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Verstärker in Röhren-Technik Auch Hybrid-Geräte

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Alt 15.05.2010, 08:09   #1
Mike
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Mike
Standard Projekt "Black cat" - TU Berlin

Guten Morgen,

beim Durchstöbern des Internets bin ich auf ein interessantes Projekt der Technischen Universität Berlin gestoßen, das ich Euch nicht vorenthalten möchte. Es heißt "Black cat". Es wurde angestoßen durch die offensichtliche Renaissance der Röhrentechnik im Verstärkerbau, insbesondere im "High-End"-Segment. Um dem Grund für die wachsende Nachfrage herauszufinden, wurde im Rahmen eines Projektes ein Röhrenverstärker entwickelt und gebaut, der technisch auf der Höhe der Zeit sein sollte. Hernach wurde ein Blindtest durchgeführt.

Doch lest den Artikel selbst - ich finde, er ist keine Zeitvergeudung.

Hier nun der Link: http://www.emsp.tu-berlin.de/lehre/m...renverstaerker

Liebe Grüße,
Michael

PS: Beim Benutzen der Suchfunktion des Boards, habe ich unter dem Begriff "Black cat" keinen Eintrag gefunden. Sollte es aber dennoch bereits ein Posting mit dem Link geben, kann dieser Post gerne gelöscht werden.
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Alt 15.05.2010, 09:33   #2
Babak
Ich schau nur
 
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Hallo Michael,

das ist ja ein sehr spannendes Projekt.
Mir gefällt der Ansatz sehr gut, der da verfolgt worden ist, inklusive erweiterter Messungen (also nicht nur Frequenzgang und Klirr).

Wenn ich in Sachen Elektronik nicht so unbeleckt wäre, würde ich mich an den Nachbau wagen ... ;)

Danke für den Link!

LG

Babak
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Grüße


Babak

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"Alles was wir hören ist eine Meinung, nicht ein Faktum.

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Marcus Aurelius
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Alt 15.05.2010, 10:08   #3
David
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David hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
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Ist ja alles wunderbar, nur scheint auch der Verfasser nicht zu wissen, dass der allergrößte Anteil des Klangunterscheids zwischen Transistor und Röhre nicht vom unterschiedlichen Klirrverhalten herrührt, sondern von den linearen Verzerrungen, verursacht durch die Impedanzkurve der angeschlossenen Box.
Da kann er am Fixwiderstand noch so wunderbare Linearität messen, mit der Praxis hat das absolut nichts zu tun.

Würde man beim vergleichenden Transistorverstärker mittels Equalizer den gleichen "verbogenen" Frequenzgang einstellen, glaube ich kaum, dass man bei einem Blindtest noch eine hohe Trefferquote erzielen würde.

Es ist immer wieder erstaunlich, dass selbst technisch versierte Leute so wichtige Dinge entweder nicht wissen oder einfach ausblenden.
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Gruß
David


Einen „Audio-Laien“ erkennt man daran, dass er sich viel mehr mit Audiokomponenten beschäftigt als mit Raumakustik, LS-Aufstellung und Hörplatzwahl.
Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich
Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst, wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen werden konnten. Das gilt für das was ich selbst zu hören glaube, ebenso.
Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
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Alt 15.05.2010, 11:23   #4
Cay-Uwe
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Zitat:
Zitat von Hifiaktiv Beitrag anzeigen
Ist ja alles wunderbar, nur scheint auch der Verfasser nicht zu wissen, dass der allergrößte Anteil des Klangunterscheids zwischen Transistor und Röhre nicht vom unterschiedlichen Klirrverhalten herrührt, sondern von den linearen Verzerrungen, verursacht durch die Impedanzkurve der angeschlossenen Box.
Da kann er am Fixwiderstand noch so wunderbare Linearität messen, mit der Praxis hat das absolut nichts zu tun.

Würde man beim vergleichenden Transistorverstärker mittels Equalizer den gleichen "verbogenen" Frequenzgang einstellen, glaube ich kaum, dass man bei einem Blindtest noch eine hohe Trefferquote erzielen würde.

Es ist immer wieder erstaunlich, dass selbst technisch versierte Leute so wichtige Dinge entweder nicht wissen oder einfach ausblenden.
David,

ich glaube nicht, dass dem Verfasser das entgangen ist. Er ist aber auf weitere Punkte eingegangen, die Du z.B. forderst: Intermodulationsverhalten. Da scheint es laut der Studie auch Unterschiede zu geben. So wie es ausschaut verhält sich das vorgestellte Projekt besser als mancher Transistorverstärker.
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Alt 15.05.2010, 13:40   #5
David
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Zitat:
.....ich glaube nicht, dass dem Verfasser das entgangen ist.
Ich habe aber nichts derartiges im Text gelesen (habe ihn aber zugegebenermaßen nicht komplett gelesen).

Zitat:
Er ist aber auf weitere Punkte eingegangen, die Du z.B. forderst: Intermodulationsverhalten.
Ja, allerdings glaube ich nicht, dass das im Zusammenhang mit Verstärkern ein kritischer Punkt ist - im Gegensatz zu Lautsprechern.

Zitat:
Da scheint es laut der Studie auch Unterschiede zu geben. So wie es ausschaut verhält sich das vorgestellte Projekt besser als mancher Transistorverstärker.
Fragt sich nur, ob man da nicht schon wieder längst "im akademischen Bereich" herumrudert......wie so oft bei Technikern, die sich an einem bestimmten (längst unhörbaren) Punkt verbeissen.
__________________
Gruß
David


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Alt 15.05.2010, 15:08   #6
Reno Barth
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Zitat:
Zitat von Hifiaktiv Beitrag anzeigen
Ist ja alles wunderbar, nur scheint auch der Verfasser nicht zu wissen, dass der allergrößte Anteil des Klangunterscheids zwischen Transistor und Röhre nicht vom unterschiedlichen Klirrverhalten herrührt, sondern von den linearen Verzerrungen, verursacht durch die Impedanzkurve der angeschlossenen Box.
das deckt sich allerdings nicht mit unseren Erfahrungen. Wir haben in vielen Versuchen den Eindruck gewonnen, dass eine "Röhrensignatur" auch dann erhalten bleibt, wenn ein Lautsprecher perfekt auf die Bedürfnisse eines Röhrenverstärkers (hochohmig, konsequent impedanzlinearisiert) zugeschnitten wird, oder gar kein Ausgangsübertrager vorhanden ist. Meiner Ansicht nach treten die Vorzüge der Röhre am Besten hervor, wenn das, was man gewöhnlich unter "Tubesound" versteht, so weit wie möglich reduziert wird.

lg
reno
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Alt 15.05.2010, 15:34   #7
Dezibel
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Ist es tatsächlich erstrebenswert dem Röhrenverstärker seine ureigensten Klangattribute auszutreiben ? Was ist das dann für eine Röhre wenn die ebenso klingt wie eine Transe ?

Grüße, dB
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Bad Sound kills good Music ….
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Alt 15.05.2010, 15:42   #8
Reno Barth
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Zitat:
Zitat von Dezibel Beitrag anzeigen
Ist es tatsächlich erstrebenswert dem Röhrenverstärker seine ureigensten Klangattribute auszutreiben ? Was ist das dann für eine Röhre wenn die ebenso klingt wie eine Transe ?
tut sie ja nicht. Das ist ja eben der Witz: Auch wenn man die Nachteile von Röhren los wird (fehlende Kontrolle im Bass, Höhenschwäche), bleibt immer noch ein röhrentypischer Sound erhalten.


lg
reno
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Stichworte
black cat, forschung, projekt, röhrenversärker, tu berlin


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