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DIY HiFi Zubehör Selbst hergestellte Racks, Kabel, etc.

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Alt 13.05.2010, 07:44   #1
Esprit-Willi
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Standard Steckerleiste mit kontinuierlicher Einschaltverzögerung

Hallo,
da ich ein fauler Sack bin und mir das Einschalten aller Geräte zu viel Arbeit ist habe ich mir was überlegt. Ob möglich, gut oder schlecht, oder einfach nur Blödsinn möchte ich gerne eure Meinungen dazu hören. Steckerleiste mit Schalter ist keine gute Lösung. 4 Endstufen und alles andere Klimbim putzen nämlich die Schalter mit der Zeit weg und ab und zu kann's auch finster werden da der Einschaltstrom die Sicherung an die Grenze bringt.
Folgende Schaltung wäre meine Idee: Die Steckdosen sollten kontinuierlich im Abstand von ca. 1,5 - 2Sek. einschalten und auch wieder ausschalten. Lasse ich eine Steckdose aus habe ich doppelte Verzögerung. Der Vorwiderstand muß an das verwendete Relais angepasst werden. Die Grundschaltung kommt von hier (http://www.atx-netzteil.de/relais_ei...oegerungen.htm) Das ganze sollten 10 Steckdosen werden. Eine Printplatte zur Montage wäre optimal, nur ich habe keine Ahnung davon wie man eine anfertigt. Da würde ich Hilfe benötigen.
Könnte das so funktionieren?



Die Kosten wären nicht so hoch, ca. 100€

Grüße Wilhelm
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Alt 13.05.2010, 11:39   #2
Dezibel
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@ Wilhelm, ich weiß ja nicht was Du beruflich machst, auch weiß ich nichts über Deine elektrotechnischen Kenntnisse und Fähigkeiten. Dir ist aber schon klar dass 230V~ Netzspannung bei unsachgemäßer Handhabe zu schweren Elektrounfällen bzw. Schäden führen kann ? Solche Steckerleisten gibt es schon fertig im Handel. Wenn Du zwei davon hintereinander schaltest hast Du denselben Effekt. Und wenn Du die 100,- €uro in Fertigleisten anlegst hast Du auch eine gute Qualität eingekauft.

Wenn Du andererseits tatsächlich selbst bauen möchtest und die passenden Relais als printbare Versionen erhältlich sind würde sich eine sogenannte Lochrasterplatine anbieten, wobei dann die Verbindungen mit Schaltdraht gelötet werden müssen. Für die 230V~ darf es auch ein 1,5² sein. Ein paar Printklemmen und ein passendes Kunststoffgehäuse mit passenden Kabeldurchführungen und Zugentlastungen mit dazu usw. Richtig gemacht, schon ein gewisser Aufwand. Und Steckerleisten brachst noch zusätzlich ....

Grüße, dB
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Alt 13.05.2010, 12:47   #3
Esprit-Willi
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Hallo Dezibel, mach dir keine Sorgen ;) ich bin gelernter Elektrotechniker und arbeite viel mit Steuerungen in der Gebäudetechnik/Heizungstechnik. Was fertiges in der Art hab ich aber nicht gefunden. Nur die Master/Slave Steckerleisten, wobei aber die Slaves gleichzeitig kommen und die meisten 500W Begrenzung haben. Wenn du eine bessere kennst wäre ich dir über einen Link sehr Dankbar. Was fertiges wäre mir natürlich auch lieber
Grüße Wilhelm
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Alt 13.05.2010, 13:13   #4
bbernhard
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Hi Willi

Funktiomnieren würde die Schaltung, aaaber: 220V Aufbau auf Lochraster ist nicht so prikelnd, das wird Pfusch.

Weiters wird die Lebensdauer deiner Relais sicher begrenzt sein.
Grund: Durch die langsam ansteigende Spannung wird das Relais undefiniert anziehen. bzw. abfallen. d.h. die Kontakte schließen nicht mit "voller Wucht" sondern "nähern sich langsam an". Naja, nicht langsam, aber eben auch nicht so satt wie wenn sofort die volle Nennspannung an der Spule anliegt.
dto. - und noch viel deutlicher - beim abschalten.
Da wirds immer etwas bruzeln an den Kontakten.
Wenns eh aus der Elektrottechnik Ecke kommst, warum nimmst nicht sowas ?

http://www.mercateo.com/kw/zeitrelai...erzoegert.html

Das ganze sauber an einer Hutschiene nach bester Elektrikerart verdrahten.

gruß
bb
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Alt 13.05.2010, 14:05   #5
Esprit-Willi
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@ bbernhard, das wird zu Teuer und zu Groß. Die 12V Relais (Omron) kosten rund 1.50€ (Schalt) 2,50€ (Last), macht 41,50€ und 20€ für ein 12V Netzteil, ein paar Euro noch Kleinmat., Steckerleiste hab ich schon. Die Schaltrelais schalten ja nur die Spule des Lastrelais mit ca. 500mW, das sollte schon einige Zeit halten. Unsere Relais halten bei ca.15-20A Anlaufstrom rund 5-7 Jahre bei ca. 25-30000 Schaltzyklen. Die Lastrelais selbst sollten eigentlich voll schalten. Auf der Platine selbst wären nur 12V da ich die 230V Leitungen direkt an den Kontakt der Lastrelais löten würde. Naja, a bisserl a Bastlerei is scho ;)

Grüße Wilhelm
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Alt 13.05.2010, 14:35   #6
Dezibel
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@ Wilhelm, die von mir reklamierte Steckdosenleiste mit gestaffeltem Master/Slave-Anlauf kann ich beim besten Willen nicht mehr finden - sowas gab es aber noch voriges Jahr. Die gewöhnlichen M/S-Leisten reichen normalerweise bis 3,5 kW - nur den Master Steckplatz darf man in den meisten Fällen nur bis 500 Watt belasten. Wahrscheinlich wegen dem seriellen Shunt. Ansich schalten die M/S nicht sofort durch - vielleicht reicht das ja. Wenn Du die zulässige Gesamtleistung nicht überschreitest kannst Du mehrere hintereinander schalten - musst nur an jeder Leiste den Master belegen (ich weiß eh - ist Murks).
z.B. http://www.hama.de/portal/articleId*180104/action*2563

Grüße, dB
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Alt 13.05.2010, 15:51   #7
bbernhard
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Hi Willi

ach so ja. Hab beim schnellen hinsehen nicht bemerkt das du die Spule der Lastrelais mittels kleiner 12V Relais schaltest.
Das sollte dann kein Problem sein. Sorry.

Du willst also eine normale Steckerleiste aufmachen und jede "Steckdose" einzeln schalten ?
Hmm, vieleicht hast eine "gute" alle die ich bis jetzt offen hatte haben intern so Kontaktschienen, die kannst nicht einzeln auftrennen. Eine günstige Möglichkeit wäre einen Kabelkanal nehmen und darin einfache Baumarktsteckdosen einzubauen.
Da findet sich dann auch Platz für das Ansteuerrelais. Vielicht nicht alle auf eine Platine, sondern pro-Steckdose-im-fliegenden-Aufbau.
zb. beide Relais und den Elko aneinander kleben, und dann verdrahten.
So hast dann für jede Steckdose ein kleines Modul.
Ein Elektromeister sollts halt nicht begutachten....

Die fertigen Zeitrelais zu teuer ? Du sitzt ja beruflich eh an der Quelle, im Händler Ek sollte das Zeug doch nicht die Welt kosten, ansonsten gibst im Auktionshaus auch immer wieder günstige Restposten um paar Euro.

Eine andere Variante wäre zb. die Lastrelais mittels bisl Elektronik ansteuern. ( Taktgenerator, Schieberegister, Treiber) Schaltung könnte ich dir malen, ist keine Hexerei.
Als Anregung für mechanischen Aufbau hier ein Bild MEINER Heizungssteuereung:
http://baptist-family.dyndns.org/ind...ik-&Itemid=182

gruß
bb
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Alt 13.05.2010, 17:42   #8
Reno Barth
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das sollte die Probleme auch lösen:

http://www.psaudio.com/ps/products/d...8000?cat=power

kostet deutlich mehr, kann aber auch mehr. Über den Sinn von Netzfiltern kann man streiten, Schutz vor Überspannung wird aber über kurz oder lang auch in Österreich ein Thema werden (In Italien braucht man das mittlerweile schon vor dem Kühlschrank).


lg
reno
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Alt 13.05.2010, 18:04   #9
ken
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@Fauler Willi:

Ein Schmitttrigger vor den kleinen Relais wär halt noch super, und nicht besonders aufwändig. Und ich glaube zumindest die Lastrelais sollten eine Freilaufdiode bekommen, sonst funkts oder?



lg wolfgang
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Alt 13.05.2010, 19:42   #10
Esprit-Willi
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@ bbernhard, schöne Steuerung deiner Anlage 99% unserer Kunden wollen von sowas gar nichts sehen, wollen nur wissen wo man wärmer und kälter drehen kann ;) Wir arbeiten mit Siemens Regelungen. Über die Firma einkaufen ist so eine Sache da alles über die Zentrale in Lustenau geht und Sachen, die nicht in unserem Sortiment sind, immer nachgefragt werden und Blablabla... . Unsere Zeitrelais sind samt 50% och jenseits von Gut und Böse.
Eine elektronische Steuerung wäre natürlich nobler, besser(?). Aber ich will es bewusst so einfach wie möglich halten. Bei meiner alten Anlage (nur Stereo) habe ich einfach mit einem Relais eine Steckerleiste mit der Steckdose vom TA-E2000 geschalten (1 Endstufe und Krimskrams), hat 20 Jahre gehalten ;) Geht halt bei 5.1 und Aktivboxen nimma ;) Von NEC würde es auch einen IC geben der das kann, glaube ich. Hab' nicht näher geschaut.

@ Reno Barth, willhaben Da aber Dauerminus am Konto angesagt ist

@ Ken, Schmitttrigger mit genau justierter Schaltschwelle Aus/Ein wäre schon fein, aber schon mehr Aufwand. Da müsste dann schon ein richtiger Print her. Mit Drahtverlötung wird das schon murksig. Wird von Faulem Willi einfach ignoriert Aaaber, die Diode werde ich noch dazu nehmen :. Danke für den Tip

Grüße Wilhelm
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Alt 13.05.2010, 20:44   #11
Esprit-Willi
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@ Ken noch mal ;) also wenn du den Funken am Schaltkontakt des Lastrelais gemeint hast, dann ist die Diode net gut da es hier ja 230V Wechselstrom ist. Da sollte dann ein Snubberkondensator hinein. Hab's im Schaltplan geändert. In vielen Hifi-Geräten ist oft nur ein normaler Co beim Schalter drinne, oder auch gar nix;) Beim Schaltrelais wird es auf Grund der geringen Leistung vermutlich keine Funkengefahr geben.

Grüße Wilhelm
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Alt 13.05.2010, 21:16   #12
bbernhard
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Zitat:
Zitat von Esprit-Willi Beitrag anzeigen
... wollen nur wissen wo man wärmer und kälter drehen kann ;)
Ja, und verschwenden so gleich mal viele viele % der Heizkosten.
Bisl nachdenken will niemand...
Seit ich mit einem (zugegeben sehr individuell angepaßten) Algorythmus meine Heizung regele brauche ich mindestens 20% weniger, bei besserem Komfort.

Zitat:
Eine elektronische Steuerung wäre natürlich nobler, besser(?). Aber ich will es bewusst so einfach wie möglich halten.
Paßt schon, den Zweck wirds erfüllen.


Frage mich aber ob du da nicht grad eine Marktlücke aufgemacht hast.

So ein Teil aufbauen, edles Gehäuse verwenden, proziges Zuleitungskabel.
Dann bei ein paar Flaschen Wein sich einen schwülstigen von undendlicher Klangverbesserung schwafelnden Marketingspruch überlegen.
Mit 1000% Aufschlag verkaufen.

Und dem Konto gehts wieder gut.


greez
bb
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Alt 13.05.2010, 21:30   #13
Esprit-Willi
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Hey, morgen geht's ab auf's Patentamt
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Alt 14.05.2010, 00:39   #14
ken
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Zitat:
Zitat von Esprit-Willi Beitrag anzeigen
@ Ken noch mal ;) also wenn du den Funken am Schaltkontakt des Lastrelais gemeint hast, dann ist die Diode net gut da es hier ja 230V Wechselstrom ist. Da sollte dann ein Snubberkondensator hinein. Hab's im Schaltplan geändert. In vielen Hifi-Geräten ist oft nur ein normaler Co beim Schalter drinne, oder auch gar nix;) Beim Schaltrelais wird es auf Grund der geringen Leistung vermutlich keine Funkengefahr geben.

Grüße Wilhelm
Hallo,

nein natürlich nicht bei den 230V, sondern parallel zu der Spule im Relais die schaltet. Wenn man dort den Strom abschaltet, möchte der, da er durch eine Spule fliesst, weiterfliessen. Wenns dazu keine Möglichkeit gibt, da Stromkreis unterbrochen, macht sich die Spule einen neuen temporären Stromkreis -> Funkenflug, nix gut.
Bei den Schaltrelais ists denk ich wurscht, weil da immer der Kondensator parallel hängt, aber bei den Lastrelais ist die Situation wie oben beschrieben, wenn die abgeschalten werden ist der Stromkreis unterbrochen, deswegen Freilaufdiode einbauen.



lg wolfgang
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Alt 14.05.2010, 11:38   #15
Esprit-Willi
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Uiuiui, natürlich hast du recht, hab ich doch glatt verwechselt
Sollte meine Grundlagen wieder mal auffrischen, ist schon ein paar Tage her
Werde die Schaltung so jetzt mal ausprobieren und schauen was da passiert ;)

Grüße Wilhelm
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