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Alt 05.03.2015, 16:29   #16
Stefan A.
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: gewohnheitstier

Hallo

Ich möchte hier mal den Begriff der Prägung in den Raum stellen. Schon vor der geburt fängt die Prägung an. Auch wenn die Stimme der Mutter im Bauch sehr (ungünstig) bedämpft wird und um Körperschwingungen ergänzt, erkennt das Neugeborene die Mutter an der Stimme. Es ist darauf geprägt. Ein m.M. nach gutes negatives Bsp. dafür: Kinder die mit ständigen Streitereien od. sogar körp. Gewalt konfrontiert werden fallen selbst als Erwachsene in kindliche Verhaltensmuster zurück wenn man sie mit erkennbaren Situationen konfrontiert. Dabei spielt es nicht einmal eine Rolle ob sie persönlich betroffen sind oder die Betroffenen überhaupt kennen (teil der faszination Hartz-IV TV).
Der Mensch hat evolutionär sich immer schon an veränderte Bedingungen anpassen müssen. Aus diesen verschiedenen Anpassungen habe wir uns entwickelt mit allen stärken (?) und Schwächen. Was aber alle menschlichen Fähigkeiten und Voraussetzungen betrifft gibt es Konstanten die evolutionär verankert wurden weil Gleichbleibend. Auch das ist Prägung.

Die maslowsche Bedürfnispyramide gibt da auch schon einen guten Anhaltspunkt über die evolutionäre und persönliche Prägung. Die ev. Prägung bezieht sich dabei auf das Überleben und die pers. Prägung auf das Erleben. Das Erleben kann das Überleben aber modulieren weshalb die nicht körperlichen Bedürfnisse auch mal verutschen können. Ein aktuelles Bsp. dafür ist die Tendenz der letzten Jahre für soziale Anerkennung/Zugehörigkeit die Sicherheit (denke da an die Finanzielle) zu opfern.
http://heinzrobert.com/tag/abraham-maslow/

Lassen wir mal die erste Ebene weg, es sei denn jemand bekommt beim Lesen Herz/Kreislauf Probleme.
Sicherheit erfahren wir in einer geschützten, geborgenen Umgebung. Alles was wir mit dieser Umgebung verbinden, wird uns stärker beeinflussen als z.B. Ästhetik (auch hier kann es zu Ausnahmen kommen, wenn z.B. Ästhetik im kindlich, sozialen Umfeld eine soziale Größe darstellt).
Nur findet eben diese Erkennung meist (gerade in den Ebenen 2 u. 3) nicht vordergründig statt sondern wird vom Gehirn im Hintergrund über Wiedererkennung ausgelöst. Dazu reichen dem Gehirn kleine Details, die vom bewussten Denken erst mal gar nicht wahrgenommen werden müssen.
UND, je mehr es sich um exestenzielle Bedürfnisse handelt, je härter werden diese verteidigt. Wenn diese dann noch unbewusst sind, auch gerne mal mit den wahnwitzigsten Argumenten und Methoden.

LG
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Alt 05.03.2015, 16:41   #17
longueval
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Beiträge: 5.930
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Standard AW: gewohnheitstier

ja, es ist erschreckend, oder eben auch gerade nicht, wie sehr wir durch prägung und das unbewusste gesteuert sind. besonders wenn es um schnelle entscheidungen geht (gefällt gefällt nicht).
bei den ästhetischen mustern ist es die redundanz, die wir dafür vorrätig haben und die leichte abänderung davon, die wir als neuartig empfinden, obwohl sie auf bekannten mustern fußt.

da kommt, zb bei der musik, auch her, wenn wir mit einer musikform mehr oder weniger anfangen können.
das völlig andersartige ergibt keine wiedererkennungsmuster.
wer den groov mit der muttermilch einsaugt, wird mit dem swing nicht glücklich und wehrt sich gegen den 3/4

dagegen hilft nur neugier
__________________
ALSregel: besser man kann mehr, als man macht, als man macht mehr, als man kann. (brecht)
longueval ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2015, 19:23   #18
ra
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Registriert seit: 26.03.2014
Beiträge: 1.526
ra befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard AW: gewohnheitstier

Zitat:
Zitat von longueval Beitrag anzeigen

dagegen hilft nur neugier
voll zustimm!!!
neugierde macht flexibel.

gruß reinhard
ra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2016, 00:08   #19
DIN-HiFi
Hört gerne nach DIN :-)
 
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Registriert seit: 22.01.2016
Beiträge: 2.524
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Standard AW: gewohnheitstier

Zitat:
Zitat von Dezibel Beitrag anzeigen
Ich habe seit gut drei Jahren tonal nichts verändert - ob das gesund ist ?
Man kann sogar ruhig länger nichts verändern, solange keine bahnbrechende zu hörende neue Technik kommt.

Edit: Mit dem Umstieg auf Digital ist das meiste getan denke ich. Jetzt wird es nur noch um Lautsprecher und Kopfhörer gehen. Und wenn man sich an etwas angenehmes aus dieser Gerätegruppe gewöhnt hat dann ist es eben auch gut so. Konrad Adenauer sagte einmal: "Keine Experimente". Aber das Herumbasteln und Herumprobieren hat auch einen spielerischen Reiz. Wenn mir jemand sagen würde meine HiFi Anlage oder der Computer für die Digitale Anwendung wäre mein Spielzeug so würde ich ihm einfach Recht geben und gut ist es dann.
__________________
Empfehlenswerte Hintergrundinfos: http://pelmazosblog.blogspot.co.ke Testberichte und Trends: http://www.hifitest.de Meine Äußerungen stellen lediglich meine ganz persönliche Meinung und Empfehlung dar. Sie erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit.

Geändert von DIN-HiFi (22.03.2016 um 00:22 Uhr).
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