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Alt 01.09.2018, 13:56   #16
ruedi01
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Standard AW: Grüße aus Hamburg

Wenn Du diese Dinger magst, soll mir Recht sein. Die Geschmäcker sind verschieden. Mir ist diese Technik zu kompromissbehaftet. Du sagst es ja selber, die Endstufen müssen passen und da reicht sicherlich ein gängiger 600 € Vollverstärker kaum aus.

Gruß

RD
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Alt 01.09.2018, 14:23   #17
David
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Standard AW: Grüße aus Hamburg

Vollbereichs-Magnetostaten haben recht geringen Wirkungsgrad, auch sind sie eher niederohmig (so um die 3-4 Ohm) aber ihr Impedanzverlauf ist recht linear.

Das heisst, sie holen aus einem Verstärker alles an Leistung raus was möglich ist, aber sie stellen keine sehr schwierige Last dar.

So betrachtet sind sie sogar ausgesprochen gutmütig.

Nur wenn man sie wirklich laut betreiben will, werden sie zu Wattfressern.
__________________
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David


Einen „Audio-Laien“ erkennt man daran, dass er sich viel mehr mit Audiokomponenten beschäftigt als mit Raumakustik, LS-Aufstellung und Hörplatzwahl.
Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich
Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst, wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen werden konnten. Das gilt für das was ich selbst zu hören glaube ebenso.
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Alt 01.09.2018, 15:04   #18
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Standard AW: Grüße aus Hamburg

Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
Vollbereichs-Magnetostaten haben recht geringen Wirkungsgrad, auch sind sie eher niederohmig (so um die 3-4 Ohm) aber ihr Impedanzverlauf ist recht linear.

Das heisst, sie holen aus einem Verstärker alles an Leistung raus was möglich ist, aber sie stellen keine sehr schwierige Last dar.

So betrachtet sind sie sogar ausgesprochen gutmütig.

Nur wenn man sie wirklich laut betreiben will, werden sie zu Wattfressern.
Da das Thema meine Vorstellung ist erlaube ich mir etwas weiter auszuholen.

Vor dreißig Jahren, mit dem Entlassungsgeld der BW(W15) und einigen Ersparnissen versorgt, wollte ich mir eine Stereoanlage zulegen. Sie sollte die Grundig-Kompaktanlage meiner Jugend ersetzen, zudem hatte der ganze Bekanntenkreis besseres, ich fühlte mich sozial „abgehängt“(Haste was biste was, dumm wie ich damals war). So schaffte ich mir bei Wiesenhavern in Hamburg ELAC-Boxen für DM 1000 an, hatte auch irgendeinen gebastelten Antrieb(Conrad Module). Aber zum Beeindrucken langte es noch nicht, einer der Kumpel hatte KEF-LS mit 160W-Yamaha und CD. Also weiter gesucht, auch im Selbstbausektor. Dann fand, sah und hörte ich sie, Apogee Caliper, LS wie von einem anderen Stern, die LS meiner Träume. Alles Geld zusammengekratzt, die ELAC verkauft, das Geld langte gerade, der Händler lieferte und stellte auf, schloss den geborgten 160W-Yamaha an, Musik sollte spielen, aber da kam nicht viel. Sehr leise, verwaschen, nicht mal das Niveau eines Küchenradios. Kaputt? Der Händler kramte leihweise etwas teures mit 30W aus dem Auto und nun spielten sie, nicht laut und mit etwas aufgeblähtem Tiefton, für mich trotzdem super. Einige Tage später brachte ich das Gerät zurück und beachtete das erste mal genauer das graue Kästchen in seinem Laden, eine Krell KSA 50, galt damals als Minimumstandard. In der Folge, es herrschte Ebbe in der Kasse, wurde weiter gebastelt, die Conrad-Module „verrauchten“ und irgend wann hatte ich einen befriedigenden Antrieb aus Albs-Modulen, der zumindest benutzbar war. Aber Verstärker blieben eine grundlegende Angelegenheit, und die Optimierungen endeten nie.

So habe ich das mit den Verstärkern kennengelernt. Heute gibt es wohl auch allgemein bessere Geräte, ich bin jedoch noch etwas von den 80ern geprägt. Stabile Endstufen sollten langen. Ausnahme ist die Apogee Scintilla, da bräuchte man zwingend Endstufen mit einer Stabilität unterhalb von einem Ohm.

Viele Grüße

Hobbyist
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Alt 01.09.2018, 17:48   #19
David
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Standard AW: Grüße aus Hamburg

Lustig, dass du die kleinste Krell Endstufe erwähnst, denn genau mit diesem Modell hatte ich ein erstaunliches Verstärker-Erlebnis und die anderen Anwesenden auch.

Diese kleinste Krell Endstufe hatte ich (die größeren auch) im Geschäft. Irgendwie hat es sich ergeben, dass ich ein Paar Infinity Kappa 9 da hatte (ich glaube, ich habe sie in Zahlung genommen). Ein Interessent wollte dieses Lautsprecherpaar mit seinem Verstärker testen. Dazu hat er seinen Sony Vollverstärker TA-F870 ES aus der Esprit Serie mitgebracht, der nominal 2x200 Watt liefert. Ein schönes Gerät mit 22 Kilo.

Dieser Verstärker war kaum in der Lage, die Kappas (die wirklich bösartig niederohmig sind) halbwegs laut zu betreiben. Schon bei etwas mehr als gehobene Zimmerlautstärke hat er zu verzerren begonnen und dann hat er abgeschaltet.

Dann haben wir an die Pre-Outs des Sony die kleine Krell Endstufe angeschlossen. Krell gibt folgende Leistungen an: 2x50 Watt an 8Ohm, 2x100 Watt 4 Ohm, 2x200 Watt an 2 Ohm und 2x400 Watt an 1 Ohm, also konstante Leistungsverdopplung bei Halbierung der Anschlussimpedanz bis fast zum Kurzschluss.

Was dann kam, war wie gesagt erstaunlich, aber letztlich für mich auch ärgerlich, denn diese Endstufe hat die Kappas betrieben, als gäbe es kein Morgen! Wir haben immer lauter gedreht (das war wirklich laut!) und Zack! - beide Boxen gingen kaputt. Die Spulen der Tieftöner sind abgebrannt.
Zum Glück habe ich dann noch Ersatz-Chassis beim Vertrieb bekommen. Schuld war ich selbst, ich hätte schon vorher die Bremse ziehen sollen.

Aber wie gesagt, die Kappas, vor allem die 9er, das sind Lautsprecher, die es gar nicht hätte geben dürfen.
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Gruß
David


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Alt 02.09.2018, 20:18   #20
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Die kleine Krell kann wirklich mehr als man denkt. Vor einigen Monaten habe ich eine defekte erstanden, die möchte ich reparieren. Das ist nicht schwer, die Schaltpläne sind öffentlich und es gibt inzwischen Nachbauten der Platine, so dass man nicht an das alte Platinenmaterial gebunden ist. Denn in der Regel haben inzwische Gott und die Welt Reparaturversuche unternommen, so war es hier auch. Etwas Nostalgie ist allerdings beim Umgang mit diesen alten Schätzen schon dabei. Morgen mache ich mal Fotos.

Viele Grüße

Hobbyist
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Alt 02.09.2018, 21:23   #21
David
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Meist braucht man dazu nicht einmal einen Schaltplan. Es reicht, die (End-) Transistoren durchzumessen und die defekten zu tauschen. Die Treibertransistoren werden nicht oft kaputt, aber ausgeschlossen ist das nicht. Leider geht das Durchmessen (bei Unterbrechung) kaum bis gar nicht im eingebauten Zustand wegen der perifären Bauteile. Anders nur, wenn sie Kurzschluss haben, aber dann müssen sie sowieso raus.
Im Zweifelsfall gleich auslöten.

Sonst wird kaum was kaputt, eventuell gibt es noch den einen oder anderen abgebrannten Widerstand, aber das erkennt man schon rein optisch.

Auch oft hilfreich: wenn eine Seite gut ist, Vergleichsmessungen machen. Dazu reichen einfache Widerstandsmessungen im Umfeld der Transistoren.

Was beim ersten Einschalten sehr hilft, das ist ein Regeltrafo.

Dazu in die Plus- oder Minusleitungen der Spannungsversorgung je ein Amperemeter schalten und beim (langsamen!) Hochdrehen den Stromfluss messen. Gibt es einen großen Unterschied zwischen den beiden Kanälen, ist was faul. Sofort die Stromzufuhr abdrehen, denn dann ist noch nichts passiert.

Das sind einfache Tipps aus der Praxis, die in 9 von 10 Fällen zum Erfolg führen. Ich habe im Laufe meiner beruflichen Laufbahn schon hunderte Endstufen auf diese primitive Art repariert.

Sind alle Transistoren gut und die Sache funktioniert trotzdem nicht, muss man zu Signalmessungen übergehen.
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Gruß
David


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Alt 02.09.2018, 23:13   #22
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Grundsätzlich hast Du recht, jedoch, wie ich bereits schrieb, da wurde schon gebastelt und dann aufgegeben. Morgen mache ich Fotos.
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Alt 03.09.2018, 17:08   #23
Hobbyist
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Hallo David,

hier einige Eindrücke bzgl. der KSA 50.



Die KSA 50, zugeschraubt, die Leistungselektronik entnommen, das Netzteil noch eingebaut.



Die Leistungselektronik. Davor neue Platinen und ein ungebrauchter Orginallüfter. Die Halbleiter sind bereits vorhanden. Das war mit Aufwand verbunden, da einige nicht mehr hergestellt werden und der Markt voll mit Fälschungen ist.



Das Gebastel am Treiber. Aber es wurde nicht nur dort gepfuscht.

Deshalb wollte ich die Platinen neu bestücken und einbauen. Das Netzteil selbst ist in gutem Zustand, die großen Elkos möchte ich trotzdem ersetzen. Insgesamt eine schöne Beschäftigung für den Winter.

Viele Grüße

Hobbyist
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