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Raumakustik Alles rund um dieses wichtige Thema

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Alt 05.09.2017, 10:10   #76
Dezibel
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Standard AW: Nachhallzeit RT60 0,7 s ....

Unter uns gesagt: Jede weitere, noch so gut gemeinte Info ist Zeitverschwendung ....

LG, dB
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Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden.
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Alt 07.09.2017, 14:07   #77
Atmos
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Standard AW: Nachhallzeit RT60 0,7 s ....

.. ich kann noch mit einem Schenkelklopfer dienen:

Da ich ein Schienensystem unter der Raumdecke installiert habe, ist es leicht, ein Deckensegel zu installieren.
Wenn ich mich in meinen Hörsessel zu sehr lümmele und mit den Ohren unter die Ebene der HT komme, entsteht der Eindruck als würde die Klangbühne etwas mehr in die Höhe wandern.

Und da kam mir das Deckensegel in den Sinn, obwohl die einzige gute Ansage war, dass das Deckensegel eine Welligkeit im MT-Bereich vermindern würde. Ob diese Welligkeit auch hörbar ist, wurde nicht erwähnt, es ging nur um's Messen.

Also habe ich von der Rückwand das m.M.n. überflüssigste Basotect-Element aus dem Raum entfernt und stellte fest, dass der Tiefbass plötzlich polterig klang, etwas mehr bummste.

Ich hätte nie erwartet, dass 3 cm Basotect auch auf die Bässe bzw. Raummoden einwirken kann.

Also kam das Element wieder an seinen angestammten Platz, und das Deckensegel ist erst einmal passé.

Und ob ihr's glaubt oder nicht, ich habe beim Herumprobieren sehr viel Spaß.
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Alt 07.09.2017, 14:22   #78
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Standard AW: Nachhallzeit RT60 0,7 s ....

Zitat:
Zitat von dipol-audio Beitrag anzeigen

http://www.aktives-hoeren.de/



Mit denen kannst' Dich aber vor allem über Jitter und Klirrspektren von LS bei aktiver Regelung unterhalten (und wie aktiv geregelte LS "draußen vor der Tür klingen"): Da wirst' ohne messtechnische Argumentation aber auch einen schweren Stand haben ...
Das ist wieder mal definitiv falsch. Ich bin schon seit Jahren(!) dort inaktiv. Und ich würde auch hier darüber kein einziges Wort mehr verlieren, wenn, ja wenn es dir, lieber Dipol mal endlich gelänge, nichts Unwahres hier wieder weiter zu verbreiten. Traumata bewätigt man anders. Denk mal drüber nach, ob du nicht mal nach vorne schauen willst und ohne Blick im Zorn. Es muß dir jemand wohl schwer mitgespielt haben in der Vergangenheit, daß du immer wieder darauf zurückkommst und dabei leider auch immer wieder Dinge falsch darstellst.
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Alt 07.09.2017, 16:05   #79
David
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Standard AW: Nachhallzeit RT60 0,7 s ....

Atmos schrieb:
Zitat:
Ich hätte nie erwartet, dass 3 cm Basotect auch auf die Bässe bzw. Raummoden einwirken kann.
Das ist auch mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nicht der Fall. Aber man kann es sich einbilden.

Wie löst man dieses Rätsel?

Bingo! Durch Messen. Nur auf diese Art bekommt man die richtige Antwort.
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Gruß
David


Erst wenn man begriffen hat, dass Raumakustik, Lautsprecheraufstellung und Hörplatzwahl wichtiger sind als die Anlage selbst, hat man die Audiowiedergabe verstanden.
Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich
Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst, wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen werden konnten. Das gilt für das was ich selbst zu hören glaube ebenso.
Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
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Alt 07.09.2017, 16:20   #80
Blindniete
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Ausrufezeichen AW: Nachhallzeit RT60 0,7 s ....

Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
Atmos schrieb:

Das ist auch mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nicht der Fall.
Das ist nicht ausgeschlossen.

Durch das Basotec können sich die Modenverteilungen so verschoben haben,
dass es sich AM Hörplatz im Bassbereich etwas anders bzw. besser anhört.

Ich habe Messungen bei mir über die gesamte Hörraumfläche machen lassen.

Abstand der Messpunkte in der XY-Achse jeweils 40 cm.

Unglaublich, wie sehr sich die Moden unterschiedlich im Raum verteilen.
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Alt 08.09.2017, 13:16   #81
Atmos
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Standard AW: Nachhallzeit RT60 0,7 s ....

@ Blindniete, die Raummoden sind nicht das Problem. Die hat dazumal der Tri-Akustik-Rechner gut aufgezeigt und auch per Audio abgespielt.

Allerdings ist mein Deckensegeltest - 1 qm, sehr kleiner Raum - , den ich doch noch durchführen konnte, negativ verlaufen. Dumpfes Händeklatschen, ich vermisste bei der Musik eine gewisse Spritzigkeit, bei den Bässen eine e*plosive Schnelligkeit, so habe ich das Deckensegel halbiert und erst einmal so gelassen, dem Grunde nach stört es nicht.

Ich habe bei Dolby nach RT60-Zeiten in Sachen Atmos gesucht und im Cinema-Paper folgende Angaben gefunden:
For testing additional sound absorption material was installed to bring the reverb time down to RT60 approximately 350 ms for 500 – 10,000, rising to 580 ms at 120 Hz and dropping to 260 ms at 16,000 Hz.

Ich denke, mit meinem Raum bin ich gar nicht so übel dran, denn gerade der LFE-Kanal kommt bei Atmos phänomenal, und die Klangdurchsichtigkeit ist frappierend.
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Alt 08.09.2017, 14:44   #82
Blindniete
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Reden AW: Nachhallzeit RT60 0,7 s ....

Zitat:
Zitat von Atmos Beitrag anzeigen
Allerdings ist mein Deckensegeltest - 1 qm, sehr kleiner Raum - , den ich doch noch durchführen konnte, negativ verlaufen. Dumpfes Händeklatschen,

ich vermisste bei der

1) - Musik eine gewisse Spritzigkeit,

2) - bei den Bässen eine e*plosive Schnelligkeit,
1) Möglich, wenn das Segel zufällig eine Reflektion im Hochton verhindert

2) Völlig unmöglich !!!

Ein 1 qm Deckensegel ist für den Bass in etwa so, als ob Du einen 1x1x1 cm Schaumstoffwürfel auf den Tisch stellst.

Punkt 2 zeigt doch nun EINDEUTIG, dass Du die Veränderungen unmöglich OBJEKTIV hören kannst.
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Alt 08.09.2017, 18:03   #83
Atmos
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... ich habe vor einiger Zeit hier im Forum gelesen, dass eine nicht abgeräumte Kaffeetasse vom Vortag die Frequenzen störte, und der gleiche User hat festgestellt, dass ein Stückeschreiber fehlerhaft komponiert hat, nämlich einen Verdeckungseffekt ins Notenblatt geschrieben.

Da bin ich mit meinem Bass eigentlich gut davor, denn einige Tage zuvor war ich bei der Basspassage noch richtig zusammengezuckt, so hat es geknallt, hart und heftig, aber gestern war es so lala.

In einer Uni-Arbeit habe ich gelesen, dass 50 % der Testteilnehmer eine Abweichung von +4 Hz bei einem 1 kHz-Ton feststellen konnten.
Und anhand der Obertöne kann das Gehirn einen fehlenden Grundton simulieren.

Kein Wunder also, dass ich nicht nur die Flöhe husten sondern auch das Gras wachsen höre.
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Alt 08.09.2017, 18:38   #84
David
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Standard AW: Nachhallzeit RT60 0,7 s ....

Zitat:
Und anhand der Obertöne kann das Gehirn einen fehlenden Grundton simulieren.
Das ist eine Tatsache und ein ganz alter Hut. Man nennt das "virtuelle Bässe". Fast jeder Lautsprecher profitiert davon.

Für mich ein ganz typisches Beispiel sind die Bühnen-Verstärkeranlagen der Bassisten (trifft ebenso auf meine Anlage mit den beiden 15 Zöllern zu, die genau genommen in viel zu kleinen Gehäusen werkeln). Seht tiefe Töne sind als solche tadellos hörbar und in der Tonhöhe erkennbar, aber der Grundton ist stark abgeschwächt, so richtig "Druck" gibt es da nicht mehr.
__________________
Gruß
David


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Alt 08.09.2017, 19:26   #85
longueval
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fehlerhaft wäre, wenn die komposition falsch wäre, das war oder ist sie ja nicht, sondern man hört an einer gewissen stelle was nicht, weil von etwas anderem überdeckt. gelöst hab ich das problem, indem ich die eine stimme minimal in der zeit verschoben habe (laufzeitstereo)
was für die aufführungspraxis live bedeutet, dass das problem für den zuhörer nur dann auftritt, wenn er im gleichen abstand zu den musikern sitzt und auch der reflektierte schall die selbe laufzeit hat.

zur reflexion tisch

einfacher test:

stell einen tisch vor deine hörposition und spiel weißes oder rosa rauschen ab. dann kipp den tisch ein wenig und beobachte die verfärbung.
jetzt stell dir vor, der tisch stünde links von dir, und überleg, was das mit dem linken kanal macht.

da brauchst nicht das gras wachsen hören, das ist überaus deutlich.
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ALSregel: besser man kann mehr, als man macht, als man macht mehr, als man kann. (brecht)
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