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Subjektive Berichte zu Musikalben mit und ohne Bild CD's und DVD's auf Her(t)z und Nieren getestet

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Alt 09.11.2008, 20:14   #1
Franz
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Standard Hörfutter mit dem gewissen Extra

In dieser Rubrik möchte ich außergewöhnliche Produktionen vorstellen, die sowohl musikalisch als auch aufnahmetechnisch Maßstäbe setzen können.

Anfangen möchte ich hiermit:



Eigentlich steht diese Aufnahme schon in jeder audiophilen Sammlung. Jennifer Warnes „Famous Blue Raincoat" mit Ihren Varianten der Songs von Altmeister Leonard Cohen war ein Meilenstein der Pop-Geschichte. Die Hintergrundsängerin Cohens sollte mit einem Album voller Coverversionen ihr erfolgreichstes Album vorstellen. Zum 20-jährgien Jubiläum gibt es jetzt ein vollständiges Re-Mastering durch Bernie Grundmann mit Ton und Verpackung, die Jennifer Warnes (nach zahllosen Varianten) persönlich abgenommen hat.

Titel:

1. First We Take Manhattan
2. Bird on a Wire
3. Famous Blue Raincoat
4. Joan of Arc
5. Ain't No Cure for Love
6. Coming Back to You
7. Song of Bernadette
8. A Singer Must Die
9. Came So Far for Beauty
Bonus Tracks:
10. Night Comes On
11. Ballad of the Runaway Horse
12. If It Be Your Will
13. Joan of Arc (Live in Concert)


Macht es überhaupt noch Sinn, über ein Album zu schreiben, dass beim Hersteller bereits ausverkauft ist und auch bei uns nur noch in kleiner Stückzahl am Lager ist? Klar doch, denn kein Wort, keine Zeile ist für dieses Meisterwerk aus dem Jahre 1986 zuviel, besonders wenn man über eine Vinylversion sprechen darf, die jedem Analogliebhaber Freudentränen entlockt. Gnadenlos schön klingen diese drei Platten, natürlich auf 45 Umdrehungen, um somit das maximal machbare zu präsentieren. Ob nun das Titelstück „Famous Blue Raincoat“ oder das unglaubliche Duett mit Leonard Cohen „Joan Of Arc“ zum Highlight dieser 20th Anniversary Edition erklärt werden soll, ist sicherlich eine Frage des persönlichen Geschmackes. Immerhin hören wir bei diesem Boxset (mit Seriennummer) auch fünf Bonustracks, darunter neben einer Demoversion von „A Singer Must Die“ auch eine absolut faszinierende Live-Aufnahme von „Joan Of Arc“ aus dem Jahre 1992 im Antwerpener Sportpalast, bei dem eine richtige Gänsehaut-Atmosphäre herrschte! Bleibt noch das tolle 24-seitige Booklet zu erwähnen, das dem stolzen Besitzer die Wertigkeit dieses Schmuckstückes noch einmal verdeutlicht!
http://www.dacapo-records.com/shop/d...MAADShAKQAAAAN

Also, wer sich das leisten kann und will, dem sei diese 3LP-Ausgabe wärmstens an´s Herz gelegt. Es gibt sie auch als 24K-Gold CD, wenngleich ich selbst die Vinyl-Ausgabe bevorzuge. Atemberaubende Klangqualität, wunderbare Musik. Ein Ohrenschmaus in Zeiten des loudness war. Hier ist Dynamik pur.

Gruß
Franz
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Alt 09.11.2008, 20:55   #2
Franz
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Der Ball der Wiener Philharmoniker ist jedes Jahr im Januar das wichtigste gesellschaftliche Ereignis der Saison. Unter der Schirmherrschaft des österreichischen Bundespräsidenten feiern die Ballbesucher in den Sälen des Musikvereins ein rauschendes Fest, das seit je her von den Musikern mit einer Fanfare Richard Strauß’ eröffnet wird. Claudio Abbado, Leonard Bernstein, Pierre Boulez, Herbert von Karajan, Zubin Mehta, Sir Simon Rattle, Sir Georg Solti – sie alle hatten bereits die ehrenvolle Aufgabe, die Wiener Philharmoniker bei diesem Ereignis zu dirigieren.

Die vorliegende Aufnahme aus der Decca-Reihe entstand im Jahr 1959 und enthält eine Auswahl verschiedener Walzer, Polkas und Märsche der Brüder Johann und Joseph Strauss, die einen Eindruck von der Atmosphäre des Balls vermitteln. Dirigiert wurden die Wiener Philharmoniker dabei von Willi Boskovsky, der von 1955 bis 1979 die Silvester- und Neujahrskonzerte leitete. Die Musiker spielen mit einer mitreißenden Dynamik, der Klang ist ausgewogen, dabei zugleich weich und satt. Populäre Walzer der Klassikgeschichte, wie „An der schönen blauen Donau“ („Blue Danube“), versetzen den Hörer direkt in den Ballsaal.

Die Aufnahmen entstanden in den Wiener Sophiensälen, einem ehemaligen Dampfbad, dessen Schwimmbad mit Parkett überzogen wurde. Die hohe, gewölbte Decke und der unterhöhlte Boden ergaben zusammen einen Raum mit einzigartiger Akustik. Das Label Decca wählte das Gebäude Mitte der 1950er-Jahre zu seinem bevorzugten Aufnahmeort und mit dem von John Culshaw angeführten Team entstanden von 1956 bis 1980 bis heute unerreichte Aufnahmen der Wiener Philharmoniker. Dieses Re-Issue basiert auf der DECCA SXL 2198.

Produzent Winston MA wollte hier kein typisches Walzer-Album vorlegen, sondern hat gezielt ein Werk mit besonders gutem Klang der Aufnahmen aus dem Jahr 1958 ausgesucht. Schlussendlich verzichtete er sogar darauf mittels Dolby Rauschunterdrückung das Bandrauschen zu unterdrücken, denn dieses kappte auch Höhen und Räumlichkeit und ließ somit Authentizität vermissen.

Titel

1. Auf der Jagd (Johann Strauss)
2. Voice of Spring (Johann Strauss)
3. Pizzicato Polka (Johann und Joseph Strauss)
4. Delirien (Joseph Strauss)
5. Ohne Sorgen (Joseph Strauss)
6. Blue Danube (Johann Strauss)
7. Egyptian March (Johann Strauss)
8. Transaktionen (Joseph Strauss)
9. Perpetuum Mobile (Joseph Strauss)

Gruß
Franz
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Alt 09.11.2008, 21:15   #3
Franz
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Das 24 bit XRCD Re-Issue der DECCA SXL 6355 von 1968. Die Aufnahme in der Kingsway Hall vom November 1967 gilt als Paradestück der DECCA Geschichte.

Titel

1. Castilla (Seguidillas) 2:30
2. Austurias (Leyenda) 6:27
3. Aragon (Fantasia) 5:05
4. Cadiz (Cancion) 4:52
5. Sevilla (Sevillanas) 4:15
6. Granada (Serenata) 5:36
7. Cataluna (Corranda) 3:01
8. Cordoba 5:30


Rezensionen
Gruß
Franz
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Alt 09.11.2008, 21:19   #4
Franz
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Mensch, Maschine! Donnerwetter aber auch. Vermutlich hat kein Kraftwerk-Fan damit gerechnet, dass die Band tatsächlich mal ein echtes Live-Album veröffentlichen würde. Die Elektronik-Pioniere und Technik-Perfektionisten aus Düsseldorf konnten mit dem Doppelalbum Minimum-Maximum dank der rasanten Technologieentwicklung endlich etwas realisieren, was sie selber nie für möglich hielten. Sie klingen live auch auf Platte so, als wäre alles im Studio entstanden - mit einer Ausnahme: der euphorischen, nervösen, flirrenden Stimmung, die sich durch das Publikum einstellt und diesem Kraftwerk-Werk einen erstaunlichen „human touch“ verleiht. Sich über die 23 Stücke aus dem großen Band-Repertoire einzeln auszulassen, bringt wenig, denn diese Doppel-CD ist, obwohl in den unterschiedlichsten Städten mitgeschnitten, ein Konzert wie aus einem Guss und ein wahrer Hochgenuss. Allein der Ton ist selbstverständlich lupenrein. Und von Beginn an gerät man in den Sog des ideenreiche, fantasievollen und höchst variablen Musikkosmos, der den Begriff elektronische Musik schnell vergessen läßt. Selbst bei alten Stücken wie „Autobahn“ - immer noch A-Klasse-, „Trans Europa Express“ oder „Computerwelt“ überzeugt die starke Melodik, Pop pur sind „Das Modell“, „Neonlicht“ und „Taschenrechner“, und der elektronische, tanzbare Boogie schlägt bei neueren Kompositionen wie „Planet der Visionen“ voll durch. Das einst politisch umstrittene „Radioaktivität“ ist dank aktualisiertem Text über Kernkraft-Unfälle inzwischen ein moderner Protestsong. Und „Nummern“ oder „Elektro Kardiogramm“ sind Paradebeispiele für die eindringliche, aber auch sehr verspielte, amüsante Kürzelsprache der Band, die sich immer wieder neu erfindet. -- Ingeborg Schober

Kulturnews
Niemand braucht Nationalstolz. Aber wenn jene, die nicht ohne auskommen, sich wenigstens Kraftwerk als Quelle ausguckten: Das wäre ein Fortschritt. Die Elektro-Ikonen haben ihre Europatour von 2004 nach den besten Aufnahmen durchforstet, und das reicht locker für ein Greatest-Hits-Doppelalbum. Natürlich klingt nichts davon live, bis aufs manchmal ferne Rauschen des Publikums, das aber eher eingeblendet als authentisch wirkt. Ihre kurzatmigen Beat-Vertracktheiten, die naiven Synthiemelodien und mantrahaften Slogans klingen auch in diesen sanft modernisierten, aber rhythmisch etwas zu gleichförmigen Versionen wie eh und je: zeitlos modern, ganz und gar unnachahmlich - obwohl doch ganze Genres (wie Trance und Techno) diesen Stil als Blaupause nutzten. Neu sind sinfonische Einsprengsel inklusive Kitschharfe, die zunächst nicht mal ironisch gebrochen klingen ("Tour de France"). Grundsätzlich aber gilt: Jedes Pathos, jede Duselei ist dieser Band fremd. Wir dürfen stolz auf sie sein. (mw)

Gruß
Franz
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Alt 09.11.2008, 21:26   #5
Franz
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Tales of Mystery and Imagination basiert auf ausgewählten Werken des Autors Edgar Allan Poe und vertont diese auf stimmungsvolle Weise in einer Mischung aus Rocksongs und sinfonischer Musik (das Prelude des Stücks "The Fall Of The House Of Usher" verwendet - obwohl auf dem Album nicht angegeben - Fragmente aus Claude Debussys Opernfragment La Chûte de la maison Usher). Versetzt mit Zitaten aus dessen Texten vermitteln die Stücke eindrucksvoll die düstere, melancholische Atmosphäre von Poes Werken.

Am 30. April 2007 erschien eine neue so genannten "DeLuxe-Edition" die sowohl das 1976er Original als auch den 1987er Remix auf einer Doppel-CD mit Demoversionen und Tonexperimenten vereint. Und die hat es wahrlich in sich. Hier hat der Meister selbst noch einmal am remastering Hand angelegt - was man auch hört. Eigentlich kennt jeder Musikliebhaber dieses Werk. Dies hier ist die definitiv klanglich beste Fassung. Besonders die fein remasterte LP-Version, die sich auf der CD 1 befindet, lohnt den Neukauf.

Gruß
Franz

Geändert von Franz (09.11.2008 um 21:31 Uhr).
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Alt 09.11.2008, 21:47   #6
debonoo
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Beiträge: 8.885
debonoo befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Hallo..

da möchte ich mich anschließen mit der Chesky CD

http://images.google.at/imgres?imgur...icial%26sa%3DN

mfG..
Andreas
__________________
Wichtigst sind ein gesunder Schlaf, und eine gute Verdauung...

Erfolg ist durch nichts zu ersetzen...
debonoo ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 10.11.2008, 07:10   #7
David
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David hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
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Ein Super-Thread Franz!



Ich kenne nur die CD-Version von Jennifer Warnes. Ihre Stimme und ihre Musik ist sowieso erste Sahne, aber zum Klang habe ich etwas zu sagen. Im Prinzip klingt jede ihrer CD's glockenklar und nie scharf. Alles passt, wäre da nicht der große Unterschied im Bassbereich. Die oben von Franz angeführte Produktion (wie gesagt, ich kenne/habe sie nur als CD) ist eher etwas bassarm. Dagegen ist "The Hunter" (sehr empfehlenswert!) im Bass schon wieder ziemlich übertrieben.

Aber wie auch immer, jede Produktion mit Jennifer Warnes ist einen Kauf wert. Ich habe deren Lieder jahrelang bei Vorführungen verwendet.

Gruß
David
__________________
Gruß
David


Erst wenn man begriffen hat, dass Raumakustik, Lautsprecheraufstellung und Hörplatzwahl wichtiger sind als die Anlage selbst, hat man die Audiowiedergabe verstanden.
Auch Personen, die noch wenig Wissen auf diesem Gebiet haben, oder solche, die Rat und Hinweise von Erfahrenen suchen, sind hier richtig.
Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich
Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst, wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen werden konnten. Das gilt für das was ich selbst zu hören glaube ebenso.
Eine Bitte an Alle: nicht ganze (noch dazu große) Beiträge zitieren und darunter einen kurzen Kommentar schreiben! Besser (beispielsweise): "Volle Zustimmung zu Beitrag 37".
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Alt 10.11.2008, 08:46   #8
Lars
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Ein Tipp von mir:



Schöne Stimme, schöne Musik, schön aufgenommen … dürfte aber bekannt sein ..oder ?

Grüße

Lars
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Alt 10.11.2008, 09:30   #9
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Geheimtipp von mir. Wer das Duo Haigis/Filser live erlebt hat, wird diesen eingefangenen Unplugged-Mitschnitt sowieso kennen, Super-Stimme und super aufgenommen, da passt Alles:


© www.amazon.de
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Alt 10.11.2008, 10:36   #10
Franz
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Dies ist einer der bekanntesten Titel des Labels Three Blind Mice. Jazz dessen Sound die Künstler berühmt gemacht hat. Mit Mikrofonierunsplan des Tonstudios.
Es spielen Isao Suzuki an Bass und Cello, Kinihiko Sugano an Piano und Fender, George Otsuka am Schlagzeug und Takahashi Mizuhashi am zweiten Bass. Der Gedanke an diese drei als ein klassisches Trio ist jedoch fehlgeleitet. Dieses Trio spielt wie eine Einheit. Es sind erfahrene Live-Musiker, die zuvor vor allem in Clubs in Japan spielten und den Swing im Blut haben. Falls Ihnen diese Musik gefällt sei Ihnen auch der Titel "Blow Up 2" ans Herz gelegt.

Titel

1. AQUA MARINE - 4:55
2. EVERYTHING HAPPENS TO ME - 5:44
3. BLOW UP - 7:29
4. LIKE IT IS - 5:34
5. I CAN'T GET STARTED - 4:59
6. LOW FLIGHT - 5:41



Dieses Album ist die Antwort Zappas auf die Beatles und die Hippie-Bewegung in Kalifornien. Beides wird auf dem Cover herrlich persifliert. Ganz heimlich spielt auch Eric Clapton mit.

“We're Only in It for the Money is a milestone of studio mischief and a merciless satire of anything that pissed Zappa off during flower power's heyday -- drippy hippies, the Establishment, whatever.” - Rolling Stone, 500 Greatest Album of All Time

Titel

1. Are You Hung Up?
2. Who Needs The Peace Corps?
3. Concentration Moon
4. Mom & Dad
5. Telephone Conversation
6. Bow Tie Daddy
7. Harry, You're A Beast
8. What's The Ugliest Part Of Your Body?
9. Absolutely Free
10. Flower Punk
11. Hot Poop
12. Nasal Retentive Calliope Music
13. Let's Make The Water Turn Black
14. The Idiot Bastard Son
15. Lonely Little Girl
16. Take Your Clothes Off When You Dance
17. What's The Ugliest Part Of Your Body? (Reprise)
18. Mother People
19. The Chrome Plated Megaphone Of Destiny

Rezensionen


Nur wenige Aufnahmen des Sängers und Gitarristen Sam "Lightnin" Hopkins sind einem anspruchsvollen Hörer heute noch zumutbar. Doch bei dieser Unplugged-Session mit dem Drummer Leonard Gaskin und dem Kontrabassisten Herbie Lovell stimmt einfach alles, das Trio improvisiert in bester Spiellaune. Und die JVCXR-Überspielung dieses legendären Tondokuments ermöglicht ein noch tieferes Verständnis für diese große Blues-Persönlichkeit.
Titel

1. Wake Up Old Lady
2. Don't Embarrass Me, Baby
3. Stranger Here
4. Little Sister's Boogie
5. Goin' Away
6. You Better Stop Her
7. Business You're Doin'
8. I'm Wit' It

Rezensionen
Bild- und Textmaterial aus: http://www.sieveking-sound.de/

Gruß
Franz
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Alt 10.11.2008, 12:27   #11
Franz
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Nun mal 2 Live-Scheiben, die mir sehr gefallen können. Wegen der Musik und wegen der Art, wie sie abgemischt wurden:



Kumpel von Peter Green, Mitglied von Thin Lizzy, Gitarrist von Roger Waters - eigentlich müsste Snowy White bekannt sein wie ein bunter Hund. Doch er ist kein Weltstar. "Live Flames", das Livealbum seiner Band "The White Flames" ist ein Appetitanreger für die momentan laufende Tournee des Briten und hat mit Riesenhallen oder inszeniertem Hardrock so gar nichts am Hut.

Bescheiden ist nicht nur das Äußere dieser CD. Ihr Beginn unterstreicht die Liebe zum kleinen Club. Da gibt es Hintergrundmusik, Gespräche, Geklirre. Dann ein simples "Good Evening", ein kurzer Applaus und rein. In "I'll Be Moving On" fällt nicht nur der Pink-Floyd-Gitarrensound auf. Das sicher nicht große Publikum ist mucksmäuschenstill, der Ton ist knochentrocken, und der Blues setzt sich an die Bar. Elf eigene Kompositionen sowie eine befreit swingende Version des Peter Green- / Fleetwod Mac-Stückes "Long Grey Mare" haben Snowy White & The White Flames im Dezember 2006 mitgeschnitten. Blues- und Jazzrock, Santana-Anflüge ("What I'm Searching For") und seltene Instrumentaleruptionen ("A Miracle I Need") sind zusammengekommen, um einen gemütlichen Abend mit ihren Zuhörern zu verleben.

Die White Flames, das sind neben dem Sänger und Gitarristen Snowy White drei weitere hochrenommierte Musiker. Schlagzeuger Juan van Emmerloot war auch für die klangliche Umsetzung von "Live Flames" zuständig, welche authentisch und transparent ausfiel, wobei die einzelnen Teilnehmer dem Ohr fast schon beängstigend nahe kommen. Walter Latupeirissa steht am Bass, der ehemalige Jeff Beck-Tastenmann Max Middleton darf im balladesken "Wintersong" brillieren.

Gut, dass Snowy White nicht bekannt wie ein bunter Hund ist, schließlich leben solche Aufnahmen von einer heimeligen Wärme, die sich nur in einem kleinen Rahmen entfalten kann. Ebenso wie die DVD "The Way It Is ... Live" aus dem Jahre 2005 kann auch "Live Flames" uneingeschränkt empfohlen werden. Leute aus der Bluesgitarrenrock-Ecke können sogar blind zugreifen. Das haben übrigens Pink Floyd damals auch getan - Snowy White wurde 1976 als erster Gastmusiker der Band engagiert, ohne dass er vorspielen musste.



Eine Doppel-CD, die das ganze Können Peter Greens an der Gitarre und sein Gefühl für den Blues trefflich dokumentiert. Völlig relaxt musiziert hier eine Band, daß man die Zeit des Zuhörens glatt vergißt. Ganz große Klasse. Den Tipp gab mir mal Lars hier aus dem Forum. Ein richtig toller Tipp, dafür nachträglich noch mal danke.

Gruß
Franz
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Alt 10.11.2008, 12:38   #12
Florat
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Zitat:
Zitat von Lars Beitrag anzeigen
Ein Tipp von mir:



Schöne Stimme, schöne Musik, schön aufgenommen … dürfte aber bekannt sein ..oder ?

Grüße

Lars

PERFEKT Spiele ich sehr gerne vor ...





www.SETA-AUDIO.de
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Alt 10.11.2008, 12:39   #13
Lars
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Zitat:
Zitat von Florat Beitrag anzeigen
PERFEKT Spiele ich sehr gerne vor ...

www.SETA-AUDIO.de

Na dann brauch ich die ja gar nicht mitzunehmen, wenn ich deine Boxen mal testen will.
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Alt 10.11.2008, 12:50   #14
Florat
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@ Lars , .. oooch würdest dich wundern wen ich hier noch so rumliegen habe ...

immer ...


www.SETA-AUDIO.de
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Alt 10.11.2008, 13:21   #15
Lars
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Ja, wenn du mal in der Nähe bist, komme ich unverhofft. Inkognito natürlich!!!
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