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Alt 05.01.2017, 12:21   #33
dipol-audio
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Standard AW: Überdämpfung in Hörraumen

Zitat:
Zitat von longueval Beitrag anzeigen

es wird etwas gemacht, was der kunde zu hause anders hört? hmmmmm

@longueval: Bei Dir vielleicht nicht, bei anderen schon.

Übliche kommerzielle Tonträge sind nicht zwingend dafür gemacht, in "trockener" Akustik abgehört zu werden:

Die 'passende' Arbeitsumgebung für jemanden, der evt. einen Arbeitstag im Studio hinter einem Mischpult verbringt, ist nicht zwingend vergleichbar mit einem guten Hörraum für HiFi.

Den Effekt einer trockeneren Akustik - als das Durchschnittswohnzimmer, von dem wir m.E. etwa ausgehen müssen, sie hergibt - kann jedoch vor allem bei tiefen und mittleren Frequenzen (realistischerweise nur ...) durch LS mit erhöhtem Bündelungsmaß ( > 3dB) angenähert werden.

Damit sinkt auch eine Diskrepanz zw. "Studiobedingungen" und "Heim-Hörraum" viel eher, als durch eine Forderung von "Studionachhallzeiten für Wohnräume", die am Ende in 99% aller Fälle ohnehin nicht umgesetzt werden (können) und im typischen Fall - nämlich einer Fehlberatung in Richtung überproportionaler Hochtonabsorption - dazu führt, daß der Heimhörer mit einer zum Hochton hin extrem fallenden Nachhallzeit 'hängengelassen' wird, für die sich nämlich kein Lautsprecher auf der Welt mehr findet, mit der er eine ausgewogene Raumkurve überhaupt noch annähernd herstellen könnte:

(> dumpfer, muffiger Klang womöglich - bei sehr vielen Aufnahmen - ohne hinreichende Loslösung von den LS, strikte Einschränkung aller Hörer auf die Stereomitte, als Folge noch die Versuchung, den Hochtonmangel im Raum nun über eine Hochtonanhebung im Direktschall 'auszugleichen', was die Sache noch schlimmer macht ...)


Nein danke:

Viele Mitleser verstehen nicht, was ihnen hier zum Teil (wirklich) vorgeschlagen wird, sonst gäbe es einen Aufschrei (wenn sie das z.B. 'probehören' könnten).

Nur ganz wenige "Freaks" wollen so hören, und die sind selbst unter begeisterten HiFi-Hörern nur eine ganz kleine Minderheit.

Ich muss das seit Jahren in diesem Forum so wiederholen, ganz egal wie 'weh' es manchen auch tun mag, und ich werde damit auch nicht aufhören ...

Die gängigen wissenschaftlich abgesicherten 'Richtschnüre' einer Hörerpräferenz gehen sogar noch eher hin zu mehr "Raumanteil" (u.a. durch 'breit' strahlende LS), als ich es für 'reale Wohnräume' vertreten würde (oder könnte):

Seid also nett zu mir ;) ...
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Grüße aus Reinheim, Oliver Mertineit

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Geändert von dipol-audio (05.01.2017 um 12:58 Uhr).
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