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Alt 17.02.2015, 16:22   #70
dipol-audio
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@Armin75:

Zitat von Armin75
Ich hab auch viel, viel herumepermimentiert, die Lösung war und ist mein Antimode.


Mit Antimode kann ich nur eine Strategie nach 1) verfolgen:

http://www.hififorum.at/forum/showpo...8&postcount=47

- Optimierung nur für den eingeschwungenen Zustand
- räumliche Varianz der Schalldruckfrequenzgänge bleibt erhalten
- Einschwingverhalten/Modulationstransferfunktion unverändert
- Die "Schieflage" einer evt. ungünstigen Subwoofer Position im Schalldruckfrequenzgang wird für alle Hörplatze enfernt vom elektronisch kompensierten Haupthörplatz entsprechend "überkompensiert".


Wenn man wirklich prinzipiell besser werden möchte, dann benötigt man m.E. ein "richtiges" Subwoofersystem u.a. mit Richtwirkung und "Senkenfunktion" bzw. leistungsfähiger passiver Absorption im Raum, das ist ganz klar.

Mit dem hier vorhandenen "Spielzeug" sind die Möglichkeiten sehr eingeschränkt. Jedoch könnte sich eine kreative "besser als gedacht" Lösung abzeichnen, die allein mit Pegelanpassungen nach "Antimode" nicht machbar wäre.

Für den Subwoofer stehen wir jetzt schon erheblich besser da, auch was ein gutmütiges Übernahmeverhalten bei einer "konventionellen" Lösung betrifft, falls wir uns doch für eine solche entscheiden sollten.

Die meisten der bisherigen Messungen hätten wohl sowohl Peter als auch ich bis hierhin unterlassen: Hier bereits Kombimessungen zu machen und die Komplexität dadurch hochzutreiben wäre überflüssig gewesen. Aber der TE auf der anderen Seite möchte schließlich auch seine Erfahrungen machen und hat m.E. auch das Recht dazu. Deshalb ist eine rein ergebnisorientierte Sicht hier noch nicht ganz angebracht ...

Allein würde ich sicher anders vorgehen und andere Komponenten verwenden. Mit einem einzelnen monopolaren Subwoofer ist jedoch hier keine andere Strategie möglich, als die Übertragungsfunktion zw. Anregungsort und Hörplatz ausgewogen auszusuchen.


Jedoch möchte ich zu bedenken geben:

- Antimode allein hätte uns z.B. keinen anderen Platz für den Subwoofer vorgeschlagen

- wir können "Antimode" oder ein vergleichbares System immer noch einsetzen (m.E. wichtig: Es besteht keine Konkurrenzsituation!), jedoch wird der Korrekturbedarf geringer sein, was einige potentielle Vorteile hat:

> mehr Dynamikreserven
> verminderter Klirr
> verminderte "Überkompensation" entfernterer Hörplätze

(allein daraus ergibt sich schon eine ganz anderer Eindruck, wenn man in den Raum hineinkommt und sich darin bewegt ... es geht bei der Raumakustik im Tiefton auch ganz klar um "sich wohl fühlen" und genussvoll hören können.)

> auch werden wir hier voraussichtlich eine verminderte räumliche Varianz der Schalldruckverteilung durch besser verteilte Schallquellen erreichen


Das geht natürlich nur, wenn @Alex noch Geduld hat , und uns womöglich der "40Hz Senken-Coup" in dem Raum gelingt, obwohl wir nur einen einzigen (!) Subwoofer haben ...

Das wäre m.E. schon eine echte Zirkusnummer, und "praktische Raumakustik" war noch nie etwas für Ungeduldige
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Grüße aus Reinheim, Oliver Mertineit

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Geändert von dipol-audio (17.02.2015 um 17:06 Uhr).
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