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nad_chario 10.02.2018 13:45

Raubbau an der Natur
 
Auskopplung aus einem anderen Thread

Es wird immer welche geben die an der Vergangenheit festklammern.
Es besteht überhaupt kein Zweifel, das Menschen noch nie so gut gelebt haben wie heute,
durch den Einsatz von Technik und Technologie.

zB. ein Bauer hat im 12Jh. nicht anders gelebt als im 18Jh. Aber der Bauer im 21Jh. lebt schon schon deutlich besser.

Aber früher war ja alles besser, vorallem die Zukunft.

debonoo 10.02.2018 14:16

AW: Das Ende der CD ?
 
Zitat:

Zitat von JoachimA (Beitrag 356338)
Nad_chario, von der rein physischen Existenz her magst du ja Recht haben, es gibt bei all dem Fortschritt aber durchaus heftige Risiken und Nebenwirkungen, sollte man dabei keinesfalls vergessen.

Was sind wir denn ohne unsere vielbeschworene raubbauende resourcenfressende kaum nachhaltige Wegwerf-Technologie? - Richtig, nichts bzw. wir sind am Ende vermutlich noch schlechter dran als der Bauer im 12. Jahrhundert, falls der ganze Kram mal versagen sollte an dem alles hängt und auf den sprichwörtlichen Sand auf den wir gebaut haben. - Es lohnt sich da mal ein wenig drüber nachzugrübeln. Unsere Technologie ist hochempfindlich und hängt letztlich vollkommen vom ständigen Funktionieren riesiger staatenübergreifender Stromverbundnetze ab, die angesichts der zunehmenden Komplexität durch alle möglichen Energieerzeugern auch aus erneuerbaren Energien immer schwerer zu steuern und zu regeln sind. - Ein flächendeckender Blackout ist so sicher wie das Amen in der Kirche, es ist nur die Frage wann er eintritt.

Gruß,
joachim

Auf alle Fälle bist Du schon um einige Jahrzehnte älter als der Bauer um 1150..

Also tu nicht immer so jammern, du altes Klageweib....

Kannst ja nach Afrika zu den Buschmännern gehen

Wie kann man nur so unglücksgeil sein...

:P

JoachimA 10.02.2018 14:28

AW: Das Ende der CD ?
 
Zitat:

Zitat von debonoo (Beitrag 356340)
Kannst ja nach Afrika zu den Buschmännern gehen

Bei den Buschmännern gab es keinen Besitz, kein Neid oder sonstige negativen Dinge, die man von der "ziviliserten" Welt her kennt.

Könnte denen ja das "böse Ding"(Cola-Flasche) wiederbringen, was die Götter leichtsinnigerweise vom Himmel fallen ließen und "XI Xao" am "Ende der Welt"(tiefe Schlucht) wieder heruntergeschmissen hatte, damit wieder Frieden in seinem Dorf einkehrte. - Andererseits wäre das wohl ziemlich böse.

Gruß,
joachim

debonoo 10.02.2018 14:52

AW: Das Ende der CD ?
 
Ja..

Das ist ein guter Film...

:S

Wolke7.1 11.02.2018 18:46

AW: Das Ende der CD ?
 
Danke für den Hinweis! Hab ich vor Jahren gesehen - ja, toller Film ... :M

https://www.youtube.com/watch?v=xzwDu_DmPpU ;J
Zitat:

Die Götter müssen verrückt sein ist ein botswanischer Kinofilm aus dem Jahr 1980, dem 1989 und 1993 zwei weitere Teile folgten. Jaymie Uys schrieb das Drehbuch und führte Regie bei den ersten beiden Teilen. Die Filmkomödien der Reihe erzählen die Geschichte eines „Buschmanns“ aus der Wüste Kalahari, dessen Stamm erstmals Kontakt mit der westlichen Zivilisation hat. Der Film erhielt 1984 eine Nominierung für den César als Bester ausländischer Film. https://de.wikipedia.org/wiki/Die_G%...%C3%BCckt_sein

David 11.02.2018 19:12

AW: Das Ende der CD ?
 
Früher war alles viel langsamer und Manches gab es gar nicht.

Was wirklich viel schlechter geworden ist, das sind die Umweltbelastungen und der Raubbau der Natur.

Zurück zum Eigentlichen: die CD ist einfach "technologische Steinzeit", da kann man sich nichts schönreden.

Selbst die analoge Platte hat für mich mehr Daseinsberechtigung als die CD, weil danach nichts besseres (analoges) nachkam.

longueval 11.02.2018 20:26

AW: Das Ende der CD ?
 
das mit dem raubbau an der natur kann man so nicht stehen lassen. auf grund der schlechten nachrichten könnte man den eindruck erhalten, stimmt aber so nicht.
unsere fließgewässer sind bei weitem reiner als vor 40 jahren
die schadstoffbelastung der luft ist trotz vervielfachung des verkehrs um 50% zurückgegangen
ähnliches gilt für den schadstoffausstoß der industrie und der energieerzeugung.
seit 300 jahren gabs noch nie so viel wald wie jetzt in österreich

das heißt nicht, dass unsere anstrengungen nachlassen dürfen, im gegenteil.
was noch dringend fehlt, ist der export von umweltstandards in länder. die gewaltig nachhinken. dort hat es aber was mit der abnahme der kindersterblichkeit zu tun. wir haben also durch die entwicklung der medizin, zuerst die menschen geschützt, was man uns schlecht vorwerfen kann. ich hoffe auf zukünftige entwicklung.

nur ein beispiel
indien
obwohl sich die bevölkerung verdreifacht hat, gibt es die bis vor 40 jahren stattfindenden jährlichen hungersnöte nicht mehr. obwohl sich bei einer verdreifachung der bevölkerung die anbauflächen nur um 30% ausgeweitet haben, kann sich indien weitgehend selbst versorgen.

solche beispiele gibts viele
erst stirbt der baum, dann stirbt der mensch, wärs manchem umgekehrt lieber?

dipol-audio 12.02.2018 00:03

AW: Das Ende der CD ?
 
Zitat:

Zitat von longueval (Beitrag 356429)
...
solche beispiele gibts viele
erst stirbt der baum, dann stirbt der mensch, wärs manchem umgekehrt lieber?


<Nur ganz leichte Ironie>

Wie's uns (als Menschen) 'lieber' wäre, wen interessiert das eigentlich (außer den Menschen) ?

M.E. ist es umgekehrt: Natürlich stirbt der Mensch 'zuerst', wenn er sich auf Dauer zu dämlich anstellt.

Es gibt Spezies auf diesem Planeten, denen wir (Menschen) hinsichtlich

- Robustheit
- Anpassungsfähigkeit
- "evolutionärer Ausdauer"

nicht das Geringste entgegenzusetzen haben.

Der Homo Sapiens hat in seiner extrem kurzen evolutionsbiologischen Geschichte noch keinerlei Katastrophen von extremen Ausmaßen erlebt: Wer etwas anderes behauptet, dem könnte man sehr leicht eine "große Schnauze" vorhalten.

Mit der Natur - trotz "Wirtschaftswachstum" in einigen Weltregionen - vernünftig umzugehen, ist eine Frage, die m.E. vor allem unsere eigene Lebensqualität betrifft.

Insofern wäre ein vernünftigerer und schonenderer Umgang mit dem Planeten nur etwas (aus menschlicher Sicht) zutiefst Egoistisches.

Aber selbst für einen solchen "nachhaltigen Egoismus" sind eben viele (Menschen) schlicht zu blöd.


Nur zur Anregung, wie der Wald sich die ehemaligen Autofabriken in Detroit zurückholt:

https://www.google.de/search?client=...XOGN257iLVciM:

https://upload.wikimedia.org/wikiped...etroit_200.jpg

https://www.gannett-cdn.com/-mm-/501...2_17A63D49.jpg



B. Albert 12.02.2018 07:36

AW: Das Ende der CD ?
 
Zitat:

Zitat von JoachimA (Beitrag 356342)
Bei den Buschmännern gab es keinen Besitz, kein Neid oder sonstige negativen Dinge, die man von der "ziviliserten" Welt her kennt.

Ist das nicht eine etwas sehr romantische Betrachtungsweise ? Man sollte nicht alles für bare Münze nehmen, was im Kino gezeigt wird.

Zitat:

Zitat von David (Beitrag 356422)
Selbst die analoge Platte hat für mich mehr Daseinsberechtigung als die CD, weil danach nichts besseres (analoges) nachkam.

Und weil sie ästhetisch und vom Handling her viel schöner sind als CDs.

VG Bernd

David 12.02.2018 07:42

AW: Das Ende der CD ?
 
@longueval
Wenn du es auf Österreich beziehst (mag sein, dass auch noch auf wenige andere Länder), wird das vielleicht stimmen, aber international sieht die Sache anders aus.

Viele teils hochentwickelte Tiere sind vom Aussterben bedroht, nur weil der Mensch ohne Rücksicht auf Irgendwas gewaltige Umweltschäden anrichtet. Aus jeder Doku geht das hervor.

Ansonsten (wieder mal) volle Zustimmung zu Olivers Beitrag #22

debonoo 12.02.2018 09:19

AW: Raubbau an der Natur
 
http://www.hififorum.at/showpost.php...31&postcount=8

dazu wären nähere Erläuterungen wünschenwert...

:E

z.B. den Kommentar zweiteilen und dann - je 1 Erklärung (Begründung) dazu....

longueval 12.02.2018 09:41

AW: Raubbau an der Natur
 
das mit den dokus stimmt, nur, wo ist die doku über die millionen, die in den 20er jahren in china oder indien verhungert sind?
mich erinnert das ein wenig an die zahl der morde, die allabendlich im fernsehen bei weitem höher ist, als in wirklichkeit, unbewusst stimmen wir dann der behauptung zu, die sicherheitslage wär prekär.
so recht manche dokus auch haben, so folgen sie doch dem grundsatz "only bad news are good news".
die zahlen und fakten sind schlimm genug, man muss nicht auch noch übertreiben. die prophetie des weltuntergangs ist auch ein geschäft. und dass es früher in irgend einer weise besser gewesen wäre, ist schlicht und ergreifend eine propagandalüge. dass die verbesserung zu langsam geht, ist wahr.
wär ich natur dokumentarfilmer, würde ich auch keinen film darüber drehen, dass die population der elefanten in gewissen gegenden südafrikas überhand nimmt, sondern über das traurige schicksal anderswo. mein pfund, mit dem ich wuchern muss, ist die emotionale beteiligung und die spendenbereitschaft für organisationen, die davon leben.
übrigens ein blödes beispiel, nicht greenpeace hat die wale gerettet, sondern standard oil, weil das standardisierte petroleum das tranöl ersetzt hat und das paraffin als destillationsrückstand, das walfett als wagenschmiere, und die verseifung von pflanzenölen.
das wwf ist übrigens eine gründung durch gentleman jäger, die ob der dezimierung des wilds durch andere entsetzt waren, die ihnen das edle waidwerk vergällten, dadurch, dass krethi und plethi auf IHR wild ballerten,
oder eingeborene sich am big game labten. die phänomenologie wird immer seltsamer, je näher man kommt. und jedes ding hat mindestens 10 seiten.

dipol-audio 12.02.2018 21:28

AW: Raubbau an der Natur
 
@debonoo


Ich belasse es vorab mal bei einem Kinofilmzitat aus den letzten Jahrzehnten ...

aus "Matrix", "Agent Smith":

https://www.youtube.com/watch?v=5Fu_eBNeL-8


dann kann ich mir weiteren Text dazu ersparen.

debonoo 13.02.2018 08:27

AW: Raubbau an der Natur
 
Zitat:

Zitat von dipol-audio (Beitrag 356461)

Kino ist menschliche Fiktion, mithin menschliche Interpretation,

einer bestimmten menschlichen Wahrnehmung, durch einen bestimmten Menschen,

mit einer bestimmten menschlichen Einstellung, mit den Polen - Gut/Böse oder Gut/Schlecht

der Mensch ist - der Mensch ist sich bewusst - und der Mensch kann über sich nachdenken - der Mensch beurteilt...

mithin ist das ein geschlossener geistiger Kreislauf - aus Wahrnehmung - Interpretation und Ausdruck - des menschlichen Geistes...

eine Art Tautologie - über sich selbst - über sich selbst - über sich selbst - über sich selbst...

soviel zu der Aussage des Agenten - der auch nur menschliches Programm ist...

diese Agenten - Aussage ist also schlicht bedeutungslos...

weil kein Fakt - sondern subjektive Meinung...

über etwas ganz anderes...


:P

wer sagt denn - dass es nicht gut ist, so wie es ist...

auf alle Fälle aber - ist es so, wie es ist...

und das ist Fakt...

JoachimA 13.02.2018 10:38

AW: Das Ende der CD ?
 
Zitat:

Zitat von dipol-audio (Beitrag 356431)
Der Homo Sapiens hat in seiner extrem kurzen evolutionsbiologischen Geschichte noch keinerlei Katastrophen von extremen Ausmaßen erlebt: Wer etwas anderes behauptet, dem könnte man sehr leicht eine "große Schnauze" vorhalten.

Wobei bei der Evolutionsgeschichte bzgl. des Menschen noch sehr viel im Dunkeln liegt und das letzte Wort darüber sicher noch nicht gesprochen wurde. Wir blicken allenfalls an die 5000 Jahre zurück und nicht mal über diesen Zeitraum gibt es 100 % gesicherte Erkenntnisse. Das Meiste beruht auf mehr oder weniger logischen Schlussfolgerungen oder Annahmen und Mutmassungen. - Sicher ist so gut wie gar nichts in unserer Vergangenheit, auch die vielbeschworene Evolutionstheorie kann die vielen Ungereimtheiten, was uns als Spezies betrifft nicht in vollem Umfang erklären geschweige denn die Frage beantworten, wo wir wirklich herstammen. - Vielleicht sollten Altertumsforscher uralte Überlieferungen aufmerksamer lesen, als in völliger Ignoranz und Arroganz alles ins Reich der Fabel zu verweisen, was mit der gängigen Vorstellung oder Lehrmeinung nicht in Einklang zu bringen ist.

Ob wir nun als Spezies untergehen oder nicht, der Natur wäre das wohl ziemlich gleichgültig, die wird weiter existieren, auch ohne uns, aber wir nicht ohne sie.

Gruß,
Joachim


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