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Einzelkomponenten und Erfahrungen damit Subjektive Beurteilung verschiedener Komponenten in Testform

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Alt 18.03.2015, 06:25   #1
Senator1962
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Standard Neues Feature bei den LINN Netzwerkspielern

Hallo zusammen,

alle Linn Netzwerkstreamer bekommen "SPACE Optimisation", auch alle die bereits auf dem Markt bzw. beim Käufer sind, per kostenlosem Software-Update.

Was heißt das? Die bereits aus dem EXAKT System bekannte digitale Raum-und Aufstellungskorrektur steht in einer weiterentwickelten Form jetzt für alle jemals gebauten DS und DSM Netzwerkstreamer zur Verfügung. Die Raumkorrektur bewirkt die Korrektur unerwünschter Raummoden, z.B. Baßresonanzen und optimiert den Klang in Relation zur Position der Lautsprecher im Raum und zur Hörposition. Das ist klanglich ein sehr deutlicher Fortschritt.

Die Aufstellungskorrektur erlaubt es, die Lautsprecher so aufzustellen, wie es von der Einrichtung her gewünscht ist und trotzdem den Klang zu erhalten, der bei normalerweise akustisch richtigerer Aufstellung erreicht wird. Schon vom Start weg sind in der Software alle Linn-Lautsprecher und auch schon etliche von anderen Herstellern berücksichtigt, z.B. B&W. Linn ergänzt das zügig um immer mehr Lautsprechertypen von Fremdherstellern. Beide Korrekturen erfolgen verlustfrei in der digitalen Domäne bei extrem hohen Bitraten. Das hat es so bisher noch nirgends gegeben! Erstmals sind solche Korrekturen ohne klangliche negative Nebenwirkungen möglich.

Es sind zwar endlos viele Einstellungsoptionen machbar, aber der o.g. Text von Pohl in Mainz hat Recht: ein toller und hörbarer Sprung nach vorne! Von Vorteil ist dabei die ständige Vergleichsmöglichkeit, da man SPACE einfach ein- und ausschalten kann. Da mein Hörraum leider weit weg vom Ideal ist, eine echt tolle Option und dazu ohne Mehrkosten für eine separate (elektronische) Lösung. Jedenfalls freue ich mich riesig darauf, mich in den kommenden Tagen damit intensiv zu beschäftigen.

Die Linn Geräte sind wahrlich keine Billigangebote, aber an Betrachts solcher Lösungen bekommt das Thema "Preis wert" einen neuen Stellenwert. Jedenfalls freue ich mich, dass es noch immer Unternehmen gibt, die einen solchen "after sales" Service anbieten. Nichts gegen Sonus Faber, deren "Musica" Verstärker ich sehr schätze aber hinsichtlich Service und Kommunikation liegen da Welten dazwischen. Und dies ist kein Vorwurf gegen den deutschen Vertrieb, der sich redlich müht. Das Problem liegt vielmehr am Hersteller. Und da zeigen sowohl B&W als auch Linn, wie es sein soll!

Wie sieht das eigentlich bei den anderen "üblichen Verdächtigen" aus? Gibt es diese Art von Upgrade/Service auch bei T&A, Burmester & Co.? Oder steht dort der Verkauf eines Neugeräts im Vordergrund?

Gruss,
DS

PS: die ersten drei Absätze stammen von Rainer Pohl, Mainz.
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Alt 18.03.2015, 06:46   #2
David
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Na klar ist so etwas erfreulich, aber es hat auch (natürlich beabsichtigt) guten Werbeeffekt, alleine schon dadurch, dass diese Marken (wie auch jetzt hier) genannt werden.

Also positiv, aber auch eigennützig.
__________________
Gruß
David


Erst wenn man begriffen hat, dass Raumakustik, Lautsprecheraufstellung und Hörplatzwahl wichtiger sind als die Anlage selbst, hat man die Audiowiedergabe verstanden.
Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich
Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst, wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen werden konnten. Das gilt für das was ich selbst zu hören glaube ebenso.
Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
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Alt 18.03.2015, 09:59   #3
Senator1962
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Zitat:
Zitat von Hifiaktiv Beitrag anzeigen
Na klar ist so etwas erfreulich, aber es hat auch (natürlich beabsichtigt) guten Werbeeffekt, alleine schon dadurch, dass diese Marken (wie auch jetzt hier) genannt werden.

Also positiv, aber auch eigennützig.
Hallo David,
streite ich ja auch gar nicht ab aber ich brauche Dir doch nicht zu sagen, was eine externe elektronische "Hilfe" kostet. Vielleicht kann diese sogar noch mehr an Einstellungen aber die direkte Integration scheint mir doch etwas echt Außergewöhnliches.

Last but not least sehe ich meine Frage, was denn der Wettbewerb unternimmt, eher rhetorisch, denn m.W. ist man dort extrem zurückhaltend, sprich "kaufen Sie das Model MK2, denn dies kann......extra und mehr" - Die Linn' sind sicher keine Schönheiten (vom Klimax abgesehen, den ich mir nicht leisten kann) aber was die Schotten darin verbauen, sollte sowieso eher in Glasgehäuse zum Bestaunen kommen Für mich war es jedenfalls die Vielfalt und die ständigen Updates der Software mit neuen Funktionen, welche mich damals zum Kauf bewegten. Und da hat Linn bisher nie zuviel versprochen, im Gegenteil.

Als kleine Anekdote ein Vergleich mit Denon: ich hatte rund € 6k in deren A1 Top Verstärker gesteckt, dazu nochmals viel Geld in den passenden CD/SACD Player. Beide Geräte wurden als sehr zukunftssicher beschrieben, weil man ganz einfach Komponenten austauschen könne bzw. durch Software Updates neue Funktionen addieren könne. Ende vom Lied: der A1 konnte mit dem eingebauten Modul nur *.wav Files abspielen, keine *.flac usw. - Kommentar seitens Denon: "...wir bauen das Gerät nicht mehr, weil zu wenig davon verkauft wurden; aber sehen Sie sich doch mal die Nachfolger an..." - Klar, ich finde es toll, dass die Investition sich innerhalb solch' kurzer Zeit quasi auflöst. Und dann weinen deren Vorstände, dass sich der Markt und Umsatz so schlecht entwickeln, etc. - großes Kino, oder?

Ich habe sowohl bei Linn als auch bei B&W (beide bewerben den Markt ebenfalls aktiv) sehr positive Erfahrungen mit deren "After Sales" und kann daher diese Marken uneingeschränkt empfehlen. Im Gegensatz dazu ein totales Chaos bei Denon, Marantz und Teufel: teilweise reagiert man nicht mal auf Schreiben! Du kannst Dir sicherlich vorstellen, was bei mir nicht mehr im Haushalt steht, und wenn deren Geräte noch so gut getestet werden. Wer seine Kohle nur ins Marketing steckt, hat bei mir versch***n! Und bei mir sind seit Oktober rund € 12k (hatte einen schönen Extraauftrag erledigen können) in neues Gerät und Zubehör** geflossen, also nicht nur theoretisches Herumgerede, sondern nackte Fakten. Und meine bessere Hälfte (wir leben räumlich getrennt) hatte sich im Dezember einen CD-Player von einer der o.g. Marken gekauft - dieser sollte inzwischen einen neuen Besitzer gefunden haben, denn das Gerät haben wir dann ohne Angabe von Gründen retourniert! Sie hört jetzt über einen Cambridge, welchen wir günstig erhalten haben (der Linn war selbst gebraucht über dem verfügbaren Budget), jetzt an der Kiko hängt und dort klanglich eine sehr gute Figur macht.

Wie Du siehst, keine Werbung von meiner Seite sondern eher Frust darüber, wie sich manche Unternehmen verhalten, nachdem sie dem Kunden etwas verkauft haben. Service? Ich nix verstehen....

Dir einen schönen Tag
Gruss, Dirk

** = hier wohl eher kein Thema für Details
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Alt 18.03.2015, 11:24   #4
longueval
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restek wird demnächst in seinen netzwerkplayer per software ein raumkorrektursystem implementieren. es dürfte also ein zug in diese richtung fahren

http://www.restek.de/mams-audio-rend...nd-da-wandler/

als softwarelösung finde ich dirac am interessantesten (preis leistung)
da ich selbst ein gerät (antimode) mit was ähnlichem betreibe, habe ich immer ein halbes auge auf die entwicklung.

andererseits
bei allen diesen systemen kann man natürlich die physik nicht aushebeln, aber eine deutliche verbesserung ist möglich
__________________
ALSregel: besser man kann mehr, als man macht, als man macht mehr, als man kann. (brecht)
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Alt 18.03.2015, 12:48   #5
ruedi01
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Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, was es für einen Vorteil hat, sich so einen propritären Elektronikkram zu kaufen. Egal ob Linn, Denon, Restek oder sonstwas.

Eine Standard-PC Hardware (nur leise sollte die Kiste sein), meinetwegen mit optisch ansprechendem Gehäuse, dazu ein OS nach Wahl (Windows, Linux, sonstwas) und gute Musikverwaltungs- und Wiedergabeprogramme, die gibt es meist gratis und man hat einen ausgezeichneten Musikserver. Das lässt sich locker für unter 1000 € realisieren. Und kann natürlich bei Bedarf noch viel mehr als nur Musik wiedergeben und verwalten.

Dagegen kann mich nichts was die klassischen Hifihardware Hersteller anbieten überzeugen. Zu unflexibel, zu eingeschränkt, zu teuer und man ist immer auf den einen Hersteller angewiesen wenn es um den Service geht. Wenn der nicht mehr will, dann steht man dumm da.

Gruß

RD
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Alt 18.03.2015, 13:33   #6
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Zitat:
Zitat von Senator1962 Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,...Beide Korrekturen erfolgen verlustfrei in der digitalen Domäne bei extrem hohen Bitraten. ...
Gruss,
DS

PS: die ersten drei Absätze stammen von Rainer Pohl, Mainz.
Was ist extrem hoch ?
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Alt 18.03.2015, 13:52   #7
schauki
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Zitat:
Zitat von ruedi01 Beitrag anzeigen
Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, was es für einen Vorteil hat, sich so einen propritären Elektronikkram zu kaufen. Egal ob Linn, Denon, Restek oder sonstwas.
Funktionierende Lösung ohne sich mit Konfiguration usw. beschäftigen zu müssen.

Zitat:
Eine Standard-PC Hardware (nur leise sollte die Kiste sein), meinetwegen mit optisch ansprechendem Gehäuse, dazu ein OS nach Wahl (Windows, Linux, sonstwas) und gute Musikverwaltungs- und Wiedergabeprogramme, die gibt es meist gratis und man hat einen ausgezeichneten Musikserver. Das lässt sich locker für unter 1000 € realisieren. Und kann natürlich bei Bedarf noch viel mehr als nur Musik wiedergeben und verwalten.
Gitbs fertig bei div. HTPC Anbietern kostet dann je nach High-End Anspruch soviel wie bei den HiFi Herstellern.

Zitat:
Dagegen kann mich nichts was die klassischen Hifihardware Hersteller anbieten überzeugen. Zu unflexibel, zu eingeschränkt, zu teuer und man ist immer auf den einen Hersteller angewiesen wenn es um den Service geht. Wenn der nicht mehr will, dann steht man dumm da.
Man könnte auch sagen "spezialisiert".
Das was sie können - nämlich Musik wiedergeben - machen sie besonders gut.

Ein so gutes/nutzerfreundliches Bedienkonzept samt Oberfläche wie z.B. von Sonos habe ich bisher bei keinem "Standard-PC" gesehen. Und Sonos sind eher im unteren Preissegment angesiedelt. 350 Euro für den Connect.

mfg
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Alt 18.03.2015, 15:42   #8
longueval
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ich kann jetzt nur vom restek schreiben

der ist praktisch der mdac+ plus einem linux rechner, plug and play
der falter wird ein zusatznutzen werden.

da ich den mdac+ schon habe, hab ich die entwicklung beobachtet und glaube, dass das ein interessantes gerät ist. nicht mehr und nicht weniger.

in meinem raum hab ich schon interesse halber einiges ausprobiert auch das sündteure trinnov system. alles nette sachen ,,, wenn auch teuer.

da bei mir paktisch der geräuschlose pc fast immer läuft, brauch ich keinen streamer.
aber man schaut sich halt an, was die purschen so machen und das neue restek gerät gefällt mir.
__________________
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Alt 18.03.2015, 17:53   #9
ruedi01
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Zitat:
Ein so gutes/nutzerfreundliches Bedienkonzept samt Oberfläche wie z.B. von Sonos habe ich bisher bei keinem "Standard-PC" gesehen. Und Sonos sind eher im unteren Preissegment angesiedelt. 350 Euro für den Connect.
OK, das Sonos System scheint sehr ausgereift zu sein, hat ein überzeugendes Bedienkonzept und die Preise sind vollkommen akzeptabel. Aber was Linn und andere Nobelhersteller da machen ist...gelinde gesagt...übertrieben.

Zitat:
da bei mir paktisch der geräuschlose pc fast immer läuft, brauch ich keinen streamer. aber man schaut sich halt an, was die purschen so machen und das neue restek gerät gefällt mir.
Das ist wie bei Armbanduhren...meine Funkuhr zeigt die Zeit genauer an als jede noch so teure mechanische Uhr und stehen bleibt sie auch nie, bis die Batterie leer ist. Meine läuft jetzt seit rund 5 Jahren, mit der ersten Batterie und neu stellen muss man so eine Uhr auch nicht, das geht von selber...aber als Statussymbol taugt so ein elektronischer Wecker von dem es vermutlich Millionen auf der Welt gibt nun mal nicht.

Gruß

RD
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Alt 18.03.2015, 18:19   #10
Senator1962
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Zitat:
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Dagegen kann mich nichts was die klassischen Hifihardware Hersteller anbieten überzeugen. Zu unflexibel, zu eingeschränkt, zu teuer und man ist immer auf den einen Hersteller angewiesen wenn es um den Service geht. Wenn der nicht mehr will, dann steht man dumm da.
Hallo Ruedi,

Deine Meinung teile ich nur bedingt: an wen wende ich mich, wenn ein PC Zusammenbau nicht funktionieren will? Da fühlt sich ja absolut keiner zuständig. Wie denn auch, wenn ich die Teile selbst zusammenstelle und diese niemals vorher miteinander auf einwandfreie Funktion getestet wurden? Und bei Apple erscheint mir das verfügbare Zubehör für eine HiFi-taugliche Maschine eher limitiert.

Preislich gibt es m.E. nur marginale Unterschiede, gleiche Qualität vorausgesetzt. Ein hochwertiger Wandler dürfte für den Eigenbauer eher teurer als billiger sein, denn ich kaufe ja keinerlei beachtliche Stückzahlen. Mir fehlen ferner die entsprechenden Kenntnisse, was wie klingt, was besser oder schlechter ist. Aber genau dafür werden ja Entwickler beschäftigt, die dies wissen bzw. können.

Über "zu teuer" will ich gar nicht sprechen, denn dies ist ein subjektives Empfinden eines jeden Einzelnen. Ein Hersteller sollte wissen, was sein Produkt "wert" ist. Auch habe ich kein Problem damit, dass ein Hersteller ordentlichen Profit erwirtschaftet, denn nur dann wird er auch künftig in R&D, Kundendienst, etc. investieren können. Und irgendwelche Diskussionen über Billiglöhne(r) bin ich auch leid, aber das ist wohl ein anderes Thema, welches hier den Rahmen sprengen würde. Nur bei "billig, billig" werden wir dies nicht lösen. Weder hier noch woanders.

Ein Forum als Ersatz für den Kundendienst ist genau das, was ich nicht mag - ein Hersteller hat für seine Produkte auch nach dem Kauf geradezustehen. Und wer dies als Bestandteil seines Geschäftsmodells sieht, ist für mich inakzeptabel. Gleiches gilt für all' die Copybuden, die den Aufwand für eigenes R&D scheuen und dann billig bei Dritten abkupfern (gilt nicht nur für die Unterhaltungselektronik).

Jedenfalls freue ich mich darüber, dass es immer noch Hersteller gibt, die Trends setzen und auch nach Jahren für mich da sind. Leider ist unsere Gesellschaft aber immer weniger bereit, den Unterschied zwischen Qualität und Billigem zu goutieren, seien es Lebensmittel oder eben Hifi. Sehr schade!

Gruss,
DS
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Alt 18.03.2015, 19:23   #11
ruedi01
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Also was die Hardware betrifft, das ist heute wirklich kein Problem mehr. Und wenn man sich das selber nicht zutraut, dann gibt es genügend Anbieter, die das fix und fertig liefern und natürlich auch die Gewährleistung dazu bieten.

Wandlertechnik spielt heute auch keine Rolle mehr. Die klanglichen Unterschiede sind bestenfalls marginal. Und gute Wandler sind billig zu bekommen.

Die Spreu vom Weizen trennt sich bei dem Bedienkonzept, der Formatkompatibilität, der Zuverlässigkeit und dem Komfort. Und vielleicht noch bei Design und Verarbeitung. Letzteres ist allerdings Geschmacksache.

Mein schon etwas älterer Bluray-Disc Spieler hat als Gooddie eine WLAN Streamingfunktion (nicht nur für Audio). Wenn die Büchse jetzt noch mit Taggs umgehen könnte wäre das schon fast perfekt, leider kann die Kiste nur Ordnernavigation.

Das ist alles heute kein Hexenwerk mehr und schon gar keine mehrere tausend Euros wert. Das ist Scharlatarnerie...Das Geld ist da gut investiert, wo der Sound gemacht wird, bei den Lautsprechern und der Raumakustik. Da ist es richtig angelegt.

Gruß

RD
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Alt 18.03.2015, 19:29   #12
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Ich war nie ein Freund von Linn und bin es nach wie vor nicht (hat nur mit deren Firmenphilosophie in der Vergangenheit zu tun), aber man muss es objektiv sehen und da gibt es nichts zu diskutieren, diese Produkte sind sehr gut gebaut. Billig sind sie nicht, aber "Mogelpackungen" sind es auch nicht.

Dass man die gleiche tonale Qualität auch viel billiger bekommen kann, das ist sowieso klar. Aber das gilt für alle teueren HiFi Elektronik-Produkte.
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Gruß
David


Erst wenn man begriffen hat, dass Raumakustik, Lautsprecheraufstellung und Hörplatzwahl wichtiger sind als die Anlage selbst, hat man die Audiowiedergabe verstanden.
Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich
Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst, wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen werden konnten. Das gilt für das was ich selbst zu hören glaube ebenso.
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Alt 19.03.2015, 11:25   #13
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Zitat:
Zitat von ruedi01 Beitrag anzeigen
Also was die Hardware betrifft, das ist heute wirklich kein Problem mehr. Und wenn man sich das selber nicht zutraut, dann gibt es genügend Anbieter, die das fix und fertig liefern und natürlich auch die Gewährleistung dazu bieten.
Ruedi, sorry aber dies entspricht nicht der Realität: es dürfte nur wenig andere Industrien geben, wo Insolvenzen, Pleiten und Pannen so an der Tagesordnung sind wie im IT Segment. Ich sage damit nicht, dass es dort gute und sehr gute Ansätze gibt bzw. gegeben hat, aber wo sind die Läden wie Hifidelio, Hush & Co? und was mache ich im Fall des Falles? Außer dicken Backen verbleibt mir leider wenig...

Zitat:
Zitat von ruedi01 Beitrag anzeigen
Wandlertechnik spielt heute auch keine Rolle mehr. Die klanglichen Unterschiede sind bestenfalls marginal. Und gute Wandler sind billig zu bekommen.
Sorry, aber es gibt - je nach restlicher HiFi Geräte Ausstattung - schon gut hörbare Unterschiede. Und es dürfte auch nicht einfach damit getan ist, einen bestimmten Wandler einzulöten - der Rest im DAC sollte exakt darauf abgestimmt sein. Nimm' doch auch einfach mal das Thema der Belüftung - die geräuschlose Heatpipe ist nun einmal aufwändiger als der Ventilator. Und Aufwand in der Berechnung, gglfs. beim Gehäuse kostet es außerdem noch...


Zitat:
Zitat von ruedi01 Beitrag anzeigen
Die Spreu vom Weizen trennt sich bei dem Bedienkonzept, der Formatkompatibilität, der Zuverlässigkeit und dem Komfort. Und vielleicht noch bei Design und Verarbeitung. Letzteres ist allerdings Geschmacksache.
Mit Sicherheit wesentliche Punkte. Nur mal als Beispiel: den Linn DS schalte ich an und kann sofort Musik hören. Selbst meine Workstation mit viel Speicher, SSD Platten, usw. benötigt ein vielfaches an Zeit, um aus dem Schlag in einen arbeitsfähigen Zustand zu kommen (der Mediarechner braucht da wesentlich länger). Subjektiv ist mir dies einen Mehraufwand an Kosten wert. Auch die Software zum Bedienen ist gut: meine bessere Hälfte kommt damit ohne Probleme zurecht. Zwar arbeitet sie auch jeden Tag im Büro mit dem PC aber sie will sowohl beim Fernsehen als auch Musikhören nicht erst einen Rechner hochfahren müssen, sondern dies muss/soll per FB schnell und unkompliziert gehen...; die Kommentare bei Apple zeigen, dass dies auch nicht für alle Aps gilt, die am Markt angeboten werden.


Zitat:
Zitat von ruedi01 Beitrag anzeigen
Das ist alles heute kein Hexenwerk mehr und schon gar keine mehrere tausend Euros wert. Das ist Scharlatarnerie...Das Geld ist da gut investiert, wo der Sound gemacht wird, bei den Lautsprechern und der Raumakustik. Da ist es richtig angelegt.
Da spricht nichts dagegen, dass auch die LS bzw. Akustik ein entsprechendes Budget erhalten. Aber den Aufwand einiger seriöser Hersteller als Scharlatarnerie darzustellen, ist m.E. derb daneben.

Ob bspw. der von B&M geforderte 6-stellige Betrag für die eine Aktivbox oder der große Burmester Streamer die geforderten € 40k wert sind, bestimmt jeder für sich selbst. Dies ist rein subjektiv, denn selbst wenn wir uns einig wären, würden uns der Chinese oder Russe hier widersprechen. Ich würde auch gerne einen Bentley zum Preis eines Dacias haben, aber es will mir nicht gelingen. Und beide Wagen bringen mich zum Ziel, mit beiden kann ich zu schnell sein, was mich den Führerschein kosten wird, etc. - aber es gibt trotzdem Unterschiede, oder?

Auch ich hätte gerne einige Dinge, die ich mir nicht leisten kann, andere aber schon. Ich bewundere diese Menschen eher als diese zu beneiden, was aber wohl in Deutschland seit einigen Jahren eher die Ausnahme ist... (für akzeptables HiFi in der komfortablen Wohnung und 2 Autos vor der Tür (sorry, in der Garage) hat es immerhin schon gereicht )

Aber ist bei (Raum)Akustik nicht der Fachhandel gefragt? Wenn man dort die Akustik komplett vergisst und dem Kunden lieber noch ein teures Kabel aufschwatzt, dann ist dies kein FACH Händler. Das Kabel kann nur das letzte Glied sein, um ein dezentes Feintuning zu betreiben. Wenn der Raum aber akustisch ein Desaster ist, dann hilft auch das teure Kimber Select (schwarze Mamba o.ä.) nicht, dies zu korrigieren.

Insofern sollte man in den Internetforen (gilt auch hier) die Kabel- und Zubehöranhänger nicht verteufeln, sondern vielmehr aufklären, dass Schritt 1 vor Schritt 2 kommt. Bevor ich besondere Schuhe kaufe, sollte ich erst mal laufen lernen, oder? Und mit Akustikelementen sollte man doch ebenfalls Geld verdienen können. Jedenfalls würde ich mich freuen, wenn es größere Auswahl - ähnlich wie bei Kabel & Co. - gäbe, denn dann würden wir sicher auch für das Wohnzimmer etwas finden, was dem Anspruch meiner besseren Hälfte und mir entspräche.

Gruß
DS
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Alt 19.03.2015, 11:53   #14
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Dass man die gleiche tonale Qualität auch viel billiger bekommen kann, das ist sowieso klar. Aber das gilt für alle teueren HiFi Elektronik-Produkte.
David, hier siehst Du schon sehr gut, wie Meinungen über das gleiche Unternehmen auseinander gehen können...

Ich habe übrigens nichts gegen Eigenbau und verwende bspw. die Koax Cinchkabel, die vor vielen Jahren in der Stereoplay vorgestellt wurden. Und es hat mir einen Heidenspaß gemacht, diese zusammen zu löten und weil die Dinger bei mir klanglich wirklich klasse sind. Dies muss aber nicht für andere (Elektronik)Kombinationen gelten.

Als Kaufmann traue ich mir aber nicht den Eigenbau bspw. eines Verstärkers oder DAC zu. Mir sind aber sehr wohl Themen wie Zeitaufwand, versteckte Kosten, Folgekosten, etc. bewusst. Und da wird es dann schwierig, Kostenvorteile zu erreichen... (sonst wären mein Auto oder viele meiner Möbel Eigenbau, meine Reifen selbst konstruiert, usw.) - das Image und Status bei der Preisfindung häufig eine Rolle spielen, will damit jedoch nicht negieren.

Vielleicht hilft der Vergleich mit der Bereifung Deines Wagens: jeder Hersteller bietet Reifen an, die bis zur Straße reichen, die rund sind und unter und nicht über dem Fahrzeug montiert werden und mit welchen Du bei ausreichendem Profil durch den TÜV kommst. Warum investiert die Masse der Käufer trotzdem in die einschlägigen Marken wie Continental, Michelin, Pirelli & Co und nicht bei Achilles, Barum, Tristar, Rotalla, Sonar oder Nankang?

Der betriebene Aufwand bei den Herstellern ist höchst unterschiedlich und wenn ich keine entsprechende Vorlage habe, wie bzw. womit vergleiche ich dann? Und wer definiert, was angemessen und unangemessen ist?

Gruß
DS
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Alt 19.03.2015, 12:59   #15
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Zitat:
Ruedi, sorry aber dies entspricht nicht der Realität: es dürfte nur wenig andere Industrien geben, wo Insolvenzen, Pleiten und Pannen so an der Tagesordnung sind wie im IT Segment. Ich sage damit nicht, dass es dort gute und sehr gute Ansätze gibt bzw. gegeben hat, aber wo sind die Läden wie Hifidelio, Hush & Co? und was mache ich im Fall des Falles? Außer dicken Backen verbleibt mir leider wenig...
Du hast nicht verstanden, was ich meine. Es geht um Standardkomponenten, die man an jeder Ecke bekommen kann, bei einschlägigen Computerhändlern. Ich kaufe z.B. meist bei Atelco, ein Händler, den es jetzt seit rund 25 Jahren gibt, der bietet satte fünf Jahre Garantie auf selbst gebaute Systeme. Und wer sagt Dir eigentlich, dass es die Firma Linn in zwei Jahren noch gibt oder ob sie für 'alte' Produkte noch Service anbieten?

Zitat:
Sorry, aber es gibt - je nach restlicher HiFi Geräte Ausstattung - schon gut hörbare Unterschiede. Und es dürfte auch nicht einfach damit getan ist, einen bestimmten Wandler einzulöten - der Rest im DAC sollte exakt darauf abgestimmt sein. Nimm' doch auch einfach mal das Thema der Belüftung - die geräuschlose Heatpipe ist nun einmal aufwändiger als der Ventilator. Und Aufwand in der Berechnung, gglfs. beim Gehäuse kostet es außerdem noch...
'Gut' hörbare Unterschiede bei Wandlern gibt es nach meiner Erfahrung praktisch nicht, allenfalls marginale. Und was ein Lüfter in einem D/A-Wandler zu tun hat, weiß ich nicht. Ich habe zwei Wandler, den ZeroDAc, ein Wandler mit sehr gutem Kopfhörerverstärker und meine Rotel-A/V-Vorstufe. Beide kommen ohne Lüfter oder eine komplexe Kühlung aus.

Zitat:
Insofern sollte man in den Internetforen (gilt auch hier) die Kabel- und Zubehöranhänger nicht verteufeln, sondern vielmehr aufklären, dass Schritt 1 vor Schritt 2 kommt.
Was dies betrifft gibt es eigentlich nur eine Aufklärung. Entweder ist es technisch für den Zweck geeignet, dann funktioniert es hunderprozentig, besser geht nicht. Oder es ist nicht geeignet, dann kommt es zu Fehlern. Gute Kabel und bessere Kabel gibt es nur hinsichtlich der Verarbeitung und Betriebssicherheit, vor allem was die Stecker und die Buchsen betrifft. Alles andere sind Märchen. Außerdem verteufele ich diese Leute nicht, ich finde sie bisweilen belustigend, von simpelsten technischen Zusammenhängen keine Ahnung aber über die klanglichen Vorzüge eines Premiumkabel fabulieren...

Gruß

RD
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