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-   -   Blindtest entzaubert Stradivari (http://www.hififorum.at/forum/showthread.php?t=6149)

Lynyrd 02.01.2012 21:28

Blindtest entzaubert Stradivari
 
Interessanter Beitrag:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...806748,00.html

C36,8 02.01.2012 21:56

Oh, oh, Lynyrd,

ein Glück, daß du das im "richtigen" Forum gepostet hast!

Es gab ja schon mehrmals Versuche mit Blindtests an den "Fetisch-Geigen", auch einen Blindtest, bei dem die Geiger nicht wußten, was sie spielten und das aus Geigenexperten bestehende Publikum konnte hinter einem "blickdichten" Vorhang auch nicht sehen, welchem Instrument sie lauschten.

Naja, das Ergebnis war wie so oft, keine Socke hat reproduzierbar die Stradivari oder Guano..äh Guanierie erkannt...

Auch ein Versuch mit einer Geige von den Kollegen der EMPA, die Holz mit einem Pilz verpilzt haben und daraus eine neue Geige bauten, ging so aus, daß die Pilzgeige als das Kultinstrument gehalten wurde...

Eben jede Menge urban legends, aber klar, jeder Geigenexperte hört eine Stradivari sofort problemlos raus - wenn er weiß, daß sie gespielt wird...


Cheers,

Klaus

Konstantin 03.01.2012 00:12

Interessanter Artikel über Blindtest an Klang von Geigen (Stradivari vs Neu)
 
Hallo,

ich habe erst kürzlich einen Artikel auf Spiegel entdeckt, in dem die teuren und legendären Stradivari-Geigen gegen neue Modelle auf Klang getestet werden, und zwar im Blindtest. Das Ergebnis dürfte einige schocken, andere nicht. (Welche Gruppen wohl betroffen sein mögen...)

Hier der Link:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...806748,00.html

Habe diesen Beitrag hierher verschoben, sonst hätten wir zwei Threads mit dem gleichen Thema.
Admin

Reno Barth 03.01.2012 00:27

Zitat:

Zitat von C36,8 (Beitrag 215440)
Auch ein Versuch mit einer Geige von den Kollegen der EMPA, die Holz mit einem Pilz verpilzt haben und daraus eine neue Geige bauten, ging so aus, daß die Pilzgeige als das Kultinstrument gehalten wurde...


das Verpilzen wurde ja genau aus dem Grund gemacht. Man wollte das Holz der alten Geigen imitieren. Vielleicht ist das ja gelungen.

zu den Geigen-Blindtests gibts eine Menge zu schreiben. Bin heute aber eindeutig zu müde...

lg
reno

Titian 03.01.2012 00:34

Ich habe meine Stradivari gerade verbrannt. :D

Titian 03.01.2012 00:36

Ich habe meine Stradivari gerade verbrannt. :D

Ich behalte meine Guarnieri del Gesù. Der Klang hat mir sowieso besser gefallen.

ra 03.01.2012 01:27

wollt ich auch gerade verlinken.
es gibt immer wieder überraschungen.
gruß alex

David 03.01.2012 06:39

Wieso wundert mich das nicht?;)

Die Geschichte ist aber nichts Neues, es gab sogar einmal einen Fernsehbericht dazu.

Ich habe auch ein bisschen Einblick in die Welt der (Pop-) Musiker. Wie zu erwarten, sind das auch alles ein bisschen "Esoteriker und Gläubige". Und selbstverständlich klingt deshalb jede "Stromgitarre" anders (wohlgemerkt ohne Korpus, nur ein massives Brettl, mit Tonabnehmern drauf), weil jedes Holz (angeblich!) komplett anders klingt. Auch bei völlig gleichen Modellen, deshalb muss man "sein" Instrument klanglich finden gehen, eine Bestellung - beispielsweise übers Internet - ohne das Instrument "gehört" zu haben, ist undenkbar.

Auch bei diesen Menschen würde so mancher Blindtest für Ernüchterung sorgen.

debonoo 03.01.2012 09:59

Hallo..:Z


aber wenigstens den Künstler sollte man - noch - unterscheiden können..;K

der Blindtest als ultimatives Mittel der Gleichmacherei..

will jemand überhaupt noch "Differenzen"..

oder fällt das alles schon unter

politische Correctness...:D...;V...:I...;U

mfG.:E
Andreas

WIE konnten sich die berühmten Geigen- und andere Instrumentenbauer ihren Ruf erwerben?!

Markus Berzborn 03.01.2012 10:48

Es ist Unfug, Instrumente im Blindtest unterscheiden zu wollen, weil die ja erst mal gespielt werden müssen, und jeder Musiker spielt anders und kann sich nie 100% wiederholen. Ein Instrument ist schließlich keine Aufnahmekonserve wie eine CD oder LP, die man beliebig oft abspielt. Instrumente auswählen soll und muss immer noch der Musiker, der sie spielen will, es hat sonst keine darüber hinausgehende Relevanz.

Gruß,
Markus

B. Albert 03.01.2012 10:59

Hallo,

ich kann und will das Ergebnis nicht im Frage stellen (obwohl man schon einige Fragen dazu haben kann).

Aber was ist von einem Test zu halten, wenn es heißt:

Zitat:

...Ein Zeichen dafür, dass die Instrumente sich von der Qualität her so wenig unterscheiden, dass die Wahl zufällig getroffen wird - oder dass die Testbedingungen vielleicht nicht optimal waren, merken die Forscher an.
Eine solche Aussage finde ich bedenklich. Wenn ein Tester weiss, dass er keine optimalen Bedingungen gewährleisten kann, sollte er sich vielleicht fragen, ob es Sinn macht, 1. den Test überhaupt durchzuführen und 2. die Ergebnisse zu veröffentlichen.

Ob Geigen überhaupt einen unterschiedlichen Klang haben, kann ich nicht beurteilen; jedenfalls habe ich noch nie einen Unterschied hören können.

Viele Grüße,

Bernd

Albus 03.01.2012 11:42

Tag,

ach ja; eine derartige Veranstaltung gab es vor Jahren bei Jecklin oder Hug in Zürich, und dort mit Klavieren und Flügeln und Probanden, die sämtlich ausübende Künstler waren. Einmal als Ausführende am Instrument, einmal als Hörer. Die Pianisten als Hörer waren nicht in der Lage gewesen, die verschiedenen Instrumente korrekt auseinander zu halten und zu klasssifizieren. Es waren Instrumente, die ansonsten als sehr unterschiedlich galten und gelten, von Schimmel, Yamaha, Grotian-Steinweg, Steinway, uam.

Die angeblich alten Geigen waren natürlich sämtlich gefälscht - man vergleiche im Übrigen überhaupt die einschlägigen Artikel (mit gründlichen Messungen an alten und neueren Geigen) zur Violine in MGG. Hüstel. Den Rest schenke ich mir.

Freundlich
Albus

Blindniete 03.01.2012 12:16

kein Wunder, die Tester haben wohl diesen Blödsinn nicht gekannt:

Vorsorglich weisen wir darauf hin, dass Kurzzeittests, verblindet oder auch unverblindet nicht das adäquate Mittel sind, um feine Unterschiede einer Wiedergabe auszuloten. Wir empfehlen Langzeittests in aller Ruhe.

Ansonsten, wie immer:

Solange es auf dem Booklet oder Konzertprogramm steht, ist es ganz einfach.

Grüße Frank

debonoo 03.01.2012 12:20

Hallo..:E


ich werde das Gefühl nicht los,

dass dieser Test von denselben Geistern konstruiert wurde,

die den Begriff des "Diplomkünstlers" ersonnen haben...;V...;V.....;K

mfG.:E
Andreas

man stelle sich einen Mozart - als Diplomkünstler vor...
man stelle sich einen Picasso - als Diplomkünstler vor..
man stelle sich einen Leonardo - als Diplomkünstler vor..

Spalatro 03.01.2012 13:01

Zitat:

Zitat von debonoo (Beitrag 215487)
Diplomkünstler

Picasso hat zwar nicht bis zum Diplom durchgehalten, aber sehr wohl eine Kunsthochschule besucht. Mozart war an Akademie von Bologna eingeschrieben, und Leonardo da Vinci absovierte eine Lehre als Bildhauer.


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