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Zubehör und Erfahrungen damit Subjektiv empfundene Klangveränderungen

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Alt 28.06.2012, 09:15   #76
Franz
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Zitat:
...fragt sich nur, welche Superplatten es braucht, damit man noch (viel) mehr tatsächlich ausreizen kann.
Um das deutlich aufzuzeigen, bedarf es keiner "Superplatten", eine durchschnittlich gute genügt.

Zitat:
Ob es sich da lohnt, noch deutlich mehr Geld auszugeben für die Hardware, das muss tatsächlich jeder für sich selber entscheiden, zumal die Qualitätsgewinne ab einem bestimmten Niveau richtig teuer bezahlt werden müssen und unter dem Strich eher gering ausfallen...die Sprichwörtlichen Vorhänge jedenfalls werden da nicht weggezogen.
Zustimmung, uneingeschränkt. Manchmal machen aber gerade die Feinheiten einen Unterschied, der subjektiv empfunden sehr groß sein kann. Und ich sage es ganz offen: Man muß auch eine gewisse Sensibilität für sowas mitbringen bzw. sich aneigenen. Für schnelle Hinhörer, die nur grobe Unterschiede bemerken können, ist bald alles gleich. Ich mein das gar nicht mal abwertend, das ist einfach so.

Zitat:
Den größten Qualitätszugewinn erzielt man ohnehin ausschließlich durch den Tonabnehmer
Die größte Wichtigkeit hat für mich die Phono-Vorstufe, sie macht im Regelfall den Unterschied deutlich, wenn sie den gewählten Tonabnehmer auch zur vollen Entfaltung bringen kann.. Da wird oft Potential verschenkt, weil die Anpassung nicht optimal geschieht.

Gruß
Franz
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Alt 28.06.2012, 09:27   #77
ruedi01
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Zitat:
Zitat von Franz Beitrag anzeigen
Die größte Wichtigkeit hat für mich die Phono-Vorstufe, sie macht im Regelfall den Unterschied deutlich, wenn sie den gewählten Tonabnehmer auch zur vollen Entfaltung bringen kann.. Da wird oft Potential verschenkt, weil die Anpassung nicht optimal geschieht.
...nicht falsch aber auch nicht zwingend zielführend...denn erst mal muss der TA es überhaupt können...es macht schlicht keinen Sinn einen OMB 10 an eine 2000 € teure Vorstufe zu klemmen. Die holt da auch nicht mehr raus, als eine gute integrierte Vorstufe in einem 20 Jahre alten Vollverstärker der 800 DEM Klasse.

Eine konfigurierbare Vorstufe ist allerdings Gold wert. Die muss aber keinen fetten vierstelligen Betrag kosten...eine Lehmann Black Cube oder eine Trigon Vanguard, für letztere habe ich mich entschieden, tut es auch. Damit kann man praktisch jeden TA voll ausreizen...viel mehr geht da nicht mehr. Der (klangliche) Schwachpunkt ist nicht die Elektronik! Für mehr Komfort muss man natürlich noch etwas tiefer in die Tasche greifen.

Gruß

RD
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Alt 28.06.2012, 09:44   #78
Franz
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Zitat:
eine Lehmann Black Cube oder eine Trigon Vanguard, für letztere habe ich mich entschieden, tut es auch. Damit kann man praktisch jeden TA voll ausreizen...viel mehr geht da nicht mehr
Belassen wir es dabei, könnte dir von meinen Erfahrungen damit berichten, interessiert aber hier keinen. Mit sowas kann man mal anfangen, ist okay. Wer mehr will, bekommt das auch, bezahlt aber mehr dafür.

Sorry für`s lange off topic an den TE.

Gruß
Franz
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Alt 28.06.2012, 09:46   #79
carlinhos
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Zitat:
Zitat von Scheller Beitrag anzeigen
Das ist die übliche Antwort wenn nichts mehr geht....Aber auch nach wiederholtem lesen deiner Behauptung erhalte ich kein anderes Bild.

Ich schrieb:


Quote doch mal den (oder die) Sätze, in denen du das -in etwa- so formuliert hast.

Du schriebst weiter oben von Ausfällen ohne erkennbaren Grund. Also CD´s die "einfach so" gestorben sind.
z.B. hier:
Zitat: "Es ist lediglich meine Erfahrung, dass ich schon öfters (!) CDs hatte, die "hüpften" oder sich gar nicht mehr spielen ließen. Schlecht behandelt habe ich sie eigentlich nie"

Vielleicht hat sie jemand anders schlecht behandelt?


Was ist daran so schwer zu verstehen? Ein Ausfall ohne erkennbaren Grund, heißt eben, dass ich keinen Grund für den Ausfall erkannt habe. Natürlich wird es irgendeinen Grund geben, mir war er aber nicht bekannt. Wird vermutlich eine kaum wahrnehmbare zerkratzte Oberfläche gewesen sein. Wo ist da jetzt der Widerspruch, oder streiten wir um des Kaisers Bart?

Dass sie eventuell jemand anderer schlecht behandelt hat, das ist eine Ferndiagnose. Kann ich mir eher nicht vorstellen, aber Du wirst es sicher besser wissen

Akzeptiere doch einfach meine Erfahrung, dass ab und zu - eh sehr selten in 20 Jahren - eine CD defekt war, und das bei normaler sorgfältiger Behandlung!
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Alt 28.06.2012, 09:57   #80
carlinhos
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Zitat:
Zitat von Scheller Beitrag anzeigen
Ich betrachte die Schallplatte (oder bessergesagt den Dreher) -heute- als Schmuckstück im Hörraum, der -ganz nebenher- ab und zu sogar noch mal eine Platte abspielen kann....Vielleicht 2 x in der Woche....höchstens.

Schallplatten kaufe ich schon seit Jahren "fast" keine neuen mehr, denn was ich höre gibt es auch digital auf CD oder SACD. Zwei Platten habe ich in den letzten 12 Monaten neu bestellt, und auf Börsen und Flohmärkten kaufe ich nichts mehr, da ich ohnehin sogut wie nie fündig werde (ich höre nur Jazz....sonst nix) und wenn ich mal etwas mitnahm, was optisch noch brauchbar aussah, ist es sogut wie immer -auch nach der Waschmaschine- nichts für meine Ansprüche....Und die sind m.E, nicht besonders hoch.

Ich freue mich am Anblick meiner Spieler, und ab und zu am Spieltrieb, mal einen anderen Tonarm aufzuschrauben....Also der ganz normale Firlefanz....

Mit der Liebe zum, Vinylklang und all den Schätzchen, die ich laufend auf Vinyl hören muss, weil es sie sonst nicht gibt, sowie dem ganzen weiteren Gelaber hat das bei mir nichts zu tun.

Etwas wollte ich noch loswerden, und ich schwöre, dass es der Wahrheit entspricht:

Durch meine (nicht kommerzielle), aber perfekt ausgerüstete Hifi-Werkstatt habe ich über die Jahre viele neue Bekannte kennengelernt, die man m.E. als Vinyljunkies bezeichnen kann. Einige davon haben bis zu 8000 LP , was schon eine gigantische Hausnummer darstellt. (ich komme vielleicht auf max. 400 LP, wenn ich jeden Schrott mitzähle.)

Und einige dieser Leute bestellen auch heute noch regelmäßig bei JPC oder im Ausland irgendwelche beschissenen Rock LP.
Das lustige an der Sache....Fast alle haben nichtmal 50% ihrer Sammlung jemals gehört, oder eine Scheibe vielleicht nur angespielt....Aber die Sammlung wächst jeden Monat.....
Da sie in der Regel über 50 sind, beruflich und/oder familiär voll ausgelastet sind, werden sie ihre riesen Sammlung nie mehr hören können....Sie steht nur blöde da......

So stehen erschreckend viele von denen da, die ich (in dieser Situation) kenne .....Das ist doch total krank!

Ich habe mittlerweile auch etwa 1200 LPs, dazu kommen noch ca. 200 CDs, trotzdem habe ich den Grossteil auch gehört. Bin auch familiär und beruflich ausgelastet, aber 1 LP/CD pro Tag höre ich so gut wie immer. Im Schnitt höre ich sicher 400 LPs/CDs pro Jahr, also da ist es schon ganz gut, wenn man eine gewisse Auswahl hat.

Wenn dir der Vinylklang nicht gefällt, dann ist das auch OK, mir und vielen anderen gefällt er meistens sehr gut. Warum auch immer, das ist bei einem Hobby völlig irrelevant.

Bedenklich finde ich, wenn jemand die Vorlieben anderer als "total krank" abkanzelt. Da geht es nicht um Kriminelles oder Perverses, es geht nicht mal um guten oder schlechten Kunstgeschmack, es geht nur um die Vorliebe für ein bestimmtes Trägermedium und um das Sammeln. Du solltest das mal in eine vernünftige Relation bringen, bevor du andere als "krank" bezeichnest! Mit der gleichen Berechtigung könnte man auch sagen, dass es "krank" ist, wenn man einen Haufen alter CDPs herumstehen hat, oder dass man alte Hifi-Geräte repariert oder was auch immer.
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Alt 28.06.2012, 10:10   #81
ruedi01
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Zitat:
Zitat von Franz Beitrag anzeigen
Belassen wir es dabei, könnte dir von meinen Erfahrungen damit berichten, interessiert aber hier keinen. Mit sowas kann man mal anfangen, ist okay. Wer mehr will, bekommt das auch, bezahlt aber mehr dafür.
...ja mit den Erfahrungen, das ist immer so eine Sache...

Meine gehen halt in die Richtung, wenn die Elektronik ordentlich konstruiert ist, was heute kein Hexenwerk mahr darstellt, dann liegt es zu neunzig Prozent am TA...wobei sündhaft teuer nicht unbedingt gigantisch gut sein muss. Auch hier überzeugen die gehobenen Massenprodukte mit einem absolut unschlagbaren Preis-/Leistungsverhältnis...für 250 bis 500 Euro gibt es TAs, die klanglich nur schwer zu toppen sind.

Und selbst da sind die Unterschiede längst nicht so dramatisch, wie es immer wieder behauptet wird. Ich habe mir mal die Mühe gemacht diverse digitalisierte Files aufgenommen von verschiedenen Tonabnehmern (Angefangen bei einem AT95 bis hin zu einem DL 304, AT OC9 und einigen anderen) durchzuhören. Im direkten Vergleich sind Unterschiede heraushörbar, das ist nicht wegzudiskutieren. Aber gigantisch sind die eher nicht...

BTW, das DL 160 meines Thorens spielt derzeit an einer HAMA PA 506 (für mehr habe ich derzeit kein Geld), eine ganz billige Kiste. Ich will nicht behaupten, dass nicht noch mehr geht, aber offenbar passen diese beiden Komponenten sehr gut zusammen, jedenfalls ist das klangliche Ergebnis erstaunlich gut... natürlich kein Vergleich mit dem Ortofon Rondo red an der Trigon...diese Kombi mach alles besser, aber eben nur ein bisschen, zumindest in meinen Ohren.

Gruß

RD

Geändert von ruedi01 (28.06.2012 um 10:17 Uhr).
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Alt 28.06.2012, 10:10   #82
Franz
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Bedenklich finde ich, wenn jemand die Vorlieben anderer als "total krank" abkanzelt
Man weiß doch, von wem was regelmäßig kommt, also gar nicht groß drüber aufregen. Das gehört zum Forenalltag. Hobby bedeutet für manche Passion und Ambition, anderen geht das total ab. Dann wertet man Andersdenkende und -handelnde eben ab. Das sagt mehr über den Verfasser der Zeilen selbst aus.

Gruß
Franz
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Alt 28.06.2012, 10:14   #83
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Zitat:
Im direkten Vergleich sind Unterschiede heraushörbar, das ist nicht wegzudiskutieren. Aber gigantisch sind die eher nicht...
"Gigantische Unterschiede" wird es auch nicht geben, inwieweit Unterschiede für einen von Relevanz sind, kann ja jeder selbst für sich entscheiden. Mir waren und sind sie jedenfalls etwas wert, und das wird auch so bleiben.

Gruß
Franz
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Alt 28.06.2012, 10:23   #84
carlinhos
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Zitat von ruedi01 Beitrag anzeigen
...ganz bestimmt nicht, ich wollte nur dem weit verbreiteten Vorurteil entgegentreten, dass Schallplatten schon nach drei, vier Abspielvorgängen nur noch minderwertige Klangqualität reproduzieren können...



500 Abspielvorgänge... Wie will man das als normaler Hörer erreichen?!? Die am häufigsten runtergenudelten Scheiben aus meiner Sammlung, sofern es sich um Neukäufe meinerseits handelt, haben bestenfalls ein Zehntel davon auf dem Buckel...



Das ist grundsätzlich richtig...aber die hybride Bauweise macht sie grundsätzlich anfälliger als Schallplatten. Eine dünne Scheibe Pylocarbonat, die Informationsschicht aus Aluminium und das ganze von der Rückseite her versiegelt mit einer hauchdünnen Schicht Lack. Experten gehen davon aus, dass die ersten Scheiben nach rund 30 Jahren Lagerung nicht mehr einwandfrei abspielbar sind. Und es soll ja auch schon den ein oder anderen Ausfall gegeben haben. Wie ich bereits in einem Posting geschrieben habe, ausgefallen ist mir bisher noch keine CD. Aber es gibt einige Exemplare, da sind vom Mittelloch her feine Risse erkennbar. Und Bei einigen anderen löst sich am äußeren Rand an kleinen Stellen der Lack ab. Wie gesagt, noch sind diese Scheiben alle uneingeschränkt abspielbar, aber 'ewig' halten die sicher nicht...



Natürlich stört ein leichtes Knistern nicht wirklich. Bei guten Platten geht der größte Teil des Störpegels ohnehin im Nutzsignal unter. Und bei einigen knistert es halt ein bisschen mehr bei anderen ein bisschen weniger...so what?...



...och, ich besitze eine ganze Menge richtig schöne 'Lagerfeuerplatten'. Die überwiegende Masse davon sind uralte Singles, aus irgendwelchen ominösen Sammlungen irgendwann mal für lau abgestaubt. Die traue ich mich nicht mit meinen hochwertigen und nicht ganz billigen Tonabnehmern abzuspielen. Dafür habe ich ein einfaches DJ-System mit fetter Rundnadel, die man im Falle eines Falles für schlappe 17,95 € schnell tauschen kann. Erstaunlicherweise bringen genau diese ollen Kamelle auf Feten die beste Stimmung...



...für mich ist das nicht umständlich, ich bin damit aufgewachsen...umständlich dagegen empfinde ich die Einrichtung und Pflege eines Netzwerkes. Wenn das ordentlich gemacht sein soll und funktionieren soll, muss man da ständig irgendetwas dran herumschrauben, warten, reparieren...



...alle zwei Jahre eine Nadel für tausend Eumel?!? Soweit kommt's noch...wobei ich die Nadel für einen dreistelligen Betrag sehen will...



Im Gegensatz zu einem Oldtimer-Auto ist die Schallplatte alltagstauglich...na gut, jetzt nicht unbedingt für unterwegs...und die Kosten halten sich in einem erstaunlich günstigen Rahmen. Mehr als 500 € muss man für einen richtig guten und voll funktionsfähigen gebrauchten Dreher nicht ausgeben, inkl. Tonabnehmer der gehobenen Qualität und die Platten, gebraucht zwischen einem Eumel (Flohmarkt) und 6 bis 8 Euro beim Händler...da jedenfalls hört es bei mir auf. Was ist daran teuer?!?



Wenn man einen TD 160 als 'billig gebaut' einschätzt, dann weiß ich ehrlich gesagt nicht, welche Maßstäbe man anlegt. Ich habe das Ding nach dem Kauf - der Stand jahrelang in einem Keller rum - gewartet, dabei habe ich ihn mir genauer angeguckt. Natürlich ist da keine großartige Elektronik drin...eigentlich gar keine Elektronik, zum Glück, denn die kann schonmal nicht kaputt gehen...

Fangen wir mal bei der zugegebenermaßen optisch wenig attraktiven Zarge an. Die ist massiv gebaut und sauber verleimt, eine ordentliche Schreinerarbeit, da wird jeder Ikea-Schrank neidisch. Lediglich die Bodenplatte mit den Standfüßchen ist ein wenig popelig ausgefallen. Vorteil der Holzkonstruktion, sie dämpft zuverlässig jedwede Resonanzen. Vor allem die des Motors, der am Chassis angeschraubt ist und somit optimal entkoppelt vom Subchassis (also von Teller und Tonarm). Der Motor selber (ein 16 poliger Synchronläufer) ist dermaßen fett ausgelegt, dass er wohl locker 100 Jahre hält und das Fehlern jeglicher Elektronik macht die Sache noch zuverlässiger und robuster...selbstredend ist der Antrieb wartungsfrei.

Beim Subchassis mit Kelgelspiralfedern scheiden sich ein wenig die Geister. Diese Enkopplung ist zwar hochwirksam aber auch ein wenig kritisch, wenn es um eine Justage geht. Der zweiteilige Plattenteller aus massiven präzisionsgedrehten Zink-Spritzguss Scheiben (Gesamtgewicht über 3 Kilogramm!) sorgt in Zusammenarbeit mit dem präzise gedrehten und gehärteten Tellerlager sowie dem exakt geführten Flachriemen für exzellente Werte beim Gleichlauf und beim Rumpeln, eine Rutschkupplung, die das Antriebsdrehmoment beim Anlauf absorbiert sorgt zudem für eine Entlastung des Riemens und damit für seine lange Lenbensdauer. Die technischen Daten für Gleichlauf und Rumpeln sind wie zu erwarten erstklassig!...da kommen aktuelle Designdreher von Pro-Ject, Clearaudio usw. oder die üblichen britischen Brettchen nicht ran. Und die kosten locker mal einen knappen Tausender...ohne gescheiten TA versteht sich...

Der Tonarm (TP16) gehört zum besten, was es in der mittelschweren Fraktion überhaupt zu kaufen gibt/gab. kardanisch gelagert, auch nach 35 Jahren und nicht immer sehr sorsamer Behandlung immer noch absolut frei aber ohne jedes Spiel laufend...Auflagekraft und Antiskating sind extrem präzise einstellbar, das ist alles andere als ein grobes Schätzeisen!

Alles in allem ist so ein Thorens eine in jeder Beziehung durchdachte und sehr solide Ingenieurs-Konstruktion. Eines steht fest, von Lifestyle Designern ist der nicht entwickelt worden, denn alles an ihm hat Sinn, ist funktionell und sehr robust...

...gibt es eigentlich auch Kritikpunkte...ja, wie schon gesagt die antiquierte Optik, der popelige und dünne Boden mit den Miniaufstellfüßchen...und das Signalkabel. Sowas billiges habe ich ehrlich gesagt noch nicht gesehen. Wie auch immer, es funktioniert und wenn man es tauschen will, ist ja auch kein großer Akt...und den Rest kann man auch mit relativ wenig Aufwand pimpen...wenn man es denn möchte.Ich bevorzuge aber den unverbastelten Originalzustand...

Und wer jetzt meint, ich sei Thorens-Fan...daneben! Eigentlich präferiere ich Direct-Drives. Vor allem von Technis und Dual...aber an diesem Thorens konnte ich nicht vorbei gehen, als er mir angeboten worden ist. Und ich habe den Kauf nicht bereut!



warum sollte ich den TD 160 gegen einen aktuellen Dreher der genannten Anbieter - plus fetten Aufpreis - tauschen wollen? die bezahlbaren Dreher aktueller Hersteller sind alle schlechter als so'n oller Thorens. Da genügt ein kurzer Blick in die technischen Daten und wenn man sich die Verarbeitung ansieht, das Grauen, ein dünner außen laufender O-Ring treibt den Teller an, den muss man zum Drehzahlwechsel dann auch noch manuell umlegen. Und die teureren Boliden sind, selbst wenn sie das Niveau des Thorens erreichen sollten, dermaßen exorbitant teuer...da stetzt es bei mir endgültig aus. Zugegeben, wer auf ausufernde Opulenz und technisch sinnlose Materialschlachten abfährt, der bekommt was geboten für sein Geld.

Aber so ein Clearaudio Emotion oder ein Transrotor Leonardo und alles was es bei Pro-Ject bis 1000 Euronen zu kaufen gibt, sind allenfalls Sparingspartner für so einen TD 160. Diese primitiven Plastikwannen frisst der zum Frühstück...

diesmal mit analogen Grüßen

RD

Ruedi, du hast es auf den Punkt gebracht, was die Schallplatte anbelangt. Das sehe ich genauso!

Was den Plattenspieler anbelangt: Den Thorens TD 160 hatte auch ein Freund von mir lange Zeit, das ist zweifelsohne ein Top-Laufwerk. Ich kenne auch einige Leute mit Pro-jects, allerdings eher die Einsteigermodelle, die mich aber nicht überzeugen konnten.

Selber hatte ich in 32 Vinyl-Jahren nur 4 Laufwerke:

- Philips Kofferplattenspieler mit abnehmbaren Lautsprechern, vom Taschengeld abgespart. Naja, damals war ich zufrieden damit.

- Einen billigen Sony, der Teil eines Sony Hifi-Turms war. War eher ein Klumpert.

- Dann 20 Jahre lang einen Linn LP12. Natürlich ein sehr gutes Teil, aber das sollte bei dem Preis auch zu erwartet werden können.

- Seit 4 Jahren habe ich einen Roksan Xerxes 10 mit Nima Einpunkttonarm. Der gefällt mir klanglich besser als der LP12. Der LP12 klingt eher kühl und analytisch, fast etwas zu dünn im Grundtonbereich. Der Xerxes klingt wärmer, körperhafter, räumlicher. So und Schluß mit Klangbeschreibungen, bevor ich in die Schwurbelei abdrifte und dafür hier gesteinigt werde

Du hast dich irgendwo einmal sehr kritisch über Einpunkttonarme geäußert. Ich bin mit dem Klang meiner jetzigen Kombination sehr zufrieden. Es würde mich trotzdem interessieren, was du an Einpunkttonarmen (technisch) auszusetzen hast.
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Alt 28.06.2012, 10:28   #85
carlinhos
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Zitat:
Zitat von Franz Beitrag anzeigen
Man weiß doch, von wem was regelmäßig kommt, also gar nicht groß drüber aufregen. Das gehört zum Forenalltag. Hobby bedeutet für manche Passion und Ambition, anderen geht das total ab. Dann wertet man Andersdenkende und -handelnde eben ab. Das sagt mehr über den Verfasser der Zeilen selbst aus.

Gruß
Franz
Da hast du vollkommen Recht!!
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Alt 28.06.2012, 10:29   #86
Dr. Holger Kaletha
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Ich hatte damals einen Thorens TD 126 (MK II glaube ich) mit SME-III-Tonarm mit Dämpfungspaddel. Das war schon ein tolles Gerät.

Beste Grüße
Holger
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Alt 28.06.2012, 10:32   #87
ruedi01
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Der Einpunktarm hat einen nicht unerheblichen Vorteil, seine Lagerreibung ist extrem gering. Damit hat es sich aber schon mit den Vorteilen...

Denn dieser Vorteil kann nur zum Tragen kommen, wenn die Platte (das Mittelloch) absolut zentrisch gebohrt ist. Ist eine Exzentrizität vorhanden, taumelt die Nadel einigermaßen unkontrolliert durch die Rille, weil der Arm in Längsrichtung nicht stabilisiert ist...ähnliches gilt für verwellte Platten. Praxisgerecht ist das nicht.

Auch die Tatsache, dass es kein Antiskating gibt, ist ein erheblicher Nachteil...und kommt in Abhängigkeit vom verwendeten TA mehr oder weniger zum Tragen....

Klanglich muss sich das nicht unbedingt auswirken.

BTW, der LP12 ist vom Laufwerk her eine fast exakte Kopie des Thorens TD 150. Dieser ist der Vorgänger des TD 160...

http://www.kittel.co.at/bassena/?q=node/15

Gruß

RD

Geändert von ruedi01 (28.06.2012 um 10:56 Uhr).
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Alt 28.06.2012, 11:01   #88
carlinhos
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Zitat:
Zitat von ruedi01 Beitrag anzeigen
Der Einpunktarm hat einen nicht unerheblichen Vorteil, seine Lagerreibung ist extrem gering. Damit hat es sich aber schon mit den Vorteilen...

Denn dieser Vorteil kann nur zum Tragen kommen, wenn die Platte (das Mittelloch) absolut zentrisch gebohrt ist. Ist eine Exzentrizität vorhanden, taumelt die Nadel einigermaßen unkontrolliert durch die Rille, weil der Arm in Längsrichtung nicht stabilisiert ist...ähnliches gilt für verwellte Platten.

Auch die Tatsache, dass es kein Antiskating gibt, ist ein erheblicher Nachteil...und kommt in Abhängigkeit vom verwendeten TA mehr oder weniger zum Tragen....

BTW, der LP12 ist vom Laufwerk her eine fast exakte Kopie des Thorens TD 150. Dieser ist der Vorgänger des TD 160...

http://www.kittel.co.at/bassena/?q=node/15

Gruß

RD

Das leuchtet mir ein. Deswegen hat der Xerxes auch in der Mitte einen abziehbaren Dorn, um exzentrische Platten zentrieren zu können. Was aber nicht zwangsläufig stimmt ist die Sache mit dem fehlenden Antiskating. Der Roksan Nima hat das sehrwohl!

Siehst du den Faden mit dem kleinen Gewicht?
http://www.roksan.co.uk/roksan/roksanpage.php?pageno=33

Übrigens das Interessante am Xerxes ist, dass auch der Plattenteller einpunktgelagert ist:

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Alt 28.06.2012, 11:04   #89
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...ja, das Gewichtantiskating...ein schönes Schätzeisen....

Wie auch immer, ich mag die Einpunkter nicht...ist nicht persönlich gemeint...

Das gleiche gilt für Tangetialarme. Ein im Grunde guter Ansatz, der aber in der Praxis mehr Probleme macht, als er nutzt.

Gruß

RD
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Alt 28.06.2012, 11:08   #90
David
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Zitat:
Der Einpunktarm hat einen nicht unerheblichen Vorteil, seine Lagerreibung ist extrem gering. Damit hat es sich aber schon mit den Vorteilen...
Wieder meine Zustimmung.

Ansonsten ist so ein Tonarm immer eine recht "wackelige" Angelegenheit mit ziemlich schwierigen und danach eher unkonstanten Einstellungen.

Was aber jetzt nicht heißen soll, dass das nicht auch tadellos funktionieren kann. Nur ist so etwas nicht notwendig, unter dem Strich gibt es Null Vorteile.

Ansonsten: es macht wirklich keinen Sinn, die analoge Schallplatte (den analogen Plattenspieler) und alles was es dazu rundherum so gibt (rituelles Hören), bis hin zum (fraglichen) Horten von Platten.....mit Vernunft begegnen zu wollen. Das ist wie Briefmarken- oder Bierdeckelsammeln.

Ein Hobby ist eine interessante Beschäftigung und keine vernünftige Handlung.
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