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Raumakustik Alles rund um dieses wichtige Thema

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Alt 11.04.2012, 15:07   #16
krawall
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Geniales Bild! Würde ich ohne wenn & aber sofort bei mir übers Sofa schrauben
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Alt 17.04.2012, 21:14   #17
carlinhos
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Noch schaut meine Wohnung eher wie eine Ruine aus, aber ich möchte trodtzem einmal kurz zusammenfassen, was sich inzwischen getan hat:

Der Akustiker hat sich vor 2 1/2 Wochen (noch vor Beginn des Umbaus) die Wohnung angesehen. Messungen haben wir keine gemacht, weil er das erstens nicht für notwendig erachtet hat für meinen Einsatzzweck (Wohnzimmer, das auch als Hörraum genutzt wird), und weil das doch um einiges mehr gekostet hätte. Ich war trotzdem hochzufrieden mit seiner Raumanalyse. Aufgrund seiner Erfahrung und seines geschulten Gehörs hat er die Problemzonen des Raumes analysiert und mir diverse Lösungsvorschläge angeboten. Neben Hinweisen auf die von ihm selbst vertriebenen Vicoustic-Produkte habe ich in den zwei Stunden seiner Beratungstätigkeit auch viele allgemeingültige Hinweise und Tipps erhalten.

Ich kann nur jedem empfehlen, der so wie ich nicht soviel Zeit hat, um sich selbst intensiv über längere Zeit mit der Materie zu beschäftigen, sich von einem prof. Akustiker beraten zu lassen. Das Geld für die zweistündige Beratung ist auf jeden Fall bei weitem besser investiert als in neue Geräte oder gar Kabel.

Natürlich sind die Akustielemente nicht ganz billig, aber auch hier kann man mit relativ wenig Geld (im Vergleich zu neuen Komponenten) einiges verbessern. Aufgrund des besseren WAF haben wir uns bisher zu keinen Vicoustic-Elementen durchringen können. Das wichtigste war, im Rahmen des Umbaus, bei dem wir nicht nur aus akustischen Gründen, eine abgehängte Decke eingeplant haben, diese möglichst gut akustisch zu optimieren, um die NHZ zu reduzieren. Dazu wurde der Zwischenraum (ca. 11 cm) mit Mineralwolle ausgefüllt. Zusätzlich wurde in der Mitte zwischen LS und Hörplatz eine quadratische Fläche von 2,4 x 2,4 m mit Rigiton Big Quattro 41 integriert. Das gefällt uns optisch sehr gut, der Preis von 25€ pro m2 ist vernachlässigbar und die technischen Daten in Bezug auf Akustik sind auch nicht übel:



Man merkt schon jetzt im total leeren Raum, dass es wesentlich weniger hallig ist, als z. B. in den Nebenräumen ohne Akustikdecke. Alles Weitere kommt, sofern der WAF passt, nach Wiederbezug der Wohnung. Der Akustiker hat mir empfohlen, vor allem auf der linken Seite (vom Hörplatz aus gesehen), absorbierende Maßnahmen zu setzen, am besten auch im hinteren linken Eck etwas in Richtung Bassfalle zu tun, und hinter dem Hörplatz Diffusoren anzubringen. Da überlege ich in vorläufig mal in Richtung Bücherregal. Vielleicht bastle ich mir aber auch sowas: http://www.hififorum.at/forum/showthread.php?t=6268
Von der Wirkung erwarte ich mir zwar keine Wunder, aber es gefällt uns zusätzlich optisch recht gut.

Das größte Problem ist die assymmetrische Form des Raumes. Dagegen ist kaum anzukommen, wenn man nicht alles total verändern will. Ich überlege mir aber, einen als Paravent ausgeformten Absorber oder Abfusor, den ich nur für längere Hörsessions rechts aufstellen kann, und der danach in einer Nische verschwindet.

Weitere Zukuntsüberlegungen gehen Richtung Trinnov Raumprozessor. Davon erhoffe ich mir eine starke Verbesserung was die assymmetrische Situation anbelangt.

Wenn alles fertig ist, stelle ich ein paar Fotos ein.

Geändert von carlinhos (17.04.2012 um 21:21 Uhr).
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Alt 17.04.2012, 21:26   #18
Blindniete
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Daumen hoch

Akustikdecke

SUPPI Entscheidung, habe bei uns alle Räume damit ausgestattet.
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Alt 17.04.2012, 21:27   #19
carlinhos
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Zitat:
Zitat von Blindniete Beitrag anzeigen
Akustikdecke

SUPPI Entscheidun, ha bein uns alle Räume damit ausgestattet.

Welche Elemente hast du montiert? Vollflächig oder auch nur über einen bestimmten Ausschnitt?
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Alt 18.04.2012, 08:45   #20
Blindniete
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@Karl,

wir haben uns für das Akustikdeckensystem "Scherff" von Rigips entschieden.

Das System besteht aus Rigips-Lochplatten, die mittels der üblichen Montagesysteme unter die Decke gehangen werden.
Über diese Platten werden Mineralwolleplatten gelegt.
Die Unterseite der Rigips-Platten ist mit Vlies beschichtet, auf den dann eine feine Schicht Akustikputz, den es in unterschiedlichen Körnungen gibt, aufgetragen wird.
Das Endprodukt ist dann eine komplett verputzte Decke ohne jegliche Stösse, etc.
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Alt 18.04.2012, 11:28   #21
carlinhos
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Zitat:
Zitat von Blindniete Beitrag anzeigen
@Karl,

wir haben uns für das Akustikdeckensystem "Scherff" von Rigips entschieden.

Das System besteht aus Rigips-Lochplatten, die mittels der üblichen Montagesysteme unter die Decke gehangen werden.
Über diese Platten werden Mineralwolleplatten gelegt.
Die Unterseite der Rigips-Platten ist mit Vlies beschichtet, auf den dann eine feine Schicht Akustikputz, den es in unterschiedlichen Körnungen gibt, aufgetragen wird.
Das Endprodukt ist dann eine komplett verputzte Decke ohne jegliche Stösse, etc.

"Scherff" habe ich auf der Produktliste von Rigips gar nicht gefunden. Ich denke, das ist eine Marke, so wie Rigips auch. Der allgemeine Terminus ist ja eigentlich "Gipskartonplatte", und dass man umgangssprachlich meist von "Rigipsplatten" spricht, so wie bei "Uhu", "Tixo" oder "Vespa" (zumindest in Österreich).

Im Prinzip habe ich es ganz ähnlich gemacht, auch mit Mineralwolle vollgestopft, nur dass ich die Stöße nur verspachteln lassen habe. Die ganze Decke wird noch vom Maler weiß gestrichen, dann sieht man auch keine Übergänge mehr. Die "Rigiton Big Quattro" haben ebenfalls ein Akustikvlies auf der Rückseite. Der Unterschied ist wahrscheinlich nur, dass die Löcher quadratisch sind. Ende dieser Woche kommt der Maler, danach lade ich mal ein Bild von der Decke hoch.
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Alt 18.04.2012, 11:40   #22
Blindniete
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@Karl,

entscheidend bei der ganzen Sache ist die Aufspritzung des Akustikputzes,
auf den Flies, der nach unten zeigt.

Der Akustikputz wirkt bei richtiger Anwendung wie ein Mikro Absorber, bei dem
die Schallwellen in den kleine Löchern abgebremst werden.

http://www.hunecke.de/de/wissen/absorber/mpa.html

Die Dämmwolle sollte nicht voll in den Hohlraum gestopft werden,
richtig ist ein Hohlraum über der Dämmwolle.

Dafür gibt es auch Diagramme bei Rigips, wie sich der Abhängeabstand auswirkt
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Alt 18.04.2012, 11:59   #23
carlinhos
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Zitat:
Zitat von Blindniete Beitrag anzeigen
@Karl,

entscheidend bei der ganzen Sache ist die Aufspritzung des Akustikputzes,
auf den Flies, der nach unten zeigt.

Der Akustikputz wirkt bei richtiger Anwendung wie ein Mikro Absorber, bei dem
die Schallwellen in den kleine Löchern abgebremst werden.

http://www.hunecke.de/de/wissen/absorber/mpa.html

Die Dämmwolle sollte nicht voll in den Hohlraum gestopft werden,
richtig ist ein Hohlraum über der Dämmwolle.

Dafür gibt es auch Diagramme bei Rigips, wie sich der Abhängeabstand auswirkt

Danke für die Info, aber leider schon zu spät, weil schon alles geschlossen und verspachtelt ist. Da wurde ich schlecht beraten. Ich hätte aber selbst draufkommen können, weil natürlich der Hohlraum dahinter zu einer besseren Absorptionswirkung im Bassbereich beiträgt.

Das mit dem "Vlies, das nach unten zeigt" verstehe ich nicht ganz. Das Vlies ist ja innen, also oben. Von unten sieht das bei mir so aus:

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Alt 18.04.2012, 12:23   #24
Blindniete
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OK, verstehe

Bei mir sieht es so aus



Also Flies nach unten, und dann mit porösen Akustikputz verputzt.
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Alt 18.04.2012, 13:19   #25
carlinhos
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Alles klar!
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Alt 18.04.2012, 13:46   #26
schauki
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Hallo!

Also mehr Mineralwolle bewirkt nicht weniger Dämpfung sondern "andere".
D.h. es wird wahrscheinlich nur etwas "mehr" gedämpft bei höheren Frequenzen, weil poröse Absorber im Schnellemaximum (Abstand zur Wand 1/4 der Wellenlänge) wirken.

Man kann so Material sparen, weil 5cm Absorber in 5cm Abstand zur Wand praktisch gleich stark wirken wie 10cm Absorber direkt an der Wand. Bzw. eben gleichmäßiger.
Bei Mineralwolle aufgrund des geringen Preises ziemlich egal, bei Basotect das doch recht teuer ist spart man dann doch ca. 50%.

Für den TT ist dann primär der Abstand der eingehängten Decke zur "echten" Decke entscheidend. Tiefe Frequenzen sehen die 40mm (??) Mineralwolle praktisch gar nicht.

mfg
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Alt 18.04.2012, 13:57   #27
carlinhos
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Zitat:
Zitat von schauki Beitrag anzeigen
Hallo!

Also mehr Mineralwolle bewirkt nicht weniger Dämpfung sondern "andere".
D.h. es wird wahrscheinlich nur etwas "mehr" gedämpft bei höheren Frequenzen, weil poröse Absorber im Schnellemaximum (Abstand zur Wand 1/4 der Wellenlänge) wirken.

Man kann so Material sparen, weil 5cm Absorber in 5cm Abstand zur Wand praktisch gleich stark wirken wie 10cm Absorber direkt an der Wand. Bzw. eben gleichmäßiger.
Bei Mineralwolle aufgrund des geringen Preises ziemlich egal, bei Basotect das doch recht teuer ist spart man dann doch ca. 50%.

Für den TT ist dann primär der Abstand der eingehängten Decke zur "echten" Decke entscheidend. Tiefe Frequenzen sehen die 40mm (??) Mineralwolle praktisch gar nicht.

mfg

Es sind ca. 11 cm Mineralwolle, aber mir ist schon klar, dass auch dass noch nicht allzuviel ausrichtet im Bassbereich.
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Alt 18.04.2012, 14:04   #28
schauki
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War nur als Hinweis gemeint, dass du nicht unbedingt "schlecht beraten" wurdest.

mfg
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Alt 18.04.2012, 15:24   #29
carlinhos
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Danke, das beruhigt!
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Alt 07.07.2012, 17:03   #30
Bert4
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@Babak

Ich habe in post#15 schon mal gefragt, aber vielleicht hast du nicht mehr rein gelesen.

Die Bilder in post#2 sieht man ja schon öfters hier.
Du hast geschrieben das diese geschlitzten weißen Platten übers Eck eine besser Absorption haben. Also die Abffusoren !

Mich würde interessieren welches Material du dahinter hast um überhaupt eine Absorption zu erreichen.
Sieht im Bild leer dahinter aus

lg Bert
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