (erst 40°; dann 45°, 50°, 55°)
  3. Wenn dir etwas Umstände nichts ausmachen, melde dich im Analog-Forum an (www.analog-forum.de) und Schreib Artosart an. Er hat einen Plattenbügler und hat öfters angebotn, für Leute Platten zu bügeln (er lebt in der Nähe von Bad Ischl).

LG

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Alt 17.11.2008, 21:04   #9
Power-Paul
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Das Problem, das ich mit dem Stabilizer Ring hätte, wäre, dass ich nicht nur einen Hartmetall-Lagerspiegel bräuchte, sondern (nehme ich an) auch neue Kegelfedern für das Subchassis (oder nicht), dann habe ich keine Ahnung, wo man denn so ein Ding überhaupt herbekommt, wie viel es kostet (mein Budget als Zivildiener ist etwas beschränkt)...

Mittlerweile bin ich auch auf die Idee gekommen, mir sozusagen eine "Ringklemme" zu bauen, sprich einen Ring, der auf den Plattenrand gelegt und mit dem Teller verspannt wird. Allerdings dürfte der keine große Materialstärke haben, da ich sonst beim Anfang der Platte mit dem Tonabnehmer Schwierigkeiten bekomme. Was haltet ihr von der Idee?
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Alt 17.11.2008, 21:10   #10
Matt
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Zitat:
Zitat von Power-Paul Beitrag anzeigen
Ich habe jetzt eine blöde Frage:

Muss der Dorn dafür ein Gewinde haben?
Nein, die Clamp zentriert sich selbst.

Einen für den Thorens immer sinnhaften Hartmetall-Spiegel bekommst Du von Joel Boutreux, J.Boutreux@gmx.de,
dort kannst Du auch sehr gutes Lager-Öl günstig! ordern.

härtere Feder gibt es z.B. bei Rolf Kelch.


Allerdings hat es sich zumindest bei mir nicht bewährt, ein Subchassis mit zusätzlichen Gewicht zu belegen.
Deshalb die obige Empfehlung bezüglich Michell.

Geändert von Matt (17.11.2008 um 21:17 Uhr).
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Alt 17.11.2008, 21:17   #11
Babak
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Hallo,

hmm die Idee ist an sich gut, wenn Du einen Weg findest, wie es mit ein oder 2 mm Plat an der Kanten halten kann.

Es gab einmal von Thorens eine Vakuum-Matte, die die Platte an den Plattenteller gesaugt hat.

Der Hartmetall-Lagerspiegel ist mit dem Öl um ca. € 15,.- bei Joel zu beziehen (unter "violette" im Hifi-forum.de).
Ölwechsel und Einsetzen des Lagerspiegels dauern keine 10 Minuten.
Das reduziert auch das Rumpeln deutlich, der Klang wird dynamischer. Daher würde ich das auf jeden Fall tun.

Um ca. 25,- bekommst Du auch noch einen Riemen dazu.


Zu der Frage, ob das mit den Kegelfedern ginge (und überhaupt alle Fragen zu Thorens Spielern), fragst du am besten auch ihn.
Er war früher Mitarbeiter bei Thorens und kennt die Spieler wie kaum ein anderer.

LG

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Alt 17.11.2008, 21:21   #12
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Hallo
Zitat:
Zitat von Matt Beitrag anzeigen
härtere Feder gibt es z.B. bei Rolf Kelch.


Allerdings hat es sich zumindest bei mir nicht bewährt, ein Subchassis mit zusätzlichen Gewicht zu belegen.
Deshalb die obige Empfehlung bezüglich Michell.
Härtere Feder und deutlich mehr Gewicht (also nicht nur die 500g des Stabilizers, sondern 3kg für die Außenringe) bedeuten eine andere Schwingfrequenz des Subchassis.

Da steckt viel Arbeit drinnen, bis man die Schwingfrequenz des Subchassis wieder hinbekommt ...

LG

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Alt 17.11.2008, 21:31   #13
Matt
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Hi Babak,

die "Ansaugung" war aber m.W. nach nicht für alle Serien geeignet.
Diese wurde früher gerne bei den 126/160er Modellen mit verbaut.
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Alt 17.11.2008, 21:31   #14
Power-Paul
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Danke mal für die Hilfe hier und für den Tipp mit dem Lagerspiegel.

Ich denke, die Idee mit dem Ring sollte durchaus realisierbar sein und in Verbindung mit einer Klemme auch gute Effekte zeigen.

Das einzige Problem hierbei ist es, für einen Ring, der einen, vielleicht zwei Millimeter in die Platte hineinragen darf und der auch nicht besonders dick sein darf, am Plattenteller zu fixieren...

Einfacher wären zum Beispiel so ca. sechs bis acht Klemmen, in etwa wie bei einem Tischtuch. Edit: Dann wird allerdings das Plattenauflegen bald du einem umfangreicheren Ritual.
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Alt 17.11.2008, 21:32   #15
Power-Paul
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Die Ansaugung heißt übrigens Disc Contact... hab das mal gegoogelt, aber nicht viel nützliches gefunden, geschweige denn eine Bezugsquelle.
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