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Passive Schallwandler Der bewährte Standard

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Alt 13.05.2017, 20:29   #91
LowIQ
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Standard AW: Nubert NuVero 170

Inwieweit die Diagramme hier im Artikel der Schundpresse aussagekraeftig sind, wuerd mi interessieren...und was der Kundige da rausliest...falls ma da ueberhaupt was...rauslesen kann....

http://www.nubert.de/downloads/test-...stereoplay.pdf

Scheusslich sindse in Gold, mit dem Leder, des kann I mir ned verkneifen, aber in Weiss.....
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Alt 13.05.2017, 21:50   #92
longueval
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mal ein erlebnis

in meinem raum sitz ich auf einem stuhl mit klapparbeitsfläche, auf der funktastatur und maus sind und notizen und fernbedienung für antimode und mdac.

neulich hatte ich so einen beistelltisch links von mir stehen, reichlich vollgeräumt, weil besuch da gewesen war (rotwein schlabbern bei musik) und das besuchersofa nach vorne geräumt gewesen war,

ich denke mir die ganze zeit "warum kippt die stereomitte leicht nach links?" ohren druckausgleich, keine änderung ...

dann fiel mein blick auf das tischerl .... ist nicht einmal 1m² groß. weggeschoben, alles stimmt wieder.
man glaubt gar nicht, wie kleinigkeiten machen, dass sowas von sowas kommt ...

ps: @dinhifi, reg dich nicht auf, nimms wie ein mann und wein mir nicht ins weinglas

pps: noch ein wort zu rlx, früher war es häufig, dass der produzent sich hinter den toni setzte, besonders bei rundfunkproduktionen. dadurch saß er auf einer gemilderten rlx position, also zu weit weg sozusagen. das hatte den vorteil, dass er mitbekam, zumindest annähernd, wie das ganze in mono tun wird. scherzhaft hieß das das "produzentenmono"
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Geändert von longueval (13.05.2017 um 22:08 Uhr).
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Alt 14.05.2017, 08:21   #93
ruedi01
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Zitat:
Zitat von dipol-audio Beitrag anzeigen
@Ruedi

Zustimmung meinerseits, mit einem nur "einigermaßen zivilisierten" LS hinsichtlich der Abstrahlcharakeristik und deren Gleichförmigkeit über der Frequenz geschehen da jedenfalls noch keine "Dramen" ...

Für das regelrechte "Einrasten" der räumlichen Abbildung sind +/- 20 cm jedoch oft schon zuviel, man benötigt das jedoch nicht "zwingend und immer" für ein genussvolles Musikhören, solange die tonale Balance noch "OK" ist ...
Das kann ich bestätigen, die tonale Blance ist da deutlich unkritischer, als die räumliche Abbildung. Wenn man den Bereich des Sweetspot verlässt, dann bricht als erstes der Effekt der Phantomschallquelle zusammen. Aber auch da ist 20 cm hin oder her noch kein 'Drama' bei mir.

Gruß

RD
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Alt 14.05.2017, 12:08   #94
Atmos
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Zitat:
Zitat von ruedi01 Beitrag anzeigen
.... Wenn man den Bereich des Sweetspot verlässt, dann bricht als erstes der Effekt der Phantomschallquelle zusammen. Aber auch da ist 20 cm hin oder her noch kein 'Drama' bei mir.

Gruß

RD
... bei meinen beiden Anlagen wandert die Phantomschallquelle mit, bricht also nicht zusammen; was mich dabei stört ist, dass ich nicht mehr mittig Front-LS sitze.
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Alt 14.05.2017, 12:16   #95
longueval
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atmos

es gibt da zwei effekte, die sich verschieden verhalten. das eine ist das "laufzeitstereo" und das andere lautstärkestereo, wobei das eine sich bei außermittigem stärker auswirkt, als das andere.

http://www.sengpielaudio.com/Visualization-AB60.htm
das betrifft zwar als darstellung die aufnahme, lässt aber rückschlüsse auf die erscheinungen im abhörraum zu.
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Alt 15.05.2017, 07:58   #96
David
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Standard AW: Nubert NuVero 170

Zitat:
es gibt da zwei effekte, die sich verschieden verhalten. das eine ist das "laufzeitstereo" und das andere lautstärkestereo, wobei das eine sich bei außermittigem stärker auswirkt, als das andere.
Nur damit das nicht falsch verstanden wird: es gibt nicht (bzw. es wäre falsch es so anzuwenden) nur das Eine oder Andere (also zwei Arten von Stereo-Techniken), gute Stereoproduktionen nützen "sowohl als auch". Oder anders: Stereo "besteht" aus beidem.

Womit klar wird, dass wenn man sich aus dem Punkt wo beides "zueinander passt" und wo der Stereoeffekt am deutlichsten zu vernehmen ist, wegbewegt, zumindest dieser (der Stereoeffekt) nicht nur schlechter wird, sondern total verschwindet. Und dazu reichen bereits 10-20cm. Wobei ich der Meinung bin, dass die dann leicht unterschiedlichen Pegel weniger ausmachen als die Lautzeitunterschiede.

Ich habe schon gefühlte tausende Anlagen gehört. Noch nie war eine dabei, bei der der Stereoeffekt (falls überhaupt ausgeprägt vorhanden!) sich in einem breiten Bereich abgespielt hat.
Man kann die virtuelle Mitte schon vergrößern und es sogar ganz gut hinbringen, dass zwei Leute nebeneinander sitzend "halbwegs gut" Stereo hören können, aber nicht mit nur zwei Lautsprechern im Stereodreieck. Eine Centerbox und dementsprechende Aufteilung der Audiosignale (Trinaural hat bei mir gut funktioniert) ermöglichen das.
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Gruß
David


Erst wenn man begriffen hat, dass Raumakustik, Lautsprecheraufstellung und Hörplatzwahl wichtiger sind als die Anlage selbst, hat man die Audiowiedergabe verstanden.
Auch Gäste können Beiträge verfassen, die ich aber nur freischalte, wenn sie den Forumsregeln entsprechen. Zensur (nur in Bezug auf Respektlosigkeiten) behalte ich mir vor.
Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich
Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst, wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen werden konnten. Das gilt für das was ich selbst zu hören glaube ebenso.
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Alt 15.05.2017, 09:32   #97
dipol-audio
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Intensitätstereofonie:
http://www.sengpielaudio.com/Theorie...ntensitaet.pdf

Laufzeitstereofonie:
http://www.sengpielaudio.com/TheorieGrundlaLaufzeit.pdf

Äquivalalenzstereophonie:
http://www.sengpielaudio.com/Theorie...equivalenz.pdf


U.a. bei Studioproduktionen im Pop-Bereich, bei denen die Position der Phantomschallquellen mittels Panpot (Panoramaregler) im Mischprozess bestimmt wird, hat man es i.d.R. mit reiner Intensitätsstereofonie zu tun.

Verschiedene Hauptmikrofonverfahren wie ORTF und auch Decca Tree (Einsatz u.a. bei Orchester und Kammermusik) nutzen ebenso den Laufzeiteffekt

https://de.wikipedia.org/wiki/Hauptmikrofon


Die Blumlein Anordnung erzeugt hingegen (nahezu ...) reine Pegeldifferenzen durch die Richtwirkung der eingesetzten Mikrofone, die an einem gemeinsamen Ort (möglichst "koinzident") aufgestellt werden und deren Achsen höchster Empfindlichkeit "gekreuzt" werden:

https://de.wikipedia.org/wiki/Blumlein-Stereosystem



Das "Time vs. Intensity Trading", welches ich oben für die stereofone Wiedergabe bei der "RLX" Anordnung mit dafür geeigneten Lautsprechern und ebenso für die von Philips entwickelte Ausarbeitung (Lautsprecher mit angepasster Richtwirkung) erwähnt habe, tritt prinzipiell sowohl bei der Wiedergabe von Intensitätsstereofonie als auch bei der Wiedergabe von Laufzeitstereofonie auf.

Im o.g. Philips Paper findet sich eine Gegenüberstellung verschiedener Versuche aus der Literatur zum "Time vs. Intensity Trading" in Fig. 5, Seite 5:

"POSITION INDEPENDENT STEREOPHONIC SOUND REPRODUCTION"

dr. J. A. Ródenas, dr. R.M. Aarts
Acoustics and Sound Reproduction
DSP Group, Philips Research

http://www.extra.research.philips.co...ers/aar01p.pdf


Im Groben - es gibt diverse Abhängigkeiten u.a. von der konkreten Phantomschallquelle und deren Spektrum - kann man sagen, daß Laufzeitdifferenzen von bis zu 2ms (z.B. "links früher") zw. den Stereokanälen durch eine entgegengesetzt (d.h. kompensierend wirkend) gewählte Pegeldifferenz (z.B. "rechts lauter") prinzipiell noch ausgeglichen werden kann, dafür würden dann Pegelunterschiede in der Größenordnung um 10dB zw. beiden Kanälen benötigt.


Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
...
Ich habe schon gefühlte tausende Anlagen gehört. Noch nie war eine dabei, bei der der Stereoeffekt (falls überhaupt ausgeprägt vorhanden!) sich in einem breiten Bereich abgespielt hat.
...
Mit "üblichen" Stereo Lautsprechern und deren Anordnung ist das auch nicht machbar. Trotzdem sind Anordnungen mit mit deutlich unterschiedlicher Empfindlichkeit gegenüber der Abhörposition auch bei "gängiger" Technik möglich.

Die einzig bekannten Anordnungen, mit denen eine vollständige Kompensation über einen gewissen Bereich an Hörpositionen möglich wäre, sind o.g. "RLX" Anordnung - unter Verwendung dafür geeigneter LS mit breitbandig hoher Richtwirkung - bzw. die o.g. Verfeinerung von Philips, welche Stereo LS mit speziell für ein wiedergabeseitiges "Time vs. Intensity Trading" optimierter Richtcharakteristik nutzt, welche dem Hörer eine größere Freiheit für "seitlichen Versatz" aus der Stereomitte bietet.

Auf die mögl. Nachteile beider Verfahren für Hörer in der Stereomitte habe ich oben schon hingewiesen: Hauptsächlich könnte man m.E. kritisieren, daß diese Hörer dann deutlich außerhalb der Hauptabstrahlachsen beider LS sitzen, was den Direktschall der LS gegenüber dem reflektierten Anteil aus dem Hörraum (verglichen mit "üblichen" Stereo Anordnungen) vermindert ...

http://www.hififorum.at/showpost.php...3&postcount=85

Wie kritisch das jeweils ist, hängt von den konkreten Abhörbedingungen ab.


________________

Edit:

Bei Stereo-LS mit breitbandiger Richtwirkung (etwa einem Kardioid oder auch einem Dipol LS) ergeben sich weitere Zielkonflikte in der Ausrichtung daraus, daß ein zu deutliches Einwinkeln den Vorteil einer verminderten Anregung von Quermoden im Raum (und der Vermeidung "tiefton- bis untere Mitten lastiger" Erstreflexionen im Vergleich zu üblichen LS ohne Richtwirkung im Tiefton bis in die unteren Mitten) teilweise wieder zunichte machen kann.

In einem aktuellen Projekt setze ich daher über unterschiedliche Frequenzbereiche leicht "verdrehte" Hauptabstrahlachsen ein, die es ermöglichen, im Tiefton eine Richtwirkung entlang (parallel zu ...) der Längsachse des Raums aufrecht zu erhalten (i.d.R. wird die Stereobasis entlang der schmaleren Abmessung des Raums gewählt), während der Mittel- und Hochtonbereich auf den Haupthörplatz (mit jeweils geeignetem Spielraum, je nach Anforderung ...) ausgerichtet werden kann.

http://www.hififorum.at/showthread.php?t=8016
__________________
Grüße aus Reinheim, Oliver Mertineit

Gewerblicher Teilnehmer

www.dipol-audio.de


Nihil sine causa




Geändert von dipol-audio (15.05.2017 um 11:28 Uhr).
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