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DIY HiFi Zubehör Selbst hergestellte Racks, Kabel, etc.

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Alt 17.11.2010, 15:02   #1
hc_y
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hc_y
Idee Eigenbau-Rack: welches Material als Basis?

Geneigte Leser, ich plane in nächster Zeit meine Elektronik in einem selbst gebauten Rack unterzubringen. Außer einem groben Konzept habe ich noch keinen Plan und hoffe auf zahlreiche "Eingebungen" hier.

Ist-Situation/Bestand: ich muss derzeit 6 "Geräteeinheiten" unterbringen: DVD-/HDD-Rekorder, CDP, AVR, DA-Wandler, HTPC und zwei Endstufen. Letztere sind momentan noch fraglich, da noch nicht probiert. Berücksichtigen möchte ich diese aber trotzdem.

Das Konzept:
  • An der Wand meines Wohnzimmers soll eine Holzverkleidung die Basis der Montage an der Wand selbst darstellen. Hierzu kommen entweder Möbelbauplatten in entsprechendem rechteckigen Zuschnitt oder Dielen eines Parkettbodens mit Umrandung zum Einsatz. Diese "Halterung" und Basis der Lösung wird mittels vier Schrauben an der Wand fixiert.
  • Auf dieser Holzverkleidung möchte ich zwei Regalträgerschienen aus dem Baumarkt in zweireihiger Ausführung montieren. Diese würde ich distanziert auf entsprechende Vierkanthölzer verschrauben, damit ich mehr "Luft" hinter den Geräten bekomme um die Kabel und Stecker durchführen zu können. Auf entsprechende Schraubenanzahl ist zu achten, da das Gewicht der Geräte erheblich ist. Auf diese Schienen möchte ich dann pro Ebene zwei U-Träger aus dem Regalprogramm einsetzen. Durch die Wahl dieses Systems habe ich Freiheiten bezgl. der Gerätehöhe und sorge auch für ausreichend Belüftung bei den Verstärkern.
  • Bei den Basen bin ich mir noch nicht sicher, wie ich diese aufbauen werde. Auch bin ich mir nicht darüber im klaren, ob und wenn ja wie die Wahl des Materials einen Einfluss auf das Potential der Geräte hat. Ich dachte vorerst an Leimholzplatten aus dem Baumarkt. Die Rohplatten haben Abmessungen von 220*50*1,8 cm (Akazie, Bauhaus), daraus ergeben sich 5 Platten á 44*50*1,8 cm. Davon würde ich je Ebene zwei Stück miteinander verschrauben. Zwischen die Platten könnte ein geeignetes Dämmmaterial zum Einsatz kommen, z.B. die Unterlagen eines Aquariums o.ä. Durch die Elastizität der Zwischenlage und die Verschraubung kann ich auf korrekte horizontale Ausrichtung der einzelnen Ebenen achten.
  • Kabelkanäle und/oder Kabelführungen ermöglichen die geordnete Verlegung von Versorgungs- und Signalleitungen aus optischer Sicht. Die Netzleiste könnte 90° gedreht auf einem Winkel montiert werden, damit die Stecker nicht von der Rückseite weg "in den Raum" stehen und Platz verschwenden.

Meine eigentliche Frage dreht sich aber um das Material der Basen: welche Materialien sind besonders geeignet? Wie sieht es mit einer Füllung der Basis aus?

Für Anregungen und Verbesserungen habe ich garantiert ein offenes Ohr, genauso wie für Kritik!


für die Mithilfe!
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Grüße, Andi
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Alt 17.11.2010, 16:23   #2
WMN
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WMN
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Wenn das Rack solide ist und nicht scheppert oder vibriert, kann es auch keine "Auswirkungen auf das Potential der Geräte" haben.

Ich würde neben der Solidität vor allem auf den Komfort achten.
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Alt 17.11.2010, 17:04   #3
ra
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andersrum: ungeeignet ist z.b. glas - außer schweineteures spezial-akustikglas.
die firmen, die mit der herstellung diverser basen und racks ihre brötchen verdienen, legen jedenfalls, wenn man ihnen glauben kann, in erster linie wert auf resonanzfreiheit oder -ableitung.
d.h. entweder bedämpfung (quarzsand etc.) oder spikes.
teure gschichten gibts aber auch schon mit simplem mdf.
ich hab lang experimentiert - mittlerweile bin ich bei marmor und granit.
stell einfach das gerät oder die geräte auf verschiedene unterlagen - was du dir halt so vorstellst - hörst du einen unterschied, weißt du's selbst, was zu bevorzugen ist.
hörst du nix, entscheide dich für die optisch bessere lösung.
gruß alex
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Alt 17.11.2010, 20:23   #4
David
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David hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
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Glasplatten werden immer als ungeeignete Stellfläche für HiFi-Geräte bezeichnet, wobei immer von dünnen Glasplatten ausgegangen wird.

Bei 5-6mm Dicke hat jedes harte Material sogenannten "Eigenklang".
20mm Glasplatten sind sicher genau so "ruhig" wie Marmor oder Ähnliches.
__________________
Gruß
David


Einen „Audio-Laien“ erkennt man daran, dass er sich viel mehr mit Audiokomponenten beschäftigt als mit Raumakustik, LS-Aufstellung und Hörplatzwahl.
Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich
Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst, wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen werden konnten. Das gilt für das was ich selbst zu hören glaube ebenso.
Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
Ganz wichtig: immer beim Thema bleiben!
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Alt 17.11.2010, 20:42   #5
ra
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2cm-glas kost halt auch ein bisschen
gruß alex
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Alt 17.11.2010, 21:14   #6
Scheller
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10 mm Glas tut´s auch schon und trägt auch "Männer-Hifi". Alles unter 10 mm scheidet aber schon aus optischen Gründen aus.
20mm wirkt (wenn gut geschliffen) sehr(!) edel und ist auch noch bezahlbar. 8 Platten (ca. 16mm stark) a 500 x 450 mm kosteten mich knapp 1000 Euro...Je nach Glaser kann das variieren.
Ich habe mit Glasereien bereits sehr schlechte Erfahrungen machen müssen. Die vorgezeigten Musterstücke waren immer "prima"....Was man mir später übergab war aber zweimal "Schrott". Erst die dritte Glaserei lieferte ordentliche (gleichmäßige) Fasen und glänzenden Schliff.

Was eine 10mm starke, auf Gummiringen oder Gummiplättchen liegende Glasplatte, von einem 20 Kg Gerät "beschwert" mit dem Klang zu tun haben sollte, wäre übrigens eine Erklärung wert.;)

Geändert von Scheller (17.11.2010 um 21:21 Uhr).
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Alt 18.11.2010, 09:04   #7
hc_y
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Guten Morgen!

Zuerst einmal herzlichen Dank für die Einblicke in diese mir unbekannte Materie.



Da 1.000 Euro alleine für die Einlegeplatten für mich leider nicht in Frage kommen werde ich wohl eine Holzvariante probieren. Leider habe ich nicht die geeigneten Materialien so einfach zum Test daheim, aber die Investition in ein paar Möbelplatten mit Zuschnitt ist niedrig.

An Granit/Marmor habe ich auch schon gedacht, wobei hier wieder das Problem der hohen Erstehungspreise vorliegt. Optisch wäre das für mich die erste Wahl, aber alleine das Gewicht verlangt nach einer massiveren Befestigung an der Wand. Und im Moment habe ich keine Lust an dem Gedanken, an die Front 20 Löcher für 12er-Dübeln zu bohren. Wir haben sehr groben Stahlbeton, die Kies- und Steinstücke lassen den Bohrer garantiert verlaufen. Soviel Präzision kann ich nicht aufbringen.

Besteht aus technischer Sicht und eurer Erfahrung bei der Teilung der einzelnen Montageebenen ein Vorteil? Also jede Ebene auf eine eigene Montageschiene an der Rückwand und nicht eine durchgehende für die verschiedenen Geräte? Könnte es sein, dass sich Störungen über diese Schiene übertragen? Ist hier der Punkt erreicht, wo ich besser aufhören sollte zu schreiben?

Nochmals danke, bei Entscheidung für ein System werde ich dieses, falls für andere auch interessant, bebildert einstellen.
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Grüße, Andi
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Alt 18.11.2010, 10:32   #8
hc_y
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Ich möchte meine derzeitige Lösung zeigen, um das Verständnis für ein besseres "Rack" herzuleiten:



Derzeit sind die Stellflächen aus dünnem Glas. Es handelt sich bei dieser Variante um eine interimistische Notlösung. Die beiden Endstufen haben hier leider keinen Platz gefunden. Diese sind aber auch noch nicht in Betrieb.

Dieses Bild ist leider nicht mehr ganz aktuell. Ich bitte um Nachsicht!
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Grüße, Andi
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Alt 18.11.2010, 10:53   #9
schauki
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schauki befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Hallo!

Woher hast du denn die Platten wo die LSP drauf stehen?
Würde sich doch anbieten die Rack-Platten gleich zu machen - der Optik wegen.

mfg
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Alt 18.11.2010, 11:20   #10
hc_y
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Zitat:
Zitat von schauki Beitrag anzeigen
Woher hast du denn die Platten wo die LSP drauf stehen?
Tja, die waren ein "günstiger" Verschnitt einer Küchenarbeitsplatte. Leider komm ich da wahrscheinlich nicht mehr ran. Es handelt sich um Granit "Finnischer Labrador".

Falls ich es doch schaffen sollte stellt sich die Frage, wie stabil ich das "Regalsystem" ausführen muss, denn leicht sind die nicht!

Ich denk drüber nach und fahre meine Fühler aus.
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Grüße, Andi
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Alt 18.11.2010, 12:16   #11
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Standard Erster zu "Papier" gebrachter Entwurf

Hallöchen!

Ich habe gerade über die Granitbasis nachgedacht und folgenden Entwurf gezeichnet:



Abmessungen: pro Ebene/Granit 44x50x3,6 cm.

Zuerst wollte ich die Ebenen ja mit den U-Trägern der bekannten Baumarkt-Regalsysteme aufbauen, aber die stören bei einer Basis-Breite von 44 cm beim Einrichten der Analge! Daher bin ich dazu übergegangen, die Basis am hinteren Ende entweder in den Trägerleisten (5x5 cm, Holz) zu integrieren (Tiefenfräsen) und vorne mittels Gewindestangen oder vergleichbarem zu stabilisieren. Die vordere Stabilisierung benötigt dann unten noch entsprechende Füße, damit der Boden nicht beschädigt wird.

Wie viel hält Granit aus? Wie weit muss ich die Bohrungen für die Gewindestangen hinein setzen, damit die Ecke nicht ausbricht? Der AVR ist mit 20 kg das schwerste Gerät.

Danke für eure Meinungen!
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Grüße, Andi
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Alt 18.11.2010, 12:19   #12
Dezibel
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Witzig ! Solch ein 'Leiternregal' habe ich erst kürzlich erworben weil meine Geräte da bestens reinpassen. Die Lochblechfachböden habe ich allerdings mit Alu 'U' Profilen verstärkt. Dieses Gestell ist verblüffend stabil und belastbar.

Erschütterungs- oder Vibrationseinflüsse auf Deine Geräte brauchst Du nicht fürchten. Wir machten einmal einen Test mit einem CDP den wir genau vor einen 10" Subwoofer spielen ließen. Tatsächlich gab es Aussetzer. Aber bei dem Pegel haben Nachbars Hühner auch eine Woche keine Eier gelegt. Eine feste Unterlage ist unter Wohnraumbedingungen allemal ausreichend. Ich würde Schichtholzplatten verwenden. Diese bleiben auch unter Wärmeeinwirkung eben und zeigen eine schöne Schnittkante - auch das Gewicht hält sich in Grenzen.

Grüße, dB
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Alt 18.11.2010, 12:21   #13
hc_y
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Zitat:
Zitat von Dezibel Beitrag anzeigen
Aber bei dem Pegel haben Nachbars Hühner auch eine Woche keine Eier gelegt.

Eine feste Unterlage ist unter Wohnraumbedingungen allemal ausreichend. Ich würde Schichtholzplatten verwenden. Diese bleiben auch unter Wärmeeinwirkung eben und zeigen eine schöne Schnittkante - auch das Gewicht hält sich in Grenzen.
Also ich kann mich NICHT erinnern, wann zu letzt ich so herzlich über die "Hühner" gelacht habe!



Die Geschichte mit den Schichtholzplatten habe ich mir auch schon überlegt gehabt. Inwieweit sind die stabiler als Leimholzplatten?
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Grüße, Andi

Geändert von hc_y (18.11.2010 um 12:21 Uhr). Grund: NICHT vergessen!
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Alt 18.11.2010, 12:25   #14
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Ach ja, so sieht der Labrador aus der Nähe aus:



In Wirklichkeit ist er blauer und glitzert!

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Alt 18.11.2010, 12:41   #15
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Leimholzplatten sind einfach ausgedrückt aneinander geleimte Holzstäbe. In kalt/warmer, trocken/feuchter Wechselumgebung entstehen ungleichmäßige Spannungsdifferenzen die bei Leimholzplatten zu Verwerfungen führen können - auch Risse können die Folge sein. Schichtholzplatten sind hingegen dünne Holzplatten die vom Maser her je Schicht um 90° 'gesperrt' verleimt werden. Abgesehen davon dass Umwelteinflüsse nicht direkt an die innerenn Schichten gelangen kann entstehen weder Verwerfungen noch Risse.

Grüße, dB
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