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Alt 16.02.2012, 20:17   #2
Jakob
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Zitat:
Zitat von Scheller Beitrag anzeigen
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Nochmal ein Gleichnis: Es soll festgestellt werden, ob ein Proband das "ablegen" einer Daune auf seinem Kopf bemerkt.
Als Positivkontrolle legt man eine Autofelge auf seinem Kopf ab.
Der Proband merkt das, und nachdem er das Krankenhaus wieder verlassen kann, kann er den Test mir der Daune angehen....Der Test ist dann "kontrolliert" und von bösartigen Mechanismen befreit.... <snip>

Der bisherige Status Quo ist der, daß in den meisten Fällen noch nicht einmal bekannt ist, ob der Proband überhaupt die "Autofelge" bemerkt; die wenigen dokumentierten Fälle legen eher nahe, daß es ihm schon schwerfällt "Autofelge+Auto" zu erkennen.

ME ist schwer vermittelbar, daß dieser Status Quo in irgendeiner Form besser sein sollte, als zumindest über die "Autofelge" Bescheid zu wissen.

Nun zwingt uns ja niemand, bei der "Autofelge" Halt zu machen, denn in den meisten Fällen haben wir zumindest eine "Nußschale" zur Verfügung, wenn nicht sogar eine Daune eines anderen Gefieders.

In jedem Fall nützt das Wehklagen nichts, eine sinnvolle Positivkontrolle ist zwingender Bestandteil eines Experiments, das _sinnvolle_ Schlußfolgerungen ermöglichen soll.

Bei bekannt meßtechnisch kleinen Differenzen ist es ein plausibler Ansatz, sich mit der Positivkontrolle an den feinsten, als hörbar bekannten, Unterschieden zu orientieren.

Gruß
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Gewerblicher Teilnehmer. Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Audiotechnik. (u.a.)
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