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DIY Elektronik Tuning und Eigenbau

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Alt 05.08.2015, 20:22   #1
Revox1973
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jetzt eine frage an die elektronik Profis...

(Es dreht sich um C1...)

warum ist bei manchen Endstufen der eingangskondensator Gepolt und bei anderen wiederum ein Bi-Polarer...
worin unterscheiden die sich?

hat das einen bestimmten Grund?

mir geht es um den unterschied zwischen gepolt und nicht gepolt , was der für einen zweck hat weis ich schon...

ich hoffe ihr könnt mir das plausibel erklären , das wäre klasse..

danke

Endstufe
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Mark Twain
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Alt 05.08.2015, 20:44   #2
Leo1
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Etwas für den Anfang:

http://www.hififorum.at/showpost.php...9&postcount=23
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Viele Grüsse Leo
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Alt 05.08.2015, 20:57   #3
Revox1973
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danke leo....du bist für mich immer so hilfreich zur stelle...

doch dieses Mal hat es meine frage nicht so richtig beantwortet , da ich das schon weis..

von der logik her würde ich am Eingang immer Bi-Polare einbauen...jedoch git es noch einige Hersteller die da gepolte einbauen , auch im high-end Sektor....

daher die frage...ich verstehe den unterschied nicht...

dazu muss ich sagen das ich das messtechnisch noch nie untersucht habe...
daher auch die frage...

sorry ich bin im erklären leider ne niete....das kann ich besser wenn ich die Geräte vor der hand habe...;)
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Mark Twain
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Alt 05.08.2015, 21:18   #4
Dezibel
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Typen Elko, bipolarer Elko, metallisierte Kunststoffkondensatoren (div. Tantal, Keramik, Glimmer, Glas ...). Elkos sind polarisiert durch eine halbleitende Oxydschicht an der gesamten Oberfläche einer der zwei gewickelten Folien. Diese Schicht wird beim Produktionsvorgang durch erstmaliges Anlegen der Betriebsspannung mithilfe eines Dielektrikums zwischen den +/- Folien elektrochemisch hergestellt (Formiervorgang). Polt man einen Elko falsch, wird die Oxydschicht schnell abgebaut und es kommt zur inneren Ausgasung/Kurzschluss mit evtl. folgender Explosion. Allerdings wird dieser Abbau erst ab etwa 2 Volt Gleichspannung falscher Polung wirksam. d.h. ein Elko verträgt 4 Volt symmetrischer Wechselspannung ohne Schaden zu nehmen. Diese Eigenschaft nutzt man zur Entkopplung an Verstärker-Eingängen aus. Die Vorteile sind die günstigen Kosten und die hohe Kapazitätsdichte. Der bipolare Elko besteht im Prinzip aus zwei gegenpolig hintereinander geschalteten gepolten Elkos. Dadurch findet auch bei Spannungen über 2 Volt Gleichspannung bzw. 4 Volt symmetrischer Wechselspannung kein Abbau der Sperrschichten statt. Vorteil ist die hohe Wechselspannungsfestigkeit. Nachteil die größere Bauform. Metallisierte Kunststoffolien sind unipolar und bis zu ihrer Durchschlagsfestigkeit Wechselspannungstauglich. Diese Typen sind vermehrt in HighEnd-Geräten anzutreffen da sie über messbar geringere Verluste verfügen. Die Hörbarkeit ist zumindest umstritten. Vorteile sind geringere Toleranzen und Langlebigkeit weil kein Austrocknen. Nachteile sind hoher Preis und verhältnismäßig große Abmessungen. Andere Kondensatortypen spielen eine untergeordnete Rolle und sind an diesen Stellen sehr selten anzutreffen.

Es gibt noch viele andere Kenngrößen und Qualitätsmerkmale - ganze Bücher wurden schon geschrieben ....

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Alt 05.08.2015, 21:29   #5
Leo1
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Mich anbeten lieber Revox ist nicht zwingend erforderlich, hilft aber meinem nur spährlich ausgebildetem Ego ungemein.

Von diesen, von Dir angefragten Dingen, besitze ich einen nur bescheidenen bis nicht vorhandenen Wissensstand.

Mir ist einfach diese Diskussion in meinem Thread dazu eingefallen.

Dezibel ist da richtig gut.
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Alt 05.08.2015, 21:32   #6
Revox1973
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geil geil geil....danke...

ab heute bist du mein elektronik Spezialist....

aber eine frage hab ich dennoch...

Zitat:
Allerdings wird dieser Abbau erst ab etwa 2 Volt Gleichspannung falscher Polung wirksam. d.h. ein Elko verträgt 4 Volt symmetrischer Wechselspannung ohne Schaden zu nehmen. Diese Eigenschaft nutzt man zur Entkopplung an Verstärker-Eingängen aus
wenn ich das lese , dann hat das also keine klangliche Auswirkung am Eingang?
oder verstehe ich da was falsch?

geht es tatsächlich nur wegen der Größe /Kosten?...

in der 80ger generation hatte man die "slit Foil" typen drinnen...soweit kann ich mich noch erinnern...

meine frage wäre an dieser stelle....hört man sowas raus? (vielleicht bei bestimmter Musik mit den richtigen lautsprechern?)...

kann das sogar sein das das mit der Schaltung der Endstufe selber was zu tun hat?

entschuldigt bitte die fragen....bin grad am "Hirnwixen"...sagt man so in Wien

nein nein ....leo....du hast immer was für mich parat zum lesen....daher danke...daher weis ich das du mich ernst nimmst...und darauf kommt es an...;)
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Alt 05.08.2015, 21:48   #7
Dezibel
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Besonders sensible Konstrukteure schalten parallel zu einem Elko-Koppelkondensator einen kleinen metallisierten Kunststoffkondensator der die Impedanz, bzw. Verluste zu hohen Frequenzen hin egalisieren soll. Als Bypasskondensatoren werden gerne hochwertige Polypropylentypen eingesetzt aber auch MKT Schichttypen. In der Praxis z.B. etwa 10 µF Elko plus 1 µF Folie. Über Hörbarkeit dieser Varianten möchte ich nichts schreiben - das Thema ist zu komplex (Von unhörbar bis Sounding) ....

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Alt 06.08.2015, 20:03   #8
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Zitat:
Besonders sensible Konstrukteure schalten parallel zu einem Elko-Koppelkondensator einen kleinen metallisierten Kunststoffkondensator der die Impedanz,
ja genau...das hab ich auch schon oft gesehen....

an dieser stelle mal fettes DANKE an Dezibel...

jetzt bin ich schlauer wie vorher , klasse erklärt...

Zitat:
Polt man einen Elko falsch, wird die Oxydschicht schnell abgebaut und es kommt zur inneren Ausgasung/Kurzschluss mit evtl. folgender Explosion. Allerdings wird dieser Abbau erst ab etwa 2 Volt Gleichspannung falscher Polung wirksam. d.h. ein Elko verträgt 4 Volt symmetrischer Wechselspannung ohne Schaden zu nehmen
genau an dem bin ich gescheitert , jetzt wo du es sagst , rattert es wieder im Hirn...

geil , man muss nur die richtigen Leute kennen
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