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Subjektive Berichte zu Musikalben mit und ohne Bild CD's und DVD's auf Her(t)z und Nieren getestet

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Alt 21.01.2015, 12:35   #1
Stax
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Beitrag Klassik in Quadro ...

.. aufgrund der Surround-Anlage kann ich nun Mehr-Kanal-Musik genießen.

Nach Fritz Reinders 3-Kanal-Aufnahme bin ich nun bei Quadro angekommen.

Ich habe mir von Pentatone bestellt:

> Ravel, Orchestral Works, BSO, Seiji Ozawa

> Guiliani/Castelnuovo-Tedesco/Villa-Lobos, Guitar Concertos, Narciso Yepes, LSO, Luis Antonio Garcia Navarro, English Chamber Orchestra

Im März kommt noch Bizet, Carmen, Metropolitan Opera Orchestra, Leonard Bernstein.

Ich mag zwar hin und wieder klassische Musik hören, aber ich kann ganz gut ohne.
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Alt 21.01.2015, 12:40   #2
ruedi01
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Standard AW: Klassik in Quadro ...

Bist Du sicher, dass Du Quadro meinst...wo gibt es denn heute noch (analoges) Quadro?

Gruß

RD
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Alt 21.01.2015, 17:44   #3
Stax
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Standard AW: Klassik in Quadro ...

... die Deutsche Grammophon Gesellschaft hat über 250 Multikanal-Bänder aus den 70er-Jahren, presste aber nie quadrophonisch.
Der Holländer Dirk van Dijk hat schon alle Philips-Quadro-Aufnahmen beim Label Pentatone als SACD herausgebracht. Nun darf er an die DGG-Bänder ran, wenn auch nicht alle veröffentlicht werden dürfen.
Ich will aber nicht sammeln, sondern nur Reinschnuppern. Sozusagen als Vorstufe zum 9.0
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Alt 21.01.2015, 20:13   #4
ruedi01
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Standard AW: Klassik in Quadro ...

Ja gut, aber das ist ja kein Quadro. Das ist digitales Mehrkanalmaterial, neu auf digitale Formate gemastert. Solche Sachen habe ich auch, z.B. die Dark Side of the Moon von Pink Floyd von 1973. Das hat aber mit dem ursprünglichen analogen Quadro nicht mehr viel zu tun.

Gruß

RD
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Alt 21.01.2015, 21:04   #5
Stax
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Standard AW: Klassik in Quadro ...

Multikanal-Spezialist Geijsen:
> damals wurden 8 analoge Kanäle genutzt
> direkt vierspurig abgemischt
> gespeichert auf Halb-Zoll-Band
> Bänder nur auflegen und abspielen

> bei einem Master mit acht Kanälen ist es auch einfach, da die Mischanweisungen dokumentiert sind
> Studer-A-80-Bandmaschinen
> Der AD-Konverter von Merging Technologies Horus wandelt direkt in DSD 256

Wo ist das Problem?
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Alt 22.01.2015, 08:41   #6
ruedi01
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Standard AW: Klassik in Quadro ...

Das Problem ist, dass Du genauso wie ich nicht weisst, wie das digitale Mehrkanal gemastert bzw. nachgearbeitet worden ist. Oder glaubst Du ernsthaft, dass die Herrschaften es sich so einfach gemacht haben?

Analoges Quadro ist technisch gesehen seit mindestens 30 Jahren überholt. Würde man es so wie es damals produziert worden ist einfach eins zu eins auf einen digitalen Mehrkanaldatenträger kopieren, dann wärst Du sicher ziemlich enttäuscht vom Ergebnis.

Um mal auf meine Dark Side of the Moon zurückzukommen, da habe ich sehr viele Versionen. Die originale (Stereo) Platte aus den 70er Jahren, eine weitere Vinylscheibe aus den 80er Jahren, eine CD aus den 90er Jahren und eben die Mehrkanal SACD von 2003 (so viel ich weiß). Alle Versionen klingen anders, also sind alle Versionen anders gemastert.

Gruß

RD
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Alt 22.01.2015, 13:09   #7
Stax
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Standard AW: Klassik in Quadro ...

Zitat:
Zitat von ruedi01 Beitrag anzeigen
...
Um mal auf meine Dark Side of the Moon zurückzukommen, da habe ich sehr viele Versionen. Die originale (Stereo) Platte aus den 70er Jahren, eine weitere Vinylscheibe aus den 80er Jahren, eine CD aus den 90er Jahren und eben die Mehrkanal SACD von 2003 (so viel ich weiß). Alle Versionen klingen anders, also sind alle Versionen anders gemastert.

....
... warum ist Quadro in der Versenkung verschwunden? Einerseits wegen der teuren Dekoder, andererseits, weil die Quadro-Idee, insbesondere von den Rock- und Popmusikern, insofern mißbraucht wurde, als dass sie vor alle 4 Mikros Instrumente stellten. Und einen derartigen Klang wollte niemand hören.

Lediglich bei der Klassik wurden 2 Mikros im Saal für die Aufnahme der Reflexionen genutzt.

Dann traten auch noch 2 unterschiedliche Matrix-Systeme gegeneinander an. Das brachte der analogen Welt den Shibata-Nadelschliff, aber ein Quadro-Boom setzte nicht ein.

Nochmals zum Masterband: Sollte nur ein 8-spuriges Masterband vorliegen, so gibt es bei der DGG zu jedem Band eine umfangreiche Dokumentation mit Mischanweisungen. Der Tonmeister muss also nur den Anweisungen folgen.

Ob die Aufnahmen gut "klingen", werde ich wohl bald hören.
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Alt 22.01.2015, 15:52   #8
ruedi01
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Na ja, quadro ist vor allem deshalb gescheitert, weil es nie richtig funktionierte. Z.B. was das damals vorherrschende Medium analoge Schallplatte betrifft. Die Kanaltrennung war lausig, gerade mal rund 15 dB (maximal) und die Verzerrungen waren sehr hoch.

Das einzige Medium was damals in der Lage gewesen ist ordentlichen vier-Kanal-Sound zu liefern war das analoge Tonband. Aber bespielte Tonbänder gab es kaum zu kaufen und waren sehr teuer, ebenso wie die notwendigen Bandmaschinen. Das konnte sich damals schon nur eine kleine Minderheit leisten und das waren eben nicht die typischen Pop- und Rockmusikkonsumenten

Der Nutzen von mehr als zwei Kanälen für Musik ist darüber hinaus bis heute umstritten. Alle digitalen Formate der letzten 15 Jahre (DVD-Audio und SACD) haben sich ja auch nicht durchsetzen können und sind heute in der Versenkung verschwunden, obwohl deren technische Qualität im Gegensatz zu analogem Quadro um Lichtjahre besser ist.

Zitat:
Nochmals zum Masterband: Sollte nur ein 8-spuriges Masterband vorliegen, so gibt es bei der DGG zu jedem Band eine umfangreiche Dokumentation mit Mischanweisungen. Der Tonmeister muss also nur den Anweisungen folgen.

Ob die Aufnahmen gut "klingen", werde ich wohl bald hören.
Im Grunde ist es vollkommen egal in welcher Mehrspurtechnik die Master vorliegen, 8, 16, 48 Spuren. Man kann mit einem Urmaster immer ein Mehrkanalprodukt neu erstellen. So dürfte sich locker fast jedes Ausgangsmaterial der letzten 40 bis 50 Jahre dazu eignen, egal wie es ursprünglich als Konserve veröffentlich wurde. Aber es ist halt ein bisschen Aufwand. Und diesen Aufwand scheut man offensichtlich, weil es keinen Markt dafür gibt.

Gruß

RD
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Alt 22.01.2015, 16:03   #9
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... ich finde es jedenfalls spannend, was in früheren Jahres schon unternommen wurde, um vom Stereoklang wegzukommen.
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Alt 22.01.2015, 16:38   #10
ruedi01
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gelöscht

Geändert von ruedi01 (22.01.2015 um 16:51 Uhr).
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Alt 22.01.2015, 16:41   #11
ruedi01
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...das ist wohl war, aber die Zeit war eben noch nicht reif...

Auch weil sich in den 70er Jahren viele gerade eine hochwertige Stereoanlage gekauft hatten und jetzt sollten sie schon wieder Geld für was Neues ausgeben, das war für die meisten wohl zu viel.

Gruß

RD
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Alt 24.01.2015, 16:44   #12
Stax
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... ich habe die erste "Quadro-SACD" gehört, es war Maurice Ravel, Orchestral Works:
Original Quadrophonic Recording from 1974, Remastered 2014.
Gehört habe ich Direct Digital Stream über HDMI in Dolby Surround 5.1.4. Per PCM geht auch Stereo Multi-channel.

Anfangs hatte ich natürlich Probleme, mir unter Quadro etwas Vorstellen zu können. Welches Klanggeschehen sollen die Rears vermitteln? Direkt waren sie nicht zu hören. Also wartete ich drauf, worüber ich gelesen hatte, dass darüber das Klatschen der Zuhörer kommen würde.
Pustekuchen.
Von vorn, und nun volle Konzentration auf das Orchester. Es schien, als hocke das Orchester in einem Graben, es war, als könne ich auf das Orchester hinab schauen.
Einzelne Instrumente wurden klar und deutlich dargestellt, nicht aufgebläht, nicht direkt in den Vordergrund wie z.B. bei Pfleid. Auch anders als bei Fritz Reinders. Irgendwie natürlicher.
Ein Glöckchen erklang ganz weit hinten rechts. Und dann setze ein Instrument ein, so direkt und unvermittelt, dass ich zusammen gezuckt bin.
Hin und wieder habe ich mich auf die Rears konzentriert, aber die waren nicht zu hören.
Das ganze Klanggescheihen erinnerte mich an meine Gehversuche mit Dolby Surround, wo ich genervt vom rückwärtigen Direktschall auf Dipol umgestellt hatte. Wie die Dipole vermitteln auch bei Quadro die Rears nur räumliche Tiefe, sie sind nicht hör- und ortbar.

Zum Vergleich habe ich dann Liszt, Ungarische Rapsodien, Israel Philharmonic Orchestra, Zubin Metha, ebenfalls als DSB gehört.
Wow, was war das denn? Bombastischer Klang, die Streicher mit einem solchen Glanz, den ich zuvor bei Quadro nicht so wahrgenommen habe, aber trotzdem natürlicher klang.

Die Bühne war wieder etwas höher, die Instrumentierung des Orchesters wurde nicht so fein aufgelöst, bombastischer, halliger, cleaner, aber keinerlei Natürlichkeit. Und die Rears spielen wahrnehmbar mit. Und das ist der Grund, warum ich SACDs nur in Stereo höre.

Wenn ich drüber nachdenke, kann ich mir gut vorstellen, dass die Menschen enttäuscht waren, bei Quadro aus den rückwärtigen Boxen nicht direkt etwas zu Hören, und die Rockbands dazu übergegangen sind, auch diese Mikros vor die Instrumente zu stellen.

Eigentlich schade, dass die Quadrofonie so ins Abseits geriet; bei einer Weiterentwicklung wäre die 3-D-Stereofonie sicherlich schon angekommen.

Der Ausflug in die Quadrofonie - oder was ich dafür halte - hat mir Spass gemacht.
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Alt 24.01.2015, 17:53   #13
Dezibel
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Ich hatte seinerzeit die Top-Quadroanlage von Pioneer mit allen maktgängigen Decodern (auch CD4 - den Receiver habe ich noch). Die Toningenieure waren sehr kreativ damals. Von Klangwolke und mitten im Orchester sitzen bis Pingpong Rundumeffekte bis zu recht livehaftigen Mitschnitten - Musik vorne, Publikum rundum war alles vertreten. Eine sehr angenehm räumlich klingende Platte war z.B. Santanas ''Borboletta''. ....

LG, dB
__________________
Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden.
Dezibel ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 25.01.2015, 13:46   #14
Stax
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.. nun habe ich "echtes" Quadro gehört: PCM Multi-Channel, und es wurden tatsächlich nur 4 LS angesteuert.
Die Tiefenwirkung war nicht so ausgeprägt wie bei Dolby Surround, die Harfe schob sich allerdings auch nicht so weit in den Vordergrund, aber letztendlich ist Quadro in etwa wie Dolby Surround ohne Center und Sub.
Ich habe dann auch die CD-Version über den DAC gehört und bin erstaunt, wie die Pentatone-Leute die Quadro-Musik aufbereitet haben, einschl. Metadaten.
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