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Alt 10.09.2019, 11:59   #1
armin75
MobilFunkCore-Dinosaurier
 
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armin75 ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard Hörbesuch bei schauki

Hallo!

Gestern durfte ich schauki's Anlage hören und besichtigen dazu ein kurzer Bericht:

Schon beim Eintreten in den Hörraum merkt man deutlich, wie sich die Akustik verändert.

Es gibt Diffusoren, Akustik Elemente als Absorber und Akustik Vorhänge. Die Decke ist komplett gedämpft und der Boden vor den Lautsprechern auch.

Es werkelt wenn ich mir das richtig gemerkt habe ein 2x8 DBA, im Heimkinobetrieb sind elf Endstufen am werkeln.

schauki hat den Raum auf Heimkinobetrieb optimiert und meinte dass es ihm persönlich bei Stereo eine Nuance zu dumpf klingt.

Das konnte ich mit den paar Stücken, die ich gut kenne und angespielt habe nicht nachvollziehen. Ich denke wir reden da über das prominente 1%.

Die Breiten- und Tiefenstaffelung ist einfach sehr, sehr gut, ähnlich bei dei den Haigner Alpha Hörnern die ich bei Reno gehört habe. Der große Unterschied ist einfach die Basswiedergabe. Da habe ich z.Z. noch nichts besseres gehört!

Mir fehlt allerdings ein Vergleich mit z.B. David's oder dB's und longueval's System welche ich gerne mal hören würde im Vergleich.

Männerstimmen fand ich sehr, sehr gut wiedergegeben. Auch ein Vergleich mit einem Kari Bremnes Stück klang viel besser, als ich es von 99,9% aller bisher gehörten Systeme gewohnt bin.

Die Anlage und der Raum haben mir gezeigt, wie schlecht es eigentlich bei mir zu Hause klingt. Tja ich benutze ein Wohnzimmer und ein Antimode, welches die gründliche Behandlung des Raumes nie ersetzen kann.

Selbst nicht im Hotspot sitzend, kann man noch immer räumlich hören, somit muss schauki alles sehr gut und penibel bedacht haben.

Ich kann ihm nur dazu gratulieren was er da mit überschaubarem Budget zusammen gebracht hat!! Hut ab.

Ich persönlich würde da sicher nix mehr ändern, ist aber natürlich Geschmacksfrage.

Im Heimkinobetrieb steigt der Funfaktor in Bezug auf räumliches Hören dann nochmal gewaltig! Ein paar Ausschnitte von Pirates of the Caribbean Am Ende der Welt waren dynamsich und klanglich ein Highlight der zwei Stunden für mich.

Was habe ich persönlich mitgenommen:

1.) Wenn, dann wieder ein eigener! evtl. auch kleinerer Hör-Raum
2.) Bass nur mehr als DBA aktiv und VIEL Membranfläche, das kann man durch fast kein Konstrukt wett machen!
3.) Raum behandeln wie es z.B. Floyd Toole immer predigt.

Gerlernt habe ich:

Dass Antimode zwar gut ist, aber ohne gescheidte Behandlung des Raumes nur ein weiterer Kompromiss zwischen Pest und Cholera ist (eines ist ja nicht ganz so schlimm :-))

Dass man mit relativ wenig Geld ein System hinbekommt, das sich von 99% der normalen(anderen) positiv abhebt.

Dass Raum/Lautsprecherinteraktion einfach 95% des Klangs ausmachen (gute Aufnahme vorraus gesetzt).

Die letzten 5% immer Eigengeschmack sind und ein paar die hier schon etwas vergleichbar Gutes besitzen, nicht müde werden daran herum zu optimieren ;-) Schönes Hobby!! auf jeden Fall.

Dass mein eigenes System sehr beschränkt ist, aber ich mich gerade nach so einem Erlebnis wieder gerne damit befassen werde um mal hier und da etwas zu optimieren. Ich mache mir keine Illusionen dass es mal nur ansatzweise so gut klingen könnte wie bei schauki, aber das gibt gerade Anreiz mal zu schauen, wo noch mehr rauszuholen ist bei dem bestehenden Vorgaben.

Viel, mehr, und nochmals viel mehr bei der Raumakustik!

Ich möchte mich auf diesem Weg auch bei schauki für die sehr, sehr schönen, netten und ohrenöffnenden zwei Stunden bedanken. Die Zeit ist leider immer viel zu kurz ;-)

lg

Armin

Geändert von armin75 (10.09.2019 um 13:41 Uhr).
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Alt 10.09.2019, 12:49   #2
longueval
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longueval befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard AW: Hörbesuch bei schauki

dba mit mächtig membranfläche ist im bass sicher das optimum, keine frage

das antimode kann nur die schlimmsten auswüchse der moden dämpfen, eine beseitigung der ursachen ist es ganz sicher nicht.

meine anlage ist weit vom optimum entfernt, sie ist eine bewusste beschränkung auf das für mich mindest wesentliche.

in prozentzahlen ausgedrückt, im vergleich zu so einer installation vielleicht 80%.

worauf verzichte ich bewusst
drückenden tiefstbass, filmton

was war mir wichtig
mitten und obertöne, bässe von 40 bis 200 halbwegs sauber.

mein zeug hat auch fast durchwegs eher werkzeugcharakter.

trotzdem meine empfehlung für die nicht selbstbauer, profi monitore und raumbehandlung + modenelektronik.
__________________
ALSregel: besser man kann mehr, als man macht, als man macht mehr, als man kann. (brecht)

Geändert von longueval (10.09.2019 um 13:13 Uhr).
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Alt 10.09.2019, 13:06   #3
Hobbyist
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Hobbyist befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard AW: Hörbesuch bei schauki

Ein schöner Bericht. Gibt es Fotos?

Viele Grüße

Hobbyist
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Alt 10.09.2019, 13:16   #4
schauki
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schauki befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard AW: Hörbesuch bei schauki

Hallo!

Danke noch mal für den Besuch. Der Tuner kommt in sehr gute Hände.

Bei der Anlage wurde in der Tat rein auf die großen Baustellen geachtet, die eben die wichtigen Dinge ausmachen.
So gibts es kein "Finish" bei den Lautsprechern, einfache Gehäuse,... das ist bei vielen Hifi-Boxen wohl der Preistreiber. Da kosten die Gehäuse und das Finish ein vielfaches der Chassis.

Bei mir egal die Front ist sowieso komplett hinter der Leinwand.

Es gibt schon ein paar Punkte die mir einfallen würden die auch das bestehenden System akustisch besser machen würde, aber die mir bisher den Aufwand Zeit/Geld nicht wert war.


Bzgl. Wohnzimmer:
Für mich wäre das was da in dem Raum steht für ein normales Wohnzimmer untauglich. Sowohl Optik, als auch Platzbedarf.



Zitat:
Zitat von longueval Beitrag anzeigen
...
trotzdem meine empfehlung für die nicht selbstbauer, profi monitore und raumbehandlung + modenelektronik.
Leider gibt es kein kommerzielles DBA System.
Ich glaube K&H/Neumann hatte mal was am Start, das dürfte dann aber von Genelec patentiert worden sein.

Nubert empfiehlt auch immer wieder DBAs, und irgendwie habe ich im Kopf dass er da auch was angeboten hätte, aber bin mir nicht sicher.

Jedenfalls lässt sich ein DBA oft praktisch "unsichtbar" auch in einen Wohnraum integrieren.
Ich kenne da ein paar Beispiele die das wirklich unauffällig gemacht haben. Man sieht dort z.B. nur mehr die recht kompakten Fronts.

Vielleicht bekommt man sowas über Audio-Consulting, wenn man selbst nichts machen kann/will.
Wäre mir aber so auf die Schnell auch nichts geläufig.


Zitat:
Zitat von Hobbyist Beitrag anzeigen
Ein schöner Bericht. Gibt es Fotos?
Hier gibts ein paar Fotos vom nicht Letzstand.
"Schön(er)" ists jetzt aber auch nicht.

mfg

Geändert von schauki (10.09.2019 um 13:26 Uhr).
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Alt 10.09.2019, 13:45   #5
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Standard AW: Hörbesuch bei schauki

Nubert hatte SW für den inversiven Betrieb, gedacht auch mit Stereo-Standboxen.
Mangels Nachfrage werden sie nicht mehr produziert.
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Alt 10.09.2019, 13:57   #6
longueval
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Standard AW: Hörbesuch bei schauki

görtz vor 15 jahren

http://www.neumann-kh-line.com/klein-hummel/globals.nsf/resources/tmt2002.PDF/$File/tmt2002.PDF
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Alt 10.09.2019, 13:58   #7
longueval
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Standard AW: Hörbesuch bei schauki

görtz vor 17 jahren

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Alt 11.09.2019, 09:39   #8
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Standard AW: Hörbesuch bei schauki

Welche Nachhallzeiten bei welchen Frequenzen?
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Alt 11.09.2019, 12:05   #9
schauki
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Standard AW: Hörbesuch bei schauki

https://www.hififorum.at/showpost.ph...3&postcount=39

Hier noch eine alte Messung, da hat sich aber zwischenzeitlich noch ein bisschen was geändert.

mfg
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