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Besuche bei Händlern Höreindrücke und sonstige Eindrücke

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Alt 15.04.2006, 17:44   #1
Wolf352
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Standard Höreindruck Martin Logan Summit

Hallo,

heute konnte ich den Summit von Martin Logan probehören.

Der Raum war normal groß schätzungsweise 32 bis 35 qm, hohe Decke ca 3,5 m Altbau. Normal bedämpft, aber durch die vielen rumstehenden Komponenten und Lautsprecher im Mittelhochtonbereich schätzungsweise sehr gut diffusioniert (neues Wort? ).

Der Summit stand etwa 1,8m von der Frontwand entfernt, sehr nahe an den Seitenwänden ca 30cm Abstand. Der Hörplatz ca 1,5 Meter von der Rückwand (jede Menge Komponenten an der Rückwand!). Hörabstand schätzungsweise 1,3fach Lautsprecherabstand.
Hinter dem Suimmt standen teilweise noch mittelhohe Standboxen.
Alles in allem vielleicht nicht ganz optimal...

Was auffiel war, wie klein der Summit geraten ist. Mein ehemailger Requet war größer. Allein von den technischen Daten her, hätte ich den Summit größer geschätzt.
Sieht nun auch sehr wertig aus, der schmale Rahmen machte einen sehr stabilen Eindruck. Das Bassgehäuse war sauber furniert auch an den Kanten. Kein Vergleich mit den "Platikschüsseln" der Vorgänger.
Sehr schön, dass man die blau leuchtenden "Zierstreifen" auf den Bassgehäusen dimmen und abschalten kann.
Im dunklem Hörraum erzeugt dieser Streifen bestimmt ein tolles Flair!

Gehört wurde an NAIM CD Player (der größte) sowie Treshold Vor- und Endstufe. Kabel waren auch drann. Zu dem ein Phonosphie Raumanimator und Fast Audio Klangschalen, wers braucht.

Der Summit war noch recht frisch out of the Box, erst ca 5 Stunden eingespielt, oder eben auch nicht eingespielt.

Zu erst wanderte die CD "Covered" von Firend n Fellow in den Player.
Song Nr 6 "Grandmas Hands". Frauensolostimme, Taktklopfen mit Fuss.
Sonst nichts.
Huch, wasndas! Stimme klebt an den LS, keine Ortung in der Mitte.
Flugs den Hörabstand von 1:1 auf oben erwähnte 1:1,3 erhöht (bin Nahfeldhörer).
Schon besser!
Tja, wie erwartet. Schöne "freistehende" Stimme, vielleicht nicht ganz so scharfkantig umrissen wie bei mir --> Raumeinfluss, vermutlich.
Etwas zu groß geratener Brustkorb. Ansonsten alles prima.
Jede Menge Details.

Nächsten CDs. Rosanne Cash "10 Song Demo" und "Black Cadillac".
Track 1. Solostimme plus Flüger, zum Ende hin kommt Band dazu.

Na aslo, da ist es doch. Der Flügel spielt unheimlich tief aus dem Raum heraus. Stimme steht leicht rechts, prima.
Weitere Tracks mit Band.
Hier fiel mir nun die versprochene, bessere Ankopplung der Bässe an den Stator auf. Die Bässe hinken nicht mehr so stark hinterher wie früher, aber noch leicht. Allerdings sind die Bässe bei gerade mal 5 Stunden nicht eingespielt, und sollten wohl noch "schneller" werden.
Wie wohl auch der Stator noch etwas Zeit braucht, laut Händler.

CDs von Alison Krauss "New Favorite" und die ganz neue, Name entfallen.

Yess!
Jegliche "Härte" des Dorbo, Banjo und Geige ist weg , ohne dass diese an Glanz verlieren würde, verglichen mit meinen B&Ws. Geil!
Alison Krauss tönt leicht ätherisch, hmm, gefällt mir das, ist das richtig, woher kommts? Keine Ahnung.
Singt Dan Tyminski, passt das wieder. Komisch.
Schade, dass ich die Komponenten davor nicht kenne.

Auffallend wiederum, dass die Musik aus der Tiefe heraus spielt, aber nicht so trennscharf ist, wie erhofft. Das Staging, von links nach rechts lässt die Instrumente etwas verwaschen, fasst ineinanderfließen.
Kann mich nicht erinnern, war das bei meinen Logans auch so. IMHO war diese Tendenz vorhanden.

CD Rebeka Bakken "Is that you".
Hier festigt sich mein Eindruck, nervt diese CD ansonsten schnell, ist nun jegliche Nervigkeit weg. Es macht einfach Spaß. Muss aufpassen nicht bloß Musik zu hören!

Wieder zurück zu spärlich instrumentiertem mit Johnny Cash "American Recording IV"
Nanu, jede Menge voher ungehörte Details. Aber ein viel zu breiter Johnny Cash. Schon wieder, bin ich versucht zu sagen.

Spätestens jetzt würde ich den Summit verrücken wollen. Dieser steht aber auf Granitplatten und der Besizer der Summits ist eingetroffen und hört mit, daher halte ich mich zurück.

Es wanderten noch weitere CDs in den Player, aber das soll erstmal reichen.

Allgemein kann ich sagen dass:
- Der Mittelhochtonbereich vollkommen bruchlos spielt
- Der Bass viel schneller geworden ist, und nach entsprechender Einspielzeit noch aufholen sollte
- Die Anpassung an den Raum mittels 25Hz und 50Hz Drehregler ein gute Sache ist.
- Der Summit der beste Martin Logan ist, den ich bisher hören konnte und somit die mir bekannten Vorgänger Odysee und Prodigy übertrumpft.

Zum Bassbereich ansich kann ich sagen, dass dieser über weite Bereiche sehr gut spielte, mit viel weniger Anregung der Raummoden wie ich dachte. lLso kaum Dröhnen vorhanden war, und wenn dann wenig ausgeprägt.
Vielleicht ist hier das Abstrahlen nach vorne und nach unten, bei gleichzeitig aktiver Ansteuerung von Vorteil? Ich kann es nicht sagen.

Insgesamt steht der Summit nun ganz oben auf meiner Liste.
Verglichen mit der Silbersand von Franz würde ich sagen, dsas die Silbersand noch ein wenig mehr Information und Details liefert. Im Vergleich mit dem Summit (wichtig!) tendeziell schärfer und rauher klingt im Hochtonbereich - nicht das sie das wäre, aber im Vergleich würde ich das so umschreiben wollen.
Der Summit den fülligeren Klang bietet, im Mitteltonbereich.
Insgesamt trotz der schnellen Folie, im positiven Sinne "weich" klingt, ohne zu verschleiern.

Bezogen auf das tonale Auflösungsvermögen im Mittelhochtonbereich würde ich sagen, dass sich beide LS am gegenüberliegenden Ende begegnen was die Charakteristik dieses zu tun angeht!

Dringend zu überpüfen wären nun mögliche Verbesserungen anhand optimierter Aufstellung, in der Kürze der Zeit nicht möglich. Und die Verbesserung durch Raumakustikmassnahmen. Gerade in Hinblick auf meinen Hauptkritikpunkt "verwaschenes, ineinanderlaufendes Staging" mit Sicherheit beides die Hauptansatzpunkte.

Comments, please!?

@David: Da Du den Summit wohl am besten kennst, wie schätzt Du meinen Höreindruck ein?

PS: Auch hier kam ich nicht um die Demonstration eines CD-Sprays umhin.
Gehört habe ich keine Verbesserung.
INteressant fand ich die Anmerkung zu den "Fast Audio Klangschalen" sich solch diese nicht noch mal hinzuhängen. Das aber in Verbindung mit dem Hinweis, der Raumanimator von Phonosophie wäre der Bringer.
Ich bin allem offen und würde das Teil probieren, wenn es mir jemand leiht.
Funktioniert das eigentlich bei ständig gekippten Fenstern?

CU
Wolf
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Alt 15.04.2006, 21:52   #2
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Hallo Wolf,

wieder mal ein feiner Hörbericht von dir. Wir sollten dich als Lausprecher-Tester für´s Forum engagieren, dann erhalten wir jede Menge Informationen, mit denen man sich schon mal ein ganz gutes Bild vorab machen kann.

Es ist ja bekannt, daß die Summit einen recht schmalen sweet spot hat. Wenn du damit klarkommst - als Nahfeldhörer kommt dir das eh entgegen - dann scheint mir die Summit der für deine Ansprüche geeignete Lautsprecher zu sein. Um ihn mit der Silbersand vergleichen zu können, hättest du bei mir auch näher dransitzen müssen. Bei mir war der Hörabstand wohl etwas größer geraten. Dennoch läßt sich eine gewisse Klangverwandtschaft ja herauslesen. Ich hab leider bisher noch keine Summit hören können, kann mir das aber nach dem bisher Gelesenem und aus Hörberichten anderer schon gut vorstellen.

Wenn ich deine Schilderung richtig lese - kenne ja mittlerweile deine Ansprüche - dann handelt es sich bei der Summit um einen ganz ausgezeichneten Schallwandler. Dazu kann man Martin Logan nur gratulieren, frühere Exemplare gefielen mir da eher weniger.

Bei Gelegenheit höre ich sie mir auch mal an (wahrscheinlich bei dir )

Gruß
Franz
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Alt 15.04.2006, 23:04   #3
Rorschach
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Hallo Wolf,

danke für den interessanten Bericht.

Deine Eindrücke bestärken mich in meinem Vorhaben, möglichst bald bei David "einzufallen" und die Summit und ihre kleinen Schwestern probezuhören. Es stehen ja neue Lautsprecher im Musikzimmer an und ML steht definitiv sicher auf der Liste ...

Wie beurteilst Du aus Deiner ersten Hörerfahrung denn folgende Aufstellmöglichkeit für die Summit: Abstand Seitenwand je 70 cm, Rückwand 50 cm bis 1 m variierbar, Basisbreite 1,8 - 2 m, Hörabstand 1,5 - 2,5 m variierbar. Akzeptabel?

Lg.

Jochen
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Alt 16.04.2006, 01:07   #4
David
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Hallo Wolf!
Danke für Deinen interessanten und ausführlichen Bericht!

Alles in allem glaube ich, dass die Summit während Deiner Hörsitzung - bedingt durch nicht optimale Aufstellung - ihre Qualitäten nur zum Teil ausspielen konnte. Mit dem Einspielen hat das wie ich meine, kaum etwas zu tun.

Meine Summit hat mich - frisch aus der Schachtel - gleich einmal "umgehauen"! Aber ich habe ihr auch sofort relativ gute Bedingungen geschaffen, zumindest soweit man das in einem Hörstudio mit noch etlichen anderen Boxenpaaren im Raum machen kann.

Erst gestern habe ich die Summit mit einem Kunden wieder einmal ausführlich gehört. Der Mann hatte eine breite Auswahl aller nur denkbaren Musikrichtungen mit. Sogar eine Aufnahme mit einer Kirchenorgel, die zum Teil in den tiefsten Regionen gespielt wurde. Abgesehen von der irrwitzigen Auflösung und der herrlichen Räumlichkeit wurden zusätzlich Bässe wiedergegeben, die qualitativ über jeden Zweifel erhaben waren.

Für 12.000 Euro ist das schon wirklich mehr als beeindruckend. Für mich ist das High-End pur. Angespielt haben wir diesen Lautsprecher mit einer Accuphase Kombi (DP-67, E-408).

Gegenüber meinen bisherigen Gewohnheiten haben wir den Hörabstand dieses Mal um ein ordentliches Stück vergrößert. Ich schätze, dass es etwa 3,5 Meter waren. Was sich dabei wesentlich verbessert hat, ist das sonst so kleine Hörfenster. 2 Personen können dann auch nebeneinander sitzend sehr gut Musik genießen.

Sollte ich zu sehr schwärmen (ist sonst nicht meine Art), so bremst mich bitte ein. Keinesfalls möchte ich damit Erinnerungen an eine uns allen bekannte Person wecken.

Vielleicht spreche ich besonders stark auf diese "aufgedöselte" Wiedergabe an. Vielleicht auch nur deshalb, weil ich schon so sehr von den üblichen Konus/Kalotten Boxen übersättigt bin (irgendwie klingen sie für mich alle gleich und keine begeistert mich wirklich).

Würde ich eine Box für's Wohnbereich oder für einen kleineren Hörraum benötigen - die Summit wäre es.

Gruß
David
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Gruß
David


Erst wenn man begriffen hat, dass Raumakustik, Lautsprecheraufstellung und Hörplatzwahl wichtiger sind als die Anlage selbst, hat man die Audiowiedergabe verstanden.
Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich
Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst, wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen werden konnten. Das gilt für das was ich selbst zu hören glaube ebenso.
Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
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Alt 16.04.2006, 03:56   #5
Wolf352
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Hallo,

vielen Dank, für positive Feedback.

Aufstellung ist generell wichtiger wie Einspielen, das kann man IMO so stehen lassen.

Normalerweise tendiere ich dazu, dass wenn ich einen Lautsprecher gehört habe, nicht kurz danach bei mir weiterzuhören, sondern das erlebte "sacken" zu lassen.
Heute war das anders, da ich eine Ladung neuer CDs vorgefunden habe als ich nach Hause kam. Also habe ich mir ein paar CDs angehört, und merke umsomehr, welchen Einfluss der Raum hat.

Der sehr gute Bassbereich - sehr gut was die Dröhnfreiheit angeht, nicht den Nachhall! - ist bei mir noch mal erheblich trockener, nachhallfreier und spielt (und das ist der Punkt) über weite Strecken mit demselben Druck. Sprich wenn ich einen Bass höre, egal ob E- oder Kontrabass, so spielt dieser in seinem Spektrum über weite Strecken mit annähernd derselben Lautstärke.
Das war in der Vorführung anders, ist aber nicht dem Summit anzulasten.

Zeigt aber wieder den Einfluss des Raumes.
Im Hinblick auf einen Dipol ist der Einfluss der Hörraumes tendenziell sogar noch größer.

Daher werde ich wohl kaum drumherum kommen meine Topkandidaten bei mir Probezuhören. Was wohl nicht ganz einfach werden wird.
Erstens sind diese kaum jederzeit verfügbar, noch leicht transportierbar...

Und noch ein Nachtrag.
Der Summit spielt relaxter wie meine B&W 804S.
Was nicht unbedingt von Vorteil sein muss.
Nennt es "gesoundet" aber die B&Ws haben im Mitteltonbereich, gerade im Stimmbereich eine gewisse Unmittelbarkeit, direkte Abbildung die ich persönlich sehr schön finde. Der Ami würde vielleicht sagen, spielt "in yer Face".
Klingt wie ein Seziermesser im positiven Sinn.

Erhlich, mir gefällt beides.

@Rohrschach:
Meine ganz subjektive Meinung:
Für Dipole gibt es nur eine richtige Aufstellung, und die ist individuell bedingt durch den umgebenden Raum.
Generell, allgemeingültige Empfehlungen kann man nicht ausprechen.
Der Summit scheint mir jedoch weniger Aufstellungskritisch wie seine Vorgänger.

Ich wage einzig eine Prognose was den Abstand zur Seitenwand angeht:
Durch die Richtcharakteristik sollte der Abstand zur Seitenwand weniger bedeutend sein, wie bei "normalen" Systemen.
Allerdings ist der Abstand zur Frontwand umso bedeutender!

Ich lehne mich jetz einmal aus dem Fenster und behaupte:
- Das aufgrund meiner kurzen Erfahrung ein Abstand der beiden Wandler zueinander unter 3m von Vorteil ist, wenn man wert auf Größenverhälnisse legt. Allerdings auch wieder in Abhängigkeit zum Abstand Frontwand. Gerne würde ich Davids Meinung dazu hören!
- Desweiteren denke ich, dass bei "trockenerem" Raum aber speziell weniger Reflektionen von der Fonrtwand die Abbildung "schärfer" wird, das angesprochene "ineinanderfließen" erheblich gemindert wird.
- Bei wandnaher Aufstellung (Frontwand weniger 1,3m) sind Absorber mit Sicherheit keine schlechte Idee! Wobei ich vermute das Cornerblocks und Wallpanels zum Einsatz kommen müssen, da der Stator bis 270Hz runter speilt, und Wallpanels allein damit überfordert sind.

Wie gesagt Mutmaßungen, keine Erfahrung!

Eine Überlegung zum Schluß:

Die "tolle Räumlichkeit" der Dipole kommt durch die zusätzlichen Reflektionen des rückwärtig abgestrahlten Schalls. Ist somit nicht im Signal enthalten, sondern wird "künstlich" hinzu addiert.
Dadurch das von mir bemängelte "ineinanderfliessen" der Instrumente.

Nun habe ich einen weitgehend Erstreflektionsfreien, Nachhallfreien Raum.
Dewsweiteren eine sehr schalltote Frontwand, welche große Teile des rückwertig abgestrahlten Schalls absorbieren wird.
Ergo sollte ich den Summit näher an der Frontwand postitionieren können.
Was bleibt aber wenn ich den rückwertigen Schall größtenteils absorbieren werde?

- Erhalte ich eine trennschärfere Abbildung, worauf ich sehr großen Wert lege???
- Bei gleichzeitig "großem Raum"?

CU
Wolf
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Alt 16.04.2006, 10:15   #6
David
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Hallo Wolf!
Du hast ja richtig erkannt, wie wichtig Raumakustik, Aufstellung und Hörplatz sind.
Deshalb wirst Du für eine endgültige Entscheidung vermutlich um einen Test bei Dir zuhause nicht herumkommen (armer Händler! ).

Ohne es probiert zu haben, einfach so aus meiner Erfahrung heraus, würde ich meinen Hörraum dazu so ausstatten, dass hiner den Lautsprechern und auch noch ein Stück seitlich (also U-förmig hinter den LS) reflektierende Wände sind und der Rest (also der größere zweite Teil vom "U") wieder stark schallabsorbierend ist.

Zu weit weg würde ich die LS von der Wand nicht positionieren, ich denke so an knapp über 1 Meter (max. 1,5m).
Einwinkelung direkt zum Hörplatz, der etwa 3 Meter weit weg sein sollte.
Alles das natürlich nur einmal "fürs Grobe".

So ideal ist das alles bei mir im Geschäft keineswegs und die Summit spielt (wie ich meine) trotzdem traumhaft gut.
Dass ein Fläche dem Hörer nie so direkt "ins Gesicht" spielt wie im Besonderen Hörner (stark abgeschwächt Konusse), ist klar. Alles kann man einfach nicht haben, dazu (und mit dieser Frage) habe ich ja gestern einen Thread eröffnet.

Gruß
David
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David


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Alt 16.04.2006, 14:22   #7
Wolf352
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Hallo,

ziemlich genau diese Position würde die Summit bei mir einnehmen!
Allerdings wären die Ecken des Us komplett mit Corneblock ausgefüllt.

Der Akustiker machte daher den Vorschalg mit Cornerblocks zu experimentieren welche den Mittelhochtonbereich nicht absobieren.
Einen davon habe ich bereits im Einsatz, da das akustische Geschen,bei EInsatz eines "normalen Corneblocks" ins "tote" kippte.

Ich denke die Intergration ist schon machbar.

Der wesentliche Punkt für oder gegen den Summit wird sein, und das haben wir in einem anderem Thread schon angeführt:
"Wiegen die anderen Eigenschaften des Summit, die nicht oder wenig vorhandene Unmittelbarkeit auf?".

Oh je, wie soll ich nur den Summit UND eine 802D in meinen Raum bekommen....
Sollten alle Stricke reissen, sehe ich mich auf Verdacht den Summit bestellen, und die erstmal 804S behalten um damit abzuwägen.

Fallen euch noch weitere Kandidaten ein?
Audiodata Ambiance habe ich schon gehört.

CU
Wolf
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Alt 16.04.2006, 18:14   #8
Klangwolke
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Zitat:
Original von Wolf352
Der wesentliche Punkt für oder gegen den Summit wird sein, und das haben wir in einem anderem Thread schon angeführt:
"Wiegen die anderen Eigenschaften des Summit, die nicht oder wenig vorhandene Unmittelbarkeit auf?".

Fallen euch noch weitere Kandidaten ein?
Audiodata Ambiance habe ich schon gehört.

CU
Wolf
Hallo Wolf

Da möchte ich Dir eine gebrauchte Wilson Sophia oder Watt Puppy ans Herz legen, davon gibt's im Audiomarkt und Highendmarkt einige.

Ich kann hier ausnahmsweise den Testberichten Glauben schenken, ob die Dir aber gefallen, kann ich nicht sagen. In Audio sagte ein Testteilnehmer (habe diese Ausgabe am Kiosk durchgeschaut), dass die B&W verglichen mit der Wilson etwas teilnahmslos klinge.

In der Stereo steht über die Sophia. "Was die Britin an souveränder Gelassenheit und bodenlosem Tiefgang in die Waagschale schmiss, machte die US-Box mit schlagkräftigem, pulsierendem Engagement wieder wett." Mit der Britin ist die B&W 801D gemeint. Weiter heisst es: "... Sophia ist ein Dynamiktorpedo, ein Ausbund an Temperament und Drive".

Solche Aussagen darf ich im Hififorum.de nicht tätigen, dann gilt man dort als Banause.

Mir persönlichen haben an der AdVance (kleine Schwester der High-End in der Schweiz) Lautsprecher von Bastanis sehr gut gefallen, das sind Breitbänder, ungeheuer spielfreudig. Sie verfärben aber angeblich, ich bin in dieser Hinsicht ein völliges Holzohr, bemerke das nicht.

Gruss Jürg
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Alt 16.04.2006, 19:03   #9
David
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Hallo Wolf!
Gegen eine B&W 802D spricht aus meiner Sicht auch nichts. Und sie kostet auch exakt das Gleiche wie die Summit.

Zwischen diesen beiden Wandlern klaffen aber die sprichwörtlichen "HiFi Welten". Zumindest für mich. Wenn Dir der B&W 800er Klang gefällt (wovon ich ausgehe, da Du ja eine 804 hast), wirst Du von der 802D vermutlich begeistert sein. Sie kann alles um ein ordentliches Stück besser als Deine jetzigen Boxen (wäre auch traurig wenn das bei 8.000 Euro Preisunterschied nicht so ist ).
Die Direktheit und Knackigkeit, sowie die Problemlosigkeit bezüglich Aufstellung und Betrieb sprechen für diese Box. Dazu noch (wenn man darauf Wert legt) ein Super-Image und eines Tages ein sehr guter Wiederverkaufswert.

Bei der Summit ist alles ganz anders. Vergleichsweise zur B&W ist das eine zickige Diva. Aber dafür kann sie (wenn ihr alles passt), in Teilbereichen wesentlich mehr. In anderen wieder weniger.

Womit wir wieder einmal an einem Punkt angekommen sind, den Jeder nur für sich entscheiden kann. Was ist wichtiger? Ganz grob: Auflösung und Detailreichtum oder Direktheit und Knackigkeit.
----------------------------------------------------------------------

Als Alternative dazu könnte ich mir die Confidence-Serie von Dynaudio vorstellen. Die C-2 (9.000 Euro) oder die C-4 (14.000 Euro) haben mir immer recht gut gefallen.

Oder gleich in Richtung vollaktiv. Hier bieten sich die Boxen von B&M, Silbersand und T+A an, sowie einige Studiomonitore (MEG?). Diese vollaktiven habe ich (ausgenommen die alten B&M) alle noch nicht gehört. Aber mein Gefühl sagt mir, dass die alle hochinteressant sind und irgendwie dazwischen liegen.
Bei Interesse solltest Du einmal zu Reinhard (Hörzone) oder Hr. Krings Kontakt aufnehmen.

Gruß
David
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Gruß
David


Erst wenn man begriffen hat, dass Raumakustik, Lautsprecheraufstellung und Hörplatzwahl wichtiger sind als die Anlage selbst, hat man die Audiowiedergabe verstanden.
Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich
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Alt 17.04.2006, 00:09   #10
Wolf352
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Hi,

danke für eure Hinweise.

Von den aktiven kenne ich bisher nur die Silbersand, ein tolles Teil, aber nicht ganz meine Welt.

Die 802D kenne ich noch nicht, nur die 803D, und das auch nur im "vorbeigehen" gehört.

@David, würdest Du sagen das die 802D, unabhängig vom Preis, noch mal einiges drauflegt im Vergleich zur 803D, oder macht der Diamant-Hochtöner schon das meiste aus?
Hintergrund der Frage ist, dass bei mir die 804S bereits bei 90Hz abgetrennt wird und ab hier der Sub übernimmt. Das zaubert mir den besten Bass in den Raum.

@all:
Wie bereits gesagt, zzT ist der Summit ganz oben auf der Liste.

Über Wilson Audio habe ich auch schon eine Menge gutes gelesen, aber noch nie gehört.
Generell hätte ich kein Problem damit, mir etwas Gebrauchtes zuzulegen, egal ob Wilson oder Dynaudio C-Serie.
BTW, von Dynaudio kenne ich nur die Contour Serie, diese 3.4 hatte ich übers Wochenende bei mir. Prima wenn man lange Musikhören möchte, aber auf Dauer wäre sie mir zu langweilig.

Da ich gerne das Eqipment wechsle, ist mir ein guter Verkaufswert nicht unwichtig. Ich denke jedoch das alle genannten Marken keine Exoten und somit problemlos sind.

CU
Wolf
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Alt 17.04.2006, 07:13   #11
Klangwolke
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Zitat:
Original von Wolf352
Generell hätte ich kein Problem damit, mir etwas Gebrauchtes zuzulegen, egal ob Wilson oder Dynaudio C-Serie.
Hallo Wolf

Ich hätte Probleme damit, die mir neu zuzulegen, zumindest finanzielle.

Bei Gebrauchtgeräten ist es wahrscheinlich schwieriger, die zum Anhören in die eigene Wohnung zu kriegen. Aber wenn Du oft und gerne das Equipment wechselst, ist es auch nicht so schlimm, wenn bei einem Kauf mal was schiefläuft. Du musst dann nur überzeugend als Verkäufer auftreten können.

David, B&W sei gutmütig und die Summit eine Diva? Hat man den grossen B&W früher nicht immer nachgesagt, dass sie strompotente Verstärker brauchen, vor allem die 801, damit die so richtig abgehen? Die Summit ist da wohl bescheidener. Oder besteht die Gefahr, dass der Verstärker zu schwingen beginnt?

Gut, das Impedanzminimum der 802D liegt bei etwa 3 Ohm, das ist noch gnädig.



Bezogen auf die Aufstellung stimmt das wohl schon, dass die Summit die Diva ist.

Gruss Jürg
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Alt 17.04.2006, 10:07   #12
David
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Hallo Wolf!
Gerade die 803D und die 802D werden bei mir im Geschäft gerne von Kunden verglichen. Die Aussagen decken sich in diesem Fall immer. Die 802D wird als die wesentlich bessere Box beurteilt. Ich selbst empfinde das nicht einmal so dramatisch.
Wahrscheinlich kommt dabei auch stark der optische Aspekt zum tragen.

Jürg schrieb:
Zitat:
David, B&W sei gutmütig und die Summit eine Diva? Hat man den grossen B&W früher nicht immer nachgesagt, dass sie strompotente Verstärker brauchen, vor allem die 801, damit die so richtig abgehen?
Die B&W Boxen (auch die der Serie 800) sind nicht schwierig anzuspielen. Diesen Eindruck hatte ich noch nie. Warum das immer wieder gesagt wird (da hat anscheinend das "Stille-Post" System zugeschlagen ), ist mir unklar. Der letzte Blindtest mit dem kleinen Arcam Verstärker hat meinen Eindruck auch stark untermauert.

Mit dem gleichen Arcam habe ich auch schon versuchsweise die Summit angespielt. Auch das funktioniert erstaunlich gut!

Die Zeiten der schwierigen Boxen scheinen weitgehend vorbei zu sein und die kleinen Verstärker werden anscheinend immer besser.

Bei hohen Pegelanforderungen funktioniert das dann mit den kleinen Verstärkern natürlich nicht mehr, dann kommen die "Boliden" zum Zug.

Gruß
David
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Alt 17.04.2006, 13:14   #13
Schärfer mit Senf
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David,

Dein Arcam-an-800D-Test ziehst Du wohl noch des Öfteren aus dem Ärmel.

Ich habe VIER verschiedene Verstärker an der 802D gehört. Je strompotenter und stabiler, desto trockener wurde die Basswiedergabe. Sogar ein 408er von Accuphase bringt nicht die Trockenheit eines AMP-Monos oder einer ML. Du hast doch auch Levinson im Programm - schliess doch mal eine 432 oder zwei 436 an. Aber bitte nicht mit Geplänkel.

Gruß
BERND

PS: so gutmütig, wie Du die 800er Serie hinstellst, ist sie nicht. Die Erfahrung habe ich machen müssen, um überhaupt eine B&W angehört zu haben.

PPS: zwischen der 803D und 802D liegt an ädaquater Ansteuerung eine kleine Welt.
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Alt 17.04.2006, 13:26   #14
bukowsky
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ich durfte mal beim Voodoo-Meister persönlich in der Vorführung sitzen und konnte die kleine gegen die große Phonosophie-Endstufe an irgendwelchen KEF Reference Q7 [hießen die so???] hören. Dabei habe ich erlebt, dass der Bass stärker, kräftiger wurde mit der größeren Endstufe, knackiger konnte ich nicht hören. Allerdings gefielen mir weder der Raum [null Akustikmaßnahmen] noch die Tröten.
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Alt 17.04.2006, 14:14   #15
Wolf352
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Zitat:
Hallo Wolf!
Gerade die 803D und die 802D werden bei mir im Geschäft gerne von Kunden verglichen. Die Aussagen decken sich in diesem Fall immer. Die 802D wird als die wesentlich bessere Box beurteilt. Ich selbst empfinde das nicht einmal so dramatisch.
Wahrscheinlich kommt dabei auch stark der optische Aspekt zum tragen.
Mit Sicherheit, und ganz bestimmt noch Umstand, dass das inverstiertet Geld vor sich selbst gerechtfertigt wird, damit das die 4000Euro mehr nochmal, den Sprung nach vorne bringen.
Ich persönlich hätte kein Problem damit, zuzugeben, dass 4000Euro Aufpreis zur 803D klanglich begründet sind. Weitere 4000 Euro Aufpreis zur 802D aber zu 70% optisch begründet sind.

Um es mal so zusagen. Nochmal 4000 Euro wecken dann eher Optische-Emotionen. Und das ist auch nicht verkehrt.

Zitat:
Ich hätte Probleme damit, die mir neu zuzulegen, zumindest finanzielle.
Du sagst es!
Als normal Verdiener muss man sich ganz schön strecken.

CU
Wolf
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