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Alt 30.12.2016, 21:54   #29
P.Krips
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P.Krips befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard AW: Lautsprecher werden nur nach Schalldruckverlauf beurteilt

Hallo David,
Zitat:
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Weitere Wiederholung: gefällt der Klang nicht, wäre es ein Leichtes, fast jede Box so hinzutrimmen, dass sie gefällt. Passiv ist das relativ aufwändig, mit DSP ist es dagegen "ein Klacks". Könnte man - bzw. kann man (ich habe es oft genug gemacht), für den jeweiligen Interessenten sofort an Ort und Stelle erledigen.
Und das ist zunächst unter Kundigen der wirklich schlechteste Weg, einen Lautsprecher an den Raum anzupassen,da so die Betriebsschallpegelkurve IMMER zu Lasten der wichtigen ersten Wellenfront "linearisiert" wird.
Da gibt es hier im Forum ja mindestens zwei "Spezialisten", die das so praktizieren.....

Zitat:
Das war ja auch bei meinem Boxen für den Verkauf oft so. Zwischen "naja nicht schlecht, aber....." bis zu "Wahnsinn! Super!" lagen oft nur 2-3 Minuten, durch Anpassung des Schalldruckverlaufs an die Vorlieben des jeweiligen Interessenten.
Meine bescheidene Erfahrung ist, dass solche schnelle an (vermeintliche) Vorlieben eines Hörers angepasste Abstimmungen in den seltensten Fällen langzeittauglich sind, schon gar nicht, wenn man unterschiedliche Musikstile hört.
Dazu liest man übrigens zu viele Berichte im DIY-Bereich, dass Leute, die ein unzureichendes Lautsprecherkonzept aktiv mittels DSP betreiben, die unendliche Geschichte mit der Abstimmung / Entzerrung des Lautsprechers an der Backe haben.


Zitat:
Abstrahlverhalten/Rundstrahlverhalten - das hat weder interessiert noch sonst wie Einfluss genommen.
Das ist nicht korrekt, David, selbstverständlich spielt bei einer Betriebsschallpegelentzerrung am Hörplatz das Abstrahl/Rundstrahlverhalten mit hinein, kann logisch betrachtet auch garnicht anders sein....

Obwohl ich selbst keine Aktivboxen betreibe, war ich schon bei einigen Aktivboxenabstimmungen dabei.
Die besten Ergebnisse wurden dann (u.A. mit Acourate) erzielt, wenn man oberhalb der Schröderfrequenz NUR den Direktschall linearisierte und (je nach Raum/Aufstellung) nur unterhalb des Grundtonbereiches oder der Schröderfrequenz den Betriebsschallpegel linearisierte.
Alle Betriebsschallpegelentzerrungen mit vollem Raumeinfluss über den gesamten Frequenzbereich gingen regelmäßig "in die Hose".
Das hat ein Freund bei meinen Passivboxen mal ausführlich vorgeführt (mit Acourate), was man da anrichten kann bis zur deutlichen Verschlechterung der völlig unentzerrten Passivbox, obwohl der Betriebsschallpegel sooo schön linear aussah....




Gruß
Peter Krips
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"Wer sich über Kritik ärgert, gibt zu, daß sie verdient war "
(Tacitus um 100 n. Chr)

(auch ein amerikanischer Präsi hats mal schön ausgedrückt:)

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