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Alt 07.06.2007, 00:08   #51
Mr. Wiggels
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Zitat:
Das ist ein schönes Beispiel dafür, daß unsere Wahrnehmung nicht einfach eine Art Registrationsapparat darstellt, sondern >intentional< ist, das, was für uns wichtig, bedeutsam ist, bestimmt unsere Wahrnehmungsfähigkeit mit! Deshalb auch die begrenzte Aussagefähigkeit von Tests! Das der eine eventuell etwas hört, was der andere nicht hört, heißt nicht einfach: es gibt etwas oder gibt etwas nicht, ein Phänomen ist da oder nicht da, sondern: für den einen ist etwas relevant, für den anderen nicht: ein Fall von selektiver Wahrnehmung aufgrund eines unterschiedlichen Wahrnehmungsinteresses!
Das ist ja alles richtig. Es wird von den Bestreitern ständig auf diesen Sachverhalt verwiesen. Aber, es würde ja kaum jemand heute noch auf die Idee kommen, zu behaupten, dass die menschliche Erkenntniss ein reines Abbilden sei.
Natürlich gibt es da ein Konstruktives Element und die Intension spielt auch eine Rolle - klar.

Nur warum muss man denn daraus unbendingt immer den Schluss ziehen, das spräche gegen Bilndtests? Das kann man als starkes Argument für Blindtests nehmen.

Gerade die Intentionalität unserer Wahrnehmung ist mitverantwortlich für ihr großes Potential an Selbsttäuschung.

Tests haben nur die Aufgabe, die bekannten Möglichkeiten der Selbstäuschung herauszufiltern. Mehr nicht und nicht weniger.

Was kann man dagen einwenden, dass man versuchen möchte Möglichkeiten der Selbsttäuschung auszuschließen? Nichts. Ausßer das heißgeliebte Spielzeug wird dadurch entwertet.

Grundsätzlich können alle bisher vorgebrachten Einwände in einen Test mit eingebaut werden.
Es kann Zeit zum Eingewöhnen geben und und und...alles kann berücksichtigt werden. Man könnte sogar, wenn man ein entsprechendes Testdesign macht, ultralangzeit Test machen.

Grüße
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