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Audiophiles Hören, Hörpsychologie Persönliche Hörgewohnheiten und Hörsituationen

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Alt 04.02.2010, 14:16   #16
C36,8
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Hi,

hat mal jemand eine gut klingende LP über einen sehr guten A/D-Wandler auf CD gebrannt und dann mit der LP verglichen.
Diese Unterschiede würden mich mal interessieren.

Habe auch LP und CD verglichen, z.B. ein Stück auf "Jazz at the Pawnshop", noch Uraltversion von ATR und dann als CD, RR Recordings - bei mir ist die CD immer besser...liegt aber an meinem Analoggewurschtel...
(wobei die Unterschiede nicht sooooo dramatisch sind)


Cheers,

Klaus
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Alt 04.02.2010, 14:39   #17
Reno Barth
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Zitat:
Zitat von Franz Beitrag anzeigen
Da liegen gefühlte Klangwelten dazwischen.
Ja, und ich vermute auch, dass digital eine Sache ist, CD eine andere. Hab mich in letzter Zeit viel mit Computer-Audio beschäftigt und bin da mittlerweile gleich um mehrere gefühlte Klangwelten über dem Niveau gelandet, das ich mit CD erreiche. Von der Festplatte höre ich jetzt zum ersten Mal freiwillig und gerne digital. CDs hab ich immer nur aufgelegt, wenn Kunden was bestimmtes hören wollten.

lg
reno
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Alt 04.02.2010, 17:22   #18
Dragonsage
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Zitat:
Zitat von C36,8 Beitrag anzeigen
hat mal jemand eine gut klingende LP über einen sehr guten A/D-Wandler auf CD gebrannt und dann mit der LP verglichen.
Diese Unterschiede würden mich mal interessieren.
In meinen Beispielen keine hörbaren Unterschiede, obwohl simple Technik eingesetzt wurde.

Ich habe damals einige Schallplatten, die bis heute nicht auf CD erschienen sind und die wollte ich weiter hören. Da habe ich diese bei einem Freund auf CD bringen lassen.

Ich denke daher, dass sämtlich Unterschiede zwischen Vinyl und CD nicht im Datenträger ansich begründet sind.

Ciao DA
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Alt 04.02.2010, 17:57   #19
C36,8
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Hi Dragonsage,

hab ich mir schon "fast" gedacht.

Um die Ursprungsdaten auf die verschiedenen Tonträger zu pressen, müssen sie eben unterschiedlich "zurechtgestutzt" werden und ein Vergleich von "fertigen" LPs-CDs ist zwar interessant, sagt aber über die technische Qualität des Mediums nix aus.



Cheers,

Klaus
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Alt 04.02.2010, 20:59   #20
Horn-Fan
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Zitat:
Zitat von Franz Beitrag anzeigen

Wir hörten die 3. Kopie über eine Telefunken-Bandmaschine M 15 A. Anschließend im Vergleich dazu die LP. Jeder, wirklich jeder, der bei der Vorführung dabei war, konnte nachvollziehen, daß die Aufnahme des Bandes in jeder Beziehung besser war. Das kam dynamischer, mit mehr Fülle und Echtheit. Der Wiedergabe über LP fehlte schon etwas. Und ich habe zu Hause die CD davon. Da fehlt noch mehr. Du merkst das aber erst, wenn du vergleichen kannst. Das ist für mich Fakt. Wer das nicht glauben will, soll das einfach mal vergleichen. Danach weiß er Bescheid.

Gruß
Franz
Hallo Franz

Ich war Anfang Januar bei einem Hifi Freund, der hat mit einem Nagra Tonbandgerät einige Live Aufnahmen gemacht und diese Vorgeführt.

Unter anderem hat er Aufnahmen von Hobby Bands, Alltags Straßen Geräuschen und von einem Glockenspiel gemacht.

Die Qualität, Dynamik und die Echtheit des Klangs der Aufnahmen war unbeschreiblich.

Das Glockenspiel mit seinen Nebengeräuschen war so echt, man hatte wirklich den Eindruck Live davor zu stehen.

Für die Aufnahmen hat er natürlich jede menge Band verbraucht.
Auf einer Rolle waren nur ein paar Minuten Spielzeit drauf.

Wer mal die möglichkeit hat, so eine Aufnahme zu hören, sollte sich das ruhig mal geben.
Man wundert sich wie gut die "ollen" Magnetbänder sein können.

Die Nagra Maschine ist auf jeden Fall ein Hammer.
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Alt 07.02.2010, 11:31   #21
Hermann
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Hermann
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Zitat:
Zitat von C36,8 Beitrag anzeigen
Hi,

hat mal jemand eine gut klingende LP über einen sehr guten A/D-Wandler auf CD gebrannt und dann mit der LP verglichen.
Diese Unterschiede würden mich mal interessieren.

Habe auch LP und CD verglichen, z.B. ein Stück auf "Jazz at the Pawnshop", noch Uraltversion von ATR und dann als CD, RR Recordings - bei mir ist die CD immer besser...liegt aber an meinem Analoggewurschtel...
(wobei die Unterschiede nicht sooooo dramatisch sind)


Cheers,

Klaus
Hallo Klaus.

Ich habe zwar schon einige LP´s mit dem Laptop digitalisiert und auch als CD gebrannt.Von hochwertigen A/D Wandler ist da keine Rede aber Unterschiede konnte ich danach nicht / trotzdem nicht feststellen. ( Okay, wenn ich ein wenig restauriert habe, also die Knackser etc. ein wenig gefiltert habe, dass ist dann schon feststellbar)
Der Unterschied zwischen CD und LP rührt sicherlich von anderen Umständen her, wie hier auch schon erwähnt.
Zum Digitalisieren habe ich ein Freewareprogramm von MAGIC genommen. Plattendreher ist ein Thorens 321 mit SME Arm und Ortofon System und wird vom SAM an den Lapptop geliefert.

Ohne meine Künste habe ich nur 3 Schallplatten, die ich auch auf CD habe. Da mag ich die Carla Bley und auch die Tenor Madness lieber auf Platte. Den Miles Davis, Kind of Blue, finde ich dagegen auf CD besser, zumindest bei meiner Vynylversion.


freundlichst
__________________
Hermann
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Alt 26.10.2010, 10:19   #22
Kumbbl
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Zitat:
Zitat von Hifiaktiv Beitrag anzeigen
Ich möchte hier auch keine weiter Diskussion analog/digital haben (wieviele noch?).

Es wäre aber interessant, einmal zu erfahren, was sich in beiden Fällen im Studio abspielt und ob es wirklich an der "Digitalisierung" liegt, warum analog (trotz aller unbestrittenen Unzulänglichkeiten) oft besser gefällt.
Nein, natürlich liegt es in keinster Weise an der Digitalisierung und es läßt sich auch aus der tatsache, dass von vielen (vor allem älteren) Alben die Vinyl-Pressung besser klingt als die CD-Ausgabe, auch kein Vorteil des analogen Prinzips über das Digitale ableiten.

Es liegt alleine an dem sorgfältigeren Mastering für die LP und ggf. auch an dem Zugriff auf die originalen Masterbänder.

Ich hab von vielen alten Rock-LPs einen hervorragend gemachten Vinyl-Ripp auf Platte (abgespielt mit einem VPI Scoutmaster und Audio-Technica AT33PTG-headshell), digitalisiert mit E-MU 1212 Soundkarte, alles in 24/192 --> runtergesampelt auf 24/44 für manuelles(!) Click-Repair und dann auf 16/44.1 gedithered... das ganze dann nauf CD-R gebrannt, da einfach viel komfortabler). Und genau so - also digitalisiert klingt es erstens wie vom Plattenspieler und tatsächlich in den erwähnten Fällen substantiell besser als auf den verfügbaren CD-Pressungen. das hat aber nixc mit einem Vorteil von Analog zu tun, sondern liegt daran, dass a) entweder für die CD eine schon total EQ-ed und verbogenes Masterbandkopie benuttz wurde, oder b) versehentlich für das CD_Mastering ein Masterband mit LP-Frenquenzganz als Grundlage verwendet wurde (kam i der anfangzeit der CD, als die labels einfach schnell CDs in den markt pumpen wollten, oft vor) oder schlichtweg an inkomptentem CD-Mastering oder - schlußendlich - am heute vorherschenden CD-loudness-War.

Hier nochmal zum Mitschreiben: bei einem sorgfältigen Mastering von einem originalen gut erhaltenen Masterband klingt die CD mindestens so gut wie die LP, Punkt! beweise gibt genügend, da braucht man sich bloss CDs vom Label DCC anhören (Bsp: Eagles Hotel California, Deep Purple made in Japen und viele viele mehr) oder jetzt auch von Audio Fidelity - das Re-release von "machine Head" klingt erstens 100 identisch zu der alten germany LP-Pressung (anerkannterweise eine der besten) und zweitens einfach sehr gut - ud ich hab fast alle verfügbaren pressungen von "machine head" zu hause.

Hier ei paar beispiel, wo die LP substantiell besser als die CD klingt (als jede CD):
Fleetwood Mac - ST
Tommy Bolin - Teaser
Toto - Toto IV
led Zeppelin - I
George Harrison - All things must pass
Rolling Stones - Exile on main street
grate Full dead - American beauty
John Mellencamp - Scarecrow ud Lonesome Jubilee
Nirvana - Nevermind
Rod Stewart - Never a dull moment
T.rex - Electric Warrior (Ausnahme: die SCAD hat noch besseres mastering)
The Police - alle
The Who - Who's next (Die Canadian CD klingt fast genau so gut)
Van halen - 1984
ZZ Top - Rio Grande Mud, Fandango, Deguello, Tres Hombres

manche viel bessre, manche nur leicht...

Ein Beispiel aus der neuzeit: Die LP von "Stadium arcadium" der Red Hot Chili peppers klingt um mindestens 3 Ligen besser als die CD - aber nicht weil ne LP der CD überlegen wäre, sondern allein(!!) deswegen , weil die CD mit 5 db Innendynamik (DR-Wert des TT-Dynamic-Range-Meters, hier, sehr zu empfehlen: http://www.pleasurizemusic.com/de) und die LP mit 11 gemastert wurde, sprich, die LP ne dynamik hat und die CD keine...das ist allein die Schuld des mastering-Ingenieurs!

aber daraus läßt sich kein prinzipnachteil der CD ableiten!!
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Alt 26.10.2010, 10:35   #23
Kumbbl
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Zitat:
Zitat von Franz Beitrag anzeigen
Wie man das hört?
Wir hörten die 3. Kopie über eine Telefunken-Bandmaschine M 15 A. Anschließend im Vergleich dazu die LP. Jeder, wirklich jeder, der bei der Vorführung dabei war, konnte nachvollziehen, daß die Aufnahme des Bandes in jeder Beziehung besser war. Das kam dynamischer, mit mehr Fülle und Echtheit. Der Wiedergabe über LP fehlte schon etwas. Und ich habe zu Hause die CD davon. Da fehlt noch mehr. Du merkst das aber erst, wenn du vergleichen kannst. Das ist für mich Fakt. Wer das nicht glauben will, soll das einfach mal vergleichen. Danach weiß er Bescheid.
ich glaub euch das schon. Ich kann mir auch vorstellen, dass weder LP noch CD-produktion perfekt sind, so dass der Originalklang erhalten bleibt - und der wird ja über die bandmaschine abgespielt - und dass gute bandmaschinen toll klingen, das ist einfach ein fakt.

ABER: Wer euren versuch gehört hat, der weiß immer noch nicht voll Bescheid , denn: Nur weil du bei der CD noch mehr vermisst, als bei der LP, heisst das nicht, dass digital analog unterlegen wäre - das liegt schlichtweg am ganz anderen mastering-Prozeß - in deinem Fall hat einfach der LP-Ingenieur besser gemastered als der CD-Ingenier - mehr ist da nicht dahinter.

dass das Mastering einen essentiellen Einfluß auf den Klang des Endprodukts hat, wisse wir (leider) nur allzu gut seit Angang der 90er, als die CDs immer lauter und immer schlechter wurden...

Ich nehm mal nen Klassiker: Hör dir mal von brothers in arms die Erstpressung von '85 an - volle dynamik, kan man auch laut hören, das remaster von 96 war dann schon nicht mehr so gut, wenn auch noch nicht schlecht - das letzte remaster von 2003 ist dann wirklich schlecht, keine richtige dynamik mehr drin...

In der Hinsicht kann ich nur jedem diese Webseite und auch das zugehörige Tool empfehlen: http://www.pleasurizemusic.com/de - eine Institution, die ich voll und ganz unterstütze.
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Alt 26.10.2010, 11:16   #24
Reno Barth
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Zitat:
Zitat von Kumbbl Beitrag anzeigen
Wer euren versuch gehört hat, der weiß immer noch nicht voll Bescheid , denn: Nur weil du bei der CD noch mehr vermisst, als bei der LP, heisst das nicht, dass digital analog unterlegen wäre -

Das beweist aber auch nicht das Gegenteil. The absence of evidence is not the evidence for absence...

lg
reno
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Alt 26.10.2010, 11:19   #25
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Zitat:
Zitat von Reno Barth Beitrag anzeigen
Das beweist aber auch nicht das Gegenteil. The absence of evidence is not the evidence for absence...

lg
reno
exakt - bzgl. "analog vs. digital" beweist deren versuch schlichtweg gar nix - da hast du völlig recht...

außer, dass Musik direkt von der Quelle (vom masterband) ggf. das maß aller Dinge ist, was mich aber auch nicht wundert...
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Alt 26.10.2010, 11:31   #26
UweM
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UweM
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dazu passt folgendes: Ich erinnere mich an ein Interview mit Michael Dabringhaus vom renommierten Plattenlabel Dabringhaus & Grimm. Sicher ein kompetenter Mann. Sinngemäß stand darin folgendes: (ich schreibe aus dem Gedächtnis, also nagelt mich nicht auf Details fest):

"Erst mit der CD gibt es einen Tonträger der genau das wiedergibt, was auf den Masterbändern gespeichert wurde. Um einen ordentlichen Rauschabstand zu erreichen wurden Analogbänder immer möglichst hoch ausgesteuert, bis hin zu Klirrfaktoren von >1%. Da letzterer hpts. aus gutmütigem k3 besteht, klingt das sogar recht angenehm. Bei der LP-Wiedergabe addieren sich jedoch k2-Abtastverzerrungen, was in Summe sehr unangenehm klingt.
Die Toningenieure waren daher früher bemüht, diesen Effekt durch besondere Mikrofonaufstellung (und sonstige Maßnahmen) schon bei der Aufnahme zu kompensieren, damit die LP ordentlich klingt. Speichert man so ein Masterband jedoch auf CD, dann fällt die Kompensation weg und das ganze klingt entsprechend unnatürlich. Produziert man ausschließlich für CD, dann kann man sich die ganze Trickserei bei der Aufnahme sparen und erreicht unterm Strich ein besseres Ergebnis. (hier schlagen bei einer LP-Pressung natürlich wieder deren Fehler durch)"

In einem weiteren Interview mit Genesis, auch schon ein paar Jährchen her, erklärte Mike Rutherford, dass ihre Aufnahmen wegen recht langer Spielzeit mit Limitern bearbeitet wurden um sie auf LP pressen zu können. Bei der ersten CD-Auflage wurden diese dynamikbegrenzten Bänder verwendet, wodurch sie, subjektiv schlechter klangen als die LPs. Erst bei der remasterten Serie habe die Plattenfirma die Originalbänder verwendet. Offensichtlich musste man in den 80ern den Umgang mit dem neuen Medium in den Plattenstudios erst lernen.
Dass die aktuelle, zweite Remastergeneration von Genesis durch den Loudnesswar wieder schlechter klingt, steht auf einem traurigen anderen Blatt.

Grüße,

Uwe
UweM ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.10.2010, 11:36   #27
Kumbbl
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Zitat:
Zitat von Reno Barth Beitrag anzeigen
Ja, und ich vermute auch, dass digital eine Sache ist, CD eine andere. Hab mich in letzter Zeit viel mit Computer-Audio beschäftigt und bin da mittlerweile gleich um mehrere gefühlte Klangwelten über dem Niveau gelandet, das ich mit CD erreiche. Von der Festplatte höre ich jetzt zum ersten Mal freiwillig und gerne digital. CDs hab ich immer nur aufgelegt, wenn Kunden was bestimmtes hören wollten.
auf der festplatte auch in 16/44.1 gespeichert? ich nehme es aber mal an, denn sonst wäre deine Aussage ja völlig irrelevant....

Nun, ich kann bei gleicher Auflösung des Quellmaterials leider keinen eindeutigen festplattenvorteil ausmachen (versuch: ein wandler RME ADI-2, einmal digital vom CD-Player befüttert - Cambridge, einmal vom laptop über das M2tech Hiface USB-S/PDIF-Interface)... mit viel gutem Willen glaubte ich manchmal einen minimalen Vorteil für die festplatte zu erkennen, in Form gefühlter konturierterer Wiedergabe, aber irgendwei ist das alles dann doch das gleiche gewesen...

Und du schreibst ja sogar von "mehreren Klangwelten" - also das bezweifle ich aufs höchste, dass das einem BT (ja, wieder mal, ich weiß, du hälst nicht so viel davon ;-) standhalten würde... und wenn man sich das Grundprinzip der "CD-Wiedergabe" (jetzt verallgemeinert, denn auch die Wiedergabe Festplatte -- >wandler ist CD-Wiedergabe) ansieht und das auch verstanden hat, dann kanns eigentlich überhaupt keinen Unterschied geben...
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Alt 26.10.2010, 11:52   #28
Kumbbl
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Zitat:
Zitat von UweM Beitrag anzeigen
dazu passt folgendes: Ich erinnere mich an ein Interview mit Michael Dabringhaus vom renommierten Plattenlabel Dabringhaus & Grimm. Sicher ein kompetenter Mann. Sinngemäß stand darin folgendes: (ich schreibe aus dem Gedächtnis, also nagelt mich nicht auf Details fest):

"Erst mit der CD gibt es einen Tonträger der genau das wiedergibt, was auf den Masterbändern gespeichert wurde. Um einen ordentlichen Rauschabstand zu erreichen wurden Analogbänder immer möglichst hoch ausgesteuert, bis hin zu Klirrfaktoren von >1%. Da letzterer hpts. aus gutmütigem k3 besteht, klingt das sogar recht angenehm. Bei der LP-Wiedergabe addieren sich jedoch k2-Abtastverzerrungen, was in Summe sehr unangenehm klingt.
Die Toningenieure waren daher früher bemüht, diesen Effekt durch besondere Mikrofonaufstellung (und sonstige Maßnahmen) schon bei der Aufnahme zu kompensieren, damit die LP ordentlich klingt. Speichert man so ein Masterband jedoch auf CD, dann fällt die Kompensation weg und das ganze klingt entsprechend unnatürlich. Produziert man ausschließlich für CD, dann kann man sich die ganze Trickserei bei der Aufnahme sparen und erreicht unterm Strich ein besseres Ergebnis. (hier schlagen bei einer LP-Pressung natürlich wieder deren Fehler durch)"
Sehr interessant, danke für den beitrag... ums zu beurteilen, fehlt mir die expertise, aber ich sag mal soviel: wenns immer so wäre, dann dürfte es ja keine CD-pressung von älteren Aufnahmen geben, die genau so gut klingt, wie die besten LP pressungen... und das kann ich qua beispiel schlichtweg widerlegen ;-)

aber so ganz überzeugt mich meine Antwort selbst nicht, denn auch ich bin überzeugt, dass man früher enorme handstände unternommen hat, um aus dem technisch maximal durchschnittlichen Audio-Speicherung/Wiedergabe-prinzip der LP doch so guten klang herauszuholen, und dass man da schon bei der Aufnahme begonnen hat (mikrophonierung etc.), wundert mich überhaupt nicht, denn dass mal ein grundlegend anderes Aufzeichnungsprinzip kommen würde (CD etc.), da hat sicher keiner damals dran gedacht ....

Und deswegen klingen auch alte LP-Aufnahmen aus den 70ern z.B. so fantastisch, weil man da alle Aufmerksamkeit und auch hohen Aufwand und Zeit spendiert hat, um ein gut klingendes Endprodukt zu erzeugen (natürlich nicht immer, auch damals wurde geschludert, aber es es wurde eben sorgfältig produziert)... leider ist das bei der heutugen produktion immer mehr weggebrochen, heute gilt nur mehr schnell, billig und laut...

aber wozu CD und hier das stinknormale 16/44.1 Format fähig ist, wenn man die gleiche Sorgfalt und Aufwand spendiert, demonstriert zum beispeil im Rockbereich die CD "memphis in Manhattan" von Billy Burnette (http://www.amazon.com/Memphis-Manhat.../dp/B000E6EHQS) - vom Label Chesky, simple 2 Mikrophon-Aufstellung und erstklassige produktion und mastering - ich kenne keine einzuige LP aus dem Rockbereich, die besser klingt, die meisten klingen nichtmal annähernd so gut - und das ganze über den CD-Player abgespielt...

ich sags ja immer: anstelle in immer teureren CD-Abspielschnickschnack zu investieren, hätten die leute mehr davon, wenn sie sich g'scheite Produktionen besorgen würden (DCC, MFSL, Audio Fidelity Analogue productions, Chesky etc..)

da braucht dann auch niemand über das ach so limitierte CD-Format mehr jammern - dies würde vollauf genügen, wenns denn nur produktionstechnsich auch ausgereizt würde - was leider i 99,9% der produktion bei weitem nicht der Fall ist...

Zitat:
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In einem weiteren Interview mit Genesis, auch schon ein paar Jährchen her, erklärte Mike Rutherford, dass ihre Aufnahmen wegen recht langer Spielzeit mit Limitern bearbeitet wurden um sie auf LP pressen zu können. Bei der ersten CD-Auflage wurden diese dynamikbegrenzten Bänder verwendet, wodurch sie, subjektiv schlechter klangen als die LPs. Erst bei der remasterten Serie habe die Plattenfirma die Originalbänder verwendet. Offensichtlich musste man in den 80ern den Umgang mit dem neuen Medium in den Plattenstudios erst lernen.
Dass die aktuelle, zweite Remastergeneration von Genesis durch den Loudnesswar wieder schlechter klingt, steht auf einem traurigen anderen Blatt.
nicht nur deswegen - auch die Höhen sind z.T. kaum zu ertragen... aber insgesamt hast du mit allem recht...
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Alt 26.10.2010, 20:40   #29
Reno Barth
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Zitat:
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auf der festplatte auch in 16/44.1 gespeichert?

ja, selbstverständlich. Ich hab dabei auch die Erfahrung gemacht, dass es nicht egal ist, welche Hard-und Software man verwendet. Die besten Ergebnisse gabs mit einem abgespeckten Ubuntu (Pulse Audio raus!) und Audacious als Player. Dann über Toslink in den Digilink III. USB raus geht auch, aber ich hab irgendwie den Eindruck, dass der USB-Eingang am DL III nicht sooo super ist. Hat mir jedenfalls über den optischen Eingang besser gefallen. Auch mit W7/Media Monkey und M2Tech war ich weniger glücklich.
Probier's mal. Du hast ja einen DLIII und bist eh mit dem Computer vertraut...

lg
reno
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Alt 26.10.2010, 22:06   #30
Kumbbl
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Zitat:
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ja, selbstverständlich. Ich hab dabei auch die Erfahrung gemacht, dass es nicht egal ist, welche Hard-und Software man verwendet. Die besten Ergebnisse gabs mit einem abgespeckten Ubuntu (Pulse Audio raus!) und Audacious als Player. Dann über Toslink in den Digilink III. USB raus geht auch, aber ich hab irgendwie den Eindruck, dass der USB-Eingang am DL III nicht sooo super ist. Hat mir jedenfalls über den optischen Eingang besser gefallen. Auch mit W7/Media Monkey und M2Tech war ich weniger glücklich.
Probier's mal. Du hast ja einen DLIII und bist eh mit dem Computer vertraut...
nö, da verwechselst du was - hab den RME ADI-2... der hat kein USB-Eingang... bin mit meiner Kombi m2Tech--> ADI-2 bestens zufrieden - hab aber auch schon mal geschrieben, dass ich keinen Unterschied zwischen dem M2tech und dem tascam ausmachen konnte...

Zur Software: Das OS kann Einfluß haben, wenn es irgendwelche resampling-Schweinereien macht, welche es allerdings auch dringend machen muss, zumindest muss ein vernünftiges OS das anbieten, damit man mit Tracks unterschiedlicher Samplingfrequenzen auch Fading- und Überblendspielereien veranstalten kann... somit sind es eigentlich keine Schweinereien sondern ein super tolles Feature fleissiger Programmierer (keine Ironie!)... aber für Klang pur sollte man sie umgehen können - bei Windows (und nur da kann ich mitreden) geht das entweder über ASIO oder mittels kernelstreaming... minimale Unterschiede zwsichen ohne und mit konnte ich ausmachen, aber wirklich minimal minimal... aber somit kann ich mir dein "Pulse Audio raus", was immer das bei Linux heisst, als möglich und wirksam vorstellen...

ansonsten blüht bzgl. Klangunterschieden zwischen verschiedenen Software-Audiplayern der Wahnsinn mindestens so wie bei kabelklang... Software-Player verursachen keine Klangunterschiede, punkt, punkt, punkt. Und Abspielen eines Files vollständig aus dem RAM oder von festplatte verursacht auch keine, punkt, punkt, punkt. Wer anderes behauptet, hat von Tuten und Blasen keine Ahnung, punkt, punkt, punkt...

Firewire ist prinzipiell USB nicht überlegen, die Datenrate reicht hier wie dort und taktsteuerung durch den wandler ist hier wie dort möglich, bei USB ist es halt tief in der ca. 2000 Seiten dickem Spezifikation versteckt und nennt sich asynchroner Modus.

USB, wenn sauber ausgeführt, ist S/PDIF über Coax oder Toslink nicht unterlegen.

Und und und...

Bei allen diesen ins Kraut schießenden Soft- und Hardware-behauptungen würde sich nun ein BT wiederum sehr wohl hervorragend eigenen, um diese ad absurdum zu führen...

aber letztendlich ist dein letzter Satz der entscheidende: auch wenns vielleicht gar keine Unterschiede gibt, solange du mit einer Konstallation am meisten glücklich bist und diese vewendest, ist alles bestens - ohne Ironie jetzt mal. man muss es deswegen aber nicht gleich als Wahrheit verkaufen ;-)
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