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Technische Grundsatzdiskussionen Vor- und Nachteile technischer Konzepte

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Alt 07.01.2017, 18:27   #1
David
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Standard Noch einmal offene Lautsprecher, dieses Mal Fronts

Über das sehr wichtige Wiedergabebereich ca. 30Hz bis maximal 100Hz und wie man es mittels physikalische Tricks schafft, hier "schmal" abzustrahlen, wird ja schon ausreichend diskutiert.

Aber welche Möglichkeiten hat man darüber?

Was ist von einer "offenen Schallwand" zu halten, die ja bei richtiger Dimensionierung auch eine seitliche Schallreduzierung bewirkt?

Auch dazu habe ich gegoogelt, aber sehr berauschend sehen die Diagramme, was den Schalldruckverlauf auf Achse betrifft, nicht aus.
Form und Breite der Schallwand, sowie die Anordnung des jeweiligen Chassis haben ganz entscheidenden Einfluss darauf.

Aber um das geht es mir jetzt gar nicht, die Frage ist vielmehr, ob man es auf diese Art schafft, durchgehend schmal abzustrahlen.
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Gruß
David


Erst wenn man begriffen hat, dass Raumakustik, Lautsprecheraufstellung und Hörplatzwahl wichtiger sind als die Anlage selbst, hat man die Audiowiedergabe verstanden.
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Alt 07.01.2017, 20:44   #2
dipol-audio
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Standard AW: Noch einmal offene Lautsprecher, dieses Mal Fronts

Hallo David,

ich bin früher mal eine zeitlang "Open Baffle" Anhänger gewesen, das ist inzwischen einer vor allem "offeneren Sichtweise" gewichen, wo ich mir gern je nach Anforderung "das Beste aus allen Welten" heraussuche ...

Speziell für die hintere Abstrahlkeule eines Dipols muss man sich im Raum etwas einfallen lassen (Diffusierung z.B. und 'geschickte Ausrichtung' z.B. mit Reflexionen "über Eck" ... um einen zu starken Rückwurf aus Richtung der Frontwand des Raums zu vermeiden).

Für eine breitbandig gleichmäßige Richtwirkung kann man eine offene Schallwand - als Daumenregel - nicht viel breiter machen als ca. Membrandurchmesser x 2.2 dann werden Nebenkeulen bei höheren Frequenzen "gerade noch" umgangen. Es gibt auch Vorteile einer noch schmaleren Schallwand ... (aber eben auch Nachteile).

Irgendwann schlägt dann die "Eigenbündelung" der jeweiligen Schallwander bei höheren Frequenzen zu und das Bündelungmaß wird größer als die "dipoltypischen" 4.8 dB.

Eine gängige Lösung sind Mehrwege LS, mit "gestufter" Schallwand, welche geeignete Verhältnisse für alle Schallwandler (Tieftöner, Mitteltöner, ...) fortführt.


Beispiele für gestufte Schallwände bei OB-Mehrwege Konzepten:


John Kreskovsky

http://www.musicanddesign.com/NaO_No...S_Details.html


Siegfried Linkwitz

http://www.linkwitzlab.com/LX521/Description.htm


Infinity (historisches Beispiel)

http://bobbyshred.baberuthband.co.uk...s/irs_beta.jpg
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Alt 08.01.2017, 08:47   #3
David
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Standard AW: Noch einmal offene Lautsprecher, dieses Mal Fronts

Danke Oliver!
Heisst das, dass die Verwendung von Hörnern oder Waveguides, bei gleichzeitig "offener Bauweise" kontraproduktiv ist, oder kann man gerade dann gleichmäßige Bündelung und Wirkungsgraderhöhung erzielen?

Gäbe es dadurch bei richtiger Dimensionierung mehr Vor- als Nachteile, wäre es ein interessantes Konzept, HT, MT und TMT damit auszustatten und vertikal anzuordnen. Die (offene) Schallwand wäre dann pro Chassis je ein flaches Kugelwellenhorn.

Ungefähr so im Einzelfall:


Wäre für mich relativ leicht machbar.
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Gruß
David


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Alt 08.01.2017, 08:54   #4
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Hier eine Seite, die die ganze Problematik gut verständlich beschreibt:

http://www.production-partner.de/bas...lautsprechern/
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Gruß
David


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Alt 08.01.2017, 09:55   #5
dipol-audio
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Hallo David,


es gibt vieles unter der Sonne ...

Gerade was eine gleichmäßige Abstrahlung betrifft, ist eben gute Planung notwendig.


Wie gut dies Modell (s.u.) darin ist, weiß ich nicht, kenne auch die Spezifikationen (Übernahmefrequenzen etc.) nicht genau ...

(Edit: 1Khz lese ich gerade)

Da die Abstrahlcharakterisitk hier wechelt hat man ein Abwägungsproblem im Design:

Passt man an der Übernahmefrequenz die Bündelungsmaße (TT vs. HT) "insgesamt" an, oder versucht man eine Ähnlichkeit nur in der Abstrahlung nach vorn zu erreichen ... > Aufstellung, Raumbehandlung

Auch wären Verfeinerungen denkbar, wie man eine Einengung der Abstrahlung in der Vertikalen an der Übernahmefrequenz - und bereits darunter - abmildert, z.B. indem man das "Bassarray" (je nach Ausführung und Bestückung) bereits unterhalb der Übernahme zum HT "verkürzt" (unteres Chassis ausblenden, mehr Saft auf des obere ...)

Ohne geeignete Raumbehandlung hätte ich insgesamt Zweifel, daß dieser LS sehr "homogen" klingen kann (wg. Wechsel der Abstrahlcharakeristik im Mittelton), aber mit ein paar Tricks ließe sich das evt. "schaukeln".


Ist aber m.E. "ganz schön gemacht" hinsichtlich äußerer Umsetzung, falls Dir so etwas vorschwebte:

http://www.positive-feedback.com/Iss...ld_physics.htm
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Alt 08.01.2017, 10:20   #6
David
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Mir schwebt jetzt einmal gedanklich überhaupt keine Schallwand vor, sondern nur drei solcher runder Waveguides (also sehr flache Hörner) vertikal angeordnet. Symbolisch von vorne also nur drei Kreise.

Sehr entscheidend wäre auch, wie weit man diese runden Gebilde seitlich in die Tiefe ziehen müsste. Das könnte man aber versuchshalber mit einzelnen Ringen immer wieder erweitern und dabei messen.

Da der Hochtöner ohnehin nicht nach rückwärts abstrahlt, gäbe es "nur" die Spielerei mit dem Waveguide.

Für HMT und TMT kämen dann die seitlichen und die rückwärtigen "Absaugeffekte" ins Spiel.

Würde mich reizen, das auszuprobieren. Zuerst einmal pro Bereich Prototypen bauen (MDF) und dann endgültig (Sperrholz) und im Kombination.

Welche Chassis, das ist auch noch ein Thema, aber so weit bin ich noch lange nicht.
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David


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Alt 08.01.2017, 12:43   #7
WMN
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es gibt vieles unter der Sonne ...[/url]
... aber ganz sicher nichts Neues!
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