Thema: bi-wiring
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Alt 09.04.2016, 17:53   #9
dipol-audio
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Standard AW: bi-wiring

Hallo Alex,

Nein, das war dann wohl ein Missverständnis ...


Wenn Du die Brücken am "Bi-Wiring Terminal" des LS einfach wegnimmst und z.B. nur den Tieftonzweig anschließt, bekommt der Hochtonzweig dann wirklich kein Signal mehr, hängt also unverdrahtet "in der Luft".

Die von mir bemängelte Eigenschaft eines "Bi-Wiring Terminals" ist, daß bei "Einfachverkabelung" der jeweils (nur) über die Klemmbrücken angeschlossene Zweig über insgesamt 4 Klemmkontakte mehr (s.o.) läuft, man damit also am Ende sogar schlechter dasteht, als mit einem Terminal, welches nur 1 einzelnes Klemmenpaar hat (*).


Was Du jedoch bei Interesse machen kannst (**):

Löte 2 Steckerpaare (2x "+" und 2x "-" z.B. über kurze Zusatzstrippe) an Dein LS-Kabel und gehe damit direkt in die Klemmen/Buchsen von Tiefton- und Hochtonzweig (auf korrekten Anschluss und Isolation "+" gegen "-" achten).

Dann können die Brücken am Terminal sogar herausgenommen werden, denn Du hast sie nun mit einer teilweise gelöteten eigenen Brücke ersetzt, d.h. ihrerseits überbrückt, und Hochtonzweig wie Tieftonzweig hängen nun direkt am LS-Kabel mit wenigstens dort angelöteten Steckern:

Jetzt sieht jeder Zweig (Tiefton wie Hochton) nur noch 2 gesteckte Verbindungen direkt am LS-Terminal, vorher hat der Zweig mit den Brücken insgesamt 6 ungelötete Verbindungen am LS-Terminal gesehen (mit denen am Verstärker zusammen sind es dann 8 ungelötete Verbindungen im Signalpfad) ...

Diese Variante mit 2 Steckerpaaren hieße dann evt. "Bi-Steckering" (oder "Bi-Bananing") und würde wenigstens den inhärenten Nachteil eines typischen "Bi-Wiring" Terminals gegenüber einem simplen Terminal bei Einfachverkabelung ausgleichen. Dies nur, falls Du Dir die Mühe machen willst.

"Bi-Wiring", d.h. 2 getrennte LS-Leitungen pro Box durch's Zimmer legen, kannst Du Dir trotzdem sparen.

_______________

(*) Bei derartigen LS hat man werkseitig die intern sonst meist gelöteten Verbindungen zw. Hochtonzweig und Tieftonzweig der Weiche aufgetrennt: Deshalb geht es dann bei Einfachverkabelung auch nicht mehr ohne die Brücken am Bi-Wiring Terminal, wenn ein solches eingebaut ist.

Das ergibt dann für denjenigen Zweig, der über die Brücken am Terminal läuft, 4 ungelötete Kontakte mehr (also in der Regel 8 ungelötete Kontakte im Signalpfad anstatt der sonst üblichen 4) bei einer Passivbox und üblicher Verkabelung.

(**) Keine Gewähr für "Bastelanregungen" an Unerfahrene.
__________________
Grüße aus Reinheim, Oliver Mertineit

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Nihil sine causa




Geändert von dipol-audio (09.04.2016 um 18:23 Uhr).
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