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Alt 30.09.2015, 19:06   #1
David
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Standard Mein Copter (meine Drohne) und ich

Mehrere Hobbys haben mein Leben Jahrzehnte lang bereichert und eines davon war der Modellbau/Modellflug.

Meine Metallbearbeitungsmaschinen sind noch aus dieser Zeit, denn ich habe die dazu notwendigen Modellmotore (Glühzünder) ab einem bestimmten Zeitpunkt (für den Wettbewerbsflug) selbst gebaut. Meine Sparte war der Fesselflug-Kunstflug, eine heute fast ausgestorbene Disziplin, bei der das Flugmodell an zwei dünnen Stahlseilen hängt und sozusagen in einer Halbkugel um den Piloten herum steuerbar ist. Also ohne RC-Fernsteuerung.

Jetzt gab es lange Zeit Pause, weil mir das Musizieren und die Audiowiedergabe wichtiger waren.

Ein Freund von damals, mit dem ich immer "fliegen ging" hat mich vor ca. 2 Jahren besucht. Er hat mir als Geschenk einen kleinen Hubschrauber mit Elektromotor und Fernsteuerung mitgebracht. Damit habe ich zu fliegen versucht, aber so richtig gut ist mir das nie gelungen, mehr als vielleicht 20 Sekunden war dieses Ding nie in der Luft, dann ging es (halbwegs kontrolliert) wieder auf den Boden. So einen kleinen Hubschrauber kann man sowohl in einem größeren Raum fliegen, als auch bei Windstille im Freien. Unglaublich was so etwas aushält, man muss damit schon sehr brutal umgehen (Vollgas gegen eine Wand fliegen), damit was kaputt geht.
In der Hoffnung, dass ich mit einem besseren Hubschrauber auch werde besser fliegen können, habe ich mir einen anderen, teureren gekauft. Dabei habe ich mich beim Versender registriert. Der neue (ebenso kleine) Hubschrauber flog tatsächlich etwas stabiler, aber ständige Abstürze waren trotzdem nicht zu vermeiden. Irgendwann "landeten" dann beide Hubschrauber in einer Lade, samt allem Zubehör.
Dann habe ich mein Haus renoviert und hatte keinen Kopf mehr für derartige "Spielereien".

Vor etwa zwei Wochen kam eine "Erinnerungs-Mail" vom Modellbaugeschäft, mit einem 10% Gutschein. Naja, habe ich mir gedacht, so schaue ich halt wieder einmal rein. Unter dem Motto "alles was schnell ist braucht viel Platz zum Fliegen und das kommt nicht infrage", bin ich dann bei den Quadcoptern hängen geblieben. Nach endloser Klickerei, vielen Vergleichen und mehreren Telefonaten sowie dem Lesen von Berichten von Endanwendern war dann bald klar: "was Ordentliches oder gar nichts".
Eine gute Kamera für Fotos und Videos sollte unbedingt dabei sein, ebenso GPS-Funktion und auf der Fernsteuerung wollte ich ein eigebautes Display haben und nicht wie üblich die Möglichkeit, dazu ein Smartphone oder Tablet zu verwenden (noch mehr Zeugs zum mitnehmen).
Diese Forderungen haben die Auswahl stark eingeschränkt. Genau genommen kamen im "noch halbwegs vernünftigen Preisbereich" nur zwei Copter infrage. Beide kosten fast das Gleiche und beide sind hochgelobt. Unterschied gibt es hauptsächlich bei der Größe. Der kleinere kann um Einiges schneller fliegen, dafür ist er aber ziemlich laut (kleine Rotoren), so die allgemeinen Aussagen. Bei youtube gibt es mehrere Videos, wo diese Unterschiede besprochen werden. Ich habe mir alles dazu angesehen und mich dann für das größere Modell, samt Zweitakku, Handgriff (für die Verwendung der Kamera alleine, werde ich kaum nützen) und schönem Tragekoffer entschieden:
http://www.der-schweighofer.at/artik..._zoll_display_...

Dann habe ich eine Fehlentscheidung getroffen, nämlich mir zum "Fliegen lernen" noch einen Copter zu kaufen, damit dem "edlen" ja nichts passiert. Hätte ich gewusst, wie schwierig der kleine Copter zu fliegen ist und wie einfach der große (dank GPS), hätte ich mir dieses Geld sparen können. Ich könnte den Kleinen zurückgeben, aber so teuer war er auch wieder nicht, eher werde ich ihn meinem Schwiegersohn schenken, dem so etwas auch sehr gut gefällt.

Nach vielem Studieren der Bedienungsanleitung und diversen "fluglosen Tests" im Zimmer habe ich mich vorgestern dazu entschlossen, zu einer Wiese zu fahren, wo ich schon öfter Leute mit Modellflugzeugen sah. Diese Wiese (eher ein Acker) ist keine 5kM von uns entfernt und ich war dort ganz alleine.
Habe die Propeller montiert, die Fernsteuerung eingeschaltet (hat sofort 8 Satelliten empfangen), habe den Copter eingeschaltet (hat sofort 16 Satelliten empfangen), habe die Kamera ausgerichtet und dann gab ich "Gas". Der Copter hob senkrecht ab und als er vielleicht 5 Meter hoch war, habe ich den Gashebel losgelassen. Und dann kam das was ich zwar gelesen habe, aber nicht so recht glauben konnte. Der Copter stand in der Luft wie angewurzelt. Trotz leichtem Wind! Dann habe ich angefangen, ganz kleine Ruderausschläge zu machen. Der Copter hat sie alle hochpräzise ausgeführt. Mit der Zeit bin ich immer mutiger geworden und bevor noch der erste Akku leer war (wird rechtzeitig am Display angezeigt und zusätzlich noch mittels "Brummen" der Fernsteuerung deutlich gemacht), bin ich damit schon sehr weit und sehr hoch geflogen. Der Copter war ab und zu am Himmel nur noch als kleiner dunkler Punkt zu sehen. Dass er wegfliegt, das kann praktisch nicht passieren, denn wenn man sich gar nicht mehr auskennt, dann betätigt man einfach die "Home-Funktion". Der Copter kommt dann unverzüglich zurück und landet ganz sachte ca. 8m vor dem Piloten.
Die "Follow-me"-Funktion habe ich kurz probiert. Egal wo man hinmarschiert, der Copter folgt einem wie ein treues Hunderl.
Die Kamera habe ich nur in den Videomodus geschaltet. Irgendwas ist da schief gegangen (ich glaube es zu wissen, ich habe sie vor dem Akkutausch nicht abgeschaltet), denn das Video war zwar als Datei auf der SD-Karte sichtbar, aber ich konnte sie nicht öffnen, es kam immer eine Fehlermeldung, dass die Datei defekt ist. Auch egal, war ja ohnehin nur Wiese weit und breit.
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Heute beim Rasenmähen (windstill) habe ich mir gedacht: soll ich wieder auf die Wiese fahren oder gar den Mut haben, den Copter von unserem Vorgarten aus zu starten? Dabei könnte ich Fotos von unserer Siedlung und von unserem Haus "von oben" machen.
Ich weiß, dass das risikoreich ist (es wird dringend empfohlen, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, die habe ich aber noch nicht) und das Fliegen in Siedlungen ist überhaupt verboten. Dazu noch sind Fotos und Videos von fremden Liegenschaften auch so eine Sache.....

Da der Copter aber so leise ist und ich schon ein bisschen Übung habe, bin ich diese Risiken eingegangen. Koffer geholt, Copter startbereit gemacht, Sonnenbrille aufgesetzt und los ging's. Das Starten hat mit keine Sorgen gemacht, wenn dann schon eher das Landen auf der kleinen Rasenfläche in unserem Vorgarten. Die Home-Funktion mit den 8 Metern geht sich da gar nicht aus. Noch dazu steht eine Birke auf diesem kleinen Wiesenfleck.

Alles funktionierte völlig problemlos! Ich bin nur einen Akku leer geflogen. Dazwischen habe ich 69 Fotos gemacht. Das Landen war ein Kinderspiel. Dieser Copter ist wirklich ein "Hammer"!

Hier ein paar Fotos von oben:


Das große Haus unten in der Mitte, das ist unseres. Wenn man genau schaut, sieht man mich mit blauem Hemd in unserem Vorgarten.

Andere Perspektive (ich wieder in Blau sichtbar):



Und weil's so schön ist, gleich noch einmal:



Und noch einmal (meine Frau gerade bückend und zufällig auch in Blau, man beachte unseren gepflegten Garten, die Wahninns-Treppe und die wunderschönen Gräser in der oberen Böschung):



Währenddessen ich Spass habe, arbeitet meine Frau:



Unser "Hintergarten" und der Anschluss zum Wald:



Vielleicht mache ich noch für unsere (gut gesinnten) Nachbarn als Weihnachtsgeschenk (ich schenke da normaler Weise nix) jeweils ein paar Bilder von ihren Häusern und Gärten.
__________________
Gruß
David


Erst wenn man begriffen hat, dass Raumakustik, Lautsprecheraufstellung und Hörplatzwahl wichtiger sind als die Anlage selbst, hat man die Audiowiedergabe verstanden.
Auch Gäste können Beiträge verfassen, die ich aber nur freischalte, wenn sie den Forumsregeln entsprechen. Zensur (nur in Bezug auf Respektlosigkeiten) behalte ich mir vor.
Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich
Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst, wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen werden konnten. Das gilt für das was ich selbst zu hören glaube ebenso.
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Alt 10.10.2015, 09:12   #2
David
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Standard AW: Mein Copter (meine Drohne) und ich

Ich habe mehreren Nachbarn die für sie interessanten Luftbilder (habe ja in Summe ziemlich viele gemacht) per Mail geschickt und alle waren begeistert davon.

Immobilienmakler, Filmemacher, diverse Berichterstatter, aber auch Dachdecker (zur Beurteilung im Zusammenhang mit Kostenvoranschlägen) arbeiten schon längere Zeit mit so etwas, die müssen das aber offiziell anmelden und dementsprechend versichern.

Nur bis 250 Gramm gelten Flugmodelle als "Spielzeug", da muss man nichts melden oder versichern. Geht sich leider bei meinem "Gerät" gar nicht aus, es wiegt flugfertig (also mit Akku und Kamera) 1,75 Kilo.

Momentan passt das Wetter nicht, aber sobald wieder die Sonne scheint und es halbwegs windstill ist, mache ich von jeder Liegenschaft hier (aber dann in Absprache mit den jeweiligen Nachbarn/Besitzern) noch bessere Fotos.
Videos erscheinen mir alleine schon aufgrund der Datengröße als eher uninteressant, vor allem aber wozu, denn es bewegt sich ja praktisch nichts.

In unserer Siedlung gibt es - wie fast überall - viele Hindernisse die es zu berücksichtigen gilt. Bäume, Straßenbeleuchtung und überhaupt das hügelige Gebiet....., um da zu wirklich guten Aufnahmen zu kommen, muss ich jeweils "direkt" vor die Liegenschaft und ich muss den Copter eher tief positionieren, was gefährlicher ist als wenn er hoch fliegt, fernab von allen Hindernissen. Auch starten und landen müsste ich damit auf der Straße bzw. am Asphalt. Zum Glück fahren bei uns im Normalfall kaum Autos.

Vielleicht geht es aber auch anders, nämlich Start und Landung - wie gehabt - bei mir am Grundstück. Das ginge insofern, weil dieser Copter durch das GPS theoretisch so lange in der Luft stehen bleibt, bis der Akku leer ist. Tatsächlich wäre es aber anders, denn vorher würde er (ist eine Sicherheits-Automatikfunktion wenn der Akku zur Neige geht) dort landen, von wo aus er gestartet wurde.

Ich könnte ihn also vorerst relativ hoch positionieren, dann zum Nachbargrundstück gehen und ihn dort hin steuern. Nachdem alles erledigt ist, kommt er wieder in "hohe Warteposition", ich gehe zu meinem Grundstück und lande ihn dort auf der Wiese.

Muss ich mir noch überlegen wenn es soweit ist.
__________________
Gruß
David


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