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Raumakustik Alles rund um dieses wichtige Thema

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Alt 14.02.2015, 13:01   #1
karlkaefer
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Idee HiFi und Heimkino-Raum akustisch optimieren

Hallo zusammen,

ich bin vor kurzem zusammen mit meiner Freundin in eine neue Wohnung gezogen. Das Wohnzimmer soll unser neues Hifi- und "Heimkino"-Zimmer genutzt werden. Allerdings trotzdem noch als Wohnzimmer erkennbar sein :)

Der Raum:

Die Maße des Zimmers sind im angehängten Grundriss ersichtlich und bei weitem nicht optimal. Die Raumhöhe beträgt 2,55m.

Die Wände am Fenster und Rückwand (von der Couch aus gesehen), sowie die kurze Wand mit Tür sind massiv Beton mit Stahl-Armierung. Die Wand hinter den Lautsprechern ist zwar auch massiv, wurde aber aufgrund von Dämmungsmaßnahmen mit Gipskarton abgehangen. Ebenso die Ecke, die vom Bad in den Raum ragt (komplett Gipskarton). Der Boden ist Eichenholz-Laminat. Ein Teppich im Raum ist leider nicht möglich.






Vorhandenes technisches Equipment:


Standlautsprecher: B&W DM 683 Serie II (x2)
Center: B&W Serie 600 HTM61
Sourround: B&W Serie 600 685 S2 (x2)
Subwoofer: B&W ASW610

AVR: Cambridge Audio azur 751R v2

Geschaut wird über Beamer, daher auch die große weiße Fläche zwischen den Standlautsprechern

Bisherige Raumakkustik-Maßnahmen:

In den Bilder zu sehen sind zwei Bass-Traps von HOFA (http://hofa-akustik.de/module/basstrap/), die jeweils hinter den Lautsprechern stehen. Die Bass-Trap auf der rechten Seite (beim Regal) ist noch nicht optimal aufgestellt und wird demnächst dirket in die Ecke gestellt. Aber dafür muss erst das Regal weiter vor.

Messergebnisse mit REW v5, Beta 24:

Mikrofon: miniDSP UMIK-1 in senkrechter Position mit entsprechendem Korrekurfile
Soundkarte: Ist die USB-Soundkarte (USB2) des CA azur 751R v2

Gemessen wurden erstmal die beiden Frontlautsprecher mit Subwoofer.



Download REW-Datei: LINK


Offensichtlich habe ich bei 40Hz ein großes Problem, aber was kann ich dagegen tun?

Habe ich beim Messen etwas übersehen oder falsch durchgeführt?

Weitere mögliche Raumakkustik-Maßnahmen:

- Akkustikvorhang für die Fenster (?)
- Deckenabsorber (?)
- Diffusor an der Rückwand (?)
- Erstreflexionsabsorber, soweit überhaupt möglich (?)

Welche weiteren Maßnahmen erachtet ihr als sinnvoll, oder ist in diesem Raum nichts mehr zu retten? :)

Vielen Dank für eure Kommentare!

LG,
Alex
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Alt 14.02.2015, 14:26   #2
armin75
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Antimode!
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Alt 14.02.2015, 15:17   #3
longueval
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antimode

sub und standlautsprecher sinnvoll miteinander einpegeln, dem sub ein antimode spendieren
automatische korrektur.

dann erst den avr einmessen lassen.

dann ist die mode bei 38hz ud bei 76hz weg.
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Alt 14.02.2015, 15:33   #4
karlkaefer
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Standard AW: HiFi und Heimkino-Raum akustisch optimieren

Danke für den Verweis auf Antimode! An dieses kleine Zauberkästchen habe ich gar nicht mehr gedacht.

Allerdings stellt sich mir die Frage, welche der 3 Versionen erledigt den Job sehr gut? Oder ist das bei diesen 3 Geräten ohnehin gleich? (http://www.ak-soundservices.de/produkte.html)

LG,
Alex
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Alt 14.02.2015, 15:41   #5
longueval
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Standard AW: HiFi und Heimkino-Raum akustisch optimieren

wenn eher stereo, also die beiden standboxen +sub ernsthaft gehört wird
dann dualcore als dacpre

wenn hauptsächlich filmton, die mains auf small gestellt (80hz) dann nur das kleine für den sub

wenn ganz ernsthaft filmton, womöglich mit 2 subs, dann das cinema

wenn eine erweiterung des systems nicht ganz ausgeschlossen, dann auf alle fälle das cinema.

einmesslogik ist bei den geräten sehr ähnlich. dualcore kann wesentlich mehr, ist ein vollwertiger stereovorverstärkerdac mit modenkorrektur und und, kann allerdings nicht filmton, sondern nur die fronts und sub beliefern.

ich vermute fast, in deinem fall würde das kleine für den sub ausreichen.

zusatzfrage, wenn dein sub keine hochpassweiche für die standboxen hat, dann ist ein dualcore sinnlos.
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Geändert von longueval (14.02.2015 um 15:48 Uhr).
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Alt 14.02.2015, 16:13   #6
karlkaefer
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Hallo longueval,

nochmals vielen Dank für deine Erläuterungen.

Allerdings bin ich etwas verwirrt was die Bezeichnung angeht. Der Hersteller des Antimode listet folgendes: http://www.dspeaker.com/en/products/anti-mode-8033.shtml

Der 8033S-II verfügt ggü. dem8033Cinema überein breiteres Korrekturspektrum mit mehr Korrekturpunkten (36 vs. 28).

Mein Subwoofer B&W ASW 610 (http://www.bowers-wilkins.de/Lautspr...es/ASW610.html) reicht im Frequenzgang von 25-140 Hz und sollte damit von beiden "einfachen" Varianten ausreichend korrigiert werden.

Übersehe ich wesentliche Punkte bei den beiden Versionen, die jetzt nicht aus Anschlüssen oder dergleich bestehen?

Vielen Dank für eure Geduld

LG,
Alex
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Alt 14.02.2015, 16:28   #7
longueval
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in deinem fall, selbst solltest du mal auf einen größeren oder besseren sub umsteigen, reicht das kleine antimode.
wichtig ist nur, dass du dann unter 80 hz nur den sub verwendest, sonst machst das einmesssystem wirr, ist aber ohnehin das vernünftigste.
was das cinema kann, braucht kein mensch .... meine meinung
einziger wirklicher vorteil, man braucht keinen y adapter wenn man 2 subs anschließt, weil das cinema schon 2 hat .....
money für nothing. korrigier den sub mit dem kleinen und gutis.
du hast bei dem ak dingsbumms 14tage money back garantie, kannst also ausprobieren und bei nichtgefallen zurück.
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Alt 14.02.2015, 16:36   #8
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Alles klar! Danke vielmals. Ich werde dem Antimode mal eine Chance geben und hier weiter berichten.

Ein größerer Bass ist erst mal nicht wirklich möglich, da es über und unter uns Nachbarn gibt :)
Sollte sich das ändern, dann natürlich auch gerne ein größerer Bass. Aber er spielt sehr gut zur Musik und ist in Filmen ebenfalls sehr ansprechend. Von daher für die Größe optimal für mich.

LG,
Alex
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Alt 14.02.2015, 16:39   #9
longueval
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sorry, mir ist das 8033 II und das cinema durcheinander gekommen, meinter eh, dass das cinema reicht.
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Alt 14.02.2015, 16:40   #10
karlkaefer
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Kein Problem, so hatte ich es dann auch verstanden, als du meintest, dass es das kleine auch tut :)
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Alt 14.02.2015, 16:52   #11
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wegen der nachbarn, wichtig!, sub gut vom boden entkoppeln, körperschallübertragung ist ein hund!
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Alt 14.02.2015, 17:07   #12
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Beim Sub liefert B&W die Spikes mit, ist aber auf Laminat eher ungeeignet. Habe den Sub aktuell auf einer Dämm-Matte liegen. Geht sicher besser, oder?

LG,
Alex
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Alt 14.02.2015, 19:30   #13
longueval
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spikes koppeln an und führen so ab, in den boden richtung nachbarn

schaumstoff fest ist besser.
darauf so ein zeug, das man unter die wama legt. nix ist wertvoller als friede mit dem nachbarn
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Alt 15.02.2015, 14:10   #14
tomsn77
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Hallo!

Ganz ehrlich, bevor Du etwas mit Antimode korrigieren willst solltest Du alle akustischen Dämpfungsmethoden auf natürliche Weise ausprobieren.

Das heißt:
- Vorhänge
- Teppich ( auch wenn Du schreibst das es ned geht der Teppich ist aus meiner Sicht ein wesentlicher und ganz wichtiger Bestandteil um Reflektionen abzufangen.)
- Regale im Raum stellen oder hängen
- Pflanzen

Auch würde ich die Seite drehen. Wo die Couch steht quasi die lange Seite würde ich als Front nehmen(Grundsätzlich sagt man das die längste Seite im Raum als Front genommen werden soll).
Wo jetzt die Leinwand ist quasi dann der Sitzbereich. Couch etwas reingerückt und die Rearspeaker an den seitlichen Wänden montiert.
Rückwand mit Regalen bestückt oder anderen Dekosachen. Oder gleich Wandabsorber auf die Rückwand.
Ein MDF Rack für den Center und deine Geräte wäre sicher auch von Vorteil.
Dazu würde ich Dir raten alle Komponenten inkl. aller LS mit z.b.: Audioplan Sicimon Spikes zu versehen(Verhindern das die Schwingungen vom Klang in den Boden gehen und somit ein mitschwingen des Bodens verhindert wird.- soweit ich weiß ).

Habe diese selbst und ohne zu übertreiben nochmal in der Präzision und den Feinheiten etwas rausgeholt.

Glastür würde ich mit nem dämpfenden Stoff irgendwie zumachen oder anders lösen. Glas ist ganz schlimm da dieses am meisten reflektiert.
Da gibts sicher brauchbare Lösungen.

Dies sind meine Meinungen und nur als gut gemeinter Rat gedacht. Letztendlich mußt Du für dich sagen können das es passt egal was andere sagen oder denken.

mfg. tomsn77
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Alt 15.02.2015, 15:09   #15
karlkaefer
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Hallo tomsn77,

vielen Dank für deine guten Hinweise und Ideen! Mehr Regale sind sicher "besser" für den Raumklang, allerdings müssen diese auch sinnvoll positioniert sein.

Vorhänge ist auf jeden Fall eine umsetzbare Idee. Auch wenn ich aktuell ein sehr großes Problem bei 40Hz habe und Vorhänge nicht in diesem Frequenz-Bereich etwas Bewirken. Ebenso ein Teppich, der nur hohe Frequenzen schluckt.

Die audioplan Sicomin AntiSpike (http://www.audiophil-online.de/hifit...ntispikes.html) klingen sehr spannend, auch wenn es dazu sehr weit divergierende Meinungen gibt (von "Voodoo" bis zur "ultimativen Lösung"). Auch da wahrscheinlich: ausprobieren und vergleichen. Allerdings sollte auch hier wieder ein nachweisbarer (sprich messbarer) Effekt vorhanden sein.

Dein Vorschlag mit dem Tausch der Sitz- und Leinwand-Position hat leider ein größeres Problem: Steckdosen und Kabel-Anschluss-Dosen in der Mitte der Wand, vor der die Couch steht.
Wir hatte das schon mal überlegt und mit einem Fernseher ist dieser Tausch der Positionen auch kein Problem, aber mit einem Beamer schon. Und das würde entweder ein komplettes Umbauen der Steckdosen-Positionen (unpraktikabel, weil Mietwohnung) bedeuten, oder den Bau einer vorgelagerten Leinwand jedweder Art (Einschränkungen in Breite, Benutzbarkeit und sehr hohem Umbauaufwand).
Diese Option würde ich wirklich nur als allerletztes Mittel in Betracht ziehen und nur mit entsprechenden "Belegen" (A/B Messungen und Hörvergleich) für eine Verbesserung der Raumakustik. Grundsätzlich glaube ich, dass dieses Tauschen der Hör- und Leinwandposition in Summe teurer (Zeitaufwand, Material) ist, als das Antimode, welches ich im Zweifel wieder zurückschicken kann, sollte es nicht den gewünschten Effekt bringen.

Ist jetzt doch etwas länger geworden

LG,
Alex
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