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20.03.2018 22:31
celestron
AW: Elektrostat besser als dynamischer KH?

Ich glaube einfach, daß das persönliche Hörempfinden die größte Rolle spielt. Für mich ist der 009 nicht besser als der 007II, verglichen am gleichen Speiseteil (007t). Der 007 wiederum ist für mich im kompletten Frequenzband einen deut knackicker, im Bass eher schlanker als mein Lambda, was für mich aber ehrlicher wäre. Selbst meinem Lambda sage ich im Bass noch eine gewisse Übertreibung nach.

Gruß

Klaus
20.03.2018 21:16
Ganerc
AW: Elektrostat besser als dynamischer KH?

Vielleicht nochmals zur Klarstellung, seit dem Omega II sind auch die Staxe deutlich potenter im Bass ohne aber zu übertreiben. Was Neutralität, Mittel- und Hochtonauflössung aber auch die Bassqualität und letztendlich die Neutralität angeht, macht heute einem SR009 kein mir bekannter Ohrlautsprecher etwas vor, egal aus welchem Lager er kommt.
Allerdings sind einige Spitzenmodelle anderer Hersteller dem SR009 mittlerweile so knapp auf den Fersen das hier oft nur noch der persönliche Geschmack darüber entscheidet welches der Kunde wählt.
20.03.2018 20:45
longueval
AW: Elektrostat besser als dynamischer KH?

in meinem arbeitszimmer/büro höre ich nur kopfhörer (sennheiser 801s), da mein kh verstärker (hpa v281) auch preamp kann, war ich am überlegen, mir für den arbeitstisch neumann kh80 zuzulegen. ich bin davon abgekommen. ich kann in meinem arbeitszimmer akustisch nix machen, weil die wände teilweise mit fresken bedeckt sind (war früher teil einer hauskapelle)

ich bin mit den senns zufrieden
20.03.2018 20:34
celestron
AW: Elektrostat besser als dynamischer KH?

Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
Es könnte aber sein, dass man sich bei Kopfhörern zu viel Bass erwartet, weil man die modenbehaftete Lautsprecherwiedergabe gewohnt ist.
Genau das ist der Punkt, David . Stax (wie auch der DT1990) ist für mich wie hören mit DBA, oder korrigiert, viele andere, z. B. Audeze wie ohne Raumanpassung. Aber wie gesagt, die geschmäcker sind verschieden. Bei einem kleinen Entwicklungslabor der Dolby-Laboratories in Nürnberg tummeln sich jedenfalls nur Staxe.

Gruß

Klaus
20.03.2018 20:13
David
AW: Elektrostat besser als dynamischer KH?

Zitat:
Also einen Stax als "bassarm" zu bezeichnen halte ich schon für - sagen wir mal - verwegen
Naja, ich war ja auch viele Jahre lang Stax-Händler (übrigens sogar der einzige in Österreich). Die Präzision dieser "Kopflautsprecher" (so sollte man sie nennen) war schon phänomenal. Der Bass war auch sehr tiefreichend, aber als druckvoll habe ich ihn nie empfunden, ein guter geschlossenen KH kann das - physikalisch bedingt - viel besser. Es könnte aber sein, dass man sich bei Kopfhörern zu viel Bass erwartet, weil man die modenbehaftete Lautsprecherwiedergabe gewohnt ist.
20.03.2018 13:08
celestron
AW: Elektrostat besser als dynamischer KH?

Also einen Stax als "bassarm" zu bezeichnen halte ich schon für - sagen wir mal - verwegen . Aber so verschieden sind die Geschmäcker halt. Bei mir ist gerade der Bass der Audeze das "no go" Argument.

Gruß

Klaus
20.03.2018 12:56
Ganerc
AW: Elektrostat besser als dynamischer KH?

Ich war auch mal Stax Fan, - nachdem der Omega II gegenüber den früheren Modellen auch endlich mal Basstüchtig war, aber eben ohne zu übertreiben, hatte ich dieses Modell für ein paar Jahre. Mein Traum auch heute noch wäre im Grund der Stax SR009, was besseres habe ich weder zuvor noch danach nochmals gehört. Aber, die zwingende Abhängigkeit eines eigenen speziellen Verstärkers wollte ich nicht mehr haben.

Inzwischen habe ich fürs "grosse" Hifi einen Magnetostaten von Audeze. Vorteil, - man braucht, auch wenn es natürlich dringend zu empfehlen ist, dennoch nicht zwingend gleich einen zusätzlichen Kopfhörerverstärker. Der Klang kommt ohne die Nachteile der Bassarmut, einem Elektrostaten sehr nahe, Nachteile gross und schwer.

Fürs kleine und teils auch mobile Hifi bin ich mittlerweile bei einem Beyerdynamic Aventho gelandet. Der Hauptvorteil, - mittels eines Hörtests und der Angaben des Alters mit der zugehörigen IOS App kann man den Aventho auf das eigene Gehör "einmessen" und (alterbedingte) Hörschwächen, zumindest bis zu einem gewissen Grad, auskorrigieren. Die Stärke der Korrektur kann man dann via App in 20% Schritten erhöhen, absenken oder komplett abschalten, leider lässt sich aber nur ein Hörprofil abspeichern. Er beherrscht die drahtlose Kommunikation via Bluetooth genauso wie die drahtgebundene mit Kabel, letzteres dann aber ohne Korrektur.
Der Klang ist für mein Empfinden, gerade aufgrund der erwähnten Eigenschaften, preisbezogen in jedem Fall überdurchschnittlich. Er ist aktuell mein meist genutzter Hörer.
19.03.2018 11:38
longueval
AW: Elektrostat besser als dynamischer KH?

was fragst denn dann, wenn du es ohnehin schon zu wissen glaubst?

*dem fanboy den rücken tätschle*

PS: sorry, hab dich mit dem fragesteller verwexert
19.03.2018 10:57
Axel
AW: Elektrostat besser als dynamischer KH?

Zitat:
Beide Technologien haben ihre Vor- und ihre Nachteile, fehlerfrei sind beide nicht.
Wo sollen denn die Vor- Und Nachteile liegen? Beim dynamischen-KH sehe ich noch die zu bewegende Masse im Vergleich zum Elektrostaten als Nachteil. Wo soll ein Elektrostat wie ein Jecklin oder Stax noch Fehler haben? Hier werden die Grenzen der Physik ausgereizt bzgl. der naturgetreuen Musikwiedergabe.
19.03.2018 09:58
celestron
AW: Elektrostat besser als dynamischer KH?

Ich oute mich mal als "Stax-Fan" , als ich meinen Lambda Pro vor über 30 Jahren kaufte, fand ich ihn den dynamischen - egal ob offen oder geschlossen - geradezu überlegen, nach wie vor ziehe ich elektrostatische den dynamischen vor. Mit den magnetostatischen kann ich aber gar nix anfangen.

Einzig der Beyer Dynamik DT1990 der vor knapp zwei Jahren erschienen ist, brachte mein "Kopfhörer-Weltbild" ins Wanken. Der ist für mich ganz großes Kino. Persönlich glaube ich das die Entscheidung, welchen Kopfhörer man als "gut" empfindet, noch subjektiver ist, als bei Lautsprechern, vor allem in Hinblick auf deren Frequenzgänge:

https://www.fidelity-magazin.de/2018...oat-ha-tonarm/

In wie weit allerdings FG´s die "im Ohr" gemessen werden, mit denen am Hörplatz (LS) vergleichbar sind, kann ich leider nicht sagen.

Gruß

Klaus
27.04.2016 09:54
David
AW: Elektrostat besser als dynamischer KH?

Ich war ja jahrelang Stax-Händler.

Diese "Kopflautsprecher" sind schon was Besonderes und man hat tatsächlich das Gefühl, damit noch einen Ticken mehr an Details zu hören als sonst, vielleicht aber auch nur deshalb, weil die tiefen Frequenzen nie überpräsent sind im Vergleich zu geschlossenen dynamischen Kopfhörern, wo man bei lauterem Hören sogar minimal Vibrationen spürt. Beim Stax ist das nicht der Fall, obwohl der Bass sehr tief runterreicht.

Für Jazz- und Klassikhörer, aber auch für Leute die gerne "minimalistisch besetzte akustische Pop-Musik" hören, ist so etwas sicher eine sehr interessante Alternative. Die Preise haben sich aber "gewaschen", allerdings ist quasi ein hochwertiger KH-Verstärker schon dabei und damit relativieren sich diese Preise wieder.

Für mich ist ein Stax eher nichts, denn soviel an "Ehrlichkeit" - vor allem im Bassbereich - will ich gar nicht.
27.04.2016 09:07
ruedi01
AW: Elektrostat besser als dynamischer KH?

Elektrostatische Schallwandler (Kopfhörer und Lautsprecher) sind nicht per se besser als elektrodynamische, sie sind anders. Beide Technologien haben ihre Vor- und ihre Nachteile, fehlerfrei sind beide nicht. Was einem besser gefällt ist - mal wieder - eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Gruß

RD
27.04.2016 08:41
DIN-HiFi
Elektrostat besser als dynamischer KH?

Gilt es eigentlich immer noch, dass ein elektrostatischer Kopfhörer besser ist als ein (preislich vergleichbarer) dynamischer, oder hat sich das Blatt komplett zu Gunsten der dynamischen gewendet? Um Elektrostaten ist es eher ruhig geworden.

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