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Audiophiles Hören, Hörpsychologie Persönliche Hörgewohnheiten und Hörsituationen

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Alt 11.04.2014, 18:27   #16
ra
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sich am jungfrauenurin etc. zu reiben ist nicht sinn der sache.
meiner meinung nach ist der artikel interessant, weil er auf ein paar sachen hinweist, welche auch oft als "geheimnis" gepriesen werden wie die harz- und lackmischung etc. - viell. auch nur mangels besseren wissens.
mag ja durchaus zutreffen - aber nix genaues weiß man eben noch immer nicht.
dieses so einfach vom tisch zu wischen weils nicht zur eigenen meinung passt ist nicht mein ding.
und mythen üben starke wirkung aus auf den geist der menschen - auch solcher von gediegener bildung und ebensolchem verstand.
drum meine meinung - blindtest und danach die messungen.
die meinung, dass jene violinen als am angenehmsten tönend beschrieben wurden, welche im spektrum der menschlichen stimme am ähnlichsten waren find ich zumindest interessant.
obs stimmt weiß ich ja nicht.
gruß reinhard
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Alt 11.04.2014, 18:31   #17
armin75
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Der SFR Bericht war sehr wissenschaftlich und hat sich auch mit dem nachgesagten besseren Klang beschäftigt.

lG

Armin
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Alt 11.04.2014, 19:25   #18
longueval
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natürlich weiß MAN genaueres, wenn man sich mit dem bau und dem klang von streichinstrumenten beschäftigt.
der lack wirkt dämpfend auf gewisse resonanzen, die unerwünscht sind.
je dünner er ist und öfter er aufgetragen wird, desto stärker, wirkt er.
dabei spielt neben der viskosität auch die aushärtungszeit eine rolle.
da sich der lack mit dem alter verändert, ist es natürlich besser, wenn unerwünschte resonanzen erst gar nicht vorhanden sind und man sie dämpfen muss.
neben den materialresonanzen spielen auch helmholzresonanzen eine rolle, die kann man mit dem lack überhaupt nicht verändern.
der sitz des stimmstocks nimmt auch eine wichtige rolle bei der abstimmung ein. da der im laufe eines geigenlebens einige male ersetzt werden muss, kann man da viel falsch machen.
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Alt 11.04.2014, 20:54   #19
Babak
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Zitat:
Zitat von longueval Beitrag anzeigen
was das gehirn aus dem gehör speichert ist äußerst kurzlebig (klangeindrücke)
nur kurzfristigster vergleich ist sinnvoll
Nicht unbedingt.

Wäre dem wirklich so, würde vieles im
Alltag nicht funktionieren.

LG
Babak
__________________
“The problem with today’s world is that everyone believes they have the right to express their opinion AND have others listen to it.

The correct statement of individual rights is that everyone has the right to an opinion, but crucially, that opinion can be roundly ignored and even made fun of, particularly if it is demonstrably nonsense!”


— Brian Cox, musician, physicist, and freethinker
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Alt 12.04.2014, 10:21   #20
debonoo
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Lächeln

Zitat:
Zitat von longueval Beitrag anzeigen

natürlich weiß MAN genaueres,

wenn man sich mit dem bau und dem klang von streichinstrumenten beschäftigt.
der lack wirkt dämpfend auf gewisse resonanzen, die unerwünscht sind.
je dünner er ist und öfter er aufgetragen wird, desto stärker, wirkt er.
dabei spielt neben der viskosität auch die aushärtungszeit eine rolle.
da sich der lack mit dem alter verändert, ist es natürlich besser,
wenn unerwünschte resonanzen erst gar nicht vorhanden sind und man sie dämpfen muss.

neben den materialresonanzen spielen auch helmholzresonanzen eine rolle, die kann man mit dem lack überhaupt nicht verändern.
der sitz des stimmstocks nimmt auch eine wichtige rolle bei der abstimmung ein. da der im laufe eines geigenlebens einige male ersetzt werden muss, kann man da viel falsch machen.
Hallo..


solche Instrumente muss man doch auch einmal restaurieren..

das sollte dann schon funktionieren - oder..?!

http://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari

https://www.google.at/search?q=strad...w=1536&bih=845


mfG.
Andreas
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Alt 12.04.2014, 21:34   #21
hubert381
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Zitat:
Zitat von longueval Beitrag anzeigen
ich sitz grad im büro, da kann ich nicht nachschauen (aufnahmen)

und ja, ohne flosse (ich verblöd mir unter der hand)
Bist. du noch im Büro?
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Alt 12.04.2014, 21:58   #22
longueval
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das ist seine stradivari
http://www.cozio.com/Instrument.aspx?id=97

das ist seine lieblingsgeige , die gesu
http://www.cozio.com/Instrument.aspx?id=97

da spielt er aucf der guaneri
http://www.youtube.com/watch?v=uWy8iibtd98

da kann man vergleichen... kopfhörer aufsetzen und hin und herzappen
http://www.youtube.com/watch?v=4c0AAlImpj4

noch ein vergleich
http://www.youtube.com/watch?v=ymKyA9Sp6E0

Geändert von longueval (12.04.2014 um 22:43 Uhr).
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Alt 12.04.2014, 22:03   #23
David
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Zitat:
Zitat von Babak Beitrag anzeigen
Nicht unbedingt.

Wäre dem wirklich so, würde vieles im
Alltag nicht funktionieren.

LG
Babak
Es stimmt schon was er sagt, wenn es um kleine Unterschiede geht.

Das gilt für alle unsere Sinne. "Grob" haben wir sehr viele Dinge abgespeichert, geht es um Nuancen, brauchen wir zuerst einmal eine Referenz und die können wir nur ganz kurz speichern. Dabei geht es um vielleicht 1-2 Sekunden. Vielleicht auch ein bisschen länger, wenn die Unterschiede größer sind.
__________________
Gruß
David


Erst wenn man begriffen hat, dass Raumakustik, Lautsprecheraufstellung und Hörplatzwahl wichtiger sind als die Anlage selbst, hat man die Audiowiedergabe verstanden.
Auch Gäste können Beiträge verfassen, die ich aber nur freischalte, wenn sie den Forumsregeln entsprechen. Zensur (nur in Bezug auf Respektlosigkeiten) behalte ich mir vor.
Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich
Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst, wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen werden konnten. Das gilt für das was ich selbst zu hören glaube ebenso.
Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
David ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.04.2014, 07:55   #24
hubert381
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@Longueval
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Alt 13.04.2014, 11:23   #25
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...es ist ja auch schon mal angeklungen...

Keines dieser heute noch bespielbaren mehrere hundert Jahre alten Holzsaiteninstrumente befindet sich doch noch annähernd im Originalzustand. Die sind alle im Laufe der Jahrhunderte mehrfach repariert und restauriert worden. Und das u.U. auch noch mehr oder weniger fachmännisch und authentisch. Dabei haben sich mit Sicherheit die ursprünglichen klanglichen Eigenschaften mehr oder weniger stark verändert. Kein Mensch kann heute noch sagen, wie so eine alte Stradivari als sie noch jung war wirklich geklungen hat.

In so fern ist so ein Vergleich alt gegen neu eigentlich für die Tonne. Außer dass man da persönliche Präferenzen erkennen kann, wenn man denn in der Lage ist den feinen Unterschied tatsächlich herauszuhören.

Gruß

RD
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Alt 13.04.2014, 11:29   #26
longueval
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natürlich gibt es auch neue geigen, die ganz ganz hervorragend klingen, die sind auch entsprechend teuer. die cremoneser sind halt antiquitäten und als solche zu bepreisen
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Alt 13.04.2014, 11:32   #27
ra
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genau darum gehts.
wollt auf meine umständlichere art nix anderes sagen.
gruß reinhard
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Alt 13.04.2014, 11:54   #28
Stax
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... aus einem Lautsprecher-Test:

> dass ich die beiden Instrumente selbst, also auch ohne die Angabe, dass es sich um eines von Ama-
ti und Stradivari handelt, ganz sicher nicht dem einen
oder anderen Meister zuordnen könnte. Aber der direkte klangliche Unterschied der beiden Instrumente untereinander, und nur das meine ich, ist bei dieser
Aufnahme sofort herauszuhören. <
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Alt 13.04.2014, 12:28   #29
ra
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das kann ich durchaus glauben. es geht aber um einen wohldefinierten unterschied.

außerdem - schreiberlinge (war selbst einer) - schmücken sich gern mit solchen attributen und fähigkeiten, um die eigene (vorhandene oder nicht vorhandene) kompetenz zu betonen.
aussagen dieser art sind sehr mit vorsicht zu genießen. wenn sie z.b. einer eh schon im astronomischen preisbereich angesiedelten ML-endstufe einen geringfügig weniger schwarzen bass attestieren als der nochmals erheblich teureren....... no na.

gruß reinhard
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Alt 13.04.2014, 12:32   #30
longueval
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grob gesprochen ist der unterschied zwischen einer stradivari (wobei es wieder unterschiede innerhalb des stradivarisamples gibt) und der guaneri gesu folgender.

die gesus klingen unter einander ähnlicher als die stradivaris, bei denen es bessere und weniger herausragende gibt.
äußerlich erkennt man eine stradivari im vergleich an der rötlicheren farbe.
klang
die spitzenstradivaris sind im diskant lauter, strahlender, singender
die gesus sind eher auf der dunklen seite, wollen kräftiger gestrichen werden (anfangsimpuls), damit sie singen, die klangfarben sind ein wenig variantenreicher (unruhigerer frequenzgang)
am deutlichsten werden aber die unterschiede bei flageolett tönen, bei denen man den rauchigen charakter der gesu besonders deutlich hört.
viele stradivaries wurden im 19. jhd umgebaut, damit sie lauter werden (größere konzertveranstaltungen, stärkere saitenspannung), das betraf meist die bassbalken und die stimmstöcke, bei manchen wurde auch das griffbrett verändert, nicht immer zu ihrem vorteil.
die amatis, stradivaris und guaneris sind das urmeter, alle geigen werden und wurden ihnen "nachgebaut" sind also im weitesten sinne kopien. das erklärt auch den preis.
was nicht nachbaubar ist, ist das besonders leichte fichtenholz, das sie verwendet haben, weil das aus klimatischen bedingungen der kleinen eiszeit stammt.
daher verwenden geigenbauer klangholz bevorzugt aus hochgelegenen nordlagen.
da das klangholz damals geflößt wurde, lag es lange nass. dabei setzten sich allerlei pilze im holz an und es trocknete extrem langsam. trotzdem wurde es nicht extrem lange gelagert (ca 20 jahre).

meine geige ist eine aus dem 19.jhd, vermutlich norditalien (veneto, reparaturzettel) oder südtirol die werkstatt ist unbekannt und eine, wie damals üblich, stradivari kopie.
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