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Einzelkomponenten und Erfahrungen damit Subjektive Beurteilung verschiedener Komponenten in Testform

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Alt 16.12.2016, 23:09   #1
Amerigo
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Amerigo
Standard Musiker, bitte helft: Dynaudio BM5 MKII

Bitte helft mir! Ist jetzt kein Witz, ich bin am Ende meiner Weisheit. Böse Zungen behaupten, das kann nicht viel sein.

Situation: Mein Freund, Gitarrist wie ich, hat ein Tonstudio. Er spielt ausschliesslich Rammstein, das ist Metal auf ca. 5 dB Dynamik begrenzt, seine Gitarre hat aktive Pickups (EMG). Er hört sich das ausschliesslich auf Dynaudio BM5 MKII an, etwas Anderes hat er nicht im Studio. Den direkten Sound aus einem Amp hört er nie, es geht alles über sein Interface auf seine Dynaudio.


Mein Problem: Ich werde krank davon. Egal, welcher phantastische Amp im Studio steht, er nimmt alles über Mikrophon ab, schlauft es über seine Elektronik und hört es im Raum über seine Dynaudio ab. Ich kriege Kopfschmerzen davon! Mir wird übel, und ich bin nach 10 Minuten frustriert, weil überhaupt nichts rüberkommt. Kein Druck, kein Klang, kein gar nichts es klingt alles nur dünn und langweilig.

Er versteht nicht, wo mein Problem ist. Er findet seine Dynaudio "teures Studiomaterial" und ich finde es "den letzten Dreck, den ich je gehört habe". Er ist nicht mal bereit, sich mal grössere Genelec oder gar Geithain anzuhören, weil seine Dynaudio "passen zum Raum". Das tun sie natürlich nicht, er hört nur ihm Nahfeld dieses dünne Geplärre.

Heute habe ich bemerkt, dass es keine Rolle spielt, ob ich meine 5000-EUR Gibson oder eine 200-EUR ESP anschliesse, es klingt eh' alles nur völlig ausgesteuert und überdreht. Meine Gibson klingt wie der letzte Dreck, verliert alle ihre Klangfarben und Differenzierung.


Helft mir bitte, ich finde keinen Ansatz mehr, ihm mein Problem mit seinem Sound zu erklären. Unterdessen gefährdet das sogar unsere Freundschaft, ich kann mir diesen plärrigen Sound nicht mehr antun, ich werde krank davon.

Soll ich ihm einfach mal gescheite LS hinstellen? Geithain 933? Oder was tu ich? Es geht um die Wiedergabe von Gitrarren, in realer Dynamik, in voller Klangfarbe mit allen Obertönen, mit dem ganzen Spektrum ohne irgendwelche Limiten.

Gruss

David

Geändert von Amerigo (16.12.2016 um 23:15 Uhr).
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Alt 16.12.2016, 23:59   #2
David
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Standard AW: Musiker, bitte helft: Dynaudio BM5 MKII

David (CH) schrieb:
Zitat:
Mein Freund, Gitarrist wie ich, hat ein Tonstudio. Er spielt ausschliesslich Rammstein, das ist Metal auf ca. 5 dB Dynamik begrenzt, seine Gitarre hat aktive Pickups (EMG). Er hört sich das ausschliesslich auf Dynaudio BM5 MKII an, etwas Anderes hat er nicht im Studio. Den direkten Sound aus einem Amp hört er nie, es geht alles über sein Interface auf seine Dynaudio.
Also "Sound pur", so lange er nichts am Klang verändert.

Zitat:
Mein Problem: Ich werde krank davon. Egal, welcher phantastische Amp im Studio steht, er nimmt alles über Mikrophon ab, schlauft es über seine Elektronik und hört es im Raum über seine Dynaudio ab. Ich kriege Kopfschmerzen davon! Mir wird übel, und ich bin nach 10 Minuten frustriert, weil überhaupt nichts rüberkommt. Kein Druck, kein Klang, kein gar nichts es klingt alles nur dünn und langweilig.
Das verstehe ich jetzt nicht, denn in diesem Fall wird ja mikrofoniert und der eingestellte Sound müsste - linear übertragen - mehr oder weniger unverändert auch im Abhörraum vorhanden sein.

Zitat:
Er versteht nicht, wo mein Problem ist. Er findet seine Dynaudio "teures Studiomaterial" und ich finde es "den letzten Dreck, den ich je gehört habe". Er ist nicht mal bereit, sich mal grössere Genelec oder gar Geithain anzuhören, weil seine Dynaudio "passen zum Raum". Das tun sie natürlich nicht, er hört nur ihm Nahfeld dieses dünne Geplärre.
Mag schon sein, dass diese Lautsprecher, sagen wir mal "sehr schlank" klingen, aber den tiefsten Ton einer E-Gitarre (82Hz) müssten auch sie tadellos übertragen können.
Macht einmal den Versuch - ist ja dein Freund - und spielt ein gut aufgenommenes Musikstück ab, etwas das breitbandig und dynamisch ist. Klingt das auch dünn?
Wenn nicht, wovon ich ausgehe, dann macht er bei seinen Aufnahmen was falsch.

Zitat:
Heute habe ich bemerkt, dass es keine Rolle spielt, ob ich meine 5000-EUR Gibson oder eine 200-EUR ESP anschliesse, es klingt eh' alles nur völlig ausgesteuert und überdreht. Meine Gibson klingt wie der letzte Dreck, verliert alle ihre Klangfarben und Differenzierung.
Da ist eindeutig was faul.
Noch einmal: das was du aus deinem Verstärker (Combo?) hörst, dass muss ziemlich 1:1 auch aus seinen Monitorboxen zu hören sein. Voraussetzung immer, dass linear übertragen wird.

Zitat:
Helft mir bitte, ich finde keinen Ansatz mehr, ihm mein Problem mit seinem Sound zu erklären. Unterdessen gefährdet das sogar unsere Freundschaft, ich kann mir diesen plärrigen Sound nicht mehr antun, ich werde krank davon.
Nimmt er immer nur Gitarren auf? Was ist mit Stimmen, mit Schlagzeug und Bass?

Zitat:
Soll ich ihm einfach mal gescheite LS hinstellen? Geithain 933? Oder was tu ich?
Ich glaube nur bedingt, dass es an den Dynaudios liegt. So riesige Unterschiede gibt es bei den Studiomonitoren nicht, alle sollten sie weitgehend linear arbeiten und Gitarren sind nichts wirklich Schwieriges.

Zitat:
Es geht um die Wiedergabe von Gitrarren, in realer Dynamik, in voller Klangfarbe mit allen Obertönen, mit dem ganzen Spektrum ohne irgendwelche Limiten.
Ein Versuch mit einem Kopfhörer könnte auch aufzeigen, was Sache ist.
__________________
Gruß
David


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Alt 17.12.2016, 07:25   #3
longueval
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Standard AW: Musiker, bitte helft: Dynaudio BM5 MKII

einfacher test

nimm dich mal selbst auf und spiel es über deine lautsprecher ....

nein im ernst
es is einfach so, wie du dich selbst über deine combo hörst, is es aufgenommen und wiedergegeben über "normale" lautsprecher nie, no way, da aber jeder zu hause solche "normale" hat, muss das für diese angepasst werden. damit man kontrollieren kann, wie das wo anders klingen wird, müssen es auch "normale" sein.

es liegt also nicht an den monitoren, sondern an wie aufgenommen und bearbeitet.

wenn du pa sound haben willst, dann musst du pa geräte hinstellen.
die bm sind nicht der letzte dreck obwohl ich sie nicht möchte,

wennst strom kreischeisen laut wiedergeben willst
neumann kh 420, oder überhaupt gleich main monitore. aber da wird eine größere rechnung fällig.

http://www.soundandrecording.de/tuto...re-aufnehmen/#
http://www.delamar.de/recording/reco...bmischen-5109/

nur 2 beispiele, es gibt tausende seiten dazu im netz
ich vermute, der fehler steckt schon in den daten
ernsthafter test .... kopfhörer.

das eisen klingt nicht, der sound ist am anderen ende des kabels.

zusammenfassung:

es liegt an der aufnahme und an der einstellung VOR der aufnahme, nachher bearbeiten kannst außer leichten anpassungen bei strom gitarren vergessen, shit in shit out.
niemals ohne hochpass aufnehmen, aber das wird dein kumpel ohnehin wissen.

kleine zusatzfrage, war das mikro eh nicht in der mitte des gitarrenlautsprechers? das ist ein häufiger anfängerfehler, dann klingts nämlich blutarm.
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Geändert von longueval (17.12.2016 um 07:56 Uhr).
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Alt 17.12.2016, 09:46   #4
bauersound
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Standard AW: Musiker, bitte helft: Dynaudio BM5 MKII

Hallo,

Häufig entsteht auch ein sehr flacher klang Eindruck wenn man vom Aufnahmeraum in den Regieraum geht. Erst hat man den fulminanten Sound einer 4x12" Box und dann den Sound eines 6"/1" Lautsprechers.

Wie die anderen schon gesagt haben ist es wahrscheinlich eine Mischung aus falscher erwartungshaltung und evtl tontechnischen Fehlern.

Gruß Markus
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Alt 17.12.2016, 10:19   #5
hubert381
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Standard AW: Musiker, bitte helft: Dynaudio BM5 MKII

Nimm doch mal eine Minute auf und share dann das mp3 oder flac
Dnn bekommst Du sicher noch genauere Lösungsansötze.
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Alt 17.12.2016, 17:50   #6
Amerigo
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Amerigo
Standard AW: Musiker, bitte helft: Dynaudio BM5 MKII

Aber Leute - diese Dynaudio produzieren endlos Hub, die pumpen ohne Ende. Und für mich klirren diese Hochtöner. Vom richtigen Volumen, Körperschall, Druck nur schon einer 1x12 Box ist das meilenweit entfernt. Es gibt auch nichts, was irgendwie mit Klangfarben zu tun hätte, es ist völlig blutarm. Und plärrig.

Das Mikron war korrekt platziert, leicht schräg und ausserhalb des Zentrums.

Ist für mich vielleicht das Nahfeld zu ungewohnt? Ich bin es überhaupt nicht gewohnt, Musik nicht im Raum, sondern nur zwischen zwei kleinen Tröten zu hören. Und kann es sein, dass die Dynaudio keine Dynamik haben?

@David: Die Dynaudio gehen auf 42 Hz runter. Ich hatte aber nie den Eindruck, irgendeine Art von Bass zu hören, und schon gar nicht zu fühlen. Als Gitarrist muss ich doch den Amp spüren, sonst kann ich gleich zum KH greifen (das tue ich daheim oft, das funktioniert gut).

Zitat:
Zitat von bauersound Beitrag anzeigen
Häufig entsteht auch ein sehr flacher klang Eindruck wenn man vom Aufnahmeraum in den Regieraum geht. Erst hat man den fulminanten Sound einer 4x12" Box und dann den Sound eines 6"/1" Lautsprechers.
Ja, die Musik kommt halt dann nur noch als rein intellektuelle Information an die Ohren, das hat nichts mehr mit einem richtigen Amp zu tun. Klar, für professionelle Abhöre würde ich es auch genau so machen. Aber um Gitarre zu spielen, ist das doch ein Elend.

Ich habe echt stundenlang ein taubes Gefühl im Kopf nach diesen Dynaudio. Das zerrt mir wirklich schmerzhaft in den Ohren, und die gehen total zu. Auch wenn es jetzt nicht wahnsinnig laut ist, aus diesen kleinen LS kommt eh' nicht viel raus.

Gruss

David
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Alt 17.12.2016, 18:24   #7
Atmos
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Standard AW: Musiker, bitte helft: Dynaudio BM5 MKII

... an meinem PC stehen 2 kleine Logitech, versorgt von einem kleinen, aktiven Subwoofer.

Gerade in den letzten Tagen habe ich Jethro Tull - Original Masters - angehört und bin immer wieder angenehm überrascht, wie gut sich das anhört.

Vielleicht ist dein Kumpel auf dem Jimi Hendrix Tripp und spielt mit den Rückkopplungen.
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Alt 17.12.2016, 18:34   #8
David
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Standard AW: Musiker, bitte helft: Dynaudio BM5 MKII

@David (CH)
Irgendwas ist da grundlegend faul - aber was?

Höre dir damit einmal "normale", aber gut aufgenommene Musik an. Klingt es dann auch so grausig?
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Gruß
David


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Alt 17.12.2016, 19:18   #9
longueval
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Standard AW: Musiker, bitte helft: Dynaudio BM5 MKII

der boom ist bei e gitarren zwischen 120 und 200hz/ füllig 240hz
die tiefste saite ist 82hz ca. (ausgebessert)
hochpass müsste 80hz sein

daran liegts sicher nicht, zu laut aufgenommen und dann mit kompressor gewürgt?
gewohnter raumfrequenzgang, der im hallradius und stark bedämpftem abhörraum anders ist?
welche lautsprecher hast zu hause und wie groß ist der raum?
zu leise angespielte boxen, die dann aufholen müssen? (hochtonklirr vom internen verstärker)
rauschen die lautsprecher im leerlauf? das wär ein hinweis, dass das eingangssignal zu leise ist und die amps total aufgedreht.
regelt er die lautstärke beim abhören im oberen drittelbereich? wenn nicht, wenn weiter unten, dann sind die lautsprechereingänge zu wenig stumpf eingestellt.

ich vermute, du bist die bassüberhöhung normaler räume gewohnt ... das klingt anders.

so kleine nahfeldmonitore sind für arbeitsabstand 1 -1,5m gedacht.

früher wurde möglichst laut aufgenommen (bandrauschen) digital nimmt man mit 24 bit auf, daher hat man enorm viel "fleisch" nach oben. daher muss und kann das lauteste -10db sein, sonst kommt man dauernd mal ins digitale clipping (digital gibts nicht mehr als 0. aber das wird dein kumpel alles wissen... daher versteh ichs nicht.

wenn du aber schreibst, der hochtöner verzerrt, so habe ich den verdacht, dass das hardclipping ist über 0dbfs
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Geändert von longueval (17.12.2016 um 20:09 Uhr).
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Alt 17.12.2016, 20:08   #10
David
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Zitat:
wenn du aber schreibst, der hochtöner verzerrt, so habe ich den verdacht, dass das hardclipping ist über 0dbfs
Das wäre eine logische Erklärung. Müsste man prüfen.
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Alt 17.12.2016, 22:34   #11
Amerigo
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Amerigo
Standard AW: Musiker, bitte helft: Dynaudio BM5 MKII

Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
@David (CH)
Irgendwas ist da grundlegend faul - aber was?

Höre dir damit einmal "normale", aber gut aufgenommene Musik an. Klingt es dann auch so grausig?
Nein, das war eigentlich ganz OK, da hatte ich keine Mühe. War auch laut ganz gut.

Zitat:
Zitat von longueval Beitrag anzeigen
daran liegts sicher nicht, zu laut aufgenommen und dann mit kompressor gewürgt?
Lautstärke war im obersten Drittel geregelt. Teilweise erst beinahe ganz oben mit den Reglern. Rauschen tun sie nicht, keinen Mucks.

Zitat:
Zitat von longueval Beitrag anzeigen
wenn du aber schreibst, der hochtöner verzerrt, so habe ich den verdacht, dass das hardclipping ist über 0dbfs
Diese Art von Taubheit/Dumpfheit/Abschalten nach langem Musikhören kenne ich nur, wenn Klirr im Spiel ist. Dann ist das so ein scharfes Gefühl im Ohr, Kopfschmerzen kommen und nach kurzer Zeit habe ich das Gefühl wie zu viel Ohropax im Ohr.

Aber jetzt sagt mal, etwas verstehe ich nicht. Wenn er die für sich selber so anhört ist das ja eine Sache, er sitzt ja dann genau im Sweet Spot auf 1.5m Entfernung am Pult. Aber alle anderen Leute im Studio, die hören diese kleinen LS ja wie gewöhnliche LS. Und für die geht das ja alles überhaupt nicht auf.

Und noch eine Folgefrage an euch: warum kauft man denn überhaupt einen "besseren" LS als diese Dynaudio BM5 MKII für ca. 300 EUR das Stück? Warum gibt es überhaupt Genelec, Geithain und all die Marken, wenn die Dynaudio das alles auch kann?

Gruss

David

Geändert von Amerigo (17.12.2016 um 22:45 Uhr).
Amerigo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.12.2016, 08:19   #12
David
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Zitat:
Nein, das war eigentlich ganz OK, da hatte ich keine Mühe. War auch laut ganz gut.
Eben! Hab' ich mir gedacht. Es liegt nicht an den Abhörmonitoren!

Zitat:
Und noch eine Folgefrage an euch: warum kauft man denn überhaupt einen "besseren" LS als diese Dynaudio BM5 MKII für ca. 300 EUR das Stück? Warum gibt es überhaupt Genelec, Geithain und all die Marken, wenn die Dynaudio das alles auch kann?
Genau genommen sind viel "bessere" (um wieviel eigentlich?) Abhörmonitore gar nicht notwendig, das haben schon viele Tontechniker bewiesen, die hervorragend gute Aufnahmen abgeliefert haben und die selbst gesagt haben, dass sie die weitestgehend über relativ billige Monitore abgemischt haben. Eventuell wurden dann ganz am Schluss über große Lautsprecher noch leichte Korrekturen der "TT/MT/HT Balance" durchgeführt, sonst nichts.
Das heisst, am "Arbeitstisch" steht in den seltensten Fällen Besseres. Viel wichtiger ist, dass der jeweilige Tontechniker "seine LS" gut kennt.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass dein Freund irgendwas falsch macht, ich weiß aber nicht was. Um ein paar dB leiser aufnehmen wäre einmal ein erster Versuch. Und das möglichst 1:1, also ohne irgendwelcher Limiter und ohne Sound-Beeinflussung.
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Gruß
David


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Alt 18.12.2016, 10:44   #13
longueval
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Standard AW: Musiker, bitte helft: Dynaudio BM5 MKII

ich schreibs noch einmal

die dynaudio sind nicht wirklich schlecht, ich würd sie bloß nicht nehmen, weil mir die höchtöner zu breit abstrahlen.
bei dem, was du schreibst, wird es dich wundern, dass manche studios von bbc von geithain wieder auf dynaudio umgestiegen sind ...
die 5er sind wirklich etwas klein, das stimmt und damit sicher keine pegelwunder, aber monitore werden auf 85dbc/0,775V/0dbu eingestellt und das schaffen sie bei 1,5m abstand easy. wenn sie auf der meterbridge stehen, hast du am sweetspot die reflexion von der pultoberfläche, weil der ht so breit strahlt in jede richtung. mich würde das stören, aber geschmäcker und watschen ...
im übrigen strahlen die me geithain auch breit, kein waveguide.
manche bbc studios sind von geithain auf dynaudio umgestiegen

http://www.dynaudio.com/dynaudio-aca...4/december/bbc
http://www.soundonsound.com/techniques/bbc-proms

klick mal bei "loggia operation" auf das 2. bild
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Geändert von longueval (18.12.2016 um 11:00 Uhr).
longueval ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.12.2016, 08:54   #14
Amerigo
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Zitat:
Zitat von longueval Beitrag anzeigen
daran liegts sicher nicht, zu laut aufgenommen und dann mit kompressor gewürgt?
Darüber denke ich nach ... das ist vermutlich auch noch im Spiel.

Zitat:
Zitat von longueval Beitrag anzeigen
wenn du aber schreibst, der hochtöner verzerrt, so habe ich den verdacht, dass das hardclipping ist über 0dbfs
Würde hardclipping nicht völlig "kaputt" klingen?

Zitat:
Zitat von longueval Beitrag anzeigen
niemals ohne hochpass aufnehmen, aber das wird dein kumpel ohnehin wissen.
In Guitar Rig ist das mit drin: https://www.native-instruments.com/d...s-and-effects/ "EQ Shelving: Der Shelving-Equalizer (Kuhschwanz-Filter) kombiniert einen Hochpass- und einen Tiefpassfilter, um die Frequenzen über und unter Ihren Grenzfrequenzen zu verstärken oder abzuschwächen, während der Frequenzbereich dazwischen unangetastet bleibt."

Aber ich muss mal fragen, ob er das verwendet.

Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
Genau genommen sind viel "bessere" (um wieviel eigentlich?) Abhörmonitore gar nicht notwendig
OK. Wieder was gelernt. Im Nahfeld, als Arbeitsinstrument, ist das wirklich eine ganz andere Sache als das, was ich gewohnt bin.

Übrigens hat's mir keine Ruhe gelassen, ich habe mir mal die neue Lindemann-CD ("Skills in Pills") und einiges von Rammstein auf meinen TMR bei Mörderpegel angehört. Völlig problemlos, unverzerrt. Daran liegt's also auch nicht.

Gruss

David
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Alt 19.12.2016, 11:24   #15
David
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Zitat:
Würde hardclipping nicht völlig "kaputt" klingen?
Kommt darauf an, wie "hard", das kann von "unangenehm" (so wie du es eher beschreibst) bis zu "katastrophal verzerrend" alles sein.

Zitat:
Im Nahfeld, als Arbeitsinstrument, ist das wirklich eine ganz andere Sache als das, was ich gewohnt bin.
Ja, das ist ähnlich einem großen Kopfhörer. Heimanlagen klingen meist sehr anders. So auch vermutlich deine, deshalb hinkt so ein Vergleich gewaltig.
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