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DIY HiFi Zubehör Selbst hergestellte Racks, Kabel, etc.

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Alt 03.11.2009, 09:30   #1
David
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Standard Crimpen - kann gut und auch schlecht sein.

Ich bin ja so etwas wie ein selbsternannter Lötkünstler. Und das schon mein Leben lang (fast).

Erst die letzten 2-3 Jahre beschäftige ich mich im Zusammenhang mit Kabel stark mit dem Crimpen.

Und was ich crimpe, hält bombenfest. Ich habe schon ein paar Mal versucht, einen Flachstecker wieder vom Kabel zu entfernen, ohne Beschädigung ist das unmöglich. Kabel und Stecker sind zu einem Stück geworden.

Aber das ist nicht immer so!

Der aktuelle Grund warum ich darauf hinweise:

Von Hypex bekommt man zu den Schaltnetzteilen spezielle Mehrfachstecker mit gecrimpten Kabel dazu. Diese Crimpung überzeugt mich aber gar nicht. Die Kabel halten in den Kontakten nur ganz schlecht. Zieht man ein bisschen daran an, hat man das jeweilige Kabel in der Hand und der Kontakt bleibt im Stecker. Hier sollen aber bis zu 600 Watt übertragen werden.

Netzseitig ist das genau so. Das könnte fatal enden. Ich überprüfe ab sofort jeden Anschluss.

Werde gleich einmal mit Hypex telefonieren, denn an sich liefern die eine ganz tolle Qualität (und ich bin da überkritisch!), aber das ist gelinde gesagt "Murks".

Wie sind eure Erfahrungen mit dem Crimpen?
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Gruß
David


Erst wenn man begriffen hat, dass Raumakustik, Lautsprecheraufstellung und Hörplatzwahl wichtiger sind als die Anlage selbst, hat man die Audiowiedergabe verstanden.
Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
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Alt 03.11.2009, 10:09   #2
Dezibel
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Als alter Elektrohase halte ich Crimpen für eine sehr saubere und kontaktsichere Lösung. Allerdings nur dann wenn (teure) Werkzeuge, Hülsen und Drahtquerschnitte 100% passen. Außerdem ist Crimpen für Massivleiter wegen Bruchgefahr nicht geeignet. Weitere Vorteile - man braucht keinen Strom und es entstehen keine Dämpfe. Man kann auch keine Isolation verbrennen.
Negative Erfahrungen hatte ich persönlich bisher keine.

Grüße, dB
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Alt 03.11.2009, 10:30   #3
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Hallo David,

Crimpen ist dann sinnvoll, wenn es richtig gemacht wird. Crimpen sollte beim Fertigen zu einer Kaltverschweißung führen. Irgendwelche Metalle mit kleiner Kraft nur aufeinanderpappen erfüllt nicht den Zweck. Zum richtigen Crimpen braucht es professionelle Crimpzangen, die durch eine Übersetzung starke Drücke auf die Crimpstelle ausüben. Bei größeren Crimphülsen muß man schon mit Hydraulik arbeiten. Diese Drücke bekommt man mit der Hände Kraft nicht mehr hin.

Grüßle vom Charly
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Alt 03.11.2009, 12:03   #4
David
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Soweit ich weiss, wird in der Autotechnik nur gecrimpt.

Eine Profi-Zange habe ich. Der Druck den die ausübt ist schon sehr hoch. Man muss auch bis zum Ausrasten durchdrücken, ansonsten lässt sie den Stecker gar nicht los. Das gewährleistet immer gleichbleibenden Druck.

Was ich bei den Flachsteckern nicht so toll finde ist, dass man sie möglichst nicht mehr abstecken sollte, weil sie schon beim zweiten Mal anstecken nicht mehr so gut halten wie beim ersten Mal.
__________________
Gruß
David


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Alt 03.11.2009, 12:58   #5
Dezibel
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Zitat:
Was ich bei den Flachsteckern nicht so toll finde ist, dass man sie möglichst nicht mehr abstecken sollte, weil sie schon beim zweiten Mal anstecken nicht mehr so gut halten wie beim ersten Mal.
Diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht. Allerdings scheint es da gehörige Hersteller-Qualitätsunterschiede zu geben. Manche Flachstecker halten auch nach etlichen Steckzyklen hervorragend.

Grüße, dB
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Alt 03.11.2009, 21:23   #6
Selfmade-Man
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Selfmade-Man
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Crimpen ist super wenn das Werkzeug und das Material der Hülse stimmt. Beim Werkzeug ist es wichtig, dass das "Schlussergebnis" die richtige Form bekommt. Drückt man zB ein KFZ-Kabelschuh nur mit einer Flachzange zu, dann hält das nie richtig.

Übrigens kann man wackelnde Flachstecker (KFZ) wieder etwas zusammendrücken, dann halten sie wie neu.

Im der Firma haben wir D-Sub Stecker (PC-Seriell zB) zum crimpen. Die Zange dazu kostet etwa 500 SFr... das ist teuer, dafür hält das aber auch ewig.

Die Kontakte der meisten crimpbaren Stecker werden sozusagen um den Leiter herum eingerollt. Dafür ist natürlich eine Zange mit speziell geformten Backen nötig. Wenn man den richtigen Durchmesser wählt (passend zum Leiterquerschnitt) hält das perfekt.

Häufige Fehler, die ich selber schon gesehen habe:

- Crimpkontakt verkehrt in Presszange eingeführt.... Kontakt zerquetscht (bricht ab)
- Crimpwerkzeug mit falschem Durchmesser.... crimpung zu lose oder zerquetscht (bricht)
- Mit zu wenig Kraft oder nicht bis zum Anschlag des Werkzeugs gepresst.... Kabel lose
- Falsches Werkzeug benutzt.... crimpung zu lose oder zerquetscht oder nicht regelmässig


Im Falle der bereits gefertigten Verbindungen Deiner Hypex Module - Entweder die Teile abschneiden und neu crimpen oder die Kontakte zusätzlich verlöten... sofern die Isolierung das zulässt.

Oder einfach das Glumpert zur Nachbesserung zurücksenden (was eventuell nicht viel bringt wenn es made in China ist...)

Christian

PS: Nix gegen die Chinesen... wenn der Preis stimmt, dann können die auch ganz tolle Sachen machen. Ich habe gerade meinen E-Bike Umrüstsatz erhalten... bestes Material!
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To invent, you need a good imagination and a pile of junk.
- Edison

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