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Alt 14.11.2017, 23:08   #31
Dezibel
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Beim Abhören des ersten Tests dachte ich erst - was soll das ? Doch plötzlich konnte ich ganz klar die Obertöne hören, also eindeutig Obertonhörer ....

LG, dB
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Alt 15.11.2017, 09:48   #32
Dezibel
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Obertongesang ...
https://www.youtube.com/watch?v=R2ovoRyv4kw

LG, dB
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Alt 15.11.2017, 10:48   #33
dipol-audio
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Ich habe mir gestern auch den Artikel dazu durchgelesen, der m.E. sehr interessant ist:

http://www.musicandbrain.de/fileadmi...6_dmw_5152.pdf


Davor habe ich mal hier den Kurztest gemacht:

http://www.musicandbrain.de/kurztest.html

Ergebnis: Ich bin ein Grundtonhörer.



Dann habe ich mir nacheinander diese Beispiele angehört:

https://www.oberton.org/hoertest-saus/


Gleich beim Tonbeispiel 1 ist mir etwas Seltsames passiert:

Zunächst klang das für mich, wie jemand der "auf einem Ton" (derselben Note) die Silben singt (was ja bezüglich der Grundfrequenz auch so ist ...).

Aber es wurde im Text ja der Hinweis gegeben, daß durch die Obertöne eine "bekannte klassische Melodie" geformt wird:

Vor meinem inneren Auge erschien dann eine Repräsentation dieses (mir von Kindheit an von Fernsehübertragungen her bekannten) Bildes:





(Sicher nicht mit allen Details und auch ohne "die Buchstaben in der Mitte" ...)

Zum "Eurovisionbild" gehört ja die Europahymne "Ode an die Freude":

https://www.youtube.com/watch?v=9xYjz9T4U64


Ich habe die Melodie jedoch nicht bewusst gehört. In einer "Quizsendung" oder "Ratesendung" wäre ich damit wohl trotzdem durchgekommen ...

Mein Gehirn wird mir jedoch selbst nicht sagen können oder wollen, ob es aus der gesungenen Silbenfolge die Hinweise gezogen hat, oder ob es "geraten" (*) hat:

Schließlich ist diese Melodie sehr bekannt und wird zu verschiedenen Anlässen gehört ...


Das bewusste Hören der Melodie setzt bei mir - bezogen auf die gesungenen Tonbeispiele, denn beim "tonlos gepfiffenen" Beispiel 3 ist die Melodie ohnehin erkennbar - erst mit dem Tonbeispiel 4 ein:

Entscheidend ist dabei für mich offenbar das Weglassen der Konsonanten. Solange sie da sind, geht meine Interpretation eher in Richtung "Sprache" / "Gesang", natürlich sind für mich die Konsonanten und Vokale sowie eine Modulation der Klangfarben (bei den Vokalen) deutlich hörbar, aber eben primär nur als "Unterschied in der Klangfarbe": Die "Obertonmelodie" wird faktisch "unterdrückt", solange die Konsonanten als "Silbenanfangsränder" mit dabei sind.


Also ging ich nochmal zurück zum Kurztest und mach ihn nochmal:

Ergebnis nun: "Extremer Grundtonhörer".



Anmerkungen:

Die Unterscheidung in die Kategorie "Grundtonhörer" bzw. "Obertonhörer" scheint mir sprachlich etwas unglücklich, natürlich will man "kompakte" Begriffe haben, bei denen man aber immer eine "Verkürzung" des Sachverhaltes in Kauf nimmt.

So sind für mich persönlich als "Grundtonhörer" die Obertöne (und Formanten) natürlich deutlich wahrnehmbar (sonst könnte man übrigens gar keine Vokale unterscheiden ...).

Für mich sind auch Klangfarben beim Musikhören sehr sehr wichtig und verleihen der Musik viel von ihrem emotionalen Ausdruck:

Dieselbe Melodie auf unterschiedlichen Instrumenten gespielt oder selbst mit unterschiedlichen Instrumenten derselben Art oder mit unterschiedlichem Tonansatz des Instrumentalisten ... ändern für mich den emotionalen Gehalt eines Stückes sogar sehr deutlich: Er kann durch solche Variationen für mich sogar teils in sehr gegensätzliche Richtungen verändert werden.

"Grundtonhörer" scheinen sich jedoch bei der Erkennung von Melodien und zugrundeliegenden Noten (Tonhöhe), eher auf die Erkennung der Grundfrequenz eines (musikalischen) Tons (mit Oberwellen, Formanten etc.) zu verlassen.

Interessant ist dabei, daß die Grundfrequenz nicht immer die größte Energie im Spektrum eines (Instrumenten- oder Gesangs- ) Tons haben muss: Es können hier durchaus bestimmte Oberwellen (sogar sehr deutlich) dominieren.

Für den "Grundtonhörer" ist jedoch offenbar selbst dann die Grundfrequenz des Tons immer entscheidend.


Auch unter Musikern gibt es beide Typen von Hörern und offenbar tendieren bestimmte Ensembles dazu, bevorzugt aus dem "einen" oder "anderen" Hörertyp zusammengesetzt zu sein. Der o.g. Artikel zeigt auf, daß damit bei Musikern offenbar auch gewisse Präferenzen für ein Musikinstrument und die eigene Spielweise einhergehen ...



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(*) Würde mir jedoch jemand sagen "Denk' mal an eine klassische Melodie", dann würde mir wohl eher etwas von Vivaldi oder von Bach einfallen ...

Deshalb glaube ich schon, daß da Hinweise aus dem Tonbeispiel kamen, aber eben "unbewusst".
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Grüße aus Reinheim, Oliver Mertineit

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Alt 15.11.2017, 13:02   #34
Söckle
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Kurztest: "leichter Obertonhörer"

Klassische Melodie: Beim Alleresten hören Beispiel 1 nicht erkannt, dann nach einem Durchgang aller Beispiele noch mal Beispiel 1 angehört und die Melodie sofort erkannt...

Was immer das bedeutet. In jedem Fall, dass die Wahrnehmung eben nicht bei jedem gleich ist....
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Gruß
Söckle

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Alt 17.11.2017, 01:41   #35
Wolke7.1
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Also, da fehlt (mir) noch der ''Rhythmus-Hörer'' und auch ''Pausen-Hörer'' - Swing is (my) King ...
Vivaldi - Dixit Dominus RV 594 (1/2)
https://www.youtube.com/watch?v=sbsiLb7Yu64

The Mood-Mosaic - A Touch Of Velvet - A Sting of Brass (UK 1966)
https://www.youtube.com/watch?v=0yID8Xb7qKM
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Das Leben ist ein Optimierungsvorgang ... ^L^ http://www.hififorum.at/search.php?do=finduser&u=3353
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Alt 17.11.2017, 16:47   #36
Wolke7.1
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PS: Ebenso Intervall-Hörer, Laut-Leise-Hörer

und natürlich Call and Response-Hörer ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Call_and_Response

Vivaldi - Dixit Dominus RV 594 (2/2)
https://www.youtube.com/watch?v=8lfhblj08Zw
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Geändert von Wolke7.1 (17.11.2017 um 16:56 Uhr).
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Alt 17.11.2017, 19:01   #37
hubert381
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Sie sind ein extremer Obertonhörer. - war das Ergebnis von Olivers Test-link bei mir
Das Huun Huur Tu Video gefällt mir sehr gut.

Was bedeuted extremer Obertonhörer:
Es bedeutet, dass die Hörverarbeitung stark im rechten Heschl’schen Gyrus stattfindet und die Klangfarben beim Hören eine größere Rolle spielen. Es bedeutet auch, dass sog. Residualtöne schwächer wahrgenommen werden. Das sind die virtuellen Grundtöne, die mache Gehirne aus einem kleinen Ausschnitt der Obertonreihe rekonstruieren können.

Leisehörer bin auch - deshalb gefällt mit die Badewanne des Fostex TH900

Geändert von hubert381 (17.11.2017 um 20:08 Uhr).
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Alt 18.11.2017, 00:40   #38
dipol-audio
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Mal ein Beispiel zu einer andern Art "Obertongesang":


Gary Numan "Random":

https://www.youtube.com/watch?v=b54jyLNvP1o


Was man in den ersten Sekunden hört, erinnert für mich sehr an ein Didgeridoo (*), wie es von den australischen Ureinwohnern gefertigt und gespielt wird.

(Der Mann ist eigentlich ein Punk - bis heute m.E. - , und Punk ist Musik, die jeder nachspielen können soll: Es kommt also für wichtige Aspekte gleich eine "Anleitung" am Anfang ...)


Das Grundprinzip ist hier, daß ein oberwellenreicher Klang "gefiltert" (bei einem Didgeridoo teils durch "überblasen") wird, ohne daß sich der Grundton allzusehr ändert.

Bei einem Synthesizer wird das u.a. durch VCFs ("Voltage Controlled Filter") realisiert, so daß auf einem (einzigen, oberwellenreichen) Grundton z.B. eine Melodie gespielt werden kann ...

Wie klingt das für mich als "Grundtonhörer" ?

Ich kann die Melodie wahrnehmen, aber der Grundton, selbst wenn er recht tief ist und teils praktisch (in Relation) "weggefiltert" wird ..., ist in meiner Wahrnehmung nie "weg", solange es sich um ein periodisches/quasiperiodisches Signal handelt (was hier der Fall ist).

D.h. es entsteht eine Art Konkurrenz in der Wahrnehmung, ob es eine "Melodie" (mit Änderung des Grundtons ?) oder "nur eine Änderung der Klangfarbe" ist, das finde ich durchaus sehr reizvoll (auch etwa bei einem Didgeridoo oder Obertongesang).


Die menschliche Stimme (in Sprache und Gesang) kann beides:

Stufenlos die Grundfrequenz ändern, jedoch ebenso die Filterfunktion anpassen (d.h. Formanten im Frequenzbereich verschieben), da hat man einen der interessantesten "Synthesizer", den man sich nur vorstellen kann ... und im Zusammenhang mit mehrstimmigem Gesang sind die Möglichkeiten geradezu unerschöpflich.


________________________

(*) Weitere evt. reizvolle Aspekte (neben dem Klang) für (alte) Männer hier mal billigend in Kauf genommen:

https://www.youtube.com/watch?v=NaBI1SqIhak
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