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Messtechnik, Messergebnisse Alles rund um's Thema Messen und Messgeräte

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Alt 15.02.2015, 15:20   #46
dipol-audio
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Zitat von maho
Bei bassstarkem Material waren 40hz optimal. Je "heller" der Tonträger abgemischt war, umso besser klang für mich beim Hören eine höhere Herzanzahl.(bis zu 120Hz)


Hallo maho,

für mich klingt das so, als ob die Tieftonwiedergabe nicht ganz ausgewogen ist, möglicherweise der Sub auch nicht sehr gut aufgestellt, mit hoher Wahrscheinlichkeit m.E. der Subwoofer aber zu laut ist.

Die "weniger ist mehr" Strategie kann man beim Subwoofer jedenfalls schnell mal ausprobieren ... ohne gleich einen "großen Aufriss" zu veranstalten.

Wie Schauki schon gesagt hat, sind Übernahmefrequenzen oberhalb 100Hz meist nicht sinnvoll. Ich sehe in den meisten (Wohn-) Räumen zu, daß ich irgendwo um 80Hz lande, da gibt es natürlich etliche Einflussfaktoren, die auch mal Abweichungen nahelegen.



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Alt 15.02.2015, 15:58   #47
dipol-audio
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Zitat von armin75
Subwoofer am Hörplatz aufstellen mit gewünschten Einstellungen. Am Boden auf den möglichen Aufstellungsplätzen wie ein Hund rumkrabbeln und dort wo der Bass richtig klingt (nicht dröhnend, matschig) den SW dann aufstellen.




Hallo Armin,

für die (erste) Positionierung eines einzelnen (monopolaren und monofonen) Subwoofers bezüglich eines Hörplatzes ist das m.E. ziemlich genial.

Man wird jedoch vielen Lesern im Forum erläutern müssen, warum das im modalen Bereich des Raums (Tiefton unterhalb der Schröderfrequenz) eine gangbare Methode ist (man könnte sie auch messtechnisch verfeinern):

Die Übertragungsfunktion zwischen zwei Orten (eigentlich "Punkten") im Raum ist symmetrisch, d.h. man kann Sender und Empfänger vertauschen. Vorausgesetzt es sind hier "Kugelstrahler" und "Kugelempfänger", was wir unter ca. 100Hz bei einem monopolaren Subwoofer einmal annehmen.

Das Problem im Raum beim einzelnen monopolaren Subwoofer ist der von Ort zu Ort (d.h. Hörplatz zu Hörplatz bzw. Subwoofer-Aufstellungsort zu Subwoofer-Aufstellungsort) sehr deutlich schwankende Schalldruck-Frequenzgang.

Wer weiß, wo der Haupthörplatz sein soll (das sollte man wissen) kann den Subwoofer dort hinstellen (an Stelle des Hörers) und nun praktikable Plätze im Raum suchen, welche z.B. im Bereich 20 ... 70Hz (oder dem geplanten Übertragungsbereich des Subwoofers) möglichst ausgewogene Frequenzgänge aufweisen, die mit wenig oder gar ganz ohne Kompensation (Frequenzgangentzerrung) auskommen. Wer es rein gehörmäßig machen will - wie Armin - der bewertet quasi gleichermaßen "Frequenzgang" und "Modulationstiefe" also Einschwingverhalten, Übung und geeignetes Tonmaterial vorausgesetzt ...

Hat man "Kanditatenplätze" gefunden, die nicht mitten in einer Tür oder auf dem Hundeplatz liegen, tauscht man "Sender" gegen "Empfänger" und kann davon ausgehen, daß die Übertragungsfunktion im Bass erhalten bleibt. Wichtig ist, daß der Raum auch sonst den Zustand hatte, in dem bevorzugt gehört wird (Türen auf, Türen zu etc.).

Man kann natürlich auch konventionell den Subwoofer verschieben und am Hörplatz messen, aber um sich gehörmäßig schnell einen tragfähigen Eindruck zu verschaffen ist Armin's Vorschlag sehr gut, zumal man den Subwoofer mitsamt Kabel erstmal stehen lassen kann.

Der großen räumlichen Varianz der Frequenzgänge kann man mit einem einzelnen Subwoofer effektiv nur durch geschickte Wahl von Anregungsort und Hörplatz begegnen, weil man so den Kompensationsbedarf minimiert. Dadurch erhöht sich übrigens auch die Wahrscheinlichkeit, daß es noch andere "erträgliche" Hörplätze im Raum bezüglich des Tieftons gibt.

Wer hingegen ungünstige Anregungsort/Hörplatz Frequenzgänge erwischt und glaubt, er kann "den Rest mit elektronischer Kompensation" erledigen, der wird in aller Regel kein attraktives Ergebnis erzielen. Bei diesem "Egal, ich kann ja alles kompensieren!" Ansatz - der durch DSP Verfügbarkeit als "OK" suggeriert wird - sinkt auch im erheblichen Maße die Wahrscheinlichkeit für weitere akzeptable Hörplätze im unteren und mittleren Bass, welche entfernter vom Haupthörplatz liegen können. Außerdem kann es sein, daß man tiefe "Senken" im Frequenzgang erhält, die man u.a. aufgrund des Überlastungsrisikos für den Subwoofer nicht ganz "auffüllen" kann und soll.

Eine kleine Schwierigkeit sehe ich allerdings bei rein "gehörmäßiger" Herangehensweise: Es ist schwierig, dem Gehör beizubringen z.B. nur auf den Bereich unter 80Hz zu achten ....

Wenn ich aber ohnehin schon das Messmikrofon in der Hand habe, dann ist es fast schon wieder gleich, ob ich den Subwoofer oder das Mikrofon verschiebe. Aber man kann auf die Art evt. schneller mal Plätze testen, die noch gar nicht für den Subwoofer freigeräumt sind ... bzw. bei denen dafür noch ein Antrag gestellt werden muss ...
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