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David Berichtsforum von Hifi Aktiv

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Alt 20.05.2009, 17:45   #1
David
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Standard Berichte meiner Konzertbesuche

Ich übertrage hier einige meiner Beiträge her, um danach fortzusetzen.

Celine Dion am 01. 07. 2008 in der Wiener Stadthalle

Gestern Abend hat also das große Konzert von Celine Dion in Wien in der Stadthalle stattgefunden.

Unsere Sitzplätze waren recht gut (Entfernung zur Bühne etwa 25 Meter und etwa auf gleichem Höhenniveau) und dementsprechend teuer (eine Karte 210 Euro). Die Stadthalle war voll geöffnet (sie wird der Besucheranzahl angepasst), fast alle Plätze waren besetzt. Somit kamen etwa 10.000 Fans - übrigens aller Altersklassen.

Anders als sonst war die Bühne (ähnlich einem Boxring) als Rechteck in der Halle aufgebaut. Allerdings ziemlich an einem Ende, aber doch so, dass es auch "hinter der Bühne" vielleicht 20 Sitzreihen gab. Links und rechts der Bühne gab es lange Verlängerungsstege, die bis zu den seitlichen Sitzplätzen reichten.
Diese Bühne gehört zu Grundausstattung von Celine Dions Konzerten, sie wurde also mitgebracht.

Rund um die Bühne gab es mehrere riesige Displays - wie heute üblich.

Vor dem Konzert von Celine Dion gab es noch eine Vorgruppe (spielte eine volle Stunde!), die zwar nicht schlecht war, aber auch nicht so gut, dass ich darauf näher eingehen möchte.

Danach wurde die Bühne komplett geräumt.

Am Beginn des eigentlichen Konzerts sah man nur eine etwa 2 Meter hohe schwarze Bühnenkonstruktion mit einem großen Loch in der Mitte. Keine Instrumente, keine Dekoration - nichts! Das war seltsam, wo doch klar war, dass in wenigen Minuten die Show beginnt.

Dann wurde es finster und das eigentliche Konzert ging los. Schnell wurde klar, wie die Sache funktioniert. Die Bühne bestand aus mehreren Segmenten (Plateaus), die wie "Stempel" nach oben ausfuhren (teils über Bühnenniveau) und die auch immer wieder eingezogen wurden. In der Mitte "fuhr" Celine Dion aus und um sie herum die Musiker. Dabei gab es logische Gruppen wie beispielsweise Schlagzeug und Bass, Chor und Piano, Gitarren und Streicher.....das wechselte je nach Lied auch ab. Fast alle Instrumente wurden kabellos gespielt, also mit Funkverbindung. Die Mikrofone natürlich sowieso. Dadurch konnten sich alle Musiker frei auf der Bühne bewegen.

Sehr oft waren nur die Oberkörper oder gar nur die Köpfe der Musiker sichtbar, weil sie mit ihren Plateaus nur ein Stückchen hochgefahren wurden. Die Musiker waren also nicht sehr dominat, im Focus war hauptsächlich Celine Dion.

Auf der einen Seite der Bühne (auf unsere Seite) gab es ein Laufband. Darauf tummelten sich im Laufe der Show nicht nur Celine Dion sondern auch so etwas wie Artisten und Tänzer (diese Art von Showeinlage brauche ich nicht, ist aber seit vielen Jahren Usus).

Jedenfalls ging hier eine Show ab, so wie sie halt in Las Vegas üblich ist und das in positivem Sinn. Also ganz großes Spektakel mit perfektem Ablauf, immer wieder mit irgendwelchen Überraschungen, wunderbaren Lichtshows und allem Drum und Dran. Celine Dion hat auch immer schön brav mit dem Publikum kommuniziert (zum Teil deutsche Sätze gesprochen), zum Mitsingen aufgefordert und mehrere Male ihre Klamotten gewechselt.

Während dieser Wechsel gab es diverse musikalische Einlagen mit einem dunkelhäutigen Sänger (der auch ein Duett mit Celine sang), der so gut war, dass ich sofort ein Konzert von ihm besuchen würde. Funk, Soul, Rock und wunderschöne Balladen aus alten Zeiten (jedes Lied ein Hammer!) wurden dabei zu Medleys gemacht.

Ein tolles Medley hatte aber auch Celine Dion im Gepäck. Mit Liedern, die man von ihr nicht erwarten würde. Sie coverte Lieder von den Queen, Von Tina Turner und noch einigen anderen bekannten Interpreten. Dazu gab es dann noch ein Duett mit dem blinden Sänger Andrea Pocelli, der natürlich nicht da war, aber perfekt auf den riesigen Displays mit ihr gleichzeitig dargestellt wurde. Es sah also tatsächlich so aus, als würden beide gemeinsam auf der Bühne stehen und singen. Toll!

Insgesamt sang sie 23 Lieder (habe nicht mitgezählt, so stand es in der Tageszeitung) und zum Schluss (Draufgabe) durfte natürlich das schmachtige Lied vom Film über die Titanic nicht fehlen.

Celine sah übrigens sehr gut aus, super Figur, wunderschöne Haare und quirlig wie ein Wirbelwind. Ihre theatralischen Gesten und ihre Körpersprache kennt man ja, all' das gehört zu ihr und zu ihrer Show. Die ganze Frau wiegt vielleicht 55 Kilo (wenn überhaupt) und singt mit einer Kraft, die ihresgleichen sucht. Jeder Ton passt, selbst die höchsten Töne singt sie nicht gequält, alles kommt locker rüber.

Aber....hier kommt auch meine mehr oder weniger einzige Kritik, die sie als Sängerin betrifft (denn wer behauptet, dass sie nicht zu den besten Pop-Sängerinnen der Gegenwart zählt, den kann ich nur auslachen): meiner Meinung nach macht sie Fehler bei der so wichtigen Mikrofontechnik. Bei lauten hohen Tönen voll ins Mikrofon zu singen, das geht nie gut. Es ist viel zu laut und es verzerrt. Das "packt" kein Mikrofon. Wer Gelegenheit dazu hat, einmal zu vergleichen, wie perfekt das Christina Aguilera macht, der wird verstehen was ich meine. Richtige "Mikrofonarbeit", das heißt, fast ununterbrochen den Abstand zwischen Mund und Mikrofon anzupassen. Je nach Lautstärke bzw. Intensität der Stimme.

Und jetzt - wie könnte es anders sein - wieder einmal der Grund, warum für mich auch dieses wunderbare Konzert lange nicht das war, was es hätte sein können: es ist die entsetzliche Tonqualität, die es bei uns in der Stadthalle fast immer gibt. Selbst eine miese Autoanlage klingt um Klassen besser und unverzerrter als das - nur halt nicht so laut. Was uns in unserer Stadthalle an Klang geboten wird, das ist einfach ein Witz. Vielleicht bin ich da übersensibel, aber für mich ist das oft nur Klangbrei gewesen.
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Gruß
David


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Alt 20.05.2009, 17:48   #2
David
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Lionel Richie am 06. 05. 2009 in der Wiener Stadthalle

Lionel Richie - erster Teil

Austragungsort: die "Wiener Stadthalle". Geschätzte Größe 100 Meter breit, 150 Meter lang und 30 Meter hoch. Alt und ziemlich hässlich. Noch nie habe ich hier drinnen guten Klang erlebt und ich war schon sehr oft da.

Wir saßen im Parkett, vielleicht 20 Meter von der Bühne entfernt und eher links. Wobei - bei vielen Liedern standen wir, weil kaum dass Einer aufspringt, alle Anderen folgen wie die Lemminge. So ist das nun mal bei Pop-Live-Konzerten.

Dieses Mal war klanglich alles ganz anders. Es geht also doch. Schon bei der Konserven-Musik die noch aus den LS am Anfang lief (alter Soul, ich kannte jedes Lied) dachte ich mir "klingt gar nicht übel, wie im Freien". Es gab kein Bassgedröhne und auch sonst hat nichts gestört.

Die Bühne war weitgehend leer, bis auf einen großen schwarzen Flügel in der Mitte, dahinter war ein Vorhang.

Und dann kam er (mit einer halben Stunde Verspätung): Lionel Richie, ganz alleine. Sofort nahm er das Publikum durch seine strahlende und freundliche Art in Besitz. Mit glockenklarer Stimme und sehr gut verständlichem "Schulbuch-Englisch" sprach er ein paar einleitende Worte, dann ging er zum Klavier. Dort sang/spielte er einen seiner Ohrwürmer etwa 2 Strophen lang, bis dann die Band einsetzte - noch hinter dem Vorhang, der dann natürlich auch aufging.

Was sich dann abspielte war ein Hammersound wie ich ihn live mit verstärkten Instrumenten noch nie gehört habe. Es war so wie in meinem Keller mit guten bis sehr guten Aufnahmen. Satt und druckvoll, zwar laut (teils sehr laut) aber nie so, dass es unangenehm wude.
Ich schätze auf unseren Plätzen spielten sich bei den schnellen Nummern 110dB ab - vielleicht ab und zu noch ein paar dB mehr. Aber wie gesagt glockenklar. L. R. Stimme versank nie im Nirvana, immer war seine Stimme "obenauf".

Auch habe ich das erste Mal bei einem Pop-Konzert "echte" Höhen gehört. Denn sonst ist bei geschätzen 4kHz Schluss, hier gab es den berühmten "Staubzucker" oben drauf. Das war schon richtig breitbandig, vom tiefen Bass bis zu den flirrenden Höhen vom Schlagzeugblech.

Ach ja das Schlagzeug!
Hier sah man deutlich, dass sich die Leute bezüglich dem Sound Gedanken gemacht haben. Dieser Musiker saß mit seiner kompletten Ausrüstung in einem runden, nach außen hin akustisch abgeschirmten Plexiglaskobel. Das heisst, kein (oder kaum) Naturklang war zu hören, der Klang seiner einzelnen Instrumente wurde mit Mikrofonen abgenommen und dann sauber gemischt und verstärkt.
Das alleine ergab schon so etwas wie HiFi-Klang. Man hörte exakt die Hi-Hat, jedes Becken und jede Trommel. Die Snare-Drum Kantenschläge kamen knackig wie auf den allerbesten Aufnahmen die ich kenne.
Einziger Kritikpunkt aus meiner Sicht war der zu dominante Kickbass. Ein paar dB weniger hätten mir besser gefallen, denn es ist doch nicht notwendig, dass man beim Musikhören laufend Fusstritte in die Magengegend bekommt. Kurz mag das ganz lustig sein, aber 2 Stunden lang wird es dann doch zuviel.

Irgendeinen Musikmischer auf Publikumsebene habe ich nicht gesehen, das Ganze hat sich aus technischer Sicht eher abgespielt wie in einem Lokal, wo "einfach" eine Band spielt.

Die Gitarristen und der Saxophonist - natürlich auch sämtliche Gesangsmikrofone - arbeiteten kabellos.
Über der Bühne gab es über die gesamte Breite ein Display, das in Segmente geteilt war und wo man meist die einzelnen Musiker "werken" sah. Links und rechts von der Bühne gab es noch zwei weitere große Displays, wo immer nur L. R. zu sehen war, allerdings auch mit Einblendungen vom Publikum.
Ebenfalls über der Bühne schwebten zwei riesige LS-Arrays, bestehend aus etwa 10 Elementen in senkrechter und konvexer Anordnung.
Bis auf den Bass spielte sich anscheinend alles darüber ab, zumindest habe ich keine weiteren Boxen auf der Bühne gesehen.
Die Bassbox war aus meiner Sicht unterdimensioniert, ich glaube da waren nur 4 Stk. 15 Zöller am Werken und das ist einfach zu wenig für so eine Halle. Man hat den Bassisten zwar gehört, aber sein (herrliches) Spiel ging etwas unter. Über die Arrays spielte er meiner Meinung nach nicht.
Kurz und bündig: wunderbarer, fast schon als breitbandig zu bezeichnender und glockenklarer sowie knackiger HiFi-Sound, mit zu starkem Kickbass, aber etwas unterbelichtetem Melodiebass.
Fortsetzung folgt.....
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David


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Alt 20.05.2009, 17:49   #3
David
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Lionel Richie - zweiter Teil

Die Band bestand insgesamt aus 6 Mann. 5 dunkelhäutige und "ältere Semester", sowie ein extrem helles, langhaariges, junges und blondgelocktes "Milchbubi" als Gitarristen. Alle sind sie schlank und sehen eher sportlich aus.

Lionel Richie
Er ist einfach ein supersympathischer Tip, mit profihafter Lockerheit und Routine, die ihresgleichen sucht. Er hat es nicht notwendig blöd auf der Bühne rumzuhüpfen oder sich dauernd umzuziehen oder sonst eine Show abzuziehen, er punktet zu 100% mit seinem Können. Von ihm hört man nicht einmal ansatzweise einen falschen Ton, seine Mikrofontechnik ist perfekt und auch am Klavier ist er eine Koryphäe. Er spielt die kompliziertesten Harmonien/Melodien und das bei gleichzeitig wunderbarem Gesang.
Kurz: mehr Perfektionismus geht nicht. Trotzdem wirkt nichts einstudiert oder gekünstelt.

Der Schlagzeuger
Dieser fesche Typ würde auch als Bodybuilder tadellos durchgehen (er spielte im "Ruderleiberl" und hatte mächtige Muskeln). Abgesehen davon erzeugte er einen "Mörder-Sound" und spielte mit der Präzision einer Atomuhr. So einen tollen Schlagzeuger habe ich in live noch nie erlebt. Trotzdem spielte er sich nie in den Vordergrund, denn auch er hatte das nicht notwendig.

Der Gitarrist
Wie gesagt, optisch ein junges "Milchbubi", aber "der liebe Gott auf der Gitarre". Er spielte ein Gemisch aus Begleit- (Harmonien schrubben) und Leadgitarre. Nie nervte er mit seinem Instrument, er erinnerte mich manches Mal an Eric Clapton. Von ihm kam also kein nervtötendes Gekreische, sondern nur herrlicher Gitarrensound. Lustig auch, dass er fast bei jedem Lied eine andere Gitarre verwendete (die wurden ihm immer von einem Helferlein ausgetauscht). Ich glaube, er hat an die 10 Gitarren mitgehabt.

Der Bassist
Am Anfang habe ich mir noch gedacht: ja, der Kerl spielt gut und brav, aber so viel schlechter war ich vor 'zig Jahren in meiner Glanzzeit auch nicht.
Das war aber nur der Anfang, der mich bald eines Besseren belehren sollte. Denn dann kam ein Lied (ich glaube "Brick House"), da legte er mit einem Slap-Feuerwerk los, das mich einerseits total begesitert - andererseits aber auch total frustriert hat, denn da könnte ich üben was ich will, nie würde ich so etwas nur annähernd schaffen.
Bei einem Lied hat er plötzlich den Bass weggelegt und ist zum Keyboarder gegangen. Dort hat er so etwas wie einem "Moog-Bass" gespielt (da kenne ich mich zuwenig aus). Das hat dann derartig tief "gegurgelt" wie sonst nix und das hat dem ganzen Lied einen speziellen Charakter verpasst. Toll!

Auch bewundere ich immer Gitarristen und Bassisten, die so gut wie nie auf's Griffbrett schauen, sie finden alle Töne auch "blind". Das gilt auch für L. R., der nie auf die Tastatur des Klaviers sah. Das sind die wahren Könner, die mit ihrem Instrument "Eins" sind.

Der Saxophonist
Noch so ein wahnsinns-Typ, der das Publikum immer wieder zu Begeisterungsstürmen hinreissen ließ. Mehr als die anderen Musiker "schwirrte" er über die Bühne, lieferte lustige Einlagen zusammen mit L. R., aber nie auf Kosten der Musik. Er spielte ein Bariton- und ein Tenorsaxophon, bei 2 Liedern spielte er zusätzlich Keyboard.

Der Keyboarder
Dieser Mann ist noch am wenigsten aufgefallen, aber auch er hat eine super-Job abgeliefert. Als nicht-Musiker merkt man das oft nicht, nur die vordergründigen Instrumente fallen auf. Dieser Keyboarder hat aber einen wunderbaren "Klangteppich" über alles drübergelegt, ohne dem es nie so einen geschlossenen Klangkörper gegeben hätte. Er war sozusagen das verbindende Element in jedem Lied.

Fortsetzung folgt.....
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Alt 20.05.2009, 17:51   #4
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Fazit:
Konzerte dieser Art und Qualität gibt es nur ganz wenige. Ich war schon bei so vielen dabei und einige davon waren auch gut. Auffallend ist, dass es die besten Konzerte immer von den weltbekannten USA-Musikern gab. Ausnahmen bisher waren für mich nur Elton John und Rod Stewart, die auch zu den weltbekannte Größen gehören. Und ebenso meist waren es die mit 'zig Jahren Musik- und Bühnenerfahrung. Bezüglich Sound konnten sie aber alle nicht wirklich überzeugen.

Das heisst, "nur" gut singen alleine ist für ein perfektes Konzert zu wenig. Ich kann mich noch erinnern, wie es einmal bei einem Konzert von Whitney Housten war. Damals war sie noch jung (vielleicht 25) und wünderschön. Sie stand auf der Bühne wie ein Engel und sie sang traumhaft. Auch die Musik und die Musiker waren über jeden Zweifel erhaben. Aber nie kam wirklich Stimmung auf, denn sie verstand es überhaupt nicht, das Publikum "in ihren Bann zu ziehen".

Einige Wochen danach gab es dann ein Konzert von ihrer "alten Tante" Dionne Warwick. Qualitativ nicht besser, aber da war sie wieder, die Routine, das "Profihafte" bzw. die Bühnenerfahrung und die Bühnenpräsenz. Das Publikum war hin und weg.

Bei Lionel Richie gab es alles Positive gleichzeitig. Wunderschöne "Ohrwürmer", melodiöse "Hämmer" (er komponiert so viel ich weiß alles selbst), perfekte, lockere, aber ungekünstelte Darbietung, traumhaft gute Begleitmusiker und einen Sound, den es sonst so in live kaum wo gibt (schon gar nicht in unserer Stadthalle).

Das hätte vermutlich Jedem gefallen. Auch denen, die keine ausgesprochenen "Fans" dieser Musik sind.

Gruß
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Alt 04.10.2009, 09:25   #5
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Tom Jones am 3. Oktober 2009 in der Wiener Stadthalle

Teil 1.) Die Vorgruppe

Gestern war es also soweit. Tom Jones in der Wiener Stadthalle.

Der Altersdurchschnitt vom Publikum war - ähnlich wie bei Lionel Richie - um die 50, die Halle rappelvoll.

Begonnen hat das Konzert pünktlich, aber nicht mit Tom Jones, sondern mit einer Vorgruppe. Und die war absolut klasse.

Im Zentrum eine super Frontfrau mit dem Namen Florence Rawlings, hübsch, 20 Jahre jung (!!!) und dazu eine dunkelhäutige Backroundsängerin. Der Rest war Standardbesetzung (d, b, k, g). Optisch ein bisschen wie in alten Zeiten. Die Musiker also keine ausgflippten und tätowierten t-Shirt Druggies in Turnschuhen, sondern richtige "Saubermänner" in weissen Anzügen. Die Bühnenshow war dezent, alles war eher auf "edel" getrimmt.

Auch der Sound war makellos. Man hat die Stimme der Frontfrau ganz klar und mit allen Details gehört, ebenso jedes Instrument. Der gesamte Klangkörper war breitbandig und knackig. Hervorgestochen sind vor allem der Schlagzeuger und der Gitarrist - jetzt einmal abgesehen von der wunderbaren Stimme der Sängerin.

Die Musiktitel waren für mich komplett unbekannt, aber sofort ins Ohr gehend. Also schön melodiös, teils kompliziert in den Harmoniefolgen und sehr rhythmisch.

Der Ablauf war perfekt. Zwischen den Liedern immer ein paar nette Worte zum Publikum, danach sofortiges Einzählen und ab ging die Post. Dazwischen nicht ein einziger "unnötiger" Ton eines Musikers, kein Herumgefummle, keine Notenständer, jeder Schluss hat gepasst. Alles war total professionell und bis ins letzte Detail einstudiert. So machen das echte Profis.

Hier ein Link zur HP dieser Gruppe. Ganz so unbekannt scheinen die nicht zu sein.

Bitte auch die Musikbeispiele und die Videos in der HP anhören/ansehen!

Hier ein Kommentar aus einer unserer Tageszeitungen:

http://www.krone.at/krone/S52/object_id__163781/hxcms/

Wer noch mehr von dieser Sängerin/Gruppe hören/sehen möchte, auf Youtube gibt es sie auch.

Es folgt Teil 2.)
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David


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Alt 04.10.2009, 10:39   #6
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Teil 2.) Tom Jones

Nach dieser wunderbaren "Vorgruppe" habe ich mir gedacht, dass es für den guten alten Tom Jones (knapp 70) nicht einfach werden wird, da noch eins draufzusetzen.

Und nach den ersten 2 (discoartigen) Liedern hat es auch nicht unbedingt danach ausgesehen.
Es waren doppelt so viele Musiker auf der Bühne, es gab ebenfalls einen Supersound (in dieser Hinsicht bin ich die letzte Zeit absolut baff, was in unserer sonst so miesen Stadthalle klanglich möglich ist), aber der "Tiger" ist halt schon ein recht alter grauhaariger Herr geworden. Freundlich, charmant, lustig......aber kann er noch so singen wir in jungen Jahren?

Gerade von T. J. kenne ich jedes Lied aus seiner Glanzzeit ganz genau. Nicht mehr seine späteren Sachen, denn damit ist er mir zu sehr ins Discolager abgedriftet.

Ich kann also sehr genau beurteilen, ob und wie sehr seine Stimme und sein Gesang über die Jahrzehnte gelitten hat.

Und wenn ich das wieder einmal in Prozenten ausdrücken müsste, so würde ich sagen, dass er noch 95% davon drauf hat. In den unteren Lagen und im mittleren Bereich (irre welche Kraft und welches Volumen da noch drinnen ist) ist alles wie immer. Auch singt er noch alle Lieder in der ursprünglichen Tonart (so etwas merke ich mir genau), aber bei den ganz hohen und langgezogenen Tönen merkt man dann schon ein bisschen, wie sehr ihn das anstrengt. Beispielsweise beim Schlusston von "Delilah" (ich kann's schon nicht mehr hören!) oder auch bei der wunderbaren Ballade I'll Never Fall In Love Again (bitte anhören, vor allem den Schluss):

http://www.youtube.com/watch?v=OGhHfPoY-h8

Profi wie er ist, überspielt (übersingt) er das heute sehr gekonnt, aber da war er natürlich schon einmal besser. Ansonsten ist alles beim Alten und das will etwas heissen!!!

Es gab einige Blöcke im musikalischen Ablauf. Mir haben die mittleren am besten gefallen. Da waren sie wieder, die guten alten Hämmer und Schnulzen, jedes Lied für sich großartig.

Einer der musikalischen Blöcke hat mich ganz besonders fasziniert, weil so außergewöhnlich. Es wurde so etwas wie eine intime Clubatmosphäre geschaffen. Nur ein Teil der Musiker hat sich direkt zu T. J. gestellt (kein Schlagzeug, kein Bass dabei!). Es wurden "unplugged" nur Korpusgitarren verwendet und von den Backgroundsängerinnen wurden diverse Percussioninstrumente (haben trotzdem mitgesungen) geklopft/geschüttelt/gerüttelt. Gespielt wurden nur die ältesten der Oldies (Green Grass of Home&Co.), aber diese Lieder hatten plötzlich einen ganz anderen Charakter, der nicht so angestaubt klang. Toll gemacht!

Es gab auch einen wunderbar souligen Teil mit Liedern wie "You Can Leave Your Hat On" und ähnlich mitreissende Sachen. Das Publikum hat vor Begeisterung getobt! Und wie immer (leider) sind dann alle aufgestanden und nicht mehr gesessen.

Der letzte Block war dann nicht mehr so ganz in meinem Sinne. Das war dann nur noch laute Discomusik mit zusätzlich stark übertriebenem Bass. Ich mag Bass, aber was zuviel ist, ist zuviel. Dieser Bass kam nämlich nicht vom Bassisten, es war eher dieser entsetzliche Kickbass wie bei einem Car-HiFi Wettbewerb. Da müssen ganz verrückte Subwoofer am Werk gewesen sein. Die ganze Stadthalle hat vibriert.
Zum Glück hat dieser Block aber nicht lange gedauert.

Natürlich gab es dann noch wie üblich zwei Draufgaben und das waren wieder T. J. Klassiker. Somit hat der Abschluss wieder gepasst.

Teil 3.) folgt
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Teil 3.) Die Musiker und der Sound

Mit Tom Jones waren 11 Leute auf der Bühne.

2 Backgroundsängerinnen, Schlagzeug, Bass, Gitarre, 2 Keyboarder, 3 Bläser.

So ganz "handgemachte" Musik war es nicht immer. Vor allem beim Lied "Thunderball" (Filmmusik zu Goldfinger).....

http://www.youtube.com/watch?v=5bZlya8KiYI

.....gab es fast nur Klänge vom Midifile her. Auch bei anderen Liedern (viele waren es aber nicht) gab es Streichersätze, aber keine sichtbaren Musiker dazu. Ich bin mir schon nicht ganz sicher, ob der zweite "Keybboarder" (ich habe ihn von meinem Sitzplatz aus nur schlecht gesehen) überhaupt einer im klassischen Sinne war. Es könnte auch so gewesen sein, dass dieser Mann nur die ganzen Midifiles verwaltet hat.

Absolut hammermäßig war der Bläsersatz (wie üblich Trompete, Posaune und Saxophon). Jeder von denen war auch einzeln sehr, sehr gut. Irre, was so eine Bläsertruppe in einer Gruppe bringt!

Das gleiche gilt für die beiden Chordamen. Jedes Lied gewinnt gewaltig durch einen guten Chor - abgesehen vom optischen "Aufputz". Und die beiden haben das voll gebracht. Eine der beiden hat dann mit T. J. ein Duett gesungen. Sie ginge tadellos als Solosängerin durch.

Der Schlagzeuger war gut, aber nicht so ein Überdrüber-Drummer wie der von Lionel Richie (so einen guten habe ich vorher überhaupt noch nie gehört).

Beim Bassisten war es ebenso: gut, aber ich habe schon weit bessere gehört (ebenfalls bei L. R.). Dafür war dieser Bassist aber sehr vielseitig. Er hat auch Korpusgitarre und Keyboard gespielt. Letzteres, wenn der eigentliche Keyboarder das "Umhängekeyboard" bzw. ein "Keytar" als Bassinstrument eingesetzt hat (klingt sowas von "geil"!).

Wieder einmal war der Gitarrist ein Halbgott auf seinem Instrument. Von ihm gab es kein unnötiges Gekreische, nur klar klingende herrliche Riffs und wahnsinns Gitarrensolis (minimal verzerrt). So mag ich das.

Damit kein falscher Eindruck aufkommt: in Summe war der musikalische Level ganz hoch! Und der Sound absolut hifigerecht. Vom tiefsten Bass bis zu den feinsten Höhen war alles vorhanden und zwar glockenklar. Und nicht ein einziger falscher Ton ist mir aufgefallen! Weder von T. J. noch von einem der Musiker.

Immer wieder begeistert mich auch der professionelle Ablauf solcher Konzerte. Das kommt alles so perfekt daher wie von einer CD. Wenn nichts gesprochen wird, gibt es zwischen den Liedern maximal 10 Sekunden Pause.

Was mir auch sehr positiv aufgefallen ist, war die Kameraführung im Zusammenhang mit den großen Displays. Nicht nur T. J. war zu sehen, sondern auch immer wieder zwischenzeitlich jeder einzelne Musiker.

In Summe: alle perfekt! Besser geht's kaum.
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Gestern Abend gab es bei uns in Mauerbach in der Mehrzweckhalle ein Konzert mit dem Hauptakteur Viktor Gernot.

http://www.viktorgernot.at/

Ich kenne ihn hauptsächlich als Kabarettist, weiß aber, dass er auch sehr gut singen kann.

Mit Band habe ich ihn bisher nicht gehört. Erwartet habe ich mir eigentlich nicht allzuviel, aber meine Frau und ein paar Nachbarn wollten unbedingt hin gehen, also bin ich mitgetrottet.

Was ich aber dann gehört und gesehen habe, war eine Darbietung die ihresgleichen sucht. Und zwar schon deshalb, weil es eine Mischung aus wirklich lustigen Dialogen und wunderbarer Musik war. Sowohl zwischen den Musikern als auch im Zusammenhang mit dem Publikum gab es immer irgendwas zu lachen. Und das alles lief völlig unverkrampft ab. Vieles war spontan und nicht einstudiert.

Die Musik dabei war derartig gut, dass ich fast schon geneigt bin zu sagen "internationales Niveau" - und ich bin da ziemlich kritisch. Der Abend lief unter dem Motto: Besame Mucho - ein uralter Schlager, den ältere Jahrgänge sicher noch kennen werden. Überhaupt wurden sehr viele uralte Lieder gespielt, 30er 40er 50er und 60er Lieder, davon aber wirklich anspruchsvolle (und teils sehr komplizierte) Stücke mit starkem Jazzeinschlag.

Alle Musiker haben gesungen, zumindest im Chor. Die Besetzung bestand aus Schlagzeug, E-Bass, Keyboard und Saxophon. Gernot hat erwähnt, dass im Normalfall auch ein Gitarrist dabei ist, der aber zur Zeit im Spital liegt und somit er (Gernot) heute ausnahmsweise Gitarre spielt. Dazu muss ich anmerken, dass mir das gar nicht aufgefallen wäre, denn es war alles wie aus einem Guss und nicht ein einziger falscher Ton war zu hören.

Die Einzelleistung jedes einzelnen Musikers war absolute Spitze. Wobei der Keyboarder (Aaron Wonesch) besonders hervorgestochen ist.

Und was für ein Zufall, ich kenne seine Eltern recht gut, weiß auch dass er Berufsmusiker ist, aber nie hätte ich gedacht, dass er bei Viktor Gernot mitmacht. Auch der Saxophonist und der Schlagzeuger haben mich voll überzeugt. Der Bassist hat Dinge gespielt, dass ich mich wieder einmal frage, mit welchem Recht ich eigentlich so ein Instrument in die Hand nehme.

Aber bitte, diese Leute spielen seit 21 Jahren zusammen, sind gute Freunde und haben Routine ohne Ende. Jeder von ihnen wäre mit verbundenen Augen um keinen Deut schlechter gewesen, denn sie schauen gar nicht auf ihre Instrumente währenddessen sie die irrsten Sachen spielen und das ist für mich immer der Beweis, dass es sich um totale Profis handelt.

Alles in Allem ein absolutes Top-Konzert ohne wenn und aber. Dazu noch sehr viel Lustiges, das Publikum war zurecht hellauf begeistert.
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Gruß
David


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Alt 03.07.2011, 10:17   #9
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Michael Bolton am 2. Juli 2011 in der Wiener Stadthalle
Gestern Abend gab dieser Ausnahmesänger aus den USA ein Konzert in der Wiener Stadthalle und zwar in der neuen kleinen Halle "F", wo nur knapp über 2.000 Leute reinpassen. Dieser Raum ist wesentlich besser und bequemer ausgestattet als der alte (große) und um vieles "intimer".

Unsere Sitzplätze waren schön mittig, etwa 15m von der Bühne entfernt.
Warum der Raum nur etwa halb voll war, ist mir rätselhaft, aber vielleicht deshalb, weil man im Vorfeld kaum Plakate dazu sah.

Beginn war genau um 20h wie angekündigt, so gehört sich das auch.

Die Bühne war spartanisch ausgestattet, außer ein paar Instrumentenverstärkern, dem Schlagzeug und einem Flügel war da nichts.

Während dem Konzert gab es kein übliches und nervöses Scheinwerfergezappel, sondern nur sanft wechsende (Überblendung) vollflächige Hintergrunddecors. Recht oft war der Hintergrund auch nur einfärbig (komplett gelb, grün, rot, blau....), je nach Musik, aber immer irgendwie zur Situation passend. Das war echt gut gemacht!
Gerade dieser Purismus hat dafür gesorgt, dass das Ambiente einen "edlen" Charakter bekam.

Auch recht einfach und standardmäßig war die Musikerbesetzung. Schlagzeug, E-Bass, Gitarre, Keyboard (Klavier). Ab und zu kam ein Saxophonist dazu.

Im Gesang gab es außer M. B. zwei Backgroundsängerinnen. Die eine davon hat auch Trompete gespielt. Bei den souligen Liedern hat sie mit dem Saxophonisten gemeinsam so etwas wie eine kleine Bläsertruppe gebildet. Bei einem Lied hat sie dann ein tolles Trompetensolo hingelegt.

Wer glaubt, dass M. B. vor allem ein amerikanischer Schnulzensänger ist, der irrt. Er und seine Band haben alles drauf, was zur guten Popmusik gehört. Es gab als Covers melodiösen Rock, Soulklassiker, Blues, jazzlastige Pop-Oldies (Frank Sinatras "That's Life") und dazu noch fast alle Lieder mit denen er berühmt wurde (Eigenkompositionen) sowie auch einige Lieder aus seiner neuesten CD.

Um die musikalische Breitbandigkeit noch einmal zu unterstreichen sang M. B. (ohne Band, mit Playbacks) zwei Opernarien (Stimmlage Tenor), mit der Folge, dass es vom Publikum minutenlange Begeisterungsstürme gab. Es ist wirklich unglaublich, was dieser eher schmächtige Mann gesanglich alles drauf hat.

Besagte "Schnulzen" wurden in einer Art gebracht, die mich total fasziniert hat. Sie waren neu arrangiert, es gab extreme Dynamik, präzise Breaks und Stopps, dazu noch Sondereinlagen der Musiker und musikalische Einzelleistungen, die meiner Meinung nach zur internationalen Topelite gehören.

Wieder einmal war ich völlig platt von dem was der Schlagzeuger und der Bassist abgeliefert haben (beide dunkelhäutig). Der Bassist hatte - ohne je aufs Griffbrett zu sehen (!) - immer die komplette Mensur (5-Saiter) in Verwendung.
Der Schlagzeuger hat sowas von präzise und facettenreich gespielt, wie kaum ein Anderer den ich zuvor gehört habe. Er oder der Schlagzeuger von Lionel Richie, ich könnte nicht entscheiden, wer der bessere ist.

Zwischen den Liedern hat M. B. immer ein bisschen gesprochen, mit eher sonorer und angenehmer Stimme.
Auch hat er ab und zu Gitarre gespielt. Aber das war nicht wie so oft nur ein bisschen Begleitungsgezupfe (das vor allem der Optik dient), ganz im Gegenteil, er hat so richtig als Sologitarrist abgerockt und dabei stand er seinem unglaublich guten Gitarristen kaum nach.

Es gab dann mitten im Konzert noch eine Überraschung die erwähnenswert ist, nämlich das Erscheinen einer blonden Sängerin, die mit M. B. gemeinsam einige Duette sang. Auch sie war wirklich gut, es war eine Freude den beiden zuzuhören. Er hat sie zuvor zwar vorgestellt, aber ich habe den Namen nicht verstanden. Sie hat dann irgendwann zwischen den Liedern makellos deutsch gesprochen und dann ist es meiner Frau (mir immer noch nicht) langsam "gedämmert" um wen es sich dabei handelt, nämlich um Helene Fischer, die man üblicher Weise nur als deutsche Schlagersängerin kennt. Aber wir wissen dass sie auch ganz anders kann, denn wir haben zufällig einmal von ihr im FS ein Konzert gesehen, bei dem sie ausschließlich englisch sang und das war mehr als beeindruckend. Diese Frau kann viel mehr als man üblicher Weise von ihr zu hören bekommt.

Zum Schluss gab noch zwei Draufgaben mit je zwei Liedern. Alles natürlich totale Ohrwürmer.

Die Lautstärke hat stark variiert, es wurde allerdings nie unangenehm. Bei einigen Liedern gab es schon ordentlich Schalldruck, aber das hat dann auch dazu gepasst.

Der Sound war nicht ganz so gut wie bei Lionel Richie (das war damals unglaublich, weil wie hochwertigstes HiFi), aber trotzdem so, dass man immer gehört hat was jeder Musiker spielt. Die Stimme von M. B. hätte bei den rockigen Liedern noch ein bisschen lauter sein können, denn da ging sie etwas unter.

Jedenfalls war das wieder einmal ein Konzert der Sonderklasse. Den Kartenpreis von 80 Euro pro Stück haben wir nicht bereut.
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David


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Alt 23.11.2012, 11:32   #10
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Lionel Richie am 22. November 2012 in der Wiener Stadthalle

Es war dies für meine Frau und mich das zweite Mal. Der Bericht vom ersten Mal steht ausführlich weiter oben.

Dieses Mal wird mein Bericht/meine Kritik viel kürzer, ich könnte mich nur wiederholen und das mache ich auch in der Hinsicht, dass Lionel Richie einfach ein supersympathischer, lustiger, lockerer Top-Musiker und Entertainer ist, der seinesgleichen sucht. Was ihn betrifft, ist jedes kritische Wort unangebracht.

Interessant ist, dass fast alle Musiker (trifft glaube ich nur für den Gitarristen nicht zu) andere waren als beim ersten Mal. Qualitativ aber (soweit beurteilbar - Begründung später) auf gleichem Niveau. Es gibt einfach - besonders in den USA - so viele Supermusiker, da kann ein "Class-A" Sänger und Entertainer einfach aus dem Vollen schöpfen.

Das Programm (Liederauswahl) war wie zu erwarten (seine besten Songs und nur wenige neue dazu). Die Bühnenarchitektur und alles drumherum war ebenfalls auf hohen Niveau, auch hier gab es nichts zu meckern.

Was aber dieses Mal um vieles schlechter war als beim ersten Mal, das war (wieder einmal) das was die "Tonheinis" daraus gemacht haben. Am liebsten wäre ich hingegangen und hätte denen den Vogel gezeigt!!! Sind die taub oder was???

Das Schlimmste dabei: der Kickbass hat alles kaputt gemacht - wirklich alles, außer wenn er nicht da war (es gab einige Stücke ohne Musiker).
Schon der halbe Pegel wäre zu viel gewesen, ein Drittel davon wahrscheinlich gerade richtig.

Das war so krass wie das was man oft von dummen "Auto-Bubis" an Kreuzungen zu hören bekommt, wenn sie ihre "Car-Hifi-Anlage" so aufdrehen, dass das eigene Auto mitvibriert. Bumm - bumm - bumm - und sonst kaum was (Hirn kaputt).

Dieser verrückte Kickbass hat kaum erkennen lassen was die Musiker so drauf haben (Bassist komplett unhörbar!) und man musste zum Teil genau hinhören, um Lionel Richies Stimme zu hören. Und das, obwohl wir genau mittig saßen - quasi im idealen Stereodreieck.

Dazu kamen aber noch ein paar weitere ärgerliche Dinge:

-> zu später Beginn

-> eine Vorgruppe, die (bestehend aus nur drei Leuten - vor allem die Sängerin/Gitarristin/Keyboarderin war top!) grundsätzlich gut war, die aber kaum wen interessiert hat, auch nicht diese komischen Lieder und schon gar nicht fast eine Stunde lang.

-> danach elendiglich langer Bühnenumbau.

-> tatsächlicher Beginn mit Lionel Richie dann knapp vor 21h (Konzertbeginn 19h30!)

-> "ewiges" Auf und Nieder vom Publikum. Ich hasse es!!! Denn ich habe Sitzplatze gekauft und keine Stehplatze.

-> irrsinnig grelle Scheinwerfer in Richtung Publikum (sich bewegend, teils sehr schnell). Um das zu ertragen, wären Sonnenbrillen notwendig gewesen.

-> das eigentliche Konzert hat nur ca. eineinhalb Stunden gedauert.

-> tausende Menschen strömen in die Parkgarage. Es hat eine dreiviertel Stunde gedauert, bis wir endlich rauskamen (!).

Alles in allem: zuviel Negatives. Wir waren froh, wieder zu Hause zu sein (gegen Mitternacht).
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Alt 21.05.2013, 16:38   #11
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Joe Cocker, am 20. Mai 2013 in der Wiener Stadthalle

Ich bin immer schon ein Fan von ihm und seiner Musik gewesen. Aber ich habe noch kein "ordentliches" Konzert von ihm gehört - außer auf DVDs. Vor allem die DVD von seinem Konzert 1997 im Rahmen der Berliner Waldbühne (Across from Midnight Tour) gehört mit zu den besten Musik-DVDs die ich habe. Und so etwas Ähnliches wollte ich einmal bei uns erleben, wenn auch nur in der Wiener Stadthalle.

Dazu muss ich erwähnen, dass wir (meinen Frau und ich) schon zwei Mal Karten für seine Konzerte in Wien hatten.

Einmal ist er gar nicht erschienen, weil er komplett zugedröhnt war und einmal war es derartig laut, dass wir nach einer halben Stunde mit Ohren- und Körperschmerzen fluchtartig den Saal verlassen haben. An viel mehr kann ich mich gar nicht erinnern.

Gleiche Location gestern Abend, aber ganz anders in seiner Art. Somit wäre ohnehin kein Vergleich möglich. Das was da ablief war nämlich so gut, dass ich es ab jetzt zu meinen allerbesten Konzertereignissen dazu zähle.

Ein paar Details:

-> Im Publikum waren alle Altersklassen vertreten. Es kamen sowohl Teenager als auch Leute, die schon so gebrechlich waren, dass sie ohne Stock kaum noch gehen konnten - sowie alles dazwischen.

-> Das Konzertereignis hat pünktlich mit einer Vorgruppe begonnen. Die Musik dieser Truppe war recht außergewöhnlich, irgendwas in Richtung "Happysound" mit Trompete und Posaune, hätte auch aus den frühen 60ern sein können.
Zwischen den Liedern gab es nur wenige Worte, keine Ausprobiererei und nur ganz kurze Pausen. Das war schon recht professionell. Allerdings gab es mehrere Playback-Einspielungen, es war keine rein handgemachte Musik.
Vor allem der Schlagzeuger war sehr gut, der Rest war musikalisch eher nur leicht überdurchschnittlich, aber sehr routiniert.
In Summe wurden vielleicht 7-8 Lieder gespielt, Langeweile kam nicht auf.

-> Dann Pause und Umbau der Bühne.

-> Das Konzert von Joe Cocker begann ebenfalls pünktlich und zufällig hatte er gestern Geburtstag. Er ist jetzt 69 Jahre alt. Seine Performance war um nichts schlechter als ich sie von den Musik-DVDs her kenne. Vielleicht hat seine Stimme minimal an Kraft verloren und die "Sprünge", die er gerne am Ende seiner Lieder macht, die hat er auch schon lockerer hinbekommen, aber sie sind ja nicht wichtig. Seine eigenartigen Körperbewegungen sind ebenfalls dezenter geworden, überhaupt wirkt er jetzt wie ein "gesetzter Herr" in späteren Jahren. Sehr oft trinkt er von der Flasche, aber der Inhalt sieht nach Wasser aus.
Er ist recht wortkarg, lächelt selten (seine Musiker auch nicht, bis auf die Backgroundsängerinnen), aber so ein Freund vom "Gehupfe und Gequatsche" bin ich sowieso nicht. Hier gab es stattdessen Musik pur.

-> Ebenso "karg" war das Bühnenbild und auch das ist mir lieber so, denn das nervöse Scheinwerfergezappel empfinde ich immer wieder als störend. Nur der Hintergrund hat ab und zu gewechselt, es gab meist unterschiedliche vollflächige Farben oder einfache Muster. OK, bei schnellen Liedern gab es auch ein paar grelle Scheinwerfer in Richtung Publikum, aber das ging noch irgendwie.

-> Erst gegen Schluss sind Leute vom Publikum aufgestanden und das hat dann die übliche Kettenreaktion ausgelöst. Alle verhalten sie sich dann wie die Lemminge. Wir natürlich auch, denn es bleibt einem ja gar nichts Anderes übrig.

-> Was mich am allermeisten verwundert hat, das waren die Lautstärke und der Sound!!! Joe Cocker quasi in Zimmerlautstärke, aber glockenklar. Das waren vielleicht 90 bis maximal 95dBc bei unseren Sitzplätzen, die übrigens zu den allerbesten im Saal gehörten. Wir saßen in Bezug auf die Bühnenbreite exakt im Stereodreieck. Um genau zu sein in Reihe 13 (im ersten Parkett) und genau in der Mitte. Besser geht es nicht.

-> Wenn überhaupt, dann hätte ich mir etwas mehr Bassdruck gewünscht. Im Gegensatz zum letzten Lionel Richie Konzert, wo wir 2 Stunden lang vom Kickbass malträtiert wurden, war da mehr oder weniger gar nichts. Das lag auch an der Bassistin - dazu noch ein paar Worte weiter unten......

-> Die Liederwahl hätte nicht besser sein können. Da war alles dabei was Joe Cocker berühmt gemacht hat, was man von ihm kennt und was man von ihm erwartet. Dazu noch ein paar Lieder von seiner neuen CD. Immerhin ruht sich dieser Mann nicht auf seinen Lorbeeren aus wie beispielsweise Elton John, er ist weiterhin kreativ tätig.
In einem Interview hat er vor Kurzem erzählt, dass er jetzt in seiner Freizeit hauptsächlich Tomaten züchtet. Auch gut.

-> Die Musiker sind/waren einfach Weltklasse. Das fängt schon beim "Schlagzeuggott" Jack Bruno an (http://de.wikipedia.org/wiki/Jack_Bruno). Dazu gab es einen Allrounder, der Percussion, Saxofon, Akkordeon und Bluesharp spielt, einen Gitarristen "zum Niederknien", zwei irre gute Keyboarder (einer auf einem "echten" Klavier und einer - ähnlich Billy Preston - an einer "schweren" Hammondorgel mit Leslie) und dann noch zwei Backgroundsängerinnen, die einen derartig guten Job gemacht haben, dass ich aus dem Staunen kaum herauskam. Ich habe große Teile dieses Konzertes nur auf die beiden Ladys geschaut - noch dazu wo sich die eine sowas von toll bewegt hat.....

-> Bleibt noch die Bassistin. Die war für mich eine Enttäuschung. Wenn ich da an den Wahnsinnsbassisten denke den Joe Cocker sonst immer dabei hatte......schade!
Ob das jetzt nur am Sound lag oder ob sie überhaupt schwach war, das konnte ich nicht genau erkennen, denn sie hat zwar oft wie wild am Bass herumgefuchtelt, aber es war nichts davon hörbar.
Was sie aber gut gemacht hat, das war wieder der Backgroundgesang. Somit waren es fast immer drei Stimmen die man dabei hören konnte.

Die heutigen Kritiken in den Gazetten sind alle - soweit ich sie lesen konnte - total positiv.

Gruß
David
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Alt 03.07.2013, 11:01   #12
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Bonnie Raitt am 2. Juli 2013 in der Wiener Staatsoper

Dieser Rahmen ist schon etwas Besonders (Opernball-Location)! Jährlich finden hier in den Sommermonaten mehrere Konzerte von Weltstars statt, im Rahmen von "Jazzfest Wien".

http://www.viennajazz.org/category/wiener-staatsoper/

http://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Staatsoper

Wir hatten Plätze in einer seitlichen Loge im zweiten Stock und zwar in der ersten Reihe. Somit war unser Blick auf die Bühne durch nichts gestört. Allerdings war die Akustik da oben alles Andere als gut, es klang verwaschen und eher mulmig, es fehlten die Oberwellen, nicht einmal das Blech vom Schlagzeug war zu hören. Der Grund dafür war hauptsächlich der, dass die PA-Boxen unten standen und nur geradeaus gestrahlt haben. Sicher war der Klang unten um Einiges besser. Aus meiner Sicht besteht hier dringender Handlungsbedarf von Tontechnikern, die auch auf die oberen Etagen Rücksicht nehmen.

Dieses Konzert war sozusagen zweigeteilt. Zuerst gab es einen mir bislang nicht bekannten Interpreten samt Band:

http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Bradley

http://thecharlesbradley.com/

An sich ist Soul - noch dazu der von den "Schwarzen" - ja eine meiner bevorzugten Musikrichtungen, aber irgendwie haben mich weder er, noch seine Lieder, noch seine Band wirklich begeistern können.

Was diese Gruppe abgeliefert hat, das war zwar keinesfalls schlecht (naja, von den beiden Bläsern gab es immer wieder ein paar ziemlich schräge Töne), aber so richtig gut war es auch nicht. Am positivsten ist mir noch der Schlagzeuger aufgefallen. Auch der Bassist hat sich ziemlich "abgerackert", aber alles in allem war es einfach nicht so wie ich diese Musik von früher her kenne. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Musiker in diesem Fall "Weiße" sind, da fehlt es einfach an dem, was gerade diese Musik so toll macht.
Mehr oder weniger zu meiner Bestätigung hat diese Band dann ohne Charles Bradley ein Lied gespielt, das für mich mit schwarzem Soul gar nichts zu tun hat.
Im Ursprung: http://www.youtube.com/watch?v=0S13mP_pfEc
Später dann: http://www.youtube.com/watch?v=5OwkQPSsIxc

Hier zwei musikalische Beispiele von Charles Bradley:
http://www.youtube.com/watch?v=yBdTVmSVq14

http://www.youtube.com/watch?v=6slbqEMiKsI

Nach ca. eineinhalb Stunden gab es eine Pause und Umbau.
Charles Bradley hat sich ins Publikum gemischt, hat Hände geschüttelt und Leute umarmt, als wären sie seine besten Freunde.

Und dann kam "Sie", eine eher schmächtige Rock-Lady, einfach so, ohne großer Ankündigung von ihrer Band, also ohne großem Tamtam noch bevor ihr Konzert musikalisch angefangen hat. Sie kam auf die Bühne wie ein Roadie, der noch schnell was zu erledigen hat und das hat sie gleich einmal sympathisch gemacht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bonnie_Raitt

http://www.bonnieraitt.com/

Nach ein paar einleitenden Worten ging es dann los und da wurde schnell klar, dass hier Weltklassemusiker am Werk sind. Der Sound war nur insofern besser, weil alles leiser war. Dadurch war auch der Naturton vom Schlagzeug besser hörbar. Was in so einem Fall auch immer eine große Rolle spielt, ist der Gewöhnungseffekt.

Ich habe von Bonnie Raitt drei CDs und somit kenne ich viele ihrer Lieder. An diesem Abend habe ich allerdings nur wenig Vertrautes gehört. Das was ich kenne, das wurde sehr anders gebracht als ich es von den Studioaufnahmen her gewohnt bin. Das hat die Sache aber umso interessanter gemacht.

Auch sonst gibt es ausschließlich Positives zu vermelden, denn da hat einfach alles gepasst, beginnend beim Können jedes einzelnen Musikers bis hin zum perfekten Zusammenspiel. Keiner der Musiker hat "zuviel" gespielt oder sich sonst wie in den Vordergrund gedrängt (immer das beste Zeichen dafür, dass wirkliche Könner am Werk sind), außer dann, wenn "sein Zeitpunkt" dafür gekommen ist. In dieser Hinsicht haben sich vor allem der Gitarrist und der Keyboarder hervorgetan, obwohl mir auch das was Bonnie Raitt auf der Gitarre gespielt hat, sehr gut gefiel.

Im Schnitt waren alle Lieder (bis auf 2-3 Ausnahmen) recht leise gehalten. Endlich einmal keine kreischenden Gitarren trotz gitarrenlastiger Musik. Das so hinzubringen ist mehr als beachtenswert! Der Satz "weniger ist mehr" wurde hier beispielhaft praktiziert.

Noch nie habe ich eine Band gesehen, wo so oft die Gitarren (einschließlich Bass) gewechselt wurden. Inwieweit so etwas tatsächlich Sinn macht, das kann ich nicht beurteilen.

Bonnie Raitt war fast 2 Stunden auf der Bühne. Am Schluss war sie dann sichtlich "grantig", weil sie von Leuten aus der ersten Reihe fotografiert oder gefilmt wurde. Das hat sie lautstark und kopfschüttelnd abgelehnt. Meine Frau hat gemeint, dass sie das vermutlich deshalb nicht will, weil sie ja schließlich nicht mehr ganz jung ist und solche Fotos dann womöglich in Facebook oder sonstwo landen.
Ein klein bisschen hat das zum Schluss die Stimmung versaut.

Jedenfalls habe ich es nicht bereut, da hingegangen zu sein. Beim nächsten Mal hoffe ich Karten unten im Parkett zu bekommen.
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Alt 02.02.2015, 13:50   #13
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Standard AW: Berichte meiner Konzertbesuche

Queen mit Adam Lambert am 1. Februar 2015 in der Wiener Stadthalle

Noch nie ist es mir so schwer gefallen, ein Konzert zu beschreiben, denn einerseits war es wirklich toll, andererseits war es je nach Betrachtungsweise irgendetwas zwischen „sehr gut“, über „hätte man besser machen können“, bis hin zu „da habe ich mir mehr erwartet“.

Zuerst ein paar allgemeine Informationen:
→ Laut Medien waren ca. 13.000 Besucher da. Der große Stadthallen-Saal wurde in seiner größter Konfiguration geöffnet, fast alle Sitzplatze waren belegt, in der Mitte vor der Bühne - also im Parkett - gab es nur Stehplätze.

→ Aus der Bühne ragte ein langer „Auslegearm“ raus, der bis fast zur Saalmitte reichte. Am Ende – also dann quasi mitten im Publikum - gab es eine kleine runde „Minibühne“. Für Besucher die dort ihre Stehplätze hatten, gab es somit fast „hautnahen“ Kontakt zu den Musikern, die sich abwechselnd immer wieder dort aufhielten, nicht nur Adam Lambert.

→ Es gab keine Vorgruppe, begonnen wurde ca. eine Viertelstunde später als angekündigt.

→ Meine Frau und ich hatten relativ teure Karten seitlich auf der rechten Tribüne. Wir saßen in einem ca. 30-gradigen Winkel zur Bühne in leicht gehobener Position. Entfernung geschätzte 50-60 Meter. Viel bessere Sitzplätze gab es ohnehin nicht.

→ Dort wo wir saßen (ob überhaupt das weiß ich nicht) war die Akustik bestenfalls mittelmäßig, weil alles ziemlich matschig geklungen hat und der Gesang zu leise war.

→ Die Lautstärke war teils an der Grenze zum Unerträglichen, vor allem was die Gitarrenklänge betrifft. Der Rest war bezüglich Lautstärke halbwegs OK, der Bass vielleicht etwas zu leise.

Die Besetzung:
Von den Ex-Queen Mitgliedern blieben nur der Gitarrist (Brian May) und der Schlagzeuger (Roger Taylor) übrig.
Komplettiert wurde „Queen neu“ mit einem Bassisten, einem Keyboarder und einem Percussionisten.
Und natürlich Adam Lambert als neuer Frontmann.
Alle Bandmitglieder beteiligten sich am Background-Gesang.

Also „kleine Besetzung“ auf der Bühne.
Der Sound war trotzdem nie dünn, dafür sorgten der sonst nicht sehr dominante Keyboarder (würde anders auch gar nicht zu Queen passen) und das sehr „satte“ Gitarrenspiel von Brian May.

Und da komme ich jetzt zu einem aus meiner Sicht wichtigen Punkt: Brian May lässt keine Gelegenheit aus, sich in Szene zu setzen. Queen-neu, das könnte man auch als „Brian May&Zusatzmusiker“ bezeichnen, denn er ist und war immer überpräsent. Nur bei einem einzigen Lied war er nicht dabei, fast hätte ich mich dazu hinreissen lassen zu sagen: „na endlich einmal kein purer Gitarrensound!“ Ansonsten ist immer nur er im Mittelpunkt gewesen, bis hin zu mehreren langen Gitarrensolis samt aller Effekte die es dazu geben kann. Das was er spielt klingt letztlich auch deshalb so „satt“, weil es zum Teil in Echtzeit aufgenommen wird und zu dem was er danach spielt, dazugemischt wird. Das klingt dann wie mehrere Gitarren gleichzeitig. Dass er ein außergewöhnlich guter Gitarrist ist, das ist unbestreitbar. Praktisch bei jedem Lied wurde seine Gitarre getauscht, bei einem Lied sogar zwei Mal.
Er selbst sieht relativ jung und gut aus, er ist einfach ein gut erhaltener Alt-Rocker mit markanter Frisur.

Nicht ganz so präsent ist Roger Taylor am Schlagzeug gewesen. Auch sieht er wesentlich „gealteter“ aus als Brian May. Sein Können ist beachtlich und – nona! – total routiniert, aber nicht außergewöhnlich. Dazu später noch mehr......
Immerhin hat er auch ein Lied statt Adam Lambert gesungen und das nicht einmal schlecht.

Der neue Bassist hat lange Zeit einfach nur „brav“ gespielt, eigentlich nicht besonders erwähnenswert. Allerdings hat er dann bei einer Soloeinlage gezeigt was er sonst noch drauf hat und das war schon sehr beachtlich!

Und jetzt zum Eigentlichen, Adam Lambert. Zuerst einmal die gute Nachricht: er ist ein Schönling, er ist sympathisch, er macht eine gute Show und er bewegt sich gut. Singen kann er auch und er hat einen Stimmumfang nach oben hin, um den ihn so manche Sängerin beneiden würde.
Und jetzt die schlechte Nachricht: von Freddie Mercury ist er so weit entfernt wie der Mond von der Erde. Zum Glück weiß er das auch. Freddie Mercury war ein „Rock-Urviech“ mit viel Kraft in der Stimme, Adam Lambert ist dagegen ein (sorry, ich sehe es halt so) „Musical-Sängerknabe“. Von rockigem Gesang bzw. „Freddie Mercury-Urgewalt“ keine Spur. Selbst Balladen hat Freddie Mercury mit einer wahnsinns „Inbrunst“ gesungen, Adam Lambert singt diese Lieder bestenfalls ganz nett nach. Tut mir leid, für mich ist das nicht viel mehr, bei aller Sympathie für diesen Typ. Ich kann die Lobeshymmnen in den Medien einfach nicht nachvollziehen.

Aber!
Für mich gab es eine ganz andere Sensation an diesem Abend und das war der junge Percussionist (wie ich erst heute erfahren habe ist er der 23-jährige Sohn von Roger Tailor), der ab und zu Schlagzeug spielen „durfte“. Und das hat er derartig gekonnt gemacht, wie ich es bisher nur selten wo erleben konnte. Aus meiner Sicht hat er seinen Vater glatt an die Wand gespielt, der dagegen wie ein pensionierter Rock-Opa gewirkt hat. Dieser junge Mann hat unglaublich präzise, facettenreich und kraftvoll gespielt, so wie man es nur von den besten Rock-Schlagzeugern her kennt.

Was unbedingt erwähnt werden muss, das ist die perfekte und aufwändige Bühnenschow. Das betrifft sowohl die Technik als auch das was die Musiker dabei gemacht haben. So etwas Eindrucksvolles habe ich bisher selten gesehen – wenn überhaupt.

Das Publikum war nicht nur offensichtlich begeistert, es hat mitgesungen, mitgeklatscht und ist voll mitgegangen. Ich denke, für zumindest 95% aller Besucher war das nicht nur ein besonderes Erlebnis, sondern auch eine perfekte Queen-Neuinszenierung.

Ich habe es nicht bereut dabei gewesen zu sein, musikalisch habe ich schon viel Besseres erlebt.
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David


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Alt 15.02.2015, 10:25   #14
David
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Standard AW: Berichte meiner Konzertbesuche

Lionel Richie am 14. Februar 2015 in der Wiener Stadthalle

Es war jetzt das dritte Mal, dass wir bei einem Konzert von L. R. waren, was schon einmal erkennen lässt, wie sehr wir von diesem Ausnahmekünstler begeistert sind.

Dieses Mal hatten wir allerdings die bisher besten Plätze, in der zweiten Reihe vor der Bühne, nicht ganz mittig, ein paar Plätze nach rechts verschoben. Stand L. R. vorne am Bühnenrand (was er sehr oft tat), waren wir von ihm geschätzte 6 Meter entfernt.

Bevor es so richtig losging, gab es eine Vorgruppe mit einer deutschsprachigen Sängerin (gesungen hat sie ausschließlich in englisch). Alles durchwegs junge Leute, vier Instrumentalisten und sie. Ich vermute alles was sie gespielt haben waren Eigenkompositionen, jedenfalls kannte ich nichts davon. Recht angenehme Lautstärke, teils gab es Playback-Einspielungen (also nicht rein handgemachte Musik). Bis zum Schluss wusste man nicht wie diese Band heisst, weder hat es die Sängerin erwähnt, noch gab es irgendwo einen schriftlichen Hinweis dazu. Vielleicht hätte sie es noch gemacht, denn plötzlich hieß es dass sie aufhören müssen, weil L. R. schon in den Startlöchern steht. Irgendwie war das Ganze komisch.....

Dann der übliche Umbau und das "Feuerwerk" ging los. Unter dem Motto "Valentines-Day".

Vor uns performte ein äußerst gut gelaunter Lionel, mit einem "Schmäh" der seinesgleichen sucht. Kein Wunder dass er so beliebt ist. Gebracht wurden wie immer alle seine Super-Songs und überhaupt war alles wie auch schon die beiden Male zuvor, nur war die Show der Musiker dieses Mal viel intensiver als sonst.

Der Schlagzeuger war wieder in einem Glaskäfig, dazu die üblichen Musiker, also Bassist, Gitarrist, Keyboarder und ein weiterer musikalisch begnadeter "Spassvogel" bzw. Multiinstrumentalist (Percussion, Bluesharp, Saxophon, Keyboard, Gitarre), der viel zur Gesamt-Show beigetragen hat. Jedenfalls keine große Besetzung, der Background-Gesang kam von den Instrumentalisten.
Ich kann mich nicht mehr so genau erinnern inwieweit das die selben Musiker waren wie auch sonst, aber bis auf den Multiinstrumentalisten glaube ich, dass schon.

Somit war also wie zu erwarten alles auf extrem hohem Niveau. Keine besonderen Neuigkeiten.
Ebenfalls wie zu erwarten standen wir die halbe Zeit, es war ein ständiges Auf- und Nieder. Auch in der ersten Reihe wäre es so gewesen, weil davor fast immer Leute standen. Die "Wärter" waren zwar sehr streng, aber es waren zu wenige als dass sie sich hätten durchsetzen können.

Eines ist noch erwähnenswert das eigenartig war. Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen dass das so hat sein sollen: etwa in der Hälfte der Zeit gab es zwei schnelle Songs hintereinander, die in meinen Ohren absolut "schräg" geklungen haben. So schräg, als würden alle komplett verstimmte Instrumente haben! Diesen Eindruck haben mir auch die Musiker bestätigt, denn vor allem der Keyboarder und der Bassist haben sich verdutzt angeschaut und den Kopf geschüttelt. Auch Lionel ist plötzlich ernst geworden, er hat offensichtlich versucht, sich irgendwo stimmlich einzupendeln, aber es gelang ihm nicht, denn wonach hätte er sich auch richten sollen? Irgendwie gab es da ein ziemliches Kuddemuddel was die Tonart betrifft. Danach war wieder alles perfekt.

Meine Vermutung: auch bei solchen Superstars mit Band gibt es live - je nach Lied - Playback-Einspielungen zur "Auffettung". Denn dass alles das was da an "Großorchester-Fülle" zu hören ist, nur vom Keyboarder kommt, das kann ich mir nur schwer vorstellen, weil dazu zwei Hände nicht ausreichen (der Multi-Instrumentalist hat in dieser Zeit auch nicht Keyboard gespielt).

Wenn es dann noch dazu so ist, dass es je nach Bedarf mehrere abgespeicherte Versionen bezüglich Tonart gibt und aus Gründen wie auch immer die falsche gewählt wird, dann würde sich das so anhören wie ich es empfunden habe. Die Musiker auf der Bühne haben sicher nicht falsch gespielt, wenn aber L. R. sich über das Ear-Monitoring an der Playback-Einspielung orientiert hat, dann ist alles klar und so hat es sich über weite Strecken für mich angehört! Dazu passt auch, dass es dann schlagartig wieder vorbei war mit diesem Spuk.

Naja und dann wieder einmal die Lautstärke! Ich habe schon die beiden Konzerte zuvor in schlimmster Erinnerung was den Kickbass betrifft. Dieses Mal war es - vielleicht auch wegen unserer Plätze so weit vorne - noch einmal ärger. Jeder Schlag auf die Bassdrum war ein Schlag auf unseren Körper!
Dieses Mal hatte ich aber mein Handpegelgerät mit! Von wegen "erlaubter Höchstpegel", da kann ich nur lachen, denn ich habe Spitzen von 119dB/c gemessen und das nur wegen diesem unerträglichen Kickbass. Ohne dem wäre der Pegel durchaus OK gewesen, ich schätze im Schnitt um die 100dB.
Noch beim nach Hause fahren waren meine Frau und ich halb taub. Selbst heute brummt mir noch der Kopf.

Trotzdem war es ein tolles Erlebnis.
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Gruß
David


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Alt 25.04.2015, 11:13   #15
David
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Standard AW: Berichte meiner Konzertbesuche

Beth Hart am 24.04.15 im Wiener Konzerthaus

So kann man sich täuschen! An diesem Konzertabend war alles anders als erwartet. Das hat schon damit begonnen, dass wir (meine Frau und ich) schon "ewig" nicht mehr im Konzerthaus waren, früher öfter, wir sahen dort Sammy Davis jr., Shirley Bassey, Helen Schneider, Jose Feliciano und Richie Havens. Wir haben uns fast nicht mehr erinnern können wie es da drinnen aussieht.

Dieses Mal habe ich keine besonders guten Karten erwischt, 8. Reihe Parkett, rechts außen. So richtig schlecht waren diese Plätze aber auch nicht.

Ungewöhnlich war die Kombination "schwülstige Wiener Konzerthausoptik" mit Beth Hart auf der Bühne, die angeblich bis auf wenige Ausnahmen nur eine extreme Rockröhre sein soll, die stark tätowierte Arme hat und dazu noch eine schlimme Drogenvergangenheit. Gerne wird sie mit der früh verstorbenen Janis Joplin vergleichen. Das habe ich bisher auch so gesehen, nach dem was ich von ihr gelesen und gehört habe.
Meine Frau habe ich vorgewarnt: "am besten du nimmst dir Ohropax mit, anders wirst du diesen Abend nicht überstehen".

Und was kam dann an diesem Abend? Bis auf die tätowierten Arme praktisch nichts davon. Es war vermutlich das leiseste Konzert das ich je gehört habe und von "nur hartem Rock" konnte keine Rede sein, Beth Hart hat auf mich fast schon ein bisschen schüchtern gewirkt, sie gab sich mehr als "nette Person von nebenan".
Überhaupt hätte die ganze Darbietung für mich besser in ein "schummriges Kellerlokal" gepasst, was aber keine Negativaussage sein soll, nur war das halt keine bombastische Sache, viel mehr hatte es "Club-Charakter".

Mit ihr auf der Bühne gab es eine "Basisband" (2xGitarre, E-Bass, Schlagzeug), und ein ganz kleines schwarzes Klavier, das ich vorerst gar nicht beachtet habe.

Los ging es unspektakulär. Die Musiker kamen auf die Bühne und fingen einfach leise zu spielen an. Plötzlich dann die Stimme von Beth Hart. Gesehen hat man sie vorerst nicht, denn sie kam im Mittelgang aus den hinteren Parkett-Reihen daher. Singend ging sie langsam in Richtung Bühne, auf die sie sich dann etwas "unelegant" mir fremder Hilfe raufschwang, denn eine Treppe gibt es dort nicht.

Schon dieses erste Lied war nicht erwartungsgemäß, nur selten geht es irgendwo so dezent los. Das zweite Lied war dann etwas "knackiger" und Beth Hart hat schon ein bisschen die Rockröhre durchblicken lassen.

Alles was ich bisher geschrieben habe liest sich so, als hätte mir (uns) dieses Konzert nicht sonderlich gefallen, aber genau das Gegenteil war der Fall.
Beth Hart ist eine Vollblut-Musikerin mit einer sagenhaften Stimme, sie verfügt über einen großen Tonumfang, sie singt mit riesiger Dynamik, nie gibt es von ihr irgend einen schrägen Ton, sie ist routiniert ohne Ende und alles was sie macht kommt unangestrengt daher. Dabei hat man aber nie das Gefühl dass sie etwas nur "abspult", sie scheint richtig Freude am Musizieren zu haben.

Bis auf zwei Lieder (der "Gassenhauer" Nutbush City Limits und die wunderschöne Ballade I'd Rather Go Blind - irre gut gebracht von ihr!!!) habe ich nichts davon gekannt. Vielleicht hat sie noch etwas gecovert und ich habe es nicht erkannt. Die mir unbekannten Lieder gehen aber alle recht gut ins Ohr, würde ich sie mehrmal hören, könnten viele davon zu "Ohrwürmern" werden.

Die Kompositonen von Beth Hart (vermutlich schreibt sie das was sie singt weitgehend selbst) sind alles Andere als einfach, weder rhythmisch noch harmonisch. Da ist musikalisch sehr viel drinnen das laufend überrascht, so viel Abwechslung in einem "Lied" gibt es sonst nur im klassischen Bereich. Ebenfalls vergleichbar mit der Klassik war die extreme Dynamik! Fast bei jedem Lied gab es ganz leise Passagen, dann wieder "volle Maschine", dann wieder Zurückhaltung, danach plötzlich unerwartete Akkorde mit ebenso unerwarteten rhythmischen Abläufen.....das alles ist in diesem Genre nicht üblich, sondern fast schon einmalig.

Beth Hart hat immer wieder (und zwar absolut gekonnt!) auf dem Mini-Klavier gespielt, mehrere Stücke sogar ganz alleine und das hat nicht dünn geklungen. Ihr Gesang war dabei um nichts schlechter als sonst, sie schüttelt das alles aus dem Ärmel als wäre es die einfachste Sache der Welt. Bei einigen Liedern hat sie sogar Akustik-Gitarre gespielt und auch das hat makellos geklungen.
Bei manchen Liedern gab es starken Country-Einfluss den ich auch sehr mag, so lange mir dabei keine Fidel auf die Nerven geht.

Bühnen- bzw. Lichtshow gab es so gut wie keine, aber so etwas ist mir ohnehin nicht wichtig.
Der Sound war insgesamt eher "bescheiden" aber nach ein paar Liedern habe ich mich daran gewöhnt und es hat mich nichts sonderlich gestört.

Beth Hart eine reine Rock-Röhre? Nie und nimmer! Aber wenn es sein soll dann kann sie das auch und zwar so, dass man kaum ihresgleichen finden wird. Aber sie kann noch wesentlich mehr und das ist es, was sie so einmalig macht.

Zu den Musikern: so richtig herausgestochen hat für mich vor allem einer der beiden Gitarristen (der rechts auf der Bühne). Er hat zwar wie alle anderen Musiker auch die meiste Zeit recht zurückhaltend gespielt, aber ab und zu hat er dann schon gezeigt was er drauf hat und das war großartig. Die Rollenverteilung der beiden Gitarristen war abwechselnd zwischen Rhythmus und Lead, so etwas gibt es auch nicht oft. Ab und zu haben die beiden auch Backgrund gesungen (sehr gut sogar!).
Bei Nutbush City Limits hat es dann auch er Schlagzeuger einmal so richtig krachen lassen und das war super!
Der Bassist war keinesfalls schlecht, aber eher so der "Grundtonspieler" ohne besondere Vorkommnisse. Trotzdem ist das was er leistet beachtenswert, denn die vielen komplizierten Abläufe und Tonfolgen dieser Lieder sind nicht zu unterschätzen, ich bräuchte Jahre um das einzustudieren. Rein vom "Handwerk" her habe ich schon wesentlich bessere Bassisten gehört.

Jedenfalls erstaunlich welche akustische Fülle die paar Musiker zustande gebracht haben. Ab und zu hatte ich das Gefühl, dass etwas Gespeichertes dazugemischt wird, aber festlegen würde ich mich da nicht wollen.

Alles in allem ein toller Konzertabend mit einer absoluten Ausnahmemusikerin!
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Gruß
David


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