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Verstärker in Schalt-Technik Diesen Verstärkern gehört die Zukunft

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Alt 09.05.2015, 21:09   #76
bauersound
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Mit dem aufkommen von class d amps hat das Thema Verstärkerklang auch wieder an Bedeutung gewonnen: sieht man sich den Frequenzgang an verschiedenen impedanzen von vielen class d Endstufen an, erkennt man den verbogenen frequenzgang am oberen Ende in Abhängigkeit von der lastimpedanz der angeschlossen ls...

Gruß, Markus
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Alt 10.05.2015, 06:07   #77
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Hörbar ?

@ Dipol Audio
Ich habe nur eine einfache Frage gestellt
und eine Tatsache geschildert.
Ich weiß nicht, was daran persönlich sein soll.
Sie sind es, der ins persönliche abgleitet

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Alt 10.05.2015, 07:14   #78
David
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@Unregistriert
Wenn Jemand eine Behauptung aufstellt die umstritten ist, ist es kaum möglich, das nicht personenbezogen zu diskutieren.

Letztlich wurde ja nur technisch erklärt, warum Verstärker mit schlechter LS-Bedämpfung bzw. relativ hohem Innenwiderstand Klangverfälschungen verursachen können (was wieder von den daran angeschlossenen Lautsprechern abhängt).

Dass diese Klangverfälschungen gefallen können, das ist unbestritten und wird auch nicht kritisiert.
----------------------------------------------

Nebenbemerkung: Oliver hat hier schon so viel an positivem Input eingebracht wie kein Anderer.
Zugegeben, nicht immer "angenehm verpackt" und manches Mal auch unnötig "scharf" gegenüber bestimmten Leuten, aber unter dem Strich bleibt immer ein "fettes Plus" übrig.
__________________
Gruß
David


Erst wenn man begriffen hat, dass Raumakustik, Lautsprecheraufstellung und Hörplatzwahl wichtiger sind als die Anlage selbst, hat man die Audiowiedergabe verstanden.
Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich
Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst, wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen werden konnten. Das gilt für das was ich selbst zu hören glaube ebenso.
Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
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Alt 10.05.2015, 09:29   #79
P.Krips
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Hallo Markus,
Zitat:
Zitat von bauersound Beitrag anzeigen
Mit dem aufkommen von class d amps hat das Thema Verstärkerklang auch wieder an Bedeutung gewonnen: sieht man sich den Frequenzgang an verschiedenen impedanzen von vielen class d Endstufen an, erkennt man den verbogenen frequenzgang am oberen Ende in Abhängigkeit von der lastimpedanz der angeschlossen ls...
Das ist richtig, allerdings sollte auch erwähnt werden, dass es mittlerweile Konstruktionen gibt, die das Problem der unterschiedlichen Höhenperformance je nach angeschlossener Lastimpedanz nicht mehr haben.

Dazu mal ein praktisches Erlebnis:
3 Leute, zwei fast nur Klassikhörer und ich als musikalische Wildsau...., haben mal so einen Class-D Miniverstärker im Vergleich mit einem fetten Denon an einer amtlichen KEF probegehört.
Die beiden Freunde schwärmten von dem besseren Auflösungsvermögen des Class D und von mehr Kontrolle und Differenzierung im Bass.
Ich als ältester der Runde mit entsprechenden Einschränkungen des Hörvermögens "obenrum"
meinte nur: a) der Bass ist estwas leiser (Vermutlich ging dem Class D da die Puste aus) und b) die Höhen sind schlicht lauter.

Protestgeschrei: Könne garnicht sein, denn der Class D sei auf 6 Ohm ausgelegt und mit der angeschlossenen 4-Ohm Box müssten die Höhen sogar schwächer sein.

Ein paar Wochen später haben wir ein Messworkshop gemacht und (u.A.) dieser Sache auf den Zahn gefühlt.
Ergebnis: Im Bass ging dem Teil früh die Puste aus und der Klirr stieg an und der 4-Ohm Hochtöner war ohne FFL und legte einen typischen Impedanzanstieg weit über 8 Ohm hin.

Ich hasse es Recht zu behalten...

Gruß
Peter Krips
__________________
"Wer sich über Kritik ärgert, gibt zu, daß sie verdient war "
(Tacitus um 100 n. Chr)

(auch ein amerikanischer Präsi hats mal schön ausgedrückt:)

'Lieber schweigen und als möglicher Dummkopf gelten, als den Mund aufmachen und jeden Zweifel zu beseitigen..'
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Alt 11.05.2015, 10:22   #80
dipol-audio
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Zitat:
Zitat von Unregistriert Beitrag anzeigen
Hörbar ?

@ Dipol Audio
Ich habe nur eine einfache Frage gestellt
und eine Tatsache geschildert.
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@Unregistriert

Hallo,

wenn ich das überhaupt noch richtig zuordnen kann,

(ohne Namen und ohne Sachbezüge oder Zitate fällt das sehr sehr schwer, denn es
diskutieren ja hier auch noch andere mit ...)

warst Du evt. derjenige, der behauptet hat

- es gebe "digitales PWM" (*)

und

- die Diskussion darüber, ob und wie weit der Begriff "Digitalverstärker" zutreffend sei, wäre "Haarspalterei" (**)

Zitat:
Zitat von Unregistriert Beitrag anzeigen
Moin,
bin zwar nicht vom Fach,
aber es gibt doch sowohl analoges PWM, wie auch digitale PWM.
Also warum ist dann in beiden Fällen beides analog ?

Darüber hinaus hat sich für Schaltverstärker der Begriff Class-D eingebürgert.
Also warum hier Haarspalterei betreiben ?

Nicht für ungut

... geht es also um diesen Post ?

Oder ging es um einen anderen Beitrag von @Unregistriert ?

Als ein bisheriges Teilergebnis der Diskussion in diesem Thread hat z.B. fairaudio.de die einleitenden 2 Absätze in seinem Lexikoneintrag über Class-D Verstärker präzisiert:

http://www.fairaudio.de/hifi-lexikon...e/class-d.html

Von dieser Erläuterung kannst Du jetzt ebenfalls profitieren, und ich hoffe, Dein Anliegen ist damit beantwortet ...


Zitat:
Zitat von Unregistriert Beitrag anzeigen
Hörbar ?
Ich habe leider keine Ahnung, worauf sich das genau bezieht ...

Eine mögliche Hörbarkeit von Unterschieden bei Class-D Verstärkern - d.h. verschiedener Class-D Typen untereinander und auch gegenüber anderen Konzepten - kann sich u.a., wie @Bauersound und @P.Krips oben ausgeführt haben, auf lastabhängige Frequenzgänge der Rekonstruktionsfilter im Ausgang mancher Class-D Verstärker beziehen.

Diese möglichen Unterschiede liegen jedoch nicht darin begründet, ob das jeweilige Modell als "digitally controlled" angesehen werden kann oder nicht.

Zu den Eigenschaften der "digitally controlled" Schaltungen - im Vergleich zu Class-D Schaltungen die "erst DA wandeln und dann analog weiterarbeiten" empfehle ich nochmals die Artikel und den Vortrag von Bruno Putzeys.

Ich zähle die Wiederholungen diesbezüglich jetzt nicht mehr mit, aber wir kommen bald in den 2 stelligen Bereich ...


@Unregistriert

Du wirst mir hoffentlich verzeihen, wenn ich feststelle, daß es am Ende keine Rolle spielt, ob es gelingt, Dich "von irgendetwas zu überzeugen", denn darum geht es hier nicht: Wenn Du das gerne möchtest, dann behältst Du einfach Deine Begriffswelt und Deine Überzeugungen.

Du solltest aber doch umgekehrt auch nicht erwarten, daß andere Dir folgen.

_______________

(*) Ein PWM Ausgangssignal einer Leistungsendstufe, mit dem ein Lautsprecher (nach Tiefpassfilterung) angesteuert wird, ist analog.

(**) Was u.a. implizieren würde, daß auch meine Posts, mit denen ich die prinzipiellen Unterschiede von digitaler und analoger Signalübertragung verdeutlichte, unter "Haarspalterei" fielen. Oder ist sogar die Unterscheidung von "analog" zu "digital" an sich in Deinen Augen schon eine "Haarspalterei" ? Dies nur zur Anregung ...
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Alt 11.05.2015, 11:57   #81
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(start)

Zitat:
Zitat von Leo1 Beitrag anzeigen
In etwa so etwas Oliver?
...

Hallo Leo,

hab's wieder gefunden @smutbert hatte dieses Video in einem anderen Thread schon einmal verlinkt:

https://www.youtube.com/watch?v=cIQ9IXSUzuM
(nur zu Anschauung, nicht um irgendeine Meinung zu bekunden ...)

Ich halte das Video für sehr geeignet, um das Prinzip der Pulse Code Modulation zu veranschaulichen. Auch weil mit analogen Funktionsgeneratoren und Analyzern gearbeitet wird ...

(ende)
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Alt 11.05.2015, 13:51   #82
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Suche nach: "Fullrange Driver Vintage":

https://www.google.de/search?biw=112...msg=NCSR&noj=1


http://www.vinylconnections.co.uk/goodmansaxiette50.JPG

Wenn ein Class-D Leistungsverstärker an seinem Lautsprecherausgang digital wäre, dann wären das oben alles "Digital/Analog Wandler" (*) ...

Doch wo ist z.B. bei diesen Breitband-Lautsprechern jeweils der Anschlusspin für das Taktsignal ?

Ich kann nirgends einen finden.

Digitale Signalverarbeitung ist durch diskrete Werte gekennzeichnet, die nur innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls gültig sind: Über dieses Zeitintervall verständigen sich Sender und Empfänger in digitalen Schaltungen - die ebenfalls als "verteilte Systeme" betrachtet werden können - mittels eines Taktsignals.

"Ungültige" Signalflanken werden als Übergangszustände somit bei digitaler (und hier speziell binärer) Übermittlung ausgeschlossen.

Es muss hier eindeutig(!) eine "0" oder eine "1" vorliegen, indem beide möglichen Zustände jeweils in Form eines engen Spannungsgbereiches ("Logikpegel" als Wertebereich mit geringer "Toleranz") liegen müssen.

Wie kann also ein D/A Wandler innerhalb einer digitalen Schaltung ohne Taktsignal (meist als "CLK" für "Clock" bezeichnet) arbeiten ?

http://de.wikipedia.org/wiki/Taktsignal

Haarspalterei ?


Zitat:
Zitat von dipol-audio Beitrag anzeigen
Zum Verständnis "Schaltverstärker" vs. "Digitalsignal"

Ein sehr empfehlenswerter Vortrag von Bruno Putzeys bei "Burning Amp 2012":

https://www.youtube.com/watch?v=0vsOugSsANs

Zum o.g. Thema vgl. ca. ab Minute 33:00
_________________

(*) Ein passives Rekonstruktionsfilter könnten wir prinzipiell auch räumlich noch in's Lautsprechergehäuse bauen, wenn wir es brauchen, und es dazu aus dem Gehäuse des Verstärkers ausbauen ... (dies ist keine Aufforderung dazu, denn man könnte dadurch Vorschriften verletzen ...)
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Alt 11.05.2015, 15:02   #83
smutbert
 
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Wollte den Link zu dem Video eh schon ein zweites Mal posten, aber Du postest so viel, dass ich mit dem Denken kaum hinterherkomme und schon gar nicht dazu komme irgendwo einzuhaken oder eine Zwischenfrage zu stellen — nach deinem nächsten Post wäre sie ohnehin gegenstandslos… aber ich versuche es trotzdem:

PWM

Wenn das PWM Signal direkt aus einem PCM-Signal erzeugt wird, so wie es in der Arbeit, auf die Armin75 am Anfang des Threads hingewiesen hat, beschrieben wird, wären die Flanken des PWM-Signals in einem fixen zeitlichen Raster und damit hätte man doch zumindest ein digital weiterverarbeitbares Signal, das man auch wieder verlustfrei in ein PCM-Signal konvertieren können müsste? Auch wenn man sich vielleicht für den Takt irgendetwas überlegen müsste, aber bei S/PDIF kommt man ja auch ohne eigenen Pin für den Takt aus…

Interessiert hat mich das ganze ja eigentlich deshalb, weil mir so ein Weg ohne "komplette D/A-Umsetzung" inklusive Tiefpass eleganter vorgekommen wäre, als schlicht einen normalen Class-D Verstärker an den Ausgang eines DAC zu hängen. (Von dieser Meinung habt ihr mich inzwischen aber ohnehin wieder weitgehend abgebracht )
(Ich stelle mir das vermutlich fälschlicherweise der Einfachheit halber ungefähr so vor, dass zB 16 Bit seriell übertragen werden, aber so, dass das niederwertigste Bit 1 Takt lang dauert, das nächste Bit 2 Takte, das dritte 4 Takte, das vierte 8 Takte, usw. bis hin zum 16. Bit mit 32768 Takten Dauer)


Digitalverstärker

In weiterer Folge muss ich an dieses unbeliebte Wort denken. Mein Problem besteht ja mehr darin, dass das was ich mir am ehesten darunter vorstellen würde, eigentlich kein Verstärker ist sondern nur ein DAC, der über ein genügend kräftiges Ausgangssignal verfügt um direkt einen Lautsprecher zu versorgen.
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Alt 11.05.2015, 16:35   #84
dipol-audio
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Zitat:
Zitat von smutbert
so wie es in der Arbeit, auf die Armin75 am Anfang des Threads hingewiesen hat, beschrieben wird, wären die Flanken des PWM-Signals in einem fixen zeitlichen Raster und damit hätte man doch zumindest ein digital weiterverarbeitbares Signal, das man auch wieder verlustfrei in ein PCM-Signal konvertieren können müsste?
Hallo smutbert,

ein DPWM Signal zusammen mit einem Taktsignal kann verlustfrei "digital" verarbeitet werden also auch wieder in andere digitale Formate gewandelt werden, wie Du sagst.

Es kann aber gleichzeitig auch als Analogsignal aufgefasst werden:

Ich muss es nur für praktische Zwecke einer Leistungsverstärkung zuführen und integrieren.

Ich könnte wohl auch die umgekehrte Reihenfolge wählen, aber dann wäre es wohl kein Class-D mehr ...

Was das DPWM Signal letztendlich "digital" macht, ist m.E., daß ich als "Empfänger" das Taktsignal "in der Hand halte" und es als ein getaktetes, digitales und binäres Signal auch verarbeite.

- Lege ich das Taktsignal jedoch aus der Hand

und erlaube dem Signal u.U. nebenbei auch noch durch

- eine Leistungsendstufe selbst
- den Stromfluss der Lastimpedanz im Zusammenhang mit dem Ausgangswiderstand
- etc.

verändert zu werden, dann ist eine solche "verlustfreie digitale Rückwandlung" nicht mehr möglich.

Es beginnt aber m.E. damit, das Taktsignal überhaupt aus der Hand zu legen und damit die unmittelbare binäre (und digitale) Interpretationsmöglichkeit des Signals ebenfalls (*).

Danach ist es "PWM" und wird über Endstufen mit niedrigen Ausgangsimpedanzen zur Spannungssteuerung von Lautsprechern genutzt.

Der Digital/Analog Wandler ist im Verstärker realisiert (wenn er z.B. PCM am Eingang akzeptiert), nicht jedoch im Lautsprecher.

Im Zweifel m.E. suchen: Wer hat als letzter (bei DPWM) in der Kette ein Taktsignal ?

Die Möglichkeit der verlustfreien Rückwandlung in die ursprüngliche Bitfolge ist am PWM Leistungsausgang "flöten" gegangen ...

So sehe ich es, wenn jemand eine einleuchtendere Interpretation hat, gerne ... aber so habe ich auch Bruno Putzeys verstanden und mir persönlich leuchtet es ein.


Meine Gedanken (als meine persönliche "innere Veranschaulichung", der niemand folgen muss und die ich auch ad hoc nicht beweisen kann):

Das gedachte "Treppensignal" eines üblichen (z.B. low cost 8 Bit) D/A Wandlers vor dem Rekonstruktionstiefpass verliert m.E. ganz genauso den "digitalen" Charakter spätestens dann, wenn ich das Taktsignal aus der Hand lege (**).

Nur bei DPWM/PWM fällt uns das vielleicht schwerer zu glauben(!), weil es so "binär aussieht": Ohne Taktsignal des Senders ist es das aber streng genommen gar nicht mehr.


"Binär" und "digital" bedeutet für unsere heutige technische Umsetzung m.E.

- Taktsignal vorhanden
- Einhaltung von normierten Logikpegeln für unterscheidbare "Symbolwerte"

Digital zu übertragen bedeutet, ein "Reich der Definitionen" zu betreten, denn unsere Symbole (z.B. Bits und Bytes) sind per se "immateriell" und haben keine streng abgrenzbaren physischen Korrelate: Wir schaffen diese erst durch Definitionen von Schwellenwerten und Taktzyklen. In all diesen Definitionen stehen sehr viele "größer als" und "kleiner als", kaum aber jemals ein "ist gleich".

Takt weg - Zusage der Einhaltung von Schwellenwerten weg.

Welches Symbol sehe ich bei optischer Telegrafie, wenn ich im "falschen" Moment hinsehe: Kann es zufällig ein gültiges sein ?

Ich habe keine Ahnung, ob und wie z.B. in der optischen Telegrafie "Takt" übermittelt wurde, das kann man aber sicher nachlesen ...


______________

(*) Man müsste jetzt dazu wieder A/D Wandeln: Also geeignet abtasten, quantisieren, ... d.h. Verlust in Kauf nehmen.

(**) Der binäre Charakter wäre bei der "üblichen" D/A Wandlung schon vorher "flöten", der "digitale" noch nicht unbedingt. Denn die Amplitudenwerte der gedachten "Treppenkurve" aus dem D/A Wandler wären im Prinzip immer noch (eindeutig) auf diskrete Summen aus 2er Potenzen abbildbar, jedenfalls solange ich das Taktsignal "noch in der Hand halte".
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Alt 11.05.2015, 18:04   #85
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@ Oliver #69

Hallo Oliver,

es freut mich, dass fairaudio so rasch und positiv auf Dein Schreiben reagiert hat.

Was mich immer noch ein wenig irritiert ist, dass manchmal von einigen Leuten behauptet wird, PWM kann auch ein digitales
Signal sein und Lautsprecher können mit einem digitalen Signal betrieben werden.
Soweit ich das verstanden habe ist PWM analog und PCM digital und Lautsprecher können nur analog angesteuert werden.

Nachstehend 2 Links, einmal eine kurze Erklärung aller möglichen Verstärkerklassen (A,B,C,...) und wieder fairaudio mit dem Lexikon bezüglich Dämpfungsfaktor bei Audio-Verstärkern. Der Dämpfungsfaktor wurde in diesem Forum ja auch schon
ausführlich behandelt.

http://www.itwissen.info/definition/...ier-class.html
http://www.fairaudio.de/hifi-lexikon...ngsfaktor.html

LG
Franz
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Alt 11.05.2015, 19:36   #86
LowIQ
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Zitat:
Zitat von LowIQ Beitrag anzeigen
Seite 31, Technik satt

durchgängiges digitalkonzept Bei Verwendung der Digitaleingänge ergibt sich ein bisher unerreichter „Signal to noise“-Abstand. Selbst bei höchster Pegeleinstellung ist im Hörabstand von unter 5 cm keinerlei Rauschen oder Brummen zu vernehmen. Damit ist erstmals eine Lautstärkeeinstellung auf digitaler Ebene ohne hörbare Nachteile möglich geworden! Diese Verbesserung des Rauschabstands (um mehr als 20 dB) wurde erst dadurch möglich, dass die bisherigen Digital/ Analog-Wandler durch einen „Kniff“ umgangen werden konnten: Das serielle Digitalsignal vom Eingang wird direkt in die Pulsbreitenmodulation des Leistungsverstärkers umgerechnet. Der Vorteil im Rauschabstand ergibt sich dadurch, dass die Digital/ Analog-Wandlungerstim(passiven)TiefpassfilteramAusgang des Leistungsverstärkers erfolgt.
http://www.nubert.de/technik-satt/59/
koennt ma dann die obige Aussage so stehen lassen und diese hier aus Beitrag 32

'
Das ist fachlich falsch, auch wenn "Nubert" draufsteht, der für meinen Geschmack sonst eher nicht zum "Schwurbeln" neigt ...'

geringfuegig revidieren? Mit a bissel gutem Willen?
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Alt 11.05.2015, 22:53   #87
dipol-audio
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@LowIQ

Das genannte passive Tiefpassfilter ("Rekonstruktionsfilter") ist aber kein D/A Wandler ... es wird auch keiner draus.

Die D/A Wandlung findet de facto bereits vor der Ansteuerung der Leistungsstufe statt.

Auch und gerade wenn es sogar hinter der Leistungsstufe eine (teils) digital operierende "Gegenkopplung" geben sollte, die wiederum das Ausgangssignal abtastet und bei Abweichungen "gegensteuert", ist hinter den Leistungstransistoren der Charakter als "ohne Abweichung bitgenau dem Eingangssignal entsprechendes Signal" flöten.

Solche Texte, wie die oben von Nubert, beschreiben ja nicht unbedingt - in zwei oder drei Sätzen - die Schaltungen, wie sie "wirklich" im Detail aufgebaut sind, sondern sie verfolgen nebenbei auch einen Werbezweck.

Es soll oft eine besonders "genaue", "direkte" oder evt. "puristische" Funktionsweise des Verstärkers nahegelegt werden, weil das einen "audiophilen" Eindruck macht.

Bruno Putzeys geht in seinem Vortrag auch auf solche "digitally controlled" Class-D Verstärker ein. Auch bei diesen Schaltungen findet die D/A Wandlung nicht im Rekonstruktionsfilter oder im Lautsprecher statt, aber sie findet statt:

Zitat:
Zitat von dipol-audio Beitrag anzeigen
Zum Verständnis "Schaltverstärker" vs. "Digitalsignal"

Ein sehr empfehlenswerter Vortrag von Bruno Putzeys bei "Burning Amp 2012":

https://www.youtube.com/watch?v=0vsOugSsANs

Zum o.g. Thema vgl. ca. ab Minute 33:00
(33:15 reicht auch noch, bis ca. 38:00 wird das Thema behandelt ...)
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Alt 12.05.2015, 12:07   #88
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Zu "digitally controlled" Class-D im Gegensatz zu "rein analogem" Class-D


Eine beispielhafte Beschreibung für
"digitally controlled" Class-D ...

"INTEGRATED DISTORTION SUPPRESSION CIRCUIT
FOR A HIGH FIDELITY DIGITAL CLASS-D AUDIOAMPLIFIER"

von Yu Feng, 2009, Master-Arbeit an der Unversität Toronto, Kanada

https://tspace.library.utoronto.ca/b...ASc_thesis.pdf


Figur 2.9 auf S. 26 zeigt ein mögliches Blockschaltbild eines "digitally controlled" Class-D Verstärkers

Figur 2.10 auf S. 26

ist hier hilfreich zur Erklärung, warum auch ein "digitally controlled" Class-D Verstärker im Hinblick auf sein Ausgangssignal analog ist.

Eine Analog/Digital-Wandlung hat bereits vor der Endstufe stattgefunden, denn das DPWM Signal aus dem Modulator, der die Endstufe ansteuert, kann (noch) sowohl digital - sofern man das Taktsignal zur Verfügung hat - als auch analog weiterverarbeitet werden.

Die Schaltvorgänge der Endstufen-Transistoren ("Ausgangstransistoren", "Leistungstransistoren")

- "interessieren" sich hinsichtlich ihrer Schaltflanken jedoch weder für das zum DPWM Signal dazugehörende Taktsignal

noch

- scheren sie sich um die Einhaltung von (durch Menschen definierte ...) Toleranzgrenzen für Logikpegel binärer Logikschaltungen im Verlauf des Ausgangssignals

Dadurch treten Veränderungen gegenüber dem Modulatorsignal im Zeit- und Amplitudenbereich ein, welche u.a. auch von der Impedanz der an den Verstärker angeschlossenen Last - z.B. einem Lautsprecher - abhängen können.

Erst mit der Einführung von Gegenkopplungsschleifen, könnte man diese Fehler im Spannungsverlauf des Signals an der Ausgangsstufe gegenüber dem steuernden Modulatorsingal verringern.

Die theoretische Option einer direkten digitalen Weiterverarbeitung des Signals - z.B. in Form einer "verlustfreien Konvertierung in ein anderes digitales Format" - endet damit spätestens am Ausgang der Endstufe, also bereits vor einem passiven Rekonstruktionsfilter, wenn der Verstärker ein solches besitzt.


Anschaulich und "untechnisch":

- Mit der Erzeugung eines DPWM Signals, "öffnet man die Tür" von der digitalen Verarbeitung zur einer analogen, denn der Signalverlauf des DPWM Signals ist bereits analog verarbeitbar: Eine D/A Wandlung hat bereits stattgefunden.

- Mit der Ansteuerung einer Endstufe (spätestens) "geht man durch diese Tür hindurch", schlägt sie zugleich hinter sich zu und wirft sogar den Schlüssel (zurück) zu einer direkten digitalen (Weiter-) Verarbeitungsmöglichkeit des resultierenden Signals weg:

Das Ausgangssignal ist nicht mehr direkt digital interpretierbar: Es müsste dazu neu abgetastet, also A/D gewandelt(!) werden. Die ursprüngliche Bitfolge des Modulatorsignals ist jedoch auch beim besten Willen nicht wiederherstellbar.
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Demgegenüber ist das optische Telegrafensystem von Claude Chappe aus dem Jahr 1792 als eine vollständig digitale Signalübertragungskette (!) für Fernübertragung zu sehen.

Man würde heute wohl "Wida Area Network" (WAN) dazu sagen ...

http://upload.wikimedia.org/wikipedi..._semaphore.jpg

http://www.johnhearfield.com/Radar/Posts_s.jpg

Bei der Weiterleitung der diskreten Zeichen über Stationen jeweils in Teleskopsichtweite waren spezielle Kontrollsymbole vereinbart, mit der eine Station u.a. das fehlerfreie Kopieren (!) des gesendeten Zeichens durch die nachfolgende Station "quittierte" und damit der vorangehenden Station letztlich auch die Empfangsbereitschaft für das nächste Zeichen signalisierte.

Ein gemeinsames "Taktsignal" hingegen, wie bei Bauteilen etwa mit direkter galvanischer Verbindung auf einer kleinen Platine, ist hier nicht möglich oder ausreichend, denn es handelt sich um eine Fernverbindung, die mit erheblichen Laufzeiten und unkalkulierbaren Störungen (u.a. Wetterbedingt) behaftet war.

Hier wird die Verwendung der "Kontrollcodes" ansatzweise beschrieben:

"TELEGRAPH OF CLAUDE CHAPPE -AN OPTICALCOMMUNICATION NETWORK FOR THE XVIII CENTURY"

Prof. J-M. Dilhac
email: dilhac@laas.fr
(also with Institut National des Sciences Appliquées de Toulouse)

http://www.ieeeghn.org/wiki/images/1/17/Dilhac.pdf


Diese Beschreibung ist vermutlich noch genauer:

http://www.johnhearfield.com/Radar/Chappe.htm

Vgl. Abschnitt "Control Signals"



- Ein Class-D Verstärker als "digitally controlled" Ausführung arbeitet demgegenüber im Hinblick auf das Ausgangssignal vollständig analog.

- Ein konventioneller Class-D Verstärker mit analoger Komparatorschaltung und analogem Eingang arbeitet zusätzlich auch intern vollständig analog.


Dem Wesen nach vollständig digital (!) ist hingegen das optische Telegrafensystem von Claude Chappe ab 1792 ... Es garantiert als Folgeeigenschaft ein Ausgangssignal mit exakt gleichem Symbolgehalt wie das Eingangssignal.

Bei Class-D Verstärkern - egal, ob intern "digitally controlled" oder nicht - ist am Leistungs-Ausgang kein (eindeutig) interpretierbarer Symbolgehalt des Signals mehr vorhanden (*).


__________________

(*) Das gilt ausdrücklich auch für den Fall, daß man das PWM-Ausgangssignal - z.B. bei Class-D Verstärkern mit passivem Ausgangsfilter außerhalb der Gegenkopplung - vor dem Filter abgreift ...
__________________
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Alt 12.05.2015, 19:43   #90
LowIQ
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Klasse D Verstärker und PWM, PDM, DSD…

Zitat:
Zitat von dipol-audio Beitrag anzeigen

Bei Class-D Verstärkern - egal, ob intern "digitally controlled" oder nicht - ist am Leistungs-Ausgang kein (eindeutig) interpretierbarer Symbolgehalt des Signals mehr vorhanden (*).


.

Intern wuerds noch als digitale Verarbeitung durchgehen wenn ma a Auge leicht zudrueckt?
Bei den digitally controlled?
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