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David Berichtsforum von Hifi Aktiv

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Alt 05.10.2019, 07:39   #16
David
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Standard AW: Mein PC Zeugs

Das NAS Synology DS118 habe ich wieder verkauft (ging ganz schnell mit einem Inserat und fast ohne Verlust), obwohl es wirklich ein Superding ist. Der Grund: ich habe es nie wirklich verwendet, trotz mehrerer PCs im Haus. Es gibt keine Dateien, die ich laufend an verschiedenen Stellen brauche und selbst wenn, so würde ich sie über die Cloud mindestens genau so schnell abrufen können. Bei Apple kosten 50GB 0,99 Euro pro Monat, die reichen mir locker. Dazu noch habe ich ohnehin mehrere externe Festplatten mit allem drauf das ich eventuell brauchen kann. Die aktualisiere (synchronisiere) ich ab und zu, das reicht völlig.
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Gruß
David


Einen „Audio-Laien“ erkennt man daran, dass er sich viel mehr mit Audiokomponenten beschäftigt als mit Raumakustik, LS-Aufstellung und Hörplatzwahl.
Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich
Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst, wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen werden konnten. Das gilt für das was ich selbst zu hören glaube, ebenso.
Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
Wichtig: zumindest versuchen, beim Thema bleiben!
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Alt 25.01.2020, 18:00   #17
David
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Standard AW: Mein PC Zeugs

Etwa vor einem Jahr habe ich mir für meinen Haupt PC-Platz die kleinen vollaktiven Monitore von Neumann gekauft. Die bis zu diesem Zeitpunkt verwendeten von Nubert habe ich mit defektem USB-Eingang gut verkaufen können.

Zu diesen kleinen Monitoren habe ich mir bald einen ebenfalls kleinen Subwoofer von Yamaha gekauft. So ganz glücklich wurde ich damit nicht, weil ich genau in die Situation reingeschlittert bin, vor der ich selbst immer warne, nämlich eine Verschlimmbesserung durch dröhnenden Bass. Ich habe mich aber lange dagegen gewehrt (sind ja "nur" PC-Lautsprecher), daran was zu ändern, denn so sehr wichtig war mir die Musikwiedergabe beim PC-Platz auch wieder nicht und mir war klar, dass eine wirkliche Verbesserung im Bassbereich mit einfachen Mitteln nicht zu bewerkstelligen ist.

Mein Schlüsselerlebnis war dann, als ich meinem Sohn ein paar Lieder meiner Band vorgespielt habe. Relativ laut, lauter als ich sonst damit höre. Mein Sohn (von HiFi hat er keinen blassen Schimmer) hat dabei mehrere Male den dröhnenden Bass (den ich ja selbst gespielt habe!) kritisiert. Klar habe ich das auch gehört, aber anscheinend hatte ich mich schon so sehr daran gewöhnt, dass es mich nicht mehr sonderlich gestört hat. Und schließlich sind das ja nur selbstgemachte Aufnahmen, die völlig unbehandelt sind.
Ich wusste aber, wie sie mit Kopfhörer klingen, nämlich ohne Dröhnen, dafür aber auch "viel dünner".

Die gerechtfertigte Kritik meines Sohnes ist danach wie ein "Stachel" in mir gesessen. Trotz nochmaligem leiser Stellen der Subwoofers habe ich dessen Basswiedergabe kaum noch ertragen können.

Zuerst habe ich mich sehr dagegen gewehrt, für diesen "niedrigen Zweck" noch einmal Geld auszugeben. Noch dazu wo mir klar war, dass es absolut keinen Sinn macht, mir nur einfach einen anderen Subwoofer zu kaufen, der ja im Normalfall wieder nur ein "Dröhnwürfel" ist, egal was er kostet. Schließlich kenne ich ja die ganze Problematik rund um dieses Thema, ohne Einmessmöglichkeit mittels DSP geht da gar nichts.

Somit gab es für mich nur noch zwei Möglichkeiten: entweder gar kein Subwoofer mehr, oder ein "wirklich guter" und dazu auch gleich ein komplettes Mess-Equipment, sonst wird das Ganze nur ein Tappen im Dunkel, ohne gutem Endergebnis.

Nach ein paar weiteren Tagen mit dem bösen Stachel in mir habe ich dann "Nägel mit Köpfen" gemacht. Ich bin der Marke Neumann treu geblieben und habe deren kleinsten Subwoofer mit eingebautem DSP gekauft. Dazu auch noch ein USB-Interface, nicht nur um das (vorhandene) Messmikrofon verwenden zu können, ich bin dann auch gleich noch einen kleinen Schritt weiter gegangen und habe mir eines genommen, das mir ein paar andere Funktionen ermöglicht, die mir bisher ein bisschen abgegangen sind.

Alles das war nicht nur relativ teuer, dieser Entschluss hat auch so manche Veränderung rund um meinen PC notwendig gemacht. Bei mir hat alles seinen gut überlegten Platz, alle Kabel sind entweder in den richtigen Längen gekauft oder selbst gemacht, ein "irgendwie hinstellen und irgendwie verkabeln, Hauptsache es funktioniert", so etwas gibt es bei mir nicht.

Der Subwoofer musste unter dem Tisch so weit wie möglich an die Wand dahinter. Auch wollte ich ihn so hoch wie möglich platzieren, letztlich auch, um darunter meine Füsse ein bisschen ausstrecken zu können, weil ich ja knapp daran sitze. Es hat mich einen Tag in meiner (zur Zeit eiskalten) Holzwerkstatt gekostet, um diese "Maßanferigung" mit Laufrollen herzustellen.

Weiter ging es mit der Herstellung der speziellen Verbindungskabel zwischen Interface, Subwoofer und den Monitoren. Das ging subwooferseitig nur mit XLR-Winkelstecker für die Ein- und Ausgänge, um damit fast ganz an die Wand zu kommen. Alles Material dazu musste ich erst besorgen, denn in meinen mehreren Kabelkisten auf dem Dachboden war nichts dabei, das mir für diesen Zweck "gut genug" war.
Ein spezielles Netzkabel - wieder mit Winkelstecker - musste ich auch anfertigen. Ein in der Länge passendes Netzwerkkabel habe ich in meinen Kabelkisten gefunden.

Es sind fast zwei Wochen vergangen, bis ich alles so beieinander hatte, dass ich damit zufrieden war.

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Danach dann die aufwändige Einmesserei. Fast so akribisch wie in meinem Keller habe ich versucht, dabei das Maximum herauszuholen. Mehrmals habe ich von Vorne begonnen, weil ich immer das Gefühl hatte, dass da noch mehr gehen könnte. Die Monitore haben entgegen meinen Erwartungen keine großartigen Probleme gemacht. Schon gar nicht im Hochtonbereich. Nach unten hin wurde es dann schwieriger (wie immer), aber bei ca. 80Hz war da sowieso Schluss. Mit nur zwei Korrekturen (eine davon li/re leicht unterschiedlich) war das Ergebnis dann so, dass ich keinen Sinn mehr darin gesehen habe, noch weiter daran "herumzufeilen". Noch mehr Glättung wäre möglich gewesen, bringt aber in der Praxis nichts und ich bin ja ein Freund von wenigen Korrekturen.

Der Subwoofer hat es mir nicht ganz leicht gemacht. Im Nahbereich unter dem Tisch hat er sich noch traumhaft gut gemessen, "oben bei meinen Ohren" war die Sache dann grausam. Ein Wahnsinns Loch im wichtigsten 50Hz Bereich und eine Wahnsinns Überhöhung mit den Monitoren gemeinsam bei ca. 100 Hz, das war mein Ausgangspunkt.

Zuerst habe ich noch versucht den Subwoofer unter dem Tisch um seine vertikale Achse zu drehen, aber wie zu erwarten hat das nichts verändert. Dann habe ich zuerst einmal die Überhöhung zu bekämpfen versucht. Das ging besser als gedacht, nicht nur mit einem Filter, sondern auch durch ein passendes Delay. Die Gefahr, dass man nur eine "Schwindel-Korrektur" durch Phasenauslöschung bewirkt, ist dabei groß. Das war aber hier nicht der Fall, weil das Delay auch bezüglich dem physikalischen Abstand des Subwoofers zu den Monitoren zueinander passt.
Durch das gesetzte Filter wurde der Subwoofer leiser, aber sein Schalldruckverlauf war dann schon ganz gut. Das 50Hz Loch war dann nur noch eine kleine Delle und die 100Hz Überhöhung ein kleiner Buckel.

Am Schluss war nur noch zu klären, wie das Pegelverhältinis zwischen Subwoofer und den Monitoren zueinander sein muss, damit es für mich klanglich am besten passt. Ich habe mich dafür entschieden, diese Abstimmung nach Gehör und Geschmack zu machen, aber immer mit begleitender Messung.

Im Endeffekt hat mir dann ein leicht angehobener Bass am besten gefallen. Sollte ich es einmal anders wollen, ist das mit dem iPad eine Sache von ca. einer Minute: online gehen, Basspegel verändern und abspeichern, das war's.

Klanglich ist das zu vorher wie Tag und Nacht. Die Monitore waren immer schon gut, aber jetzt ohne dem Gedröhne im Tieftonbereich machen sie auf mich einen noch besseren Eindruck. Der Bass ist satt, tiefreichend und druckvoll. Ab ca. 30Hz ist er voll da, ohne Überhöhung danach. Bei höheren Pegeln vibriert die ganze Tischplatte, obwohl sie 30mm dick ist.

Alles in Allem war das viel Geld und ein riesiger Aufwand, aber ich bereue diesen Schritt nicht. Qualität hat ihren Preis, wie immer.
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Gruß
David


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