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Aktive Schallwandler Vollaktive und teilaktive Systeme

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Alt 01.07.2017, 12:14   #61
Atmos
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.... ich denke schon, denn es geht und ging zuletzt nur noch um Nuancen. Und wenn ich hörtechnisch eine Abweichung feststelle, die zudem auch noch da ist, dann kann ich die Finger nicht still halten.
Und die Klangbreite reicht ja schließlich von "es klingt nicht schlecht" bis "es klingt hervorragend".
Messtechnisch eine Kurve einzustellen und dann einfach zufrieden zu sein, ist nicht mein Ding.
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Alt 01.07.2017, 12:47   #62
dipol-audio
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@Atmos:

Dann wird es das Beste für Dich sein, wenn niemand zu Dir nach Hause kommt, um insbesondere im Tieftonbereich den Frequenzgang am Hörplatz oder auch die Modulationstransferfunktion zu messen ...

Tieftonqualität ist weitestgehend objektivierbar mit einigen wenigen "geschmacklichen" Nuancen vielleicht, die auch von den Hörgewohnheiten im Einzelfall mit abhängen mögen (etwa bevorzugte Musikgenre, Abhörpegel, ...).
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Alt 01.07.2017, 12:58   #63
Dezibel
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Zitat:
Messtechnisch eine Kurve einzustellen und dann einfach zufrieden zu sein, ist nicht mein Ding.
Meistens ist es aber so dass sich störende Klangverhältnisse mittels Messtechnik ziemlich genau erfassen lassen und so manch geschätzte Verschlimmbesserung vermeiden hilft. Messtechnische Unterstützung schließt ja persönliche Vorlieben nicht aus - sie erleichtert sie sogar ... aber wer nicht will, der hat schon - sagte schon meine Oma ...

LG, dB
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Alt 01.07.2017, 13:13   #64
dipol-audio
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Zitat:
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...
Messtechnische Unterstützung schließt ja persönliche Vorlieben nicht aus - sie erleichtert sie sogar ...

@Dezibel

Das von Dir Gesagte kann man sich wirklich fett anstreichen:

Denn erst wenn man die typischen Auffälligkeiten einer Tieftonwiedergabe in akustisch kleinen Räumen (*) einigermaßen im Griff hat - und dabei sind Messungen (**) vor Ort tatsächlich die beste Hilfe - ist der Weg frei für das, was man eine "individuell passende" (Fein-) Abstimmung nennen könnte ... (***)


________________

(*) Darunter versteht man sämtliche Räume mit modalem Verhalten innerhalb des hörbaren Tieftonbereiches: Somit sind sämtliche Wohnräume und ebenso übliche Tonregieräume etc. als "akustisch klein" zu sehen.

(**) Und ggf. vorherige Simulation und Planung von Tieftonsystemen für einen gegebenen Raum und gegebene bzw. bevorzugte Hörplätze ...

(***) Dabei kann es dann u.a. um wenige dB "Bass Lift" am untersten Ende des Übertragungsbereiches gehen, deren Einsatz durchaus kontrovers diskutiert wird. Wenn "alles andere" jedoch tatsächlich eingermaßen stimmt (etwa bezüglich der Ausgewogenheit im Tiefton), dann muss man daraus keine weltanschauliche Diskussion machen ... das kann dann der jeweilige Hörer individuell für sich entscheiden.
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Alt 01.07.2017, 14:20   #65
Atmos
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... ich denke, wenn das Einmessen so einfach und genial wäre, dann hätte z.B. longueval einen Subwoofer dank AM doch mit Links in sein Klangideal integrieren können, oder?

Zumal die Neumänner auf die Anbindung von SW gesondert eingehen.
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Alt 07.07.2017, 14:23   #66
Atmos
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... Beezlebub gefunden

Es sind die Bassreflexrohre der Ultima 40

Nachdem ich die 4 Rohre zugestopft habe, wird der Raum nicht mehr so heftig angeregt und der Klang im Bassbereich um einiges angenehmer für die Ohren, und die Dröhnneigung in anderen Bereichen des Wohnhauses hat abgenommen. Meine Frau steckte interessiert den Kopf durch die Tür und fragte, ob ich ACDC hören würde.

Ich denke, ein Zustopfen der Reflexrohre ist allemal besser, als von Audyssey den Klang verbiegen zu lassen.
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Alt 07.07.2017, 14:46   #67
schauki
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Zitat:
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...
Ich denke, ein Zustopfen der Reflexrohre ist allemal besser, als von Audyssey den Klang verbiegen zu lassen.
Solange man sich im halbwegs linearen Bereich bewegt ist es völlig egal wie man einen "Zielkurve" einstellt.

So kann man z.B. per EQ den Hochton absenken, aber auch mit einem Widerstand vor dem Hochtöner, oder auch per porösem Absorber vor dem Hochtöner.
Solange die gleiche Übertragungsfunktion gegeben hört es sich gleich an.

Durch das Zustopfen "verbiegt" man also ähnlich wie durch jede andere Form.
Jedoch könnte man statt "verbiegen" auch "geraderichten" sagen - eben je nach dem was man macht.

mfg
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Alt 07.07.2017, 15:41   #68
dipol-audio
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Zustimmung Richard.

Den "Rolloff" (passende Hochpasscharakteristik ggf. mit raumbezogenen Korrekturen) der Haupt-LS richtig zu wählen, gehört natürlich zur Integration eines Subwoofers mit dazu.

Wenn man hier zwischen BR und "zugestopft" wechselt, dann ist es in vielen Fällen nicht verwunderlich, daß ein meist bei etwas höheren Frequenzen einsetzender und "sanfterer" Bassabfall hier "unproblematischer" ist, zumal viele kommerzielle BR Lautsprecher tendenziell für übliche Aufstellungen "zu fett" im unteren Tiefton abgestimmt sind:

Dann wäre übrigens wieder einmal nicht das "Prinzip" die Ursache, sondern die konkrete Ausführung eines LS.

Mit von außen wählbaren Filtern kann man natürlich den Übergang zwischen Haupt-LS und Subwoofer(n) wesentlich besser (d.h. feiner) abstimmen und gerade diesen Frequenzbereich ggf. sogar gezielt nutzen, um Auffälligkeiten durch den Raum zu umgehen: Denn man hat hier zusammen mit dem Subwoofer 3 (oder mehr) Tieftonquellen mit denen man den Raum "verteilt" anregen kann.


Noch ein Nebenaspekt:

Ein BR System bietet den Tieftönern im Bereich der Abstimmfrequenz bzw. nahe der unteren Grenzfequenz eine höhere mechanische Impedanz, was einen verminderten Membranhub zur Folge hat:

Das mindert Klirr und Intermodulation im Tiefbass, sofern das System vernünftig konstruiert ist (und man ihm keine zu hohen Pegel deutlich unterhalb seiner Abstimmfrequenz zuführt).

Stopft man die BR Rohre nun zu (> CB, geschlossene Box), dann steigt auch der Membranhub in diesem o.g. Frequenzbereich um fb wieder an, um einen vergleichbaren Pegel zu erreichen (z.B. ein Faktor 4 ist dabei nicht ungewöhnlich, je nach konkretem LS).

Würde man hingegen die Haupt LS "von außen filtern" (etwa per DSP ein sanfteres Rolloff evt. bereits bei höheren Frequenzen einstellen), so bliebe das BR System erhalten und der Membranhub würde noch geringer als zuvor ...

Ein Vorteil der Hochpassfilterung der Haupt-LS und dem Einsatz von Subwoofern ist geringerer Klirr und geringere Intermodulation der Haupt-LS, die nun vom Tiefbass entlastet werden.

(Dazu sagt u.a. auch die Neumann Seite etwas ...)

Wer seine Haupt-LS nicht hochpassfiltert und evt. versucht, ihren "Rolloff" nur (!?) über das "Zustopfen" von BR Kanälen zu modifizieren, der wird diesen o.g. Vorteil der Minderung von Verzerrungen nicht nutzen, ja ihn sogar in einen Nachteil verwandeln: Dann hängt es wieder von den geforderten/gewünschten maximalen Abhörpegeln ab, wie relevant das wird.


Sind die Haupt-LS jedoch zufällig kleine 2-Wege BR Systeme, deren BR Kanal z.B. irgendwo im Mittelton eine Resonanz aufweist (so etwas kommt übrigens "in den besten Familien" vor) (*), dann kann die Abwägung tatsächlich auch in Richtung "zustopfen" gehen, weil man so u.U. einen verfärbungsärmeren LS im Mittelton bekommt: Das sind alles "Abwägungssachen" (**).

Auch solche LS profitieren dann jedoch (besonders) von einer Hochpassfilterung von außen, um ihnen den Tiefbass "vom Leib" zu halten.

_____________

(*) Auch 3- oder mehr Wege Systeme können betroffen sein:

Es kommt nur darauf an, ob die Tieftöner beim konkreten LS innerhalb ihres jeweiligen Übertragungsbereiches eine Resonanz mit halber Wellenlänge im Reflexkanal anregen können ...


(**) Bei BR-Gehäusen, die bis in den Mittelton betrieben werden, kommt es u.a. auf die Bedämpfung des Gehäuses und den Aufbau des BR-Kanals an, wieviel (hier nun) unerwünschter Schall aus dem BR Rohr abgestrahlt wird.

U.a. viele 2-Wege BR Systeme sind hier nicht ganz so "sauber", wie CBs ...

Daher sehe ich BR primär als Option für reine Tieftonsysteme (bzw. reine Tieftonzweige ggf. auch innerhalb von Mehrwege LS).

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Geändert von dipol-audio (07.07.2017 um 16:33 Uhr).
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Alt 07.07.2017, 16:32   #69
Atmos
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Zitat:
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....

Den "Rolloff" (passende Hochpasscharakteristik ggf. mit raumbezogenen Korrekturen) der Haupt-LS richtig zu wählen, gehört natürlich zur Integration eines Subwoofers mit dazu.

Wenn man hier zwischen BR und "zugestopft" wechselt, dann ist es in vielen Fällen nicht verwunderlich, daß ein meist bei etwas höheren Frequenzen einsetzender und "sanfterer" Bassabfall hier "unproblematischer" ist, zumal viele kommerzielle BR Lautsprecher tendenziell für übliche Aufstellungen "zu fett" im unteren Tiefton abgestimmt sind:

..........
.... im SW-Betrieb sind die Stand-LS auf Small gestellt, Trennfrequenz 80 Hz. Nur ist es in der Praxis so, dass, auch wenn die SW ausgeschaltet sind, der Tiefbass über die Front-LS da ist, und der Bassreflex scheint dann ein Eigenleben zu führen.
Wenn allerdings über Blu-ray der LFE-Kanal aktiv ist, dann kommt von den Fronts tatsächlich nicht. Alles bis 125 Hz kommt dann von den Woofern.
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Alt 10.07.2017, 19:04   #70
Atmos
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... nachdem ich nur die bodennahen Reflexrohre verschlossen habe, bin ich vom Klangbild im Zusammenspiel mit den Subs begeistert.
Ich hätte nie erwartet, dass die Bassreflexrohre bei einer Trennfrequenz von 80 Hz so viel Unruhe im Raum stiften können.

Gestern habe ich den Fernsehfilm "Jack Reacher" gesehen, die Surroundanlage hat den Fernsehton richtig gut zur Geltung gebracht und die Toneffekte kamen fast kinomäßig zur Geltung.

Nun will ich Zufrieden sein und die Einstellerei ad Acta legen.
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Alt 19.07.2017, 10:38   #71
Atmos
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... einen Nachtrag habe ich noch; gestern habe ich beim Musikhören einen SW ausgeschaltet und nun trat der Effekt ein, den ich zuvor nie erlebt habe: Der Basspegel wurde deutlich leiser, die Bässe erklangen schlanker als zuvor.
Als alle Reflexrohre in den Stands noch geöffnet waren, war dieser Effekt nicht wahrnehmbar. Die Bässe waren immer gleich laut.

Diese Zusammenhänge wären mir nie aufgefallen bzw. bewusst geworden, hätte ich Audyssey machen lassen.

Jedenfalls bin ich nun rundum zufrieden, habe keine Basserhöhungen an der Rückwand sowie in den Raumecken, und über den LFE-Kanal treten beim Filmegucken auch alle Feinheiten zutage wie die Turbulenzen in Expendables 3 letztes zeigten.

Und jetzt
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