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Alt 22.12.2009, 20:30   #1
Jacky
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 20.12.2009
Beiträge: 271
Jacky befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Musik-& Technikliebhaber

Hallo an alle,

Als Neuling habe ich mir sofort erlaubt ein Thema zu beginnen ohne mich vorher richtig vorgestellt zu haben: das hole ich hiermit nach.

Ich komme aus einer musikalischen Familie, mein Vater spielte hobbymässig Geige, Akkordeon, Mandoline, meine Frau spielt Klavier, Chello & ich spiele, wie mein Vater zu sagen pflegte, mit einem Bum-Bum-Brummapparat (Anlage); leider kein Instrument, schade, aber ich hole es nach......

Mich haben die 70-er nicht nur musikalisch geprägt, sondern auch der damalige Anlagen-Sound, wie ich mich immer wieder gerne erinnere: Wir hatten eine Grundig- Stereoanlage mit einer Tonbandmaschine, aber am meisten war ich von der Anlage meiner Cousine in Israel begeistert:
Ein Schweizer Lenco Plattenspieler
Ein fetter Akai - Verstärker Bolide
Ein paar Morel Lautsprecher, damals Mitte der 70er noch mit Dynaudio Chassis: Die Chassis waren zeitlaufgerecht versetzt bzw. die Box hatte Drehknöpfe um die einzelnen Chassis auf Pegel einzustellen.
Der Raum war unbehandelt (damals nicht aktuell), aber der Klang war für mich superb mit picksaubere Höhen, angenehme Mitten und ein Bass den ich sogar heute mit meine 2x Subs schwer erreiche (OK, Raum spielt da mit, aber ich will jetzt nicht näher drauf eingehen)
Vielleicht war es der damalig üblicher "Badewannenfrequenzgang" der Komponenten die mich in die HIFI- Welt verzaubert hat, wie schon das gefallene Wort von Puderzucker, jedenfalls war es für mich lange Zeit Referenz auf der Suche nach eigenen Komponenten.

Weiter im Lebenslauf, experimentierte ich schon als 14 jähriger mit LS-Bau: schnitzte mir ein 3- Wege-Regalbox, setzte 2 Peerless Bass & Mitteltöner bzw. ein Visaton- Hornhochtöner samt einer Frequenzweiche: die Box habe ich unzählige male demontiert um Bauteile zu verändern- ein Spielzeug bis ich es satt hatte & mir Infinity Reference 61i zulegte (später habe ich den Hochtöner ausgetauscht)
Als Verstärker diente ein Akai (welch Zufall...), Technics Plattendreher mit Pickering Tonabnehmer (sehr gut) und sonstiges.

Als meine Ohren die audiophile Reifeprüfung durchgingen, konnte ich die Infinities nicht mehr hören! Als Party-Boxen mit Pegel & abgrundtiefem Bass, auch wenn mehr gewummer als man ein Instrument erkennen konnte, ideal, aber meine Musikrichtung änderte sich mit dem Alter vom Blöd- Pop zu Jazz & Klassik (Barock momentan): da wars aus mit den beiden "Riesen-Boxen".

Da ich eine Wohnung habe, fehlt mir ein Kellerabteil fürs Selbstbau- würde mir zutrauen, aber ich entschied mich für einen Kauf.
Die Suche begann vor Jahren mit einem bescheidenen Budge (meine Frau achtet sehr drauf- Urlaub ist wichtiger sagt sie..), also was sollte ins Haus kommen um mich glücklich zu machen?

Ich begann mit einem Verstärkerwechsel & legte mir einen Denon PMA2000, dann einen Projekt-Plattendreher (den Pickering habe ich draufmontiert), Arcam 192- CD Player, und, wie der Zufall es wollte, stieß ich auf die Sonics Allegria mit Bändchenhöchtöner die ich sehr günstig erwarb.
Die Musik spielte wunderbar im Mittel/Hochtonbereich nur der Bass war mir etwas zu schüchtern in einem 40m² Raum: ein Sub, oder besser gleich 2 in Stereoschaltung (ich weiß unter 100HZ nicht ortbar) erwarb ich von einem Bekannten: es sind die B&W 750.

So, da ich nicht unbedingt Musik im Sitzen höre, hatte ich die Idee einen Podest oder besser gesagt ein LS- Tisch zu bauen, die Allegrias drauf zu stellen, drunter jeweils ein Sub auf Spikes / Granitplatte / Gummidämpfer. Das ganze ca. 1,6 m hoch, mit Abstand zu den LS, kommt das Bändchen fast genau in Ohrhöhe und somit kein/wenig Verlust wegen der vertikalen Abstrahlcharakterisik des länglichen Bändchens.
Schreck, es bummt im Bass- ich habe nun mit Raummoden zu kämpfen. Eine durchgeführte Raumsimulation zeigte mir die Übeltäter um 31HZ (uninteressant), eine gefährliche 62HZ Mode mit ca. 20 db Spitze (die anderen waren weniger späktakulär).
Raumbehandlung kommt bei mir nicht in Frage (Wohnzimmerverschandelung wegen Anlage?!), daher legte ich mir einen analogen EQ von BSS zu um genau die eine Mode zu beschwichtigen: Pre- Out vom Denonverstärker / BSS EQ / Subs.
(Interessant ist, daß bei mittige Schieberstellung des EQ das Signal ohne zeitverlusst by-gepasst wird)

Jetzt pass es, für mich und das Budget ein Great Sound.
Zum Schluss noch feiner mit einer separaten Endstufe von QSC als Bi-Amping für das Bass-Chassis der Allegria.

Ich denke, wie Menschen manchmal sich ändern können, vielleicht ändert sich noch was an meinem Geschmack (und Geldbeutel) und der Wunsch nach was neuem kommt: ich bin noch nicht am Ende angelangt.

Danke fürs durchlesen

Grüsse
Jacky
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Alt 22.12.2009, 20:43   #2
matadoerle
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo Jacky,
eine schöne Vorstellung; es paßt doch für dich, und das ist und bleibt die Hauptsache! Viel Spaß noch beim Musikhören .. übrigens könntestdu einer Frau mit einer gelegentlich durchaus stilvollen gezielten Bedämpfung sogar für ihr Spiel eine Freude machen, also den Raum akustisch optimieren. Ergibt auch eine wesentlich angenehmere Wohlfühlsituation, wenn man sich "nur" unterhalten will. Sollte nur eine Anregung sein, weil - gegen die Dame des hauses - keine Chance; aber mit ihr, da geht alles!
Gruß Thorsten
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