Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 13.03.2015, 17:54   #75
P.Krips
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 10.02.2008
Beiträge: 2.179
P.Krips befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard AW: Wer hat denn alles Breitbandsysteme im Einsatz

Hallo,
hier kann man nachlesen, auf was sich das Patent letzlich bezieht.

Zitat:
Zitat von Punktstrahler Beitrag anzeigen
Das Pfleid-Chassis weist die selben prinzipbedingten Fehler der (aller) elektrodynamischen Wandler im Schalldruckverlauf und auch im Phasenfrequenzgang auf. Erst die Entwicklung der TPS Analogrechenschaltung zur Kompensation dieser Fehler hat technologische Lösungen eröffnet, die dann in Patente gefasst wurden.
Es hat gegen das Patent ja reichlich Einsprüche gegeben denn Vorausentzerrungen von Lautsprechern nach Betrag und Phase gab es schon vor Herrn Pfleiderer. Übrig geblieben ist lediglich, das die schützenswerte Erfindung dann greift, wenn nach Anwendung saubere Rechteckwiederagbe möglich ist.

1. Kann man sich wie schon öfters angemerkt über den Sinn sauberer Rechteckwiedergabe streiten. Ist zwar ein nettes Gimmik, aber bringt nach Allem, was ich nachlesen konnte keinen hörbaren Vorteil.

2. Schon die Linearisierung des Amplitudenverlauf eines Breitbänders linearisiert auch den Phasenverlauf, da da ein starrer Zusammenhang besteht.

3. Befürchte ich, dass Herr Pfleiderer kaum seine Patentansprüche durchsetzen konnte, denn das, was eine saubere Rechteckwiedergabe ist, ist ja deutlich interpretierbar.
Definitionsgemäß erhält man ein "ideales" Rechtecksignal bei quasi unendlichem Frequenzumfang. Das kann aber weder ein Treiber, noch liefern das Speichermedien wie z.B. CDs.
Somit sind durch die real eingeschränkte Bandbreite die Rechtecke nie "ideal", somit könnte ein Hersteller mit Fug und Recht behaupten, das Patent nicht zu verletzen, da er ja keine "idealen" Rechtecke wiedergeben kann.

Rechtecksiganle sind auch nur aus Sinussignalen zusammengesetzt, die folgender Gesetzmäßigkeit unterliegen:
Grundwelle + ungradzahlige Vielfache der Grundwelle, deren Pegel bei der dreifachen Frequenz 1/3 des Pegels der Grundwelle ist, bei der 5-fachen 1/5 des Pegels usw.

Hier mal drei Diagramme dazu, die dürften wohl selbsterklärend sein:

1. Diagramm:


2. Diagramm:


3. Diagramm:


Von "ideal" sind die Rechtecke alle noch ein Stück entfernt...

Da könnte man locker einen Lizenzanspruch des Herrn Pfleiderer abschmettern.

Zitat:
Bei jedem elektrodynamischem Wandler stimmt die Phasenlage des anregenden Signals mit der Phasenlage der Membranbeschleunigung nur an einer einzigen Stelle im ganzen Übertragungsbereich überein. Bei höheren Frequenzen treten Phasenverschiebungen bis zu + 90 Grad auf, bei tieferen Frequenzen bis zu - 180 Grad. Erst TPS korrigiert wird die Membran so beschleunigt wie es sein soll, also nicht die große Masse zu langsam und die kleine Masse zu schnell.
In die Membranbeschleunigung greift TPS doch garnicht direkt ein. Schon alleine die Linearisierung des Schalldruckverlaufs auf Achse begradigt auch den Phasenverlauf.

Zitat:
Dies äußert sich unkorrigiert durch verwaschenen Klang, wie eine Kamera die noch nicht "scharf gestellt" wurde. Auch das herumdoktorn mit Frequenzweichen kann diesen Fehler nicht korrigieren, wird vielmehr neue Fehler auf die vorhandene Fehlerhaftigkeit setzen.
Das ist nicht korrekt:
Wie die Amplitudenlinearisierung bei einem BB gemacht wird, ist in erster Nährung wurscht.
Dass es Unlinearisiert "merkwürdig" klingt hat zunächst einmal mit dem nicht linearen Amplitudenverlauf zu tun, denn das hört der Mensch deutlich, im Gegensatz so absoluten Phasenverläufen.
Hören kann man lediglich bei Überschreitung der bekannten Hörschwellen die aus dem Phasenverlauf ableitbare Gruppenlaufzeit.

Gruß
Peter Krips
__________________
"Wer sich über Kritik ärgert, gibt zu, daß sie verdient war "
(Tacitus um 100 n. Chr)

(auch ein amerikanischer Präsi hats mal schön ausgedrückt:)

'Lieber schweigen und als möglicher Dummkopf gelten, als den Mund aufmachen und jeden Zweifel zu beseitigen..'
P.Krips ist offline   Mit Zitat antworten