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Verstärker in Schalt-Technik Diesen Verstärkern gehört die Zukunft

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Alt 28.10.2012, 14:53   #1
Dezibel
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Standard Class-D Verstärker - Dichtung und Wahrheit ....

Keine andere Verstärkertechnik ist so neu, so fortschrittlich, so beliebt, und gleichzeitig so verpönt, und verkannt, und .... ja was denn nun ? Praktiker schätzen die extrem hohe Leistungsdichte bei noch dazu geringem Gewicht. Viele Highender würden D-Verstärker nicht einmal mit der Gurkenzange anfassen. Dennoch werden die 'Freunde' der neuen Technik mehr - auch viele ehemals eingefleischte A-, A/B-Fans sind darunter. Was ist dran an Gerüchten über schlechten Klang - harten Höhen, hohlen Bässen ? Wie sieht's aus mit Erfahrungswerten, Hörvergleichen ? .... Messungen :

Ich selbst bin gerade dabei einen 'kleinen' 8-Kanal Verstärker in reiner Schalttechnik aufzubauen. Vier Schaltnetzteile zu je 1200 Watt treiben vier Endstufen zu je 700 Watt und vier Endstufen zu je 400 Watt - alles auf vier Ohm bezogen. Ich werde mich nach der Inbetriebnahme intensiv mit den Eigenschaften dieses Gerätes auseinandersetzen und in meinem DIY-Thread davon weiter berichten.

LG, dB
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Alt 28.10.2012, 15:28   #2
Reno Barth
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nichts dagegen zu sagen - so lange genügend Röhren drin sind

http://www.davidberning.com/technology

lg
reno
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Alt 28.10.2012, 16:36   #3
Dezibel
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Schön gemacht - wer hat sowas - Du ?

LG, dB ;)
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Alt 28.10.2012, 16:53   #4
Reno Barth
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Zitat:
Zitat von Dezibel Beitrag anzeigen
Schön gemacht - wer hat sowas - Du ?

LG, dB ;)

nö, aber ich kenne Leute, die sowas haben. Klingt und funktioniert (schon seit sehr vielen Jahren).

lg
reno
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Alt 28.10.2012, 17:36   #5
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Hallo dB,

Ich habe mit Clas-D-Verstärkern ein grundlegendes Problem, obwohl die grundsätzliche Technik ja bestechend ist:

Prinzipbedingt haben derartige Verstärker am oberen Frequenzende einen Tiefpassfilter, der die eigentliche Puls/Taktfrequenz vom nutzbaren Frequenzbereich und den Lautsprechern fernhalten soll.

Dummerweise funktionieren diese meist passiven Filter nur genau wie vorgesehen bei einem bestimmten Abschlusswiderstand des angeschlossenen Lautsprechers.

Ist der Abschlusswiderstand anders, ändert sich leider der Frequenzverlauf im Höhenbereich, z.T. weit bis in den Hörbereich hinein.

Beispiel:
Ist der Tiefpassfilter z.B. auf 6 Ohm angelegt, dann würde 4 Ohm beim Lautsprecher zu einer Höhenabschwächung führen, ein 8-Ohm Lautsprecher zu einer Anhebung.

Dummerweise sind die Impedanzverläufe von Hochtonlautsprecher meist nicht linear, bei HT's mit Schwingspulen ohne Ferrofluid gibt es. z.B. einen kräftigen Impedanzanstieg mit steigender Frequenz.

Das wiederum führt auch bei 4 Ohm Lautsprechern dazu, daß es im Frequenzverlauf zunächst eine Absenkung und ganz oben dann eine Anhebung des Schallpegel gibt.

Kurz gesagt: Class-D-Verstärker verändern den Frequenzverlauf eines Lautsprechers im Höhenbereich.

Wir hatten bei unserer regionalen Lautsprecher-Selbstbaugruppe zwei Mal Tests mit diesen Hosentaschen-Verstärkern gemacht (T-Amp und ein anderes Produkt), bei denen sogar ich Holzohr deutliche Klangunterschiede bei den Verstärkern hörte.

Während die Anhänger/Besitzer dieser Amps von "mehr Auflösung" und "strafferem Bass" schwärmten, hatten diese Amps für meine Ohren schlicht eine Höhenanhebung zur Folge, was ja oft als mehr "Auflösung" fehlinterpretiert wird.

Wenn das aber so ist, dann machen für mich Class-D-Verstärker nur in Zusammenhang mit Über-Alles-Entzerrungen der Lautsprecher wie z.B. mit Acourate Sinn, da kann man die Fehler, die der Verstärker macht, wieder "ausbügeln".
Ist das nicht möglich/vorgesehen, dann sind Class-D Verstärker für mich für HiFi vom Tisch,....

Daß sich im PA-Bereich derartige Verstärker nach und nach durchsetzen ist ja auch kein Widerspruch:
Da ist es ohnehin normal, das Gesamtsystem zu entzerren.


Gruß

Peter K
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Alt 29.10.2012, 22:03   #6
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Zitat:
Zitat von "Peter K" Beitrag anzeigen
Kurz gesagt: Class-D-Verstärker verändern den Frequenzverlauf eines Lautsprechers im Höhenbereich.
Das stimmt zwar, trifft aber wie erwähnt nur auf die (derzeitig) verbreitetere Variante von Schaltverstärkern zu, bei denen keine Gegenkopplung des Signals vom Ausgang (nach dem LC-Filter) vorhanden ist. Hab grad ein Exemplar eines solchen Class-D Chips-Amps vermessen, wo dieses Problem wieder sehr deutlich sichtbar wurde in der Größenordnung 1dB pro Ohm an Mismatch (ggü 6R).

Einige der bestimmt ein Dutzend Class-D-Konzepte haben diese Gegenkopplung aber und sind damit lastunabhängig, eine wichtige Schwachstelle ist damit beseitigt.

Auch von den Messdaten gibt es andere deutliche Unterschiede, der Chip-Amp hat bestenfalls mittelmäßige Klirrspektren usw, ein Hypex NCore dagegen misst sich tatsächlich so gut wie im Prospekt und ist klanglich halt "nicht vorhanden"... ok, kein sehr sinnvoller Vergleich aber hilfreich zum Abstecken des Geländes welches man woll abgehen muss wenn man ein "wie klingt Class-D" ausloten will...
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Alt 28.10.2012, 19:22   #7
Soulsister69
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Die brauchen zu wenig Strom,und klingen auch nicht besser als meine audiophilen Energiesparlampen.: u. Gute Nacht.....
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Alt 28.10.2012, 21:36   #8
Dr. Who
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Zitat:
Daß sich im PA-Bereich derartige Verstärker nach und nach durchsetzen ist ja auch kein Widerspruch:
Hallo,

Macht auf Konzerten einen Lastwagen weniger. Gab kürzlich ein Bericht darüber im TV. Hinzu kommt das geringe Gewicht, was sich wiederum auf Kraftaufwand und Personal niederschlägt. Von den Benzinkosten ganz zu schweigen. Alles eine Frage der Kosten, aber ganz sicher nicht der Qualität (so wie man es in Wien gerne hätte).

Wäre es mit dem Gewicht und der Größe andersherum, würde man nicht anders vorgehen.
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