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Passive Schallwandler Der bewährte Standard

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Alt 30.12.2016, 21:19   #31
dipol-audio
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Zitat:
Zitat von Thelemonk Beitrag anzeigen
@P.Krips: sehe ich auch so.

Sprünge in der Direktive über Eingriffe in den Direktschall zu kompensieren, ist für mich stets zweite Wahl. ...

@Peter @Thelemonk

Ich habe das auch für eine Art "Konsens" gehalten, also Zustimmung auch von mir, falls es nocht nicht offenkundig gewesen sein sollte ...
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Alt 30.12.2016, 21:43   #32
schauki
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Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
..
Kommt darauf an, was man unter "Klang" versteht". Das was ich meine, geht allemal und das reicht immer.
Um was geht es denn? Um maximal 3-5dB "oben oder unten". Und die sind mehr als ausreichend, um zwischen gut und böse zu entscheiden.
Otto Normal geht aber auch nicht in einen RAR.
Otto Normal geht zum Messe ins Hotel und hört dort ein Hornsystem, eine Fläche, einen Kalottenbomer und einen Rundstrahler.

Und dort lässt die auch der beste DSP nicht "gleich" klingen.

Zitat:
Bitte nicht immer alles so verklärt und idealisiert sehen. Das kann man - wenn man's kann - für sich selbst machen, "Otto-Normalverbraucher" interessiert das überhaupt nicht und er hört es auch nicht. Jeder "Bombentest" interessiert tausendmal mehr.

Im Besonderen Boxen von B&W habe ich immer wieder verkauft, ohne dass der jeweilige Käufer damit nur einen einzigen Ton gehört hat.
Die Frage ist halt ob der Otto-Normal überhaupt ins Forum schaut?

Otto Normal fotografiert mit dem Handy.
Heißt dass jetzt das man sich in einem Fotografie-Forum nicht mehr über Blende, Belichtungszeit,... unterhalten soll, weil ja weeeeeit vorrangig das Motiv wichtig ist?


Wenns jetzt nur um Kritik geht an Anlagen, dann hast du ja immer die Chance gehabt dem Kritiker zu zeigen dass es per DSP so geht wie er will.
Ich habe gerne Kritik meiner Anlage, ist ja auch weit weg von "perfekt", im besten Fall kann ich was änderen dass mir dann noch besser gefällt im schlechtesten bleibts so gut/schlecht wie vorher.

mfg
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Alt 30.12.2016, 23:42   #33
David
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Richard schrieb:
Zitat:
Otto Normal geht aber auch nicht in einen RAR.
Eh' nicht, was soll er dort?

Zitat:
Otto Normal geht zum Messe ins Hotel und hört dort ein Hornsystem, eine Fläche, einen Kalottenbomer und einen Rundstrahler.

Und dort lässt die auch der beste DSP nicht "gleich" klingen.
Auch klar, warum, das wissen wir.
Die Frage ist halt ob der Otto-Normal überhaupt ins Forum schaut?

Zitat:
Otto Normal fotografiert mit dem Handy.
So ist es. Ich war heute in der Stadt, da wird mit den Handys fotografiert, als gäbe es kein Morgen mehr.

Zitat:
Heißt dass jetzt das man sich in einem Fotografie-Forum nicht mehr über Blende, Belichtungszeit,... unterhalten soll, weil ja weeeeeit vorrangig das Motiv wichtig ist?
Habe ich nirgends, auf die Audiowiedergabe bezogen, so gesagt.

Zitat:
Wenns jetzt nur um Kritik geht an Anlagen, dann hast du ja immer die Chance gehabt dem Kritiker zu zeigen dass es per DSP so geht wie er will.
Wenn gewünscht, so hat das auch immer funktioniert. Nur wurde darüber manches Mal nicht gesprochen und danach gab es schlechte Kritik. Das war aber alles noch zu Zeiten, wo ich die JBL-Hörner in der Anlage hatte.
Finde ich übrigens auch "lustig": was vor Jahren bei mir war, das wird automatisch als "immer geltend" angenommen. Zwischenzeitlich habe ich dreimal alles umgebaut (jetzt sogar ohne Hörner) und gefühlte hundert Setups ausprobiert.

Zitat:
Ich habe gerne Kritik meiner Anlage, ist ja auch weit weg von "perfekt", im besten Fall kann ich was änderen dass mir dann noch besser gefällt im schlechtesten bleibts so gut/schlecht wie vorher.
Es muss nur dir gefallen.
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Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich
Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst, wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen werden konnten. Das gilt für das was ich selbst zu hören glaube ebenso.
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Alt 30.12.2016, 23:58   #34
dipol-audio
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Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
...
Zumindest ich habe immer ein sauberes Stereodreieck zur Verfügung gestellt. Dazu hatte ich eine mit Rollen ausgestattete Dreierbank. Was glaubst du, wo die Leute bevorzugt gesessen sind? Sie sind entweder auf einer Seite gelungert oder sie sind gar im Raum "spazieren gegangen".
...
Das ist mir vor einiger Zeit auch passiert:

Jemand ist sogar recht weit gefahren, brachte eigene Musik mit und saß dann auschließlich "ganz an der Seite" um sich meine LS über längere Zeit anzuhören:

Er hätte auch in der Zeit daheim seine eigenen LS anhören können oder fernsehen, denn einen guten Eindruck von Ausgewogenheit und Stereoabbildung konnte er so natürlich nicht bekommen, obwohl andere ihm immer wieder Platz "in der Mitte" gelassen haben.

Da es aber eine Gruppe von Hörern war und derjenige von einem befreundeten Händler mit eingeladen war, habe ich nichts gesagt (ich wollte wohl niemanden gleich 'gängeln', trotzdem ein Fehler).

Ich ziehe jedoch aus solchen - und anderen - Dingen gewisse Lehren, so werde ich z.B. nur noch Einzelvorführungen machen und auch gar keine 'Männergrüppchen' mehr zulassen:

- Die schwätzen ohnehin oft zuviel und kommen dann gar nicht richtig zum Hören

- Man kann auf einzelne Hörer viel besser eingehen: Abhörposition, Hörgewohnheiten, Tonträger, ...

Zum Hören mitgebrachte Ehepartner sind da z.B. viel weniger ein Problem, wirken oft eher positiv ...
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Alt 31.12.2016, 00:03   #35
David
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Peter schrieb:
Zitat:
Das ist nicht korrekt, David, selbstverständlich spielt bei einer Betriebsschallpegelentzerrung am Hörplatz das Abstrahl/Rundstrahlverhalten mit hinein, kann logisch betrachtet auch garnicht anders sein....
Ja, aber umso mehr, desto reflektierender das Umfeld ist. In meinem Raum ist alles das ziemlich nebensächlich.

Aber da sind wir schon wieder weg vom Thema, das lautet: der Mensch beurteilt Lautsprecher in erster Linie nach deren Schalldruckverlauf. Und dieser Verlauf wird in jedem Fall (passiv oder aktiv ist dabei egal) durch die Frequenzweiche bestimmt. Das Abstrahlverhalten ist da schon längst vorgegeben. Was spricht also dagegen, hier eine klangliche Anpassung zu machen?

Zitat:
Meine bescheidene Erfahrung ist, dass solche schnelle an (vermeintliche) Vorlieben eines Hörers angepasste Abstimmungen in den seltensten Fällen langzeittauglich sind, schon gar nicht, wenn man unterschiedliche Musikstile hört.
Was willst du dann machen? Statt zwei Bauteile tauschen (bildlich gesprochen), die das Problem lösen könnten, die ganzen Boxen wegschmeissen und neue bauen?
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Alt 31.12.2016, 00:11   #36
David
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@waka1913 schrieb:
Zitat:
Genau solche Aussagen verleiden mir hier was schreiben.
Anderes Beispiel: http://www.hififorum.at/showthread.php?t=8386

Es kommen immer wieder die gleiche Aussagen, egal zu welchem Thema auch immer!
Aber wenn es Spaß macht, ich meine damit, immer wieder das gleiche zu wiederholen und nicht den Spaß am Musikhören.
Was soll man auch schrieben, wenn etwas Fakt ist?

Gegen Hörspass - auch wenn nichts technisch stimmt - hat doch Niemand was.

Passt übrigens auch hier her, denn noch einmal: lineares Hören gefällt den Wenigsten.
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Alt 31.12.2016, 00:15   #37
dipol-audio
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Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
...
Ja, aber umso mehr, desto reflektierender das Umfeld ist. In meinem Raum ist alles das ziemlich nebensächlich.
...




Jetzt - endlich - verstehe ich David,

Du hast deinen Interessenten immer gleich auch deinen Raum 'mitverkauft', bzw. ihnen eine Kopie davon zum Hören angefertigt, wenn Du Deine LS verkauft hast ?

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Alt 31.12.2016, 00:28   #38
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Zitat:
Zitat von dipol-audio Beitrag anzeigen
Jetzt - endlich - verstehe ich David,

Du hast deinen Interessenten immer gleich auch deinen Raum 'mitverkauft', bzw. ihnen eine Kopie davon zum Hören angefertigt, wenn Du Deine LS verkauft hast ?

So war es wirklich: gehört wurde vor dem Kauf bei mir. Danach gab es ein Setup beim Kunden zuhause.

Ich habe aber immer dazugesagt, dass es dann anders klingen wird und dass ich nur das Beste aus der jeweiligen Situation machen kann.
Unzufriedenheit gab es deshalb nie, soviel ich weiß.

Manche haben sogar selbst das Einmessen gelernt - zumindest aber den Umgang mit den DSPs und mit der Einmess-Software. Ich habe nur dringend geraten, die Übergangsfrequenzen, die Wahl der Filter, die Filtersteilheiten und die Delays unverändert zu lassen. Das heisst, gegen "Spielereien" mit dem Schalldruckverlauf ist nichts einzuwenden, wenn's Spass macht.
Ein "lineares Setup", das man irgendwo als Datei gespeichert hat, ist in 2 Minuten wieder eingespielt.

DSP-aktiv und passiv, das kann man gar nicht vergleichen. Für mich (!!!) ist das Eine hochmoderne Technik und das Andere "Steinzeittechnik", die aber auch gut funktionieren kann.
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Alt 31.12.2016, 00:37   #39
dipol-audio
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Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
...
DSP-aktiv und passiv, das kann man gar nicht vergleichen. Für mich (!!!) ist das Eine hochmoderne Technik und das Andere "Steinzeittechnik", die aber auch gut funktionieren kann.

Hallo David,

wie schon mal erwähnt, sind meine aktuellen Projekte DSP-aktiv.

Ich gebe jedoch nach erfolgter Einmessung zur freien Einstellung durch den Hörer 'nur' einen Wahlschalter für den Verlauf des Bündelungsmaßes im Mittel-/Hochton frei:

Das ist eine durchaus wirksame Stellmöglichkeit für die Raumkurve, die jedoch den Frequenzgang im Direktschall vollkommen unangetastet lässt: In einer zeitlich entsprechend 'gefensterten' (Freifeld) Messung sieht man davon praktisch nichts.

Hörbar und auch messbar ist der Einstellbereich des Bündelungsmaßes - etwa in einem 'typischen Wohnraum' - trotzdem sehr deutlich (*), durch einen veränderten Raumanteil und damit auch eine veränderte Betriebsschallpegelkurve im Mittel-/Hochton.

Außerdem kann der Pegel des Subwoofers bei Bedarf verändert werden:

Damit hat ein Hörer auch nach erfolgter Einmessung noch genügend praxisgerechte und ebenso 'gutmütige' Variationsmöglichkeiten.

Der Freifeldfrequenzgang oberhalb der Schröderfrequenz des Raums bleibt damit jedoch stets "amtlich" trotz dieser Einstellmöglichkeiten.

_______________

(*) Deshalb befremdet mich auch der Titel dieses Threads sowie Deine Aussagen - insbesondere zum (irrelevanten?) Rundstrahlverhalten - im Eingangspost etwas.
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Alt 31.12.2016, 07:44   #40
David
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Oliver zu #39 - aber auch zu #25 und zu #12:
Ja, gute Methode, die aber nur dann funktioniert, wenn es relativ starke Raumreflexionen gibt. Wenn man den Raum eines Kunden kennt, kann man das gut hinbringen.

Der Anteil der Raumreflexionen ist aber bei Lautsprechern "von der Stange" nicht vorhersehbar und eine Veränderung der Abstrahleigenschaften ist hier praktisch nicht durchführbar.

In meinem Raum würde beispielsweise eine Veränderung des Bündelungsmaßes im HT-Bereich kaum etwas bewirken, eine Änderung des Schalldrucks aber sehr wohl.

Ebenfalls ist so eine "Tuningmöglichkeit" sehr vom Hörabstand abhängig.

Alle Lautsprecher die ich kenne und wo es Schalter zur Raumanpassung gibt, die ändern nur den Pegel im jeweiligen Frequenzbereich. Das ist selbst bei Studiomonitoren die ich kenne, so.

Bei Veränderung des Pegels im Subwooferbereich macht man ja genau genommen auch nichts Anderes, die "Balance" zwischen TT und MT/HT wird "aus der Waage gebracht", wenn auch nur sehr punktuell.
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Alt 31.12.2016, 09:03   #41
David
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Peter schrieb:
Zitat:
Hallo David,
ich habe, wie schon einige Poster vor mir, etwas Mühe zu verstehen, worauf du eigentlich hinauswillst...
Wie so oft, beziehe ich mich auf die Praxis und auf das was im HiFi-Alltag so passiert.

Zitat:
Sicher gibt es wohl einen großen Kundenkreis, auf den deine Betrachtungen zutreffen, aber es gibt auch die andere Seite, dass sich viele Leute (u.A. im DIY-Bereich stärker vertreten), die sich sehr wohl ein wenig mehr Gedanken machen.
Ich habe im Verkauf nur mit den üblichen Konsumenten zu tun gehabt und für die gelten ganz andere Kriterien als für DIY-Leute. Noch nie habe ich in den 25 Jahren von denen das Wort "Abstrahleigenschaften" oder Ähnliches gehört. Sie hören sich verschiedene Lautsprecher an und die die am besten gefallen, die werden gekauft. Oder nicht einmal das, wie schon geschrieben, Supertests reichen.

Zitat:
Schon stellt sich die Frage, was du mit dem Schalldruckverlauf hier eigentlich meinst ?
- Den Achsenfrequenzgang des Lautsprechers
- Auch sein Abstrahl- und Energieverhalten
- oder die Betriebsschallpegelkurve am Hörplatz ??
Die "Aufdöselung" dieser Einzelaspekte ist ja im DIY-Bereich das Thema Nr. 1, ich weiß. Und ich sage nicht, dass das alles uninteressant oder egal ist. Aber letztlich zählt dann doch das was "bei den Ohren der hörenden Person an Direktschall ankommt" und das ist - man kann es drehen und wenden wie man will - in erster Linie abhängig vom Schalldruckverlauf der Lautsprecher.

Zitat:
Wir haben uns hier ja schon ausführlich mit den messtechnischen Kriterien von Toole und Olive auseinandergesetzt, die einen guten Lautsprecher beschreiben.
Zusammengefasst:
Lautsprecher, die einen linearen Achsenfrequenzgang habe und einen stetigen Verlauf des Energiefrequenzgangs wurden eindeutig präferiert.
Darüberhinaus wurden auch bei weiteren Tests in unterschiedlichen Abhörräumen zusätzlich zu obigen Kriterien Lautsprecher, die eher breit abstrahlen, ebenfalls präferiert.
Stärker bündelnde Lautsprecher haben unter den Bedingungen also keine "Mehrheit" erreicht.
Kann und will ich nicht bestreiten. Trotzdem werden "unendlich" viele Lautsprecher gekauft, die diesen Idealen in keinster Weise entsprechen.

Zitat:
Richtig, oder auch schon geringfügig veränderte Aufstellung der Boxen oder der Wahl des Hörplatzes im Raum.
Wenn man das kann! Meist ist der Stellplatz für die Lautsprecher fix vorgegeben und gehört wird sowieso "irgendwo im Raum".
Das heisst, selbst wenn beim Probehören alles so weit wie möglich richtig gemacht wurde und wenn es dann zuhause schlechter klingt, dann wird es einfach so hingenommen wie es ist.
Nicht selten endet das "HiFi-Hobby" bereits nach dem Kauf, es war nur "haben wollen" und dann wird es zum Gebrauchsgegenstand.
Habe ich oft so mitbekommen und dabei ging es um kein "Billigzeugs".

Zitat:
Das Problem dabei ist, dass sehr viele Hörer die Erwartungshaltung haben, dass Lautsprecherwiedergabe so klingen soll, wie irgendwelche erlebten Lifeereignisse.
Diesen Anspruch hatten meine Kunden nie, oder sie haben ihn nie erwähnt.

Zitat:
Da das die Stereotechnik nicht kann, werden halt im Fertigboxenbereich typischerweise eher "soundende" Boxen angeboten, die dann im Raum in etwa so einen Eindruck erzeugen.
Dabei geht unter a) dass der Tonträger das Original ist, was mit einem Originalereignis nur bedingte Ähnlichkeit hat und b) das auch noch von der bevorzugten Musikrichtung abhängt und c) auch von der Hörerfahrung des Kunden.
Soweit denkt Otto-Normalverbraucher gar nicht.

Zitat:
Zitat:
Klirr?
Welcher Lautsprecher klirrt schon hörbar bei üblichen Lautstärken?
z.B. so gut wie alle fullrange betriebenen Breitbänder-Konstruktionen in Schrumpf-BL-(Pseudo)Hörnern.
So etwas gibt es im Verkauf praktisch nicht.

Zitat:
Zitat:
Abstrahlverhalten?
Bei dem "akustischen Chaos" das es fast überall gibt (noch dazu asymmetrisch), ist auch das sowas von "egal" wie nur irgendwas.
Siehe oben, ausserdem ist (nicht nur) meine persönliche Erfahrung, dass Lautsprecher mit gutem Abstrahlverhalten so gut wie immer, auch in unzureichenden Räumen, besser klingen als Lautsprecher, die sich diesbezüglich Schwächen leisten.
Siehe auch "oben". Ist dem Endverbraucher alles egal, er kennt diese Unterschiede gar nicht.

Zitat:
Zitat:
Stereo hört sowieso fast Niemand.
Auf die DIY-Kreise, in denen ich mich überwiegend bewege, trifft die Aussage meist nicht zu....
Wäre auch traurig.

Zitat:
Zitat:
Was bleibt?
Wirkungsgrad? Impedanz? Impedanzverlauf?
Alles das ist ziemlich egal. Letzteres im Zusammenhang mit Röhrenverstärkern nicht, aber genau das ergibt ja wieder nur "Schalldruck-Chaos", das gefallen kann oder nicht.
Zustimmung
Na, zumindest da sind wir uns einig.

Zitat:
Zitat:
Wer das anders sieht, der ist aus meiner Sicht unrealistisch, tut leid.
Zumindest für den gehobenen DIY-Bereich widerspreche ich dieser Einschätzung.
Du sprichst hier immer von den DIY-Leuten und ich von den üblichen Endkonsumenten, deshalb passt das alles nicht zusammen.

Zitat:
Zitat:
Ist eine harte Aussage, ich weiß. Ich will damit keinem Techniker sein Können absprechen, aber in geschätzt 95% aller Fälle ist das ziemlich "schnuppe" (wenn man so will "Perlen vor die Säue"). Eine "einfache Kiste", die nur zufällig die gefälligere Abstimmung hat, geht dann als Testsieger hervor. Habe ich schon hunderte Male so erlebt.
Ich kenne incl. mir etliche Leute im DIY-Bereich, die genau deshalb sich ihre Boxen selbst bauen, da man Lautsprecher mit definierten erwünschten Eigenschaften im Fertigboxensektor nahezu nicht bekommt, allenfalls die Studioausstatter machen da eine Ausnahme.
Das ist ja auch der einzige richtige Weg, will man für sich und für seine Bedingungen das Optimum herausholen.

Ich verstehe nur nicht, warum oft DIY-Leute, die die Möglichkeit hätten, ihre Räume akustisch trockener zu gestalten, das nicht machen und sich stattdessen "bis zum Wahnsinn" mit den Abstrahleigenschaften ihrer LS-Selbstbauten beschäftigen.
Wird ihnen das so eingeredet? Mit dem üblichen Schreckgespenst der "Totdämmung"?
Für mich sieht es danach aus.
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Gruß
David


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Alt 31.12.2016, 10:25   #42
waka1913
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Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
@waka1913 schrieb:

Was soll man auch schrieben, wenn etwas Fakt ist?

Stimmt, über Fakten kann man nicht diskutieren.

Aber dann würde es doch reichen, einmal die Fakten zusammenzufassen und nicht ständig zu wiederholen.

Wofür dann das ganze hier? Welchen Sinn macht das?
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Alt 31.12.2016, 10:34   #43
Thelemonk
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....weil ein Pseudo-RAR nicht von jedem als optimale Hörumgebung geschätzt wird?
Weil ein amtlicher Abhörraum auch einen diffusen und möglichst unverfärbten Schallanteil enthalten sollte?

David, deine Auffassung von Raumakustik ist schon sehr speziell.
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Alt 31.12.2016, 11:07   #44
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Zitat:
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Oliver zu #39 - aber auch zu #25 und zu #12:
Ja, gute Methode, die aber nur dann funktioniert, wenn es relativ starke Raumreflexionen gibt. Wenn man den Raum eines Kunden kennt, kann man das gut hinbringen.


Der Anteil der Raumreflexionen ist aber bei Lautsprechern "von der Stange" nicht vorhersehbar und eine Veränderung der Abstrahleigenschaften ist hier praktisch nicht durchführbar.

Hallo David,

ich beschreibe die Zusammenhänge mal, wie sie sind:
  • Räume haben unterschiedliche Absorption u.a. im Mittel-/Hochtonbereich
  • Der Raumanteil ist dort also (eigentlich ...) das, was raumabhängig auch kompensiert werden muss, nicht etwa der Direktschall (also der Freifeldfrequenzgang 'auf Achse')

Es ist nur so, daß übliche Lautsprecher Designs das nicht anbieten können, wie Du richtig anmerkst:

Ein LS mit 'praxisgerecht' einstellbarem Verlauf des Bündelungsmaßes ist an mehrere Räume mit unterschiedlicher Absorption in einer Weise anpassbar, welche das Phänomen einer raumbedingten Klangänderung 'viel näher an der Ursache' kompensieren kann als üblich.

Dabei ist es zunächst gar nicht 'zwingend' den Raum vorher zu kennen, es müssen jedoch Einstellbereich und Frequenzgang des Bündelungsmaßes für 'realistische' Werte vorgesehen werden. Dabei kann man gezielt Wissen über 'typische' Frequenzverläufe der Schallabsorption in Räumen einsetzen, und diese durch vorbelegte Scharen von (kompensierenden) Filterkurven annähern(*).


Als Anmerkung:

Die Möglichkeit zu (konventionellen) Frequenzgangänderungen (auch) im Direktschall habe ich durch meine DSP-Module natürlich immer noch.

Sie sind aber bei einer passenden Einstellung des Raumanteils speziell im Mittel-/Hochton für den jeweiligen Raum schlicht nicht notwendig.

Das Ziel ist es sogar, speziell im gehörmäßig kritischen Mittel-/Hochtonbereich eine sehr ausgewogene (flache und glatte) 'Werkseinstellung' im Freifeldfrequenzgang beibehalten zu können.

Eine Abweichung wäre hier nur notwendig oder wünschenswert, wenn etwa ein ein kundenseitig vorgeschaltetes Gerät mit 'verbogenem' Frequenzgang kompensiert werden müsste, oder für den Fall echter 'Geschmackseinstellungen' (evt. auch in Bezug auf bestimmte 'exotische' Tonträger, Musikgenres ...)


Im Bereich unterhalb ca. 400 Hz, wo der Raumeinfluss zunimmt bis schließlich im Bereich unterhalb der Schröderfrequenz praktisch kein 'Direktschall' mehr vom 'Raumanteil' getrennt ausgemacht werden kann, wird zur Raumkompensation mit 'üblichen' Anpassungen per DSP gearbeitet, die sich ebenso auf den Direktschall auswirken:

D.h. die Kardioid-Tieftonmodule der Stereo Haupt Lautsprecher (Satelliten) haben einen "fix" eingestellten Verlauf des Bündelungsmaßes im Gegensatz zur variablen Mittel-/Hochtoneinheit.

Für diese - übrigens sehr fein abgeglichene - Mittel-/Hochton Einheit besteht jedoch unter üblichen Betriebsbedingungen kein Anlass - Optionen und Ausnahmen habe ich beschrieben - von einem flachen und glatten Freifeld-Frequenzgang abzuweichen:

Gerade weil dort der Raumanteil über das Bündelungsmaß an den Raum feinangepasst werden kann.


_________________

(*) So nimmt in realen Räumen die Hochtonabsorption üblicherweise mit der Frequenz 'monoton steigend' zu, was man daran erkennt, daß Nachhallzeiten i.d.R. nicht mit der Frequenz fallen und dann plötzlich wieder im oberen Hochton (?) steigen:

Somit lassen sich für sehr viele Räume mit wenigen Parametern Kurvenscharen erzeugen, die eine konkrete Absorption über der Frequenz - speziell für die frühen Reflexionen - recht gut annähern. Echte 'Anomalien' sind hier äußerst selten, weil die zugrundeliegenden Mechanismen der Absorption - oft durch Textilien also 'poröse' Absorber - in nahezu allen Wohräumen gleich sind.

Mit gewisser Erfahrung und Kenntnissen in der Raumakustik - auch verfügbaren statistischen Daten über Wohnräume - ist das "kein Hexenwerk" mehr.

Die vorbelegten Kurvenscharen für das Bündelungsmaß der Mittel-/Hochtoneinheit stehen dann über einen 'Wahschalter' zur Verfügung: Eine konkrete Kenntnis des Raums kann natürlich helfen, hier passend abgestufte Vorbelegungen anzubieten.

Auch ein Übergang zu individuellen Vorlieben eines Hörers etwa zu Glanz im Hochton oder Räumlichkeit ist hier als fließend anzusehen, da es für Raumkurven durchaus gewisse Toleranzbereiche gibt und keinen messerscharfen Begriff von 'Korrekheit' ...
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Grüße aus Reinheim, Oliver Mertineit

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Geändert von dipol-audio (31.12.2016 um 12:15 Uhr).
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Alt 31.12.2016, 13:10   #45
David
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Standard AW: Lautsprecher werden nur nach Schalldruckverlauf beurteilt

Ja Oliver, kann ich alles nachvollziehen und es erscheint mir auch praxisgerecht.

Aber bitte auch nicht "unter den Tisch fallen lassen", dass alleine schon die Möglichkeit Eingriffe in den unteren Frequenzbereich zu nehmen (auch pegelmäßig!), in Wirklichkeit nichts Anderes darstellt, als Pegelanpassungen der "Klangbalance".

Ich mache nichts Anderes.

Soooo weit sind wir also gar nicht voneinander entfernt.
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Gruß
David


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