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Audiophiles Hören, Hörpsychologie Persönliche Hörgewohnheiten und Hörsituationen

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Alt 27.06.2017, 14:25   #16
dipol-audio
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Zitat:
Zitat von dipol-audio Beitrag anzeigen
...
Dem stimme ich im Großen und Ganzen zwar zu, aber es ist tatsächlich so, daß man als älterer Hörer etwaige Auffälligkeiten am "obersten Ende" (des Hochtons) z.B. eines Lautsprechers oft nicht mehr zuverlässig beurteilen kann.

Eine messtechnisch "neutrale" Einstellung ist dann m.E. zu bevorzugen gegenüber einem Versuch, etwaigen Hörverlust über ein "Sounding" ausgleichen zu wollen.

Vielleicht sollte ich kurz noch dazu sagen, warum ich das so sehe:

  • ein möglicher vorhandener Hörverlust im Hochton wird etwa durch eine Hochtonanhebung der Anlage nicht "besser" (auch über längere Zeit gesehen)
  • es entsteht durch einen solchen "Kompensationsversuch" erst eine mögliche Diskrepanz zwischen dem Erleben in einem Konzert (z.B. bei klassischer Musik ohne elektroakustische Verstärkung) und der Wiedergabe daheim: Die Wiedergabe wird dadurch also nicht "natürlicher" oder "realitätsnäher".


Dabei ist (für mich) nicht auszuschließen, daß man etwa für einen Klienten doch mal diesbezüglich eine individuelle (dann geschmacklich motivierte) Anpassung macht (*), das sollte jedoch stets "in Maßen" bleiben und es sollte keinesfalls eine deutliche Hochtonanhebung (z.B. etwa oberhalb 7Khz) im Direktschall der Lautsprecher dabei entstehen.

Was für einen noch "Normalhörenden" bereits vollkommen unnatürlich klingt (z.B. Streicher, die "zu spitz" oder "scharf" klingen ...), das trägt auf Dauer auch nicht zum Musikgenuß bei moderatem Altershörverlust im Hochton bei, gerade wenn der jeweilige Hörer z.B. einen Vergleich durch Konzertbesuche hat:

Es besteht m.E. sogar eher das Risiko, sich durch diesbezüglich "auffällige" Wiedergabeanlagen und "Gewohnheit" noch weiter vom "Normalhören" zu entfernen.

Das Beste für das Hören (auch) mit gewöhnlichem altersbedingtem Hörverlust ist m.E. eine verfärbungsarme Wiedergabeanlage, die (inhärent) keine unnötigen Verdeckungseffekte produziert (also u.a. wirklich "resonanzarm" und tonal ausgewogen ist) und das beginnt bereits mit einem ausgewogenen Tiefton ...


_________________

(*) Anmerkung: Dann aber vorzugsweise über die "Raumkurve" und das Bündelungsmaß der LS im Hochton unter Berücksichtigung des "Angemessenen" innerhalb der jeweiligen Raumakustik:

http://www.hififorum.at/showpost.php...84&postcount=4
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Alt 27.06.2017, 19:47   #17
Mrwarpi o
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Zitat:
Zitat von dipol-audio Beitrag anzeigen
  • "Vorhänge" auf- (oder zu) gehen (was sich wohl oft auf einen Grad an subjektiv empfundener "Detailtreue" bezieht)


Also bei mir ging ein Vorhang auf nach dem der HNO einen Pfropfen in rechten Ohr entfernt hatte ....
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Katzen verfügen über ein ausgezeichnetes Gehör. Der Frequenzbereich geht hierbei bis etwa 65.000 Hz, was den des Menschen um mehr als das Dreifache übersteigt.

Das Ohr des Hundes ist hoch entwickelt. Es kann höhere Frequenzen wahrnehmen als das des Menschen.
Die beweglichen Ohrmuscheln des Hundes lassen ihn Geräuschquellen zudem besser dreidimensional orten, als ein es Mensch könnte.

Volldigitales, remasterndes Mahagoni-Holzohr !

Das Beste am Freitag : http://www.heute-show.de/zdf/
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Alt 27.06.2017, 20:14   #18
David
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@dipol-ausio schrieb:
Zitat:
Eine messtechnisch "neutrale" Einstellung ist dann m.E. zu bevorzugen gegenüber einem Versuch, etwaigen Hörverlust über ein "Sounding" ausgleichen zu wollen.
Sehe ich auch so und mache es auch so, weil es anders "unnatürlich" wäre. Was Ohr und Hirn nicht können, das sollte man nicht durch Übertreibungen zu kompensieren versuchen.
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Gruß
David


Erst wenn man begriffen hat, dass Raumakustik, Lautsprecheraufstellung und Hörplatzwahl wichtiger sind als die Anlage selbst, hat man die Audiowiedergabe verstanden.
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Meine Auffassung von seriösen Vergleichstests: Klick mich - Die bisherigen Testergebnisse: Klick mich - Private Anlage: Klick mich
Grundsätzlich: Behauptungen die mir bedenklich erscheinen, glaube ich erst, wenn sie mir in Form eines verblindeten Vergleichs bewiesen werden konnten. Das gilt für das was ich selbst zu hören glaube ebenso.
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Alt 28.06.2017, 19:30   #19
longueval
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obwohl es bei manchen hirnen nicht so schlecht wäre, das kompensieren
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Alt 28.07.2017, 18:20   #20
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"Eine messtechnisch "neutrale" Einstellung ist dann m.E. zu bevorzugen gegenüber einem Versuch, etwaigen Hörverlust über ein "Sounding" ausgleichen zu wollen. "

Ich möchte dies differenzieren, wenn KEIN Hörgerät getragen wird stimme ich dem zu, falls aber im öffentlichen Umfeld, also auch einem Konzertbesuch, ein Hörgerät getragen wird kann es durchaus Sinn machen die Anlage zu Hause so abzugleichen dass der Hörverlust ausgeglichen wird. Dies würde dann Sinn machen wenn nur ein Hörer oder nur Hörer mit ähnlichem Hörverlust die Anlage OHNE Hörgerät nutzen.
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Alt 31.07.2017, 21:51   #21
longueval
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ich will mich jetzt nicht darauf extra einlassen. nur so viel, hörgeräte arbeiten speziell, da gehts hauptsächlich um sprachverständlichkeit und der betonung dessen, was das ausmacht. wer mit einem hörgrät beschaltet ist, sollt es abschalten beim musikhören, sonst dreht er durch ....
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Alt 02.08.2017, 20:24   #22
tf11972
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Schwerhörigkeit ist hauptsächlich ein Problem der Industrienationen:

http://flexikon.doccheck.com/de/Presbyakusis
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Viele Grüße
Thomas

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Alt 03.08.2017, 00:36   #23
dipol-audio
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Das wäre sehr interessant Thomas:

Der statistisch deutliche Unterschied zw. Männern und Frauen in den Industrienationen hat bei mir (und anderen) auch schon diesen Verdacht genährt, daß es sich u.a. um "Abnutzungsschwerhörigkeit" handeln könnte.

Von den negativen "äußeren" Einflussfaktoren wären dann - so evt. meine Hypothese - Männer im Durchschnitt stärker betroffen:

- Lärmexposition
- Rauchen
- ... etc.
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