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Alt 28.02.2017, 11:40   #1
cassco
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Hallo zusammen,

ich bin Sascha, Mitte (naja, eher Ende) 40, leitender Angestellter in einer IT, verheiratet und habe eine fast volljährige Tochter. Seit über 30 Jahren spielt Musik in meinem Leben zumindest passiv eine große Rolle. Die aktive Karriere als Blockflötensolist wurde mit Beendigung der Grundschule abrupt ad acta gelegt.
Schon als Kind hatte ich die Hifiseiten der Quelle-, Neckermann- und Otto-Kataloge auswendig gelernt und mir die Nase an den (damals noch vorhandenen) Hifiläden in Saarbrücken plattgedrückt.
Anfang der 80er, im besten Bravo-Alter, gabs zu Weihnachten das erste Hifi-Türmchen (Kaufhof-Eigenmarke TEC oder so ähnlich), bestehend aus Verstärker, Radio und Tapedeck. Dazu gesellten sich noch irgendwann ein Philips-Plattenspieler und ein Kopfhörer mit dem damals obligatorischen Beethovenkopf.
Bereits mit 13 oder 14 war mein Musikgeschmack eher ausgefallen: Charts gingen schon mal gar nicht, düsterer Postpunk, New Wave und Indie standen (und stehen auch immer noch) auf der Playlist.
Anfang der 90er wollte ich dann auf CDs umsteigen und hab das kleine Türmchen durch Komponenten aus der 601er Serie von Pioneer ersetzt. Dem CDP mit Plattentellerlaufwerk trauere ich übrigens auch heute noch nach, schade, dass sich das nicht durchgesetzt hat…
Links und rechts des gut 1,3m hohen Turms standen Magnat Viva6, verkabelt mit 2,5mm² Öhlbach. Auch diese Lautsprecher mussten in ihrem Leben die ein oder andere schräge Perle verkraften.
Mit dieser Kombination hörte ich (bzw. wir, Frauchen war mittlerweile bei mir eingezogen) relativ lange.
Um 2009 gingen uns die schwarzen Klötze und der Turm aber dann immer mehr auf die Nerven. Mit Anschaffung eines neuen LCD-TVs sollte auch der Hifi-Bereich erneuert und vor allem entschlackt werden.
Da ich in den letzten Jahren eigentlich nur noch Konsument war und die aktuellen Entwicklungen vollkommen an mir vorbei liefen, musste ich mein Wissen erst einmal auf Vordermann bringen.
Fast hätten wir uns damals sogar Bose Brüllwürfel angeschafft, die klangen in dem Vorführstudio für meine damals laienhaften Ohren nicht mal schlecht.
Nach einigen Hörsessions in umliegenden Studios hielt dann Cambridge Elektronik (640A V2, 640C V2) Einzug in unser Wohnzimmer. Da mir englisches Hifi gerade sympathisch war, gabs dazu KEF IQ70 als Schallwandler.
Verkabelt wurde komplett mit Vovox Initio (LS-, IC- und Netzkabel), dazu noch eine NAIM Netzleiste. Keine Ahnung, was mich damals geritten hat, so viel Geld in Kabel zu investieren, würde mir heute nicht mehr passieren. Naja, zumindest kann man das Vovox-Zeugs auch noch nach Jahren zu einem guten Kurs verkaufen…
Mit Einzug der neuen Kette wurde mir aber deutlich vor Augen gehalten, wie grottig doch manche Aufnahmen sind. Auch das war ein Grund, meinen musikalischen Horizont zu erweitern. Joy Division, Siouxsie and the Banshees & co höre ich zwar immer noch gerne, auch neueres aus dem Genre wie Interpol oder Editors, es darf aber auch mittlerweile moderner Jazz (Gogo Penguin, EYOT, Lund Quartet, Lumen Drones, Nils Petter Molvaer, E.S.T., Tingvall Trio, Tonbruket, um nur einige zu nennen), afrikanische Musik (Ablaye Cissoko, Tamikrest, Samba Toure), gut gemachte Elektronik weit ab der Tanzfläche (Yello, Kraftwerk, Pantha du Prince, Robag Wruhme, Darkside, Ursprung, Nicolas Jaar, Christian Löffler, Trentemöller, usw.) und Prog-Rock (Porcupine Tree, Steven Wilson) sein.
Ende 2013 wollten wir ein neues Küchenradio und sind dabei über Sonos gestolpert. PLAY3 bestellt und Bauklötze gestaunt, welcher Klang aus einem so kleinen Gehäuse kommen kann.
Da war ich mir eigentlich schon sicher, dass meine nächsten Lautsprecher aktiv werden!
Über das PLAY3 kam ich zum Streaming, angefangen mit MP3s auf einem USB-Stick an der Fritzbox.
Danach wurde ein Synology NAS angeschafft und die gut 1000 CDs in monatelanger Arbeit sorgfältig als FLAC gerippt. Als Quelle für die Wohnzimmeranlage kam passend zum Play aus der Küche ein Connect von Sonos. Der Connect hängt übrigens analog mit einem 8€-Kabel am 640A und „klingt“ nicht anders als der doppelt so teure 640C mit 150€-Verkabelung…
In der Zeit hab ich auch ernsthaft angefangen, mich für aktive Lautsprecher zu interessieren.
Besonders Backes&Müller hatte es mir angetan, die Prime-Serie war auch finanziell durchaus erreichbar.
Im Gegensatz zu anderen aktiven Vertretern (Genelec, KSD, Neumann) waren die Primes durchaus wohnzimmerfreundlich und gefielen auch meiner besseren Hälfte.
Dazu kam noch, dass das BM-Werk nur knapp 7km von zuhause weg war und Frauchen praktisch am Hintereingang des Werks im IT-Park arbeitete.

Ende 2015 war es dann soweit, Sascha wollte – nein, MUSSTE – aktiv werden!

Je intensiver der Gedanke reifte, desto unsicherer wurde ich: will ich wirklich 8 oder 9K für Lautsprecher ausgeben? Gebraucht gab es die Prime 6 oder 8 leider nie in der bevorzugten Farbe.

Also nach anderen Herstellern gegoogelt und wieder mal bei Abacus gelandet. Die hatten kurz zuvor die Trifon Serie gelauncht. Mit den APC24 konnte ich optisch nie was anfangen, die Trifon fand ich klasse!
Also Hanno angerufen und mir die Trifon3 als Testpaket bestellt.
Ich machs kurz: Nie zuvor hatte ich eine solche Feinauflösung und Durchhörbarkeit erlebt. Dazu ein knackiger, tiefer und präziser Bass.
Da war mir eigentlich schon klar, dass die Trifon bei uns einziehen dürfen.
Dazu kam noch, dass mir Abacus einfach sympathisch war, kein Voodoo, keine Superstrippen, nur Physik.
Trotzdem hab ich danach noch etliche passive Vertreter in ähnlicher Preislage gehört (KEF R900, T&A Criterion TCD310, Triangle Delta und andere).
Keiner kam allerdings an die Qualitäten der Trifon ran.
Ach ja: Ein Händler hat mir doch tatsächlich auf der Suche nach LS der 5K-Klasse ein paar KEF Q900 (<2K) vorgeführt, die mit allerlei Glasbausteinen von Ingo H. „getuned“ wurden und damit angeblich besser als mehr als doppelt so teure LS wären – kein Kommentar.

Mittlerweile stehen Trifon 5S in meinem Wohnzimmer, angesteuert über die Preouts des alten Cambridge Verstärkers.
Ich würde behaupten, „angekommen“ zu sein, selbst kürzlich gehörte KEF Reference 3 lassen mich zufrieden und innerlich grinsend aus der Vorführung gehen.

Was mich hierher verschlägt?
Die Suche nach Gleichgesinnten…eventuell den ein oder anderen Tipp was Raumakustik angeht…Hilfestellung bei der Suche nach voodoofreien Komponenten…

Grüße
Sascha

PS. In 2 oder 3 Wochen kommt mein neues Lowboard, dann stelle ich auch Bilder online. Den aktuellen Kabelsalat möchte ich keinem zumuten…

Geändert von cassco (28.02.2017 um 12:13 Uhr).
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Alt 28.02.2017, 17:36   #2
David
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David hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Standard AW: Aktive Grüße aus dem Saarland

Hallo Sascha und ein freundliches

Super HiFi-Bio!

__________________
Gruß
David


Erst wenn man begriffen hat, dass Raumakustik, Lautsprecheraufstellung und Hörplatzwahl wichtiger sind als die Anlage selbst, hat man die Audiowiedergabe verstanden.
Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich
Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst, wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen werden konnten. Das gilt für das was ich selbst zu hören glaube ebenso.
Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
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Alt 28.02.2017, 17:54   #3
DIN-HiFi
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Standard AW: Aktive Grüße aus dem Saarland

Zitat:
Zitat von cassco Beitrag anzeigen
Der Connect hängt übrigens analog mit einem 8€-Kabel am 640A und „klingt“ nicht anders als der doppelt so teure 640C mit 150€-Verkabelung…
Willkommen hier :-) Ich wurde auch erst viel später schlau mit den Kabeln und dem "Klang" der Elektronik :-(
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Alt 01.03.2017, 08:10   #4
cassco
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Standard AW: Aktive Grüße aus dem Saarland

Danke für den freundlichen Empfang.

Ach ja: Meine Aussage
Zitat:
Zitat von cassco Beitrag anzeigen
Ich würde behaupten, „angekommen“ zu sein
bezog sich nur auf die Lautsprecher.

Der alte Verstärker soll in den nächsten 1-2 Jahren auf jeden Fall getauscht werden. Der Cambridge macht seine Sache als Preamp zwar eigentlich ganz gut, mir gefällt aber die Optik nicht mehr so richtig, dazu hätte ich noch gerne den ein oder anderen digitalen Eingang.
Wird wohl auf einen schlichten aber massiven Pre-Dac mit schöner Haptik (Restek MDAC, Oppo HA-1 oder Sonica, Trigon Snowwhite II, o.ä.) herauslaufen.
Den Preamp14 Cleanvolver von Abacus/Acourate mit integr. Raumkorrektur werde ich mir auch mal ankucken.

An der Raumakustik muss ich auch noch etwas feilen.
Da meine Frau aber beim Thema Wohnungseinrichtung den Hut aufhat, sind die Möglichkeiten hier begrenzt. Naja, „sehr stark eingeschränkt“ trifft es wohl besser…
Ein breites Akustikbild hinter dem Sofa wurde abgesegnet, da können wir uns hoffentlich noch vor Sommer auf ein Motiv einigen.


Gruß
Sascha

Geändert von cassco (01.03.2017 um 08:24 Uhr).
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Alt 01.03.2017, 17:55   #5
Sofasitza
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Hallo !
Super Begrüßung
Wenn ich nur auch so humorvoll uns informativ schreiben könnte...
Lol, grinse immer noch
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Alt 02.03.2017, 20:43   #6
longueval
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Standard AW: Aktive Grüße aus dem Saarland

restek mdac auf xlr umgebaut hab ich, ordentliches gerät

SPL und violectric haben auch schöne sachen, auch bei mytek findet man gutes, benchmark sowieso.
__________________
ALSregel: besser man kann mehr, als man macht, als man macht mehr, als man kann. (brecht)
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Alt 21.03.2017, 09:10   #7
cassco
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Zitat:
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PS. In 2 oder 3 Wochen kommt mein neues Lowboard, dann stelle ich auch Bilder online. Den aktuellen Kabelsalat möchte ich keinem zumuten…
Moin zusammen,

wie versprochen, hier mal ein aktuelles quick´n dirty IPhone Foto meiner Anlage.
Leider war Töchterchens DSLR mal wieder gerade nicht betriebsbereit…
Am Wochenende komme ich hoffentlich dazu, ein paar anständige Fotos zu machen und dann eröffne ich auch einen Thread im Anlagen Unterforum

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