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Audiophiles Hören, Hörpsychologie Persönliche Hörgewohnheiten und Hörsituationen

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Alt 11.04.2014, 07:40   #1
Malek
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Standard Mythos Stradivari

Anbei ein Artikel, auf welchen ich im Teletext aufmerksam wurde:
http://diepresse.com/home/meinung/ma...r-Mythos-Klang
Namen sind halt auch nur Schall und Rauch. Könnte manchem High-End Enthusiast auch zu Denken geben.

malek
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Alt 11.04.2014, 10:02   #2
longueval
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der artikel ist insofern unsinn und vor allem auch der test, weil es messbare unterschiede gibt, sogar innerhalb der stradivaris oder guaneris.
die unterschiede betreffen die resonanzen, zb bei welchen frequenzen sie auftreten und wie stark. diese unterschiede sind stärker, als zb zwischen verschiedenen lautsprechern.
diese diskussion hatten wir vor ca einem halben jahr schon mal, schau in der suchfunktion nach, dort sind auch messungen verlinkt, hörbeispiele und die info zu den technischen hintergründen.
was bleibt ist die conclusio, dass es welche gibt, die den unterschied nicht hören ...
besorg dir haifetz aufnahmen und beurteile selbst, ob du einen unterschied hörst zwischen tonino, stradivari oder gesu. es gibt von ihm aufnahmen auf allen 3en, letztere war seine lieblingsgeige.

davon abgesehen, auch eine palladio villa kann man stein für stein nachbauen (obs sowas nicht irgendwo in russland oder florida gibt?), trotzdem schau ich mir lieber das original an.

Geändert von longueval (11.04.2014 um 10:22 Uhr).
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Alt 11.04.2014, 10:18   #3
SilverSurfer
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Servus @Longueval!

Der Artikel mag vielleicht Unsinn sein - für dich jedenfalls, die Publikation dahinter ist - zumindest - diskussionswürdig:

http://www.pnas.org/content/early/20...67111.abstract

Die erscheint mir sehr fundiert zu sein, noch dazu in einer sehr respektablen und altehrwürdigen Zeitschrift veröffentlicht (peer-review).

Beste Grüße

Erik
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Alt 11.04.2014, 10:31   #4
longueval
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ich habe damals argumentiert, dort sind die links, aus meiner sicht ist alles wichtige gesagt

und

von high end halt ich mich fern, ich bin mehr für profi technik
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Alt 11.04.2014, 10:33   #5
hubert381
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Gibt schon einen Thread dafür:
http://www.hififorum.at/forum/showth...ght=stradivari

Interessant dazu zum selbst testhören:
http://www.npr.org/blogs/deceptiveca...pick-the-strad

@longueval
Meinst Du Jascha Heifatz (also den ohne der Rückenflosse) ?
Kannst Du mir dazu einen bestimmten Plattentipp geben?
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Alt 11.04.2014, 10:46   #6
longueval
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ich sitz grad im büro, da kann ich nicht nachschauen (aufnahmen)

und ja, ohne flosse (ich verblöd mir unter der hand)
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Alt 11.04.2014, 10:52   #7
SilverSurfer
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Servus Hubert381!

Vielen Dank für die Links!

Da der letzte Beitrag am 06.03.2013 dort geschrieben wurde und die vom mir verlinkte Publikation erst am 07.04.2014 online erschien, dachte ich, dass diese vielleicht zusätzliche Information für den Einen oder Anderen liefern könnte.

Beste Grüße

Erik

P.S.: Ad @Longevual: "von high end halt ich mich fern, ich bin mehr für profi technik" => Dieser Satz erschließt sich mir nicht in Bezug auf diese Diskussion. Vielen Dank im Voraus für eine kurze Erläuterung!
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Alt 11.04.2014, 10:59   #8
longueval
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siehe starterpost... da wird auf high end bezug genommen
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Alt 11.04.2014, 11:22   #9
SilverSurfer
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Servus @Longueval!

Danke - alles klar!

Beste Grüße

Erik
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Alt 11.04.2014, 12:33   #10
Stax
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Zitat:
Zitat von longueval Beitrag anzeigen
der artikel ist insofern unsinn und vor allem auch der test, weil es messbare unterschiede gibt, sogar innerhalb der stradivaris oder guaneris....
... den Klang verschiedener Violinen nach Gehör beurteilen ist also Unsinn?

Schlussfolgerung: Lautsprecher nach Gehör beurteilen zu wollen ist ebenfalls Unsinn!
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Alt 11.04.2014, 13:46   #11
longueval
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ma bitte stax

was das gehirn aus dem gehör speichert ist äußerst kurzlebig (klangeindrücke)
nur kurzfristigster vergleich ist sinnvoll
der geiger hat das ohr wie weit am instrument? könnte es sein, dass der ganz was anderes hört als das auditorium?

ich habe messwertunterschiede die materialresonanzen und helmholzresonanzen verschiedener geigen damals verlinkt, schau nach, gibt auch beispiele zum anhören.

ich hab damals auch darauf verwiesen, dass auf grund technischer änderungen (saiten, steeg, stimmstock usw) keine sau mehr weiß, wie die instrumente ursprünglich geklungen haben.

trotzdem werden seit jahrhunderten die instrumente nachgebaut und auch mit erfolg
es gibt auch sehr gut klingende geigen aus neueren jahren.
trotzdem sind die cremoneser das urmeter, an dem sich alle messen lassen müssen.

das einkaufen von lautsprechern nur nach gehör, kann gut gehen, aber auch nicht.

fehler sind oft erst nach längerem hören deutlich, davon und von fehlkäufen kann ich berichten
hätte ich mir die messkurven eines gewissen focal hochtöners in einer gewissen box an gesehen bzw das sonogramm, hätte ich viel geld sparen können.

ps.: es gibt geigen der selben meister, die besonders klingen und welche, die "nur" gut klingen.
beides ist technisch mit diversen messmethoden inzwischen sichtbar gemacht und man weiß inzwischen, wo der bartl den most holt. zauberei gibts im zirkus ...

Geändert von longueval (11.04.2014 um 13:52 Uhr).
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Alt 11.04.2014, 14:13   #12
ra
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http://www.dw.de/der-deutsche-stradivari/a-1050611

wär interessant - doppelt verblindet und danach die messergebnisse bekanntgeben.
alles andere ist spekulation.

den artikel im ersten posting halt ich für prinzipiell interessant - denn wenn solisten bestimmten instrumenten den vorzug geben ist das schon ein votum, das ich nicht so einfach negieren kann.
ich war aber nicht dabei - bei der show.

gruß reinhard
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Alt 11.04.2014, 14:27   #13
debonoo
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Hallo..

das ändert alles nichts an den Tatsachen..

was immer heute diese Tatsache ist - gestern war und morgen sein wird..

mfG.
Andreas
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Alt 11.04.2014, 14:47   #14
longueval
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@ra

also was auf der seite steht ist marketing sermon, da gibts andere seiten von geigenbauern, die aufschlussreicher sind. was da steht, ist ein gemisch aus schwachfug und altem, als neu aufgemascherltem wissen, über das jeder geigenbauer nur grinsen kann.

zitat, es kommt auf die wölbung und die variierende materialstärke an.... da bin ich jetzt aber baff.

besonders lustig ist das mit dem jungfrauenurin.... also den bledsinn hat kein cremoneser oder sonstwohergeigenbauer je behauptet und wenn, dann issa ein trottel.
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Alt 11.04.2014, 17:06   #15
armin75
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Im SFR gabs mal eine Dokumentation "Geheimnisse der Stradivari" die mit diesen Blödsinn (Holz bei Vollmond, Jungfrauenurin im Lack etc) wissenschaftlich aufgeräumt hat :-)

Sehe das als frühe PR :-)

lG

Armin
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