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HiFi-Voodoo aus technischer Sicht Ist da was dran oder nicht?

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Alt 27.01.2014, 21:53   #1
Tintifax
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Tintifax befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Was ist Voodoo bei Verstärkern

Wie ich bei meiner Vorstellung geschrieben habe war für mich beim Verstärkerkauf auch der Klang ein Faktor mich für die Naim-Kombi SNAPS/NAC62/NAP110 zu entscheiden.
Aus der Erinnerung heraus Klang die Musik auf meinen Lautsprechern mit diesem Verstärker etwas klarer aufgelöst und knackiger, vor allem im Bass.
Wie ich geschrieben habe ist das vielleicht eine Eigenschaft von Naim (sounding) auf die ich schon eingehört war und die mir vielleicht deshalb gefiel.
Oder hab ich mir das doch nur eingebildet? (ehrlich gemeint)
Hier im Forum lese ich sehr oft dass der Verstärker ziemlich egal ist. Dann aber wieder auch dass eine stabile Versorgung (fette Elkos) für Transienten sehr wichtig ist.
Bei meiner Kombi is ja für die Vorstufe ein eigenes überdimensioniertes Netzteil in einem eigenen Gehäuse, und die Endstufe hat selbst noch mal ein ordentliches Netzteil an Bord.
Kann das den knackigeren und tieferen Bass gegenüber dem Vergleichsverstärker (gebrauchter Vollverstärker um ca. EUR 400,-) erklären?
__________________
Ruark Epilogue - Naim SNAPS/NAC 62/NAP110 - Creek CD60
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Alt 28.01.2014, 08:26   #2
Punktstrahler
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Zitat:
Oder hab ich mir das doch nur eingebildet? (ehrlich gemeint)
Hallo Tintifax,

nein, Du hast es Dir sicher nicht eingebildet! Ich kenne Naim-Verstärker und beschreibe dies mit einer gewissen Erdigkeit und Ruhe im Klangbild, ein Klangbild, dass auch mir auf Dauer (Langzeithörer) besser zusagt als hellere Klangstrukturen, die mitunter auf Dauer nerven können, bei aller Durchhörbarkeit.

Diese geringen keinesfalls qualitätsrelevanten Klangunterschiede sind messtechnisch kaum abbildbar, auch Dein preiswert genannter Verstärker wird soweit alles richtig machen. "In der Ruhe liegt die Kraft" und "die Summe aller Bauteile" beschreibt es m.E. am besten.

Ich habe viele Jahre mit Quad-Verstärkern gehört (Typ 606), deren Klangausrichtung deren Naim mir sehr ähnlich erscheint.

Grüße vom Punktstrahler
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Alt 28.01.2014, 09:11   #3
David
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David hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
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Bei kaum einem anderen Hobby ist die Suggestion so ausgeprägt wie bei dem im Zusammenhang mit der hochwertigen Musikwiedergabe. Nicht nur dass man sich selbst ständig was einredet, es wird einem auch noch von anderen Leuten dauernd was einsuggeriert. Der Glaube und die Vorurteile zählen wesentlich mehr als das was einem die eigenen Ohren vermitteln.

Deshalb bin ich schon vor Jahrzehnten dazu übergegangen, verblindet und mit Pegelausgleich zu vergleichen. Die Ergebnisse sind mehr oder weniger erschütternd, denn das Wenigste vom "Geglaubten" stimmt tatsächlich. Bei Verstärkern (die leistungsmäßig nicht überfordert werden) schon gar nicht und ebenso wenig bei der gesamten Audio-Elektronik.

Zu Naim kann ich nichts sagen, ich habe mit dieser Marke zwar schon zu tun gehabt, aber wir hatten noch keine Naim-Geräte bei unseren Vergleichstests dabei.
__________________
Gruß
David


Erst wenn man begriffen hat, dass Raumakustik, Lautsprecheraufstellung und Hörplatzwahl wichtiger sind als die Anlage selbst, hat man die Audiowiedergabe verstanden.
Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich
Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst, wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen werden konnten. Das gilt für das was ich selbst zu hören glaube ebenso.
Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
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Alt 28.01.2014, 12:12   #4
longueval
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in meinen anfangszeiten der hifi besessenheit, hatte ich mal einen kleinen, den ersten naim nait.
ich "glaube" der hat damals meine ls3/5 ganz nett angetrieben bei gemäßigter lautstärke im nahfeld.
in wie weit der "schön" klang, zusammen mit dem lp12, wie weit das schuld des phonoeingangs war, wer weiß das schon. ich war halt überzeugt.

heute höre ich mit aktivboxen mit schaltnetzteil und das gefällt mir sehr.
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Alt 28.01.2014, 12:15   #5
armin75
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Zitat:
Zitat von Tintifax Beitrag anzeigen
Dann aber wieder auch dass eine stabile Versorgung (fette Elkos) für Transienten sehr wichtig ist.
Wenn sie nicht alterungsbedingte Probleme machen http://www.amplifier.cd/Fragen/Alter...erstaerker.htm ist ab einem gewissen Kapzitätswert die Glättung gleich wie bei einem sehr hohen Kapazitätswert. Das Ganze ist dann nur noch ein größerer Spannungs-Speicher.

http://de.wikipedia.org/wiki/Glättungskondensator

http://www.hififorum.at/forum/showthread.php?t=4443

Ich habe nur mit chin. Verstärkern schlechte Erfahrungen gemacht (vorallem Röhren), in diesen wurden viele Kondensatoren meist an der Grenzspannung betrieben um ein paar Euro zu sparen.

Ich halte aber gar nichts davon, dass "fette" Elkos im Netzteil klanglich irgend etwas bringen sollen.

Eine Auslagerung des Netzteils bei Transistor Verstärkern hat meiner Meinung nach nur einen Effekt (ausser bei den ganz kleinen natürlich da bautechnisch bedingt): Ich kann ein Kastel mehr und recht teuer verkaufen!!!!! NAIM Verkaufs-Philosophie!

Diese Strategie auch noch mit eigenen Steckern war mir persönlich immer unsymphatisch (erinnert irgendwie an Apple :-) viellecht hat Apple sich das abgeschaut).

Die Produkte von Naim sind aus technischer Sicht tadellos aber überpreist (wie manches in der Szene). Meine Meinung!

Gesoundete Transistor-Verstärker gibt es heutzutage kaum noch, die Aufgabe ist einfach ein Stereo oder Mehrkanal Signal auf bestmögliche Weise (rauscharm, kein Übersprechen) zu verstärken.

Bei Transistoren glaube ich schon lange nicht mehr an "Klang".

Und nein, es kann keinen "knackigeren Bass" erklären.

LG

Armin
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Alt 28.01.2014, 12:42   #6
longueval
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so ist es
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Alt 28.01.2014, 13:05   #7
Reno Barth
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Zitat:
Zitat von armin75 Beitrag anzeigen
Ich habe nur mit chin. Verstärkern schlechte Erfahrungen gemacht (vorallem Röhren), in diesen wurden viele Kondensatoren meist an der Grenzspannung betrieben um ein paar Euro zu sparen.
Ich wiederhole diese Warnung wie die berühmte Gebetsmühle. Die meisten glauben's erst, wenn ihnen selber so ein Teil abgeraucht ist. Leider ziehen viele daraus den Schluss, dass Röhrengeräte an sich unzuverlässig sind. Dabei ist das Problem ein ganz anderes: Den chinesischen Herstellern ist offenbar völlig wurscht, was aus ihren Fabriken rausgeht, weil bezahlt wird heute und Gewährleistung gibts dann morgen - nicht.

lg
reno
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Alt 28.01.2014, 13:19   #8
Reno Barth
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Zitat:
Zitat von longueval Beitrag anzeigen
in meinen anfangszeiten der hifi besessenheit, hatte ich mal einen kleinen, den ersten naim nait.
Genau. Und dann kamen NAC42 und NAP135 und damit meine erste große Audio-Überraschung. Ich fand den Nait nämlich im direkten Vergleich in jeder Hinsicht klanglich überlegen. War ziemlich frustrierend, weil ich die Kombi schon gekauft hatte und natürlich nur mit Verlust wieder losgeworden bin. Wenn das Suggestion war, bin ich dann Masochist?

lg
reno
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Alt 28.01.2014, 13:32   #9
longueval
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ja

im ernst, ich glaub es lag an der phonostufe, weiß der henker warum
es gab aber auch damals die vermutung, dass der bass ein wenig leiser war mit dem nait, daher spielten sie im zusammenhang mit den boxen im raum etwas mittenbetonter, was ja gern als "durchsichtig" wahrgenommen wird.

Geändert von longueval (28.01.2014 um 13:37 Uhr).
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Alt 28.01.2014, 13:39   #10
Reno Barth
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Zitat:
Zitat von longueval Beitrag anzeigen
es gab aber auch damals die vermutung, dass der bass ein wenig leiser war mit dem nait,
bass hatt ich eh keinen mit den Kan

lg
reno
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Alt 28.01.2014, 13:45   #11
longueval
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dafür konnte man sie an der wand spielen
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Alt 28.01.2014, 13:47   #12
Reno Barth
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das war auch der Hauptgrund für die Anschaffung. Hatte damals sehr wenig Platz...

lg
reno
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Alt 28.01.2014, 13:49   #13
longueval
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die abweichung von der damaligen voodookette waren die ls3/5
sonst hatte man ja als gläubiger mensch die kan als speaker
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Alt 28.01.2014, 14:01   #14
Reno Barth
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aber bitte schon aktiv!

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Alt 28.01.2014, 19:54   #15
Tintifax
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Zitat:
Gesoundete Transistor-Verstärker gibt es heutzutage kaum noch
Mein Verstärker ist aus den 80ern, da war das glaub ich noch üblich, vor allem in England.
Zitat:
nein, Du hast es Dir sicher nicht eingebildet! Ich kenne Naim-Verstärker und beschreibe dies mit einer gewissen Erdigkeit und Ruhe im Klangbild, ein Klangbild, dass auch mir auf Dauer (Langzeithörer) besser zusagt als hellere Klangstrukturen, die mitunter auf Dauer nerven können, bei aller Durchhörbarkeit.
Spricht auch für sounding, Naim hatte schon immer einen markanten Abfall im Hochtonbereich.
Das kann ich mir als einziges hörbares Unterscheidungsmerkmal vorstellen.
Das mit dem knackigereren Bass hab ich auf das fette Netzteil geschoben.
Armin75 meint
Zitat:
Und nein, es kann keinen "knackigeren Bass" erklären.
Hat da nich jemand eine Meinung dazu?
Könnte man das aus der Steilheit der Sprungantwort herauslesen?
Zitat:
Zu Naim kann ich nichts sagen, ich habe mit dieser Marke zwar schon zu tun gehabt, aber wir hatten noch keine Naim-Geräte bei unseren Vergleichstests dabei.
Schade. Ich kenne deine "berüchtigten" Blindtests. Sind im Zusammenhang mit einer Messung für mich am nähesten an der Realität. (bitte hier keine Diskussion darüber Leute!)
Da würd ich ja wahnsinnig gern meinen Verstärker und mich für so einen Test zu Verfügung stellen!
Ich würd auch gern mal meinen Verstärker und einen anderen günstigen zum Vergleich durchmessen. Kann mir dabei vielleicht jemand helfen?
Hab im Labor Frequenzgenerator, Oszi, PC mit ADC...aber wahrscheinlich zu wenig Ahnung von der Materie Audiotechnik.
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Ruark Epilogue - Naim SNAPS/NAC 62/NAP110 - Creek CD60
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