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Die Anlagen unserer Mitglieder Anlagenbeschreibungen und Bilder

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Alt 09.10.2016, 19:44   #16
Ellesound
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Zitat:
Hallo Felix
Die Direktschall Messschriebe kennst du sicher von David
Ja, aber er hat auch nur den Summenschall mit Glättung hier im Forum gezeigt, bzw. hast du ja Korrekturen gemacht, aber tu dir nichts an, wenns für dich passt, dann ist es ok.

Gruß, Felix
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Alt 14.10.2016, 23:17   #17
dipol-audio
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Zitat:
Zitat von David Watts Beitrag anzeigen

...
Nach einer kurzen Vorstellung möchte ich meine Anlage etwas detaillierter beschreiben, samt der (für mich zumindest) spannenden Entwicklung bis zum heutigen Stand.

...



Hallo David,

lt. Deiner veröffentlichten Messung ist der Einfluss der "E-Trap" in Relation raumakustisch unbedeutend (um was für ein Modell handelt es sich hier genau, wie wurde es konfiguriert und wo im Raum platziert ?).

Bei dem Frequenzgang mittels "Acourate" würde mich zunächst das Zeitfenster über der Frequenz interessieren, wie es konkret für dieses Diagramm zur Anwendung kam, sowie die angewandte Glättung.
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Alt 15.10.2016, 07:46   #18
dipol-audio
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Edit: "unbedeutend" ist sicher falsch, "nicht in erhoffter Deutlichkeit" wäre wohl passender formuliert bezüglich der E-Trap. Im Wasserfalldiagramm ist der Effekt evt. noch viel deutlicher zu sehen.


Zitat:
Zitat von longueval Beitrag anzeigen
ich korrigiere nur den bass, bei mitten oder höhen bin ich skeptisch, weil eigentlich schraubt man da im direktschall herum.
es ist schwer (außer bei zeitfenstermessungen) raumfrequenzgang und lautsprecherfrequenzgang(direktschall) zu unterscheiden. und bei den kurzen wellen ist manschnell aus dem bereich draußen, wos stimmt.
Daher meine Nachfrage oben, ob evt. ein (gleitendes) Zeitfenster bei der Messung verwendet wurde, oder ob es eine "klassische Raumkurve" ist.
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Alt 15.10.2016, 09:52   #19
FoLLgoTT
Und so beginnt es...
 
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Zitat:
Zitat von dipol-audio Beitrag anzeigen
Edit: "unbedeutend" ist sicher falsch, "nicht in erhoffter Deutlichkeit" wäre wohl passender formuliert bezüglich der E-Trap. Im Wasserfalldiagramm ist der Effekt evt. noch viel deutlicher zu sehen.
Ja, aber auch nicht viel mehr als ein IIR-Equalizer erreichen kann. Diese Messungen haben mich auch nicht überzeugt. Interessant wäre noch die Positionsabhängigkeit, denn da scheitert der PEQ.

Zumindest der Preis des E-Trap erscheint mir für das Ergebnis zu hoch.
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Gruß
Nils

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Alt 15.10.2016, 10:14   #20
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Zitat:
Zitat von longueval Beitrag anzeigen
ich korrigiere nur den bass, bei mitten oder höhen bin ich skeptisch, weil eigentlich schraubt man da im direktschall herum.
es ist schwer (außer bei zeitfenstermessungen) raumfrequenzgang und lautsprecherfrequenzgang(direktschall) zu unterscheiden. und bei den kurzen wellen ist manschnell aus dem bereich draußen, wos stimmt.

Edit: @Nils Hallo Nils, vielen Dank für Deine Einschätzung.


@longueval, @alle

Sinn und Unsinn einer "Korrektur" von Raumanteil (immer nur hörplatzbezogen) bei höheren Frequenzen macht sich an der Wellenlänge des Schalls im jeweils betrachteten Frequenzbereich fest.


Frequenzbereiche (Wellenlängenbereiche)

Anschaulich für eine Frequenz gesehen:

In Ausbreitungsrichtung des Schalls kippt eine "Korrektur" (als Kompensation für reflektierten Schall aus dem Raum ...) für einen Punkt im Raum nach einem Wegunterschied von (längstens ...) 1/4 der Wellenlänge in eine "Veschlimmerung" um, denn das ist der Abstand von einem Druckmaximum der Welle zum Druckminimum. Bei einer halben Wellenlänge Abstand wären wir beim gegenphasigen Druckmaximum angelangt und unsere "Korrektur" ist dort sogar in eine "Verschlimmerung" gleicher Größe umgeschlagen ...

Bei seitlich am Hörplatz einfallenden Komponenten von Raumschall und einem akust. wirksamen Ohrabstand von ca. 20cm, könnte ein einzelnes Messmikrofon jedes Ohr mit einem Fehler von ca. 10cm repräsentieren.


Begrenzte räumliche Gültigkeit von hörplatzbezogener Kompensation ("Raumkorrektur")

Spätestens bei Frequenzen wo 10cm (0.1m) einem Viertel der Wellenlänge entsprechen, wird die Idee der "Raumkorrektur" (es ist eher eine "versuchte hörplatzbezogene Frequenzgangkorrektur unter Einbeziehung von Raumanteil") für die o.g. Schallkomponenten zur Folklore, wenn an einem Punkt im Raum gemessen wurde, um die "Korrektur" zu ermitteln.

Da wären wir bei ca. c/lambda = 343/0.4m = ca. 860Hz

Wenn man hingegen für eine Frequenzgangkorrektur mit Raumanteil "engere Gültigkeit" verlangt (nicht nur das "Vermeiden von Veschlechterungen" durch diese "Korrektur"), dann landet man irgendwo bei der halben Frequenz.


Mehrdimensionalität der Schallausbreitung (3 Raumdimensionen)

Für Raumschall, der aus der Medianebene am Hörplatz einfällt (von vorn, von oben, ...) sähe eine Kompensatonsmöglichkeit anders aus, solange sich der Hörer in der Medianebene ebenfalls nicht um mehr als die o.g. Distanzen bewegen würde ...

Hier eine Differenzierung zu schaffen, wäre jedoch nur mit "Raumkorrektursystemen" möglich, die auf binauralen oder "binaural motivierten" Messungen beruhten und so etwas wie "Schalleinfallsrichtung" und deren Auswirkung berücksichtigen könnten:

U.a. ein mir aus Diskussionen bekannter Protagonist einer "Raumkorrektur bis in den Mittel-/Hochton" bestreit jedoch bis heute ausdrücklich, daß ein Berücksichtigen von Ausbreitungsrichtungen und der Mehrdimensionalität des Schallfeldes dafür (eigentlich) notwendig sei, sobald es um menschliche Hörer und kleine Wellenlängen geht ...

Auch die Wirkung von Raumanteil auf den Hörer ist - insbesondere im Mittel-/Hochton - je nach Schalleinfallsrichtung anders: Kurz gefasst kann reflektierter Schall der "mittig" (d.h. aus der Medianebene von "vorn", "oben", "unten", "hinten", "unten" ) einfällt und daher hohe Ähnlichkeit an beiden Ohren aufweist (d.h. die "interauarale Korrelation" ist hoch), den Lautsprecher-Direktschall subjektiv eher "stören", während am Hörplatz eher seitlich einfallende Komponenten (bei hinreichender Verzögerung, moderatem Pegel etc.) u.a. zur "Räumlichkeit" der Wiedergabe beitragen können.

Und ich weise nochmals darauf hin, daß alle bisher hier angestellten Betrachtungen bezüglich "Raumkorrektur" für Hörer gelten, die an einem definierten Hörplatz "angenagelt" sind: Wird Bewegung oder das Hören an mehreren Plätzen (mehrere Hörer) "erlaubt", dann sinkt die obere Frequenzgrenze für sinnvolle Korrekturen (d.h. hörplatzbezogene und "gültige" Kompensationen) noch deutlich weiter ab.


Was sind primäre Qualitätskriterien, was kann sinnvoll korrigiert werden ?

Es werden also Raumkurven (Frequenzgang aus LS-Direktschall und Raumanteil) in manchen Fällen munter bis in den obersten Hochton hinein "weiter korrigiert" und im Einzelfall dadurch evt. ein bereits flacher - oder werkseitig sogar zuvor abgeglichener ...? - Direktschall Frequenzgang (Freifeld "auf Achse") selbst eines sehr guten LS geopfert ("verbogen"), es sei denn, es wird mit "frequenzadaptivem Zeitfenster" bei der für die Korrektur maßgeblichen Messung gearbeitet.

Aber auch hier wird nicht immer sauber "Resonanz" von "Interferenz" (u.a. durch Kantendiffraktion am LS selbst) als Ursache für Frequenzgangabweichungen im Direktschall eines LS unterschieden, eine weitere Möglichkeit "mehr Schaden als Nutzen" im Mittel-/Hochton anzurichten.

Aus diesen Gründen, gibt es oberhalb ca. 400Hz (nur als "Hausnummer") keine wirkliche "Raumkorrektur" und auch berufene Leute - z.B. aus dem Harman Umfeld - sagen sinngemäß:

"Room Correction above 400Hz is Speaker Correction".

D.h. im Mittel-/Hochton Bereich ist es sinnvoll, sich im Rahmen einer (nachträglichen ?) elektronischen Korrektur (m.E. spätestens oberhalb 800Hz) auf einen ausgewogenen (flachen) Direktschall Frequenzgang des im Raum betriebenen LS zu konzentrieren.

Eine tatsächlich "abweichende" Raumkurve im Mittel-/Hochton (sie soll im Ideal leicht zum Hochton hin fallen, ich hatte verschiedene "anerkannte" Raumkurven hier bereits verlinkt) müsste sonst u.a. durch
  • eine Anpassung der frequenzabhängigen Absorption des Raums oder
  • eine Anpassung des frequenzabhängigen Bündelungsmaßes der LS

erreicht werden. Leider ist eine Technik zur Anpassung des Bündelungsmaßes bei LS nicht allgemein auf dem Markt verfügbar, d.h. auch nicht innerhalb der besten handelsüblichen Studiomonitore ... (was mich durchaus etwas erstaunt).

Den (bereits korrekt eingestellten bzw. korrigierten ?) Direktschall Frequenzgang eines LS jedoch im Mittel-/Hochton Bereich zu verbiegen - weil einem die Raumkurve am Hörplatz nicht gefällt - ist bestenfalls in "homöopathischen Dosen" denkbar.

Denn ein neutraler Frequenzgang im Direktschall (bei einem Lautsprecher durch seinen Frequenzgang auf und nahe der Hauptachse im "Direktschall Hörfenster" gegeben) ist noch immer das wichtigste Kriterum für Hörerpräferenz, wenn auch sicher nicht das alleinige ...


Kurzfassung

Und hier die Kurzversion dieses Posts:

@longueval Zustimmung zu Deinem Post #7
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Grüße aus Reinheim, Oliver Mertineit

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