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Messtechnik, Messergebnisse Alles um das Thema Messen und Messgeräte

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Alt 28.10.2012, 17:26   #1
Phototipps.com
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Standard LS-Einmessung durch AVR - und nun?

Hi,

manche werden es wissen, dass ich mir ja unter Anderem einen Yamaha RX-V473 AVR zugelegt habe. Nachdem ich dieses Wochenende endlich so weit bin, die LS an ihren Bestimmungsort platziert zu haben und auch das renovierte Wohnzimmer so weit habe, dass es hochgradig als "fertig" deklariert werden kann, habe ich heute mal die Einmessfunktion YPAO angeworfen. Zu erwähnen wäre noch: ohne Center, da die Wandhalterung von einem der Sateliten leider getauscht werden muss.

Erstes Ergebnis nach dem Einmessen: die Mitten und Höhen klingen deutlich kräftiger, die Bässe dafür deutlich geringer. Im Vergleich zum Hören vor dem Einmessen.

Ich habe mir dann die LS-Konfiguration im AVR angesehen und bin aus dem Staunen nicht heraus gekommen:

Die Entfernung der 4 Sateliten dürfte recht genau sein (vorne knapp mehr als 3 Meter, hinten knapp 3 Meter), nur der Subwoofer wurde mit über 5 Meter gemessen (was nicht stimmen kann, denn der liegt in etwa gleich weit entfernt wie die Front-LS). Aber was mich viel mehr erstaunt hat: die Front-LS wurden mit etwa +1,5 bzw + 2,0 und die Rear-LS mit +2,5 dB eingestellt, der Sub erstaunlicher Weise mit -10 dB. Kein Wunder, wenn plötzlich die Bässe deutlich geringer ausfallen. Die Übernahmefrequenz zum SW liegt bei 80 Hz, die Sateliten schaffen laut Hersteller ab 70 Hz, was somit nicht verkehrt wäre.

Jetzt bin ich mir nicht sicher, ob ich den Subwoofer auch korrekt voreingestellt habe. Die BDA vom AVR meint, die Übergabefrequenz am Sub wäre auf MAX zu stellen - nur: was heißt in diesem Zusammenhang "MAX"? Tiefster Ton - oder höchstmöglicher Ton? Also 55 Hz? Oder 200 Hz? Ansonsten habe ich die Lautstärke auf 0 dB gesetzt und die liegt auf 0°.

Wie soll ich jetzt weiter vorgehen?

Herby
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Alt 28.10.2012, 17:30   #2
Dieter
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Zitat:
Zitat von Phototipps.com Beitrag anzeigen
Hi,


Die Entfernung der 4 Sateliten dürfte recht genau sein (vorne knapp mehr als 3 Meter, hinten knapp 3 Meter), nur der Subwoofer wurde mit über 5 Meter gemessen (was nicht stimmen kann, denn der liegt in etwa gleich weit entfernt wie die Front-LS).
Herby
Maßband und Wasserwaage helfen!
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Alt 28.10.2012, 17:44   #3
Babak
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Hallo,

Ich würde "Max" als die höchste Übernahme Frequenz versehen.

Also die 200 Hz.

Anders macht es keinen Sinn, denn der AVR die Frequenzen aufteilen soll.

LG
Babak
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“The problem with today’s world is that everyone believes they have the right to express their opinion AND have others listen to it.

The correct statement of individual rights is that everyone has the right to an opinion, but crucially, that opinion can be roundly ignored and even made fun of, particularly if it is demonstrably nonsense!”


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Alt 28.10.2012, 17:54   #4
schauki
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Hallo!
Zitat:
Zitat von Phototipps.com Beitrag anzeigen
....
Die Entfernung der 4 Sateliten dürfte recht genau sein (vorne knapp mehr als 3 Meter, hinten knapp 3 Meter), nur der Subwoofer wurde mit über 5 Meter gemessen (was nicht stimmen kann, denn der liegt in etwa gleich weit entfernt wie die Front-LS).
Er steht "akustisch" 5m entfernt. Durch Phasendrehungen unsw. muss das nicht immer exakt passen mit den echten Metern. Die Meter sind ja nur die zeitliche Verzögerung dargestellt in Länge.

Zitat:
Aber was mich viel mehr erstaunt hat: die Front-LS wurden mit etwa +1,5 bzw + 2,0 und die Rear-LS mit +2,5 dB eingestellt, der Sub erstaunlicher Weise mit -10 dB. Kein Wunder, wenn plötzlich die Bässe deutlich geringer ausfallen. Die Übernahmefrequenz zum SW liegt bei 80 Hz, die Sateliten schaffen laut Hersteller ab 70 Hz, was somit nicht verkehrt wäre.
80Hz ist ein Kompromiss der sich bewährt hat.
Den Pegel würde ich einfach selbst nach Geschmack anpassen.
Es kann sein dass eine einzelne Mode im Pegel viel höher liegt und diese durch die automatische einmessung nivelliert wird.
D.h. die Mode ist jetzt so laut wie die Sats, der Rest zu leise.
Andere Option - die Mode ist zu laut der Rest passt eher.
Es gilt hier einen Kompromiss zu finden.

Zitat:
Jetzt bin ich mir nicht sicher, ob ich den Subwoofer auch korrekt voreingestellt habe. Die BDA vom AVR meint, die Übergabefrequenz am Sub wäre auf MAX zu stellen - nur: was heißt in diesem Zusammenhang "MAX"? Tiefster Ton - oder höchstmöglicher Ton? Also 55 Hz? Oder 200 Hz? Ansonsten habe ich die Lautstärke auf 0 dB gesetzt und die liegt auf 0°.
Meine Empfehlung:
Steller direkt am Subwoofer auf höchste Frequenz stellen, d.h. er spielt sicher alles was vom AVR kommt. (Sub z.B. 200Hz ist eben höher als AVR 80Hz).

Steller für Pegel am Subwoofer dürfte passen, jetzt im AVR den Pegel anpassen so dass es bei dem bevorzugten Material passt.

Steller für Phase am Subwoofer könntest du auch mal dran drehen, es sollte so eingestellt werden dass es am Hörplatz am lautesten ist.

-> Kompromiss siehe oben.
Es kann also sein, dass mal die Mode zu laut rüber kommt, oder eben dass es zu leise wird.

mfg
schauki ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2012, 09:19   #5
Phototipps.com
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@ Babak:

Danke für das Entwirren meines gedanklichen Knopfs; nachdem ich das 5x durchgelesen habe, ists mir dann auch logisch vorgekommen.

Warum allerdings die Formulierungen in der BDA vom AVR sooo missverständlich gewählt wurde?


@ Schauki:

Danke auch Dir für die Erklärungen.

Aber irgendwie komm ich mit dem Zeug nicht so recht weiter. Ich hab also jetzt die Übernahmefrequenz am Sub auf 200 Hz gestellt und nochmal die Einmessung gestartet. Und was passiert? Es kommt eine Fehlermeldung: Pegelfehler! Laut BDA heißt das, dass einer der Lautsprecher eben zu viel oder zu wenig Pegel bringt.

Meine Vermutung lag dabei am Sub, weil der ja schon bei der ersten Messung (mit Übernahmefrequenz von 50 Hz) vom AVR mit -10 dB runtergeregelt wurde. Also habe ich den Sub auf ca -5 dB gestellt und die Messung nochmal angeworfen. Was dann auch geklappt hat.

Momentan sieht es so aus:

Front-L: 0 dB
Front-R: +2,5 dB
Rear-L: 0 dB
Rear-R: 0 dB
Sub: -6 dB
Übergabefrequenz zum Sub: 110 Hz

Den Ausreißer (Front-R) schiebe ich auf die Örtlichkeit des Lautsprechers und soll mich daher nicht sonderlich stören. Aber beim Sub komme ich irgendwie nicht klar. Vor dem Einmessen hatte ich nicht das Gefühl, dass es "schlecht" klingt, auch die Bässe waren satt und weich vorhanden, fügten sich meiner Meinung nach gut ins akustische Gesamtbild. Ich hatte auch bei keinem Ton das Gefühl, dass es irgendwie dröhnt oder sonstwie unangenehm klingt.

Im Moment klingt es aber für mich nur noch grauslich. Bestimmte Töne kommen so gut wie gar nicht mehr daher, kann man also nur "erahnen", andere wiederum tragen extrem und teilweise auch unangenehm auf. Und häufig habe ich auch den Eindruck, also würden die Sateliten und der Sub nicht zusammen spielen, sondern sich gegenseitig Konkurrenz machen. Zudem ist es jetzt so, dass der Schalldruck am Hörplatz um ein Wesentliches geringer ist als noch tiefer im Zimmer (also wenn ich mich noch weiter weg vom Sub befinde).

Ob das an der doch ziemlich hoch angesetzen Übernahmefrequenz liegt?

Was jetzt noch dazu kommt: bis vor dieser Einmessung hatte ich auch überhaupt kein Problem damit, Musik zwecks Hintergrundbeschallung (also ziemlich leise gespielt) auch ohne Sub zu hören und dennoch hatte ich das Gefühl, noch mit ausreichend tiefen Tönen versorgt zu werden. Das geht jetzt naturgemäß nicht mehr, weil ja doch zwischen den 80 und 110 Hz ein gehöriges Loch klafft. Sprich: die Frequenzen fallen jetzt bei 110 Hz ziemlich rapide ab, obwohl sie (lt Hersteller) immerhin bis 70 Hz schaffen sollten (und meiner Meinung nach auch tatsächlich tun).

Irgendwie bin ich doch ziemlich enttäuscht, was diese Einmess-Funktion betrifft. Oder gibt es doch noch einen Fehler, den ich begehe?

Herby
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Alt 30.10.2012, 10:02   #6
Babak
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Zitat:
Zitat von Phototipps.com Beitrag anzeigen
Danke für das Entwirren meines gedanklichen Knopfs; nachdem ich das 5x durchgelesen habe, ists mir dann auch logisch vorgekommen.
Gerne

Zitat:
Zitat von Phototipps.com Beitrag anzeigen
Warum allerdings die Formulierungen in der BDA vom AVR sooo missverständlich gewählt wurde?
Weil es Techniker und Experten sind.
Da ist es schwer, Dinge so einfach zu schreiben, dass sie auch nciht so gut eingeweihte verstehen.
Was für sie eine Selbstverständlichkeit ist, muss sich ein ´Laie wie unsereiner oft mal erarbeiten.

Epistemologischer Pluralismus

LG
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Alt 30.10.2012, 10:35   #7
schauki
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Zitat:
Zitat von Phototipps.com Beitrag anzeigen
...
Aber irgendwie komm ich mit dem Zeug nicht so recht weiter. Ich hab also jetzt die Übernahmefrequenz am Sub auf 200 Hz gestellt und nochmal die Einmessung gestartet. Und was passiert? Es kommt eine Fehlermeldung: Pegelfehler! Laut BDA heißt das, dass einer der Lautsprecher eben zu viel oder zu wenig Pegel bringt.

Meine Vermutung lag dabei am Sub, weil der ja schon bei der ersten Messung (mit Übernahmefrequenz von 50 Hz) vom AVR mit -10 dB runtergeregelt wurde. Also habe ich den Sub auf ca -5 dB gestellt und die Messung nochmal angeworfen. Was dann auch geklappt hat.
Ja sieht danach aus als wäre der Sub eben zu laut im Vergleich zu den Sats.
Wenn du z.B. Sats mit 100dB Kennpegel dran hast würde es anders aussehen.

Zitat:
Momentan sieht es so aus:

Front-L: 0 dB
Front-R: +2,5 dB
Rear-L: 0 dB
Rear-R: 0 dB
Sub: -6 dB
Übergabefrequenz zum Sub: 110 Hz

Den Ausreißer (Front-R) schiebe ich auf die Örtlichkeit des Lautsprechers und soll mich daher nicht sonderlich stören.
Die +2,5dB gefallen mir nicht so gut.
Hier würde ich wirklich mit Mono-Material abchecken ob bei Stereo die Mitte auch wirklich in der Mitte ist - ggfs. nachstellen.

Zitat:
Aber beim Sub komme ich irgendwie nicht klar. Vor dem Einmessen hatte ich nicht das Gefühl, dass es "schlecht" klingt, auch die Bässe waren satt und weich vorhanden, fügten sich meiner Meinung nach gut ins akustische Gesamtbild. Ich hatte auch bei keinem Ton das Gefühl, dass es irgendwie dröhnt oder sonstwie unangenehm klingt.

Im Moment klingt es aber für mich nur noch grauslich. Bestimmte Töne kommen so gut wie gar nicht mehr daher, kann man also nur "erahnen", andere wiederum tragen extrem und teilweise auch unangenehm auf. Und häufig habe ich auch den Eindruck, also würden die Sateliten und der Sub nicht zusammen spielen, sondern sich gegenseitig Konkurrenz machen. Zudem ist es jetzt so, dass der Schalldruck am Hörplatz um ein Wesentliches geringer ist als noch tiefer im Zimmer (also wenn ich mich noch weiter weg vom Sub befinde).
Hast du auch einen automatischen EQ aktiviert?
Dieser "biegt" den FG zurecht, unter Umständen eben in die falsche Richtung, weil manche Dinge nicht berücksichtigt werden beim auto-EQ.
Ist nur eine Vermutung.

Zitat:
Ob das an der doch ziemlich hoch angesetzen Übernahmefrequenz liegt?
110Hz ist jetzt nicht sooo hoch.
Aber das ist ja schnell mal umgestellt.

Zitat:
Was jetzt noch dazu kommt: bis vor dieser Einmessung hatte ich auch überhaupt kein Problem damit, Musik zwecks Hintergrundbeschallung (also ziemlich leise gespielt) auch ohne Sub zu hören und dennoch hatte ich das Gefühl, noch mit ausreichend tiefen Tönen versorgt zu werden. Das geht jetzt naturgemäß nicht mehr, weil ja doch zwischen den 80 und 110 Hz ein gehöriges Loch klafft. Sprich: die Frequenzen fallen jetzt bei 110 Hz ziemlich rapide ab, obwohl sie (lt Hersteller) immerhin bis 70 Hz schaffen sollten (und meiner Meinung nach auch tatsächlich tun).
Naja - dann eben Auto-EQ wieder raus.

Zitat:
Irgendwie bin ich doch ziemlich enttäuscht, was diese Einmess-Funktion betrifft. Oder gibt es doch noch einen Fehler, den ich begehe?
Eigentlich nicht, das ist eben das Problem dieser auto-EQs (Entfernung und Pegel passt ja eh meistens), sie können schlicht nicht alle Umstände erfassen - zumindest die einfachen mit einmal Mikro hinstellen und Knopf drücken.

Man müsste einfach viel mehr Parameter erfassen - mehrere unterschiedliche Messungen - und entsprechend nach der umfassenden Auswertung entsprechend eingreifen.

Das überfordert aber natürlich praktisch alle User.
D.h. je nach Konstellation LS, Raum, Aufstellung funktionieren diese einfachen Auto-EQs mal besser mal schlechter.

In deinem Fall anscheinend eben für dich schlechter.

mfg
schauki ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2012, 10:46   #8
MusikistTrumpf
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Wenn es Dir an Tiefen fehlt könnte dies auch an einem Gewöhnungseffekt liegen - Du hast den evtl überhöhten TT ja immer gehört. Das Einmessen hat dies evtl auf ein "normales" Niveau gebracht - noch dazu bezogen auf den Mikrostandpunkt. Für Dich klingt es jetzt fader.

Das ist nur eine weitere Option, was schauki und Babak schreiben beliebt trotzdem richtig!
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Alt 30.10.2012, 11:23   #9
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Zitat:
Zitat von schauki Beitrag anzeigen
Ja sieht danach aus als wäre der Sub eben zu laut im Vergleich zu den Sats.
Wenn du z.B. Sats mit 100dB Kennpegel dran hast würde es anders aussehen.
Hm ... laut Hersteller der Sats: Empfindlichkeit 88 dB, max.Schalldruck 104 dB ... hmm.

Zitat:
Zitat von schauki Beitrag anzeigen
Die +2,5dB gefallen mir nicht so gut.
Hier würde ich wirklich mit Mono-Material abchecken ob bei Stereo die Mitte auch wirklich in der Mitte ist - ggfs. nachstellen.
Ich vermute, das kommt daher, dass der linke LS ziemlich knapp in der Ecke positioniert ist und daher ein Teil des Schalls von der Seitenwand in Richtung Hörplatz umgelenkt wird. Der rechte LS ist quasi neben dem Türstock platziert, weswegen der Schall wohl breiter abgestrahlt wird.
Oder liege ich mit dieser Vermutung falsch?

Zitat:
Zitat von schauki Beitrag anzeigen
Hast du auch einen automatischen EQ aktiviert?
Ich hoffe nicht. Im Moment bin ich da noch am "Erforschen" was wann welche Funktion bewirkt und wann welche Funktion überhaupt schlagend wird.

Zitat:
Zitat von schauki Beitrag anzeigen
110Hz ist jetzt nicht sooo hoch.
Aber das ist ja schnell mal umgestellt.
Stimmt - nur die Zeit, all die möglichen Kombinationen auszuprobieren, fehlt mir im Moment.

Zitat:
Zitat von schauki Beitrag anzeigen
Eigentlich nicht, das ist eben das Problem dieser auto-EQs (Entfernung und Pegel passt ja eh meistens), sie können schlicht nicht alle Umstände erfassen - zumindest die einfachen mit einmal Mikro hinstellen und Knopf drücken.

Man müsste einfach viel mehr Parameter erfassen - mehrere unterschiedliche Messungen - und entsprechend nach der umfassenden Auswertung entsprechend eingreifen.

Das überfordert aber natürlich praktisch alle User.
D.h. je nach Konstellation LS, Raum, Aufstellung funktionieren diese einfachen Auto-EQs mal besser mal schlechter.

In deinem Fall anscheinend eben für dich schlechter.
Zumindest subjektiv schlechter ...

Zitat:
Zitat von MusikistTrumpf Beitrag anzeigen
Wenn es Dir an Tiefen fehlt könnte dies auch an einem Gewöhnungseffekt liegen - Du hast den evtl überhöhten TT ja immer gehört. Das Einmessen hat dies evtl auf ein "normales" Niveau gebracht - noch dazu bezogen auf den Mikrostandpunkt. Für Dich klingt es jetzt fader.

Das ist nur eine weitere Option, was schauki und Babak schreiben beliebt trotzdem richtig!
Ja, das ist mir auch schon durch den Kopf gegangen.

----------------

Na, da scheinen mir ja noch etliche spannende Abende mit dem neuen Spielzeug bevor zu stehen ...


Herby
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Alt 30.10.2012, 12:10   #10
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Hallo


Zitat:
Zitat von Phototipps.com Beitrag anzeigen
Ich vermute, das kommt daher, dass der linke LS ziemlich knapp in der Ecke positioniert ist und daher ein Teil des Schalls von der Seitenwand in Richtung Hörplatz umgelenkt wird. Der rechte LS ist quasi neben dem Türstock platziert, weswegen der Schall wohl breiter abgestrahlt wird.
Oder liege ich mit dieser Vermutung falsch?
Das kommt schon hin.

Die Einmessung misst ja den Summenpegel am Hörplatz.

Deine Schlussfolgerung ist richtig:
Der Linke LS ist näher in der Ecke, drum wird mehr von Seinem Schall in Richtung Hörplatz umgelenkt.

Der rechte LS verliert mehr Schall in den Raum, also weg vom Hörplatz.
Daher muss sein Pegel angehoben werden, damit sein Summenpegel am Hörplatz höher ist.

Da ergeben sich noch ein paar Feinheiten (Summenlokalisation durch die Reflexion des linken LS an der Wand, dadurch eine etwas schlechtere Lokalisation möglich), aber das ist ein anderes Thema.

Du hast die +2,5 dB schlüssig und mE (ferndiagnosetechnisch) richtig erklärt.




Zitat:
Zitat von MusikistTrumpf Beitrag anzeigen
Wenn es Dir an Tiefen fehlt könnte dies auch an einem Gewöhnungseffekt liegen - Du hast den evtl überhöhten TT ja immer gehört. Das Einmessen hat dies evtl auf ein "normales" Niveau gebracht - noch dazu bezogen auf den Mikrostandpunkt. Für Dich klingt es jetzt fader.
Das ist oft so.

Wenne s im Bass korrekter und trockener wird, wirkt es am Anfang fader.
Auch ich würde das auf die Hörgewohnheiten zurückführen.

Andere Frage:
Fehlt Dir etwas im Bass?
Sind Basstrmmeln oder Bassgitarren, Kontrabässe nicht hörbar?

LG
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Alt 30.10.2012, 13:27   #11
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Zitat:
Zitat von Babak Beitrag anzeigen
Du hast die +2,5 dB schlüssig und mE (ferndiagnosetechnisch) richtig erklärt.
Passt - soll also heißen, so ganz unbedarft scheine ich doch nicht zu sein. :)

Zitat:
Zitat von Babak Beitrag anzeigen
Wenne s im Bass korrekter und trockener wird, wirkt es am Anfang fader.
Auch ich würde das auf die Hörgewohnheiten zurückführen.
Wie gesagt: ich bin nicht ganz abgeneigt, daran zu glauben. Aber:

Zitat:
Zitat von Babak Beitrag anzeigen
Andere Frage:
Fehlt Dir etwas im Bass?
Sind Basstrmmeln oder Bassgitarren, Kontrabässe nicht hörbar?
Schwierig zu erklären, wie es sich anhört.

Beispiel: Ich spiele eine Life-CD von "The Worried Men Skiffle Group", wo ja der Kontrabass das tiefste Instrument ist. Wenn ich mich jetzt auf eben diesen Kontrabass konzentriere, dann ergibt sich folgendes Klangbild: die höheren Töne sind nur dann wahrzunehmen, wenn die übrigen Akteure ziemlich leise sind (also auch nicht gesungen wird). Ansonsten überlagern eben diese Stimmen oder "Instrumente" den Bass fast zur Gänze; auf jeden Fall meilenweit entfernt, um als tragende Säule für den Rest der Musik zu dienen. Nur die tieferen Töne vom Kontrabass kommen ausnahmslos immer durch, und nach meinem Geschmack sogar deutlich zu stark, sodass sie eher unnatürlich klingen und sich vom Rest der Akteure deutlich abheben (von daher eben meine Formulierung oben: Konkurriert anstatt zusammen zu arbeiten.

Interessanter Weise war genau dieser, jetzt fehlender, Frequenzbereich deutlich besser, als ich die Übergabefrequenz auf 80 Hz hatte, ohne dass die noch tieferen Frequenzen übermäßig stark aufgespielt hätten. Im Gegenteil: ich habe das Gefühl, dass eben diese tiefen Bässe unter diesen Umständen eher zurückhaltender waren als jetzt nach dem Einmessen.

Herby
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Alt 30.10.2012, 14:16   #12
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Hallo Herby

Zitat:
Zitat von Phototipps.com Beitrag anzeigen
Passt - soll also heißen, so ganz unbedarft scheine ich doch nicht zu sein. :)
Genau.

Zitat:
Zitat von Phototipps.com Beitrag anzeigen
Schwierig zu erklären, wie es sich anhört.

Beispiel: Ich spiele eine Life-CD von "The Worried Men Skiffle Group", wo ja der Kontrabass das tiefste Instrument ist. Wenn ich mich jetzt auf eben diesen Kontrabass konzentriere, dann ergibt sich folgendes Klangbild: die höheren Töne sind nur dann wahrzunehmen, wenn die übrigen Akteure ziemlich leise sind (also auch nicht gesungen wird). Ansonsten überlagern eben diese Stimmen oder "Instrumente" den Bass fast zur Gänze; auf jeden Fall meilenweit entfernt, um als tragende Säule für den Rest der Musik zu dienen. Nur die tieferen Töne vom Kontrabass kommen ausnahmslos immer durch, und nach meinem Geschmack sogar deutlich zu stark, sodass sie eher unnatürlich klingen und sich vom Rest der Akteure deutlich abheben (von daher eben meine Formulierung oben: Konkurriert anstatt zusammen zu arbeiten.

Interessanter Weise war genau dieser, jetzt fehlender, Frequenzbereich deutlich besser, als ich die Übergabefrequenz auf 80 Hz hatte, ohne dass die noch tieferen Frequenzen übermäßig stark aufgespielt hätten. Im Gegenteil: ich habe das Gefühl, dass eben diese tiefen Bässe unter diesen Umständen eher zurückhaltender waren als jetzt nach dem Einmessen.
Da hast Du eien Aufnahme eines INstruments, das sich eigen verhält und für solche Testzwecke nicht die richtigen Signale generiert.

Fang einmal mit einer Aufnahme mit einer knackigen trockenen Basstrommel, Kickdrum etc.

Kurze Signale mit steilen Transienten sind hier mal am wertvollsten.

LG
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Alt 30.10.2012, 14:54   #13
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Zitat:
Zitat von Babak Beitrag anzeigen
Fang einmal mit einer Aufnahme mit einer knackigen trockenen Basstrommel, Kickdrum etc.
Jetzt überlege ich schon eine Zeit lang und spiele meine CD-Sammlung mehrmals im Kopf durch - aber ich fürchte stark, dass ich damit nicht dienlich sein kann. Meinen Lebetag hab ich noch nie verstanden, was das Faszinierende am Schlagzeug im Allgemeinen und am Kickdrum im Speziellen sein soll. Mich schreckt Musik, bei dem sich das Schlagzeug dermaßen in den Vordergrund drängt, in den allermeisten Fällen extrem ab und ich bezeichne das für mich nicht als "Musik". Wenn die Anlage sowas verschluckt, wäre es mir nur recht. Das Erträglichste in dieser Hinsicht ist für mich beispielsweise die Tina Turner mit "The Best" (und das ist da schon hart an der Grenze und macht es für mich auch wegen des warmen, rollenden Basses im Hintergrund halbwegs erträglich).

Paukenschläge in klassischen Stücken kommen ganz gut rüber - wobei ich das nicht einschätzen kann, inwieweit das Deiner Vorgabe nach "knackig" und "trocken" tatsächlich kommt.

Herby
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Alt 30.10.2012, 15:23   #14
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Hallo

Lass mich mal kramen.

Eine CD mir sehr gutem Schlagzeug habe ich verborgt.
Da könnte ich mit einem 192 kbit AAC dienen.

Oder ich finde noch was, das Schlagzeugtechnisch dich nicht zu sehr stresst.

LG
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Alt 30.10.2012, 15:30   #15
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Zitat:
Zitat von Babak Beitrag anzeigen
Eine CD mir sehr gutem Schlagzeug habe ich verborgt.
Da könnte ich mit einem 192 kbit AAC dienen.
Gerne & Danke - und wenn Du mir dann gleich eine "Anleitung" geben kannst, auf was genau ich achten soll ...

Wie groß ist so ein AAC-Ding?

Zitat:
Zitat von Babak Beitrag anzeigen
Oder ich finde noch was, das Schlagzeugtechnisch dich nicht zu sehr stresst.
Ich sag mal so: zum Probehören werde ich es wohl aushalten - umstimmen muss es mich ja nicht.


Herby
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