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Passive Schallwandler Der bewährte Standard

Thema: Lautsprecher werden nur nach Schalldruckverlauf beurteilt Auf Thema antworten
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02.01.2017 19:16
David
AW: Lautsprecher werden nur nach Schalldruckverlauf beurteilt

Zitat:
Allerdings glaube ich kaum, das übliche 3 oder 4 Wegkonstruktionen weniger Klirrgrad aufweisen als die von Dir sogenannte Pseudohörner, das halte ich ebenfalls für ein Gerücht.
Am besten man misst, dann weiß man es.

Mehrwegekonstruktionen neigen grundsätzlich zu weniger Klirr, weil die Chassis in den für sie geeigneten Bereichen arbeiten.

Und wie immer ist alles sehr vom Pegel abhängig. Angaben über Klirr sagen ohne Pegelangaben gar nichts aus.
02.01.2017 18:31
P.Krips
AW: Lautsprecher werden nur nach Schalldruckverlauf beurteilt

Hallo Joachim,
Zitat:
Zitat von JoachimA Beitrag anzeigen
Das halte ich für ein Gerücht, messtechnisch vielleicht, aber hörbar bei Weitem nicht!
Kommt natürlich auch drauf an, was Du unter üblichem Abhörpegel verstehst.
Zugegeben, gibt es Musik (die man oft auf sogenannten Hörtest-CDs findet), bei denen das nicht so richtig auffällt. Nun könnte man darüber spekulieren, warum sich gerade solche Musik auf Hörtest-CDs findet....
Lege mal eine großorchestrale Klassikaufnahme auf, dann höre ich es zumindest sofort....

Zitat:
Allerdings glaube ich kaum, das übliche 3 oder 4 Wegkonstruktionen weniger Klirrgrad aufweisen als die von Dir sogenannte Pseudohörner, das halte ich ebenfalls für ein Gerücht.
Technische Tatsachen als Gerücht abzutun ist wirklich eine gute Gesprächsgrundlage.
Woran erinnert mich das bloß ???

Gruß
Peter Krips
02.01.2017 17:33
JoachimA
AW: Lautsprecher werden nur nach Schalldruckverlauf beurteilt

Zitat:
Zitat von P.Krips Beitrag anzeigen
z.B. so gut wie alle fullrange betriebenen Breitbänder-Konstruktionen in Schrumpf-BL-(Pseudo)Hörnern.
Das halte ich für ein Gerücht, messtechnisch vielleicht, aber hörbar bei Weitem nicht!
Kommt natürlich auch drauf an, was Du unter üblichem Abhörpegel verstehst.

Allerdings glaube ich kaum, das übliche 3 oder 4 Wegkonstruktionen weniger Klirrgrad aufweisen als die von Dir sogenannte Pseudohörner, das halte ich ebenfalls für ein Gerücht.

Gruss,
joachim
31.12.2016 17:46
David
AW: Lautsprecher werden nur nach Schalldruckverlauf beurteilt

Oliver, ich mache es praktisch genau so!

Es war aber sowohl bei den Hörnern, als auch beim AMT eine ziemlich breitbandige und nicht allzu große Korrektur notwendig. In beiden Fällen ist/war das sozusagen "Chassis-bedingt". Ab 800Hz ändert sich aber dann auf Achse - beginnend bei Nahfeldmessungen und bis zum Hörplatz hin (und noch darüber hinaus) - nichts mehr.

Darunter wird es immer unruhiger. Trotzdem habe ich nur sehr "moderat" nachgebessert. Mehr als zwei kleine Korrekturen gibt es bei mir bei keinem Chassis/Bereich.

Will ich "anderen Klang", genügt es, die Pegel der einzelnen vier Bereiche etwas abzuändern. Sonst bleibt alles gleich.

Bei den Lautsprechern die ich verkauft habe, mache ich es ebenso.

Nur dass man nicht glaubt, "ich biege gerade auf Teufel komm raus". Bringt auch nichts, außer vielleicht einen schöneren Gesamtschrieb.
31.12.2016 14:51
dipol-audio
AW: Lautsprecher werden nur nach Schalldruckverlauf beurteilt

Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
Ja Oliver, kann ich alles nachvollziehen und es erscheint mir auch praxisgerecht.
...
Ich mache nichts Anderes.
...

Hallo David,

was man sinnvoll tun kann, um Raumeinflusse auszugleichen, hängt weitestgehend auch vom Frequenzbereich ab, den man sich gerade anschaut.


Hier erzählt Floyd Toole was dazu:

https://www.youtube.com/watch?v=zrpUDuUtxPM

Es reicht zwischen ca. 28:00 und 35:00 reinzuschauen.


Mit einem Equalizer - 'auf Achse' und 'außer Achse' abgestrahlter Schall können damit nur gemeinsam angehoben oder abgesenkt werden, denn es besteht kein Einfluss auf die Richtwirkung eines LS - ist es nur bei tiefen Frequenzen (z.B. <400Hz) sinnvoll, Raumeinflüsse zu kompensieren.

Bei mittleren und hohen Frequenzen beschränkt man sich mit Equalizern besser auf die Korrektur des Lautspechers im Direktschall (d.h. Freifeldmessung 'auf Achse') und dabei vorzugsweise noch auf solche Fehler, die mit einem Equalizer auch korrigierbar sind:

  • So sind resonante Überhöhungen z.B. mit einem passenden Equalizer (Filter) prinzipiell korrigierbar.
  • "Korrekturversuche" u.a. bei Störungen des 'auf Achse' Frequenzgangs durch Kantenbeugung am Gehäuse (oder evt. auch an Berandungen von Waveguides od. Trichtern, an vorstehenden Kanten von Körben der LS Chassis oder Schallwandausschnitten, ...) und daraus resultierender Interferenz führen meist zu (neuen) Fehlern im Energiefrequenzgang.
  • Bei Frequenzgangfehlern durch Partialschwingungen von Membranen (Eigenmoden) ist eine (sinnvolle) Korrekturmöglichkeit unterhalb der Koinzidenzfrequenz der Membran sicher oft gegeben, oberhalb der Koinzidenzfrequenz m.E. eher fraglich (vgl. Interferenz)

Von "Geschmackseinstellungen" für bestimmte Hörer oder bestimmte Tonträger sprecher ich hierbei ausdrücklich nicht, das wäre ein anderes Thema.
31.12.2016 13:10
David
AW: Lautsprecher werden nur nach Schalldruckverlauf beurteilt

Ja Oliver, kann ich alles nachvollziehen und es erscheint mir auch praxisgerecht.

Aber bitte auch nicht "unter den Tisch fallen lassen", dass alleine schon die Möglichkeit Eingriffe in den unteren Frequenzbereich zu nehmen (auch pegelmäßig!), in Wirklichkeit nichts Anderes darstellt, als Pegelanpassungen der "Klangbalance".

Ich mache nichts Anderes.

Soooo weit sind wir also gar nicht voneinander entfernt.
31.12.2016 11:07
dipol-audio
... Lautsprecher werden nach Direktschall und Raumanteil beurteilt

Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
Oliver zu #39 - aber auch zu #25 und zu #12:
Ja, gute Methode, die aber nur dann funktioniert, wenn es relativ starke Raumreflexionen gibt. Wenn man den Raum eines Kunden kennt, kann man das gut hinbringen.


Der Anteil der Raumreflexionen ist aber bei Lautsprechern "von der Stange" nicht vorhersehbar und eine Veränderung der Abstrahleigenschaften ist hier praktisch nicht durchführbar.

Hallo David,

ich beschreibe die Zusammenhänge mal, wie sie sind:
  • Räume haben unterschiedliche Absorption u.a. im Mittel-/Hochtonbereich
  • Der Raumanteil ist dort also (eigentlich ...) das, was raumabhängig auch kompensiert werden muss, nicht etwa der Direktschall (also der Freifeldfrequenzgang 'auf Achse')

Es ist nur so, daß übliche Lautsprecher Designs das nicht anbieten können, wie Du richtig anmerkst:

Ein LS mit 'praxisgerecht' einstellbarem Verlauf des Bündelungsmaßes ist an mehrere Räume mit unterschiedlicher Absorption in einer Weise anpassbar, welche das Phänomen einer raumbedingten Klangänderung 'viel näher an der Ursache' kompensieren kann als üblich.

Dabei ist es zunächst gar nicht 'zwingend' den Raum vorher zu kennen, es müssen jedoch Einstellbereich und Frequenzgang des Bündelungsmaßes für 'realistische' Werte vorgesehen werden. Dabei kann man gezielt Wissen über 'typische' Frequenzverläufe der Schallabsorption in Räumen einsetzen, und diese durch vorbelegte Scharen von (kompensierenden) Filterkurven annähern(*).


Als Anmerkung:

Die Möglichkeit zu (konventionellen) Frequenzgangänderungen (auch) im Direktschall habe ich durch meine DSP-Module natürlich immer noch.

Sie sind aber bei einer passenden Einstellung des Raumanteils speziell im Mittel-/Hochton für den jeweiligen Raum schlicht nicht notwendig.

Das Ziel ist es sogar, speziell im gehörmäßig kritischen Mittel-/Hochtonbereich eine sehr ausgewogene (flache und glatte) 'Werkseinstellung' im Freifeldfrequenzgang beibehalten zu können.

Eine Abweichung wäre hier nur notwendig oder wünschenswert, wenn etwa ein ein kundenseitig vorgeschaltetes Gerät mit 'verbogenem' Frequenzgang kompensiert werden müsste, oder für den Fall echter 'Geschmackseinstellungen' (evt. auch in Bezug auf bestimmte 'exotische' Tonträger, Musikgenres ...)


Im Bereich unterhalb ca. 400 Hz, wo der Raumeinfluss zunimmt bis schließlich im Bereich unterhalb der Schröderfrequenz praktisch kein 'Direktschall' mehr vom 'Raumanteil' getrennt ausgemacht werden kann, wird zur Raumkompensation mit 'üblichen' Anpassungen per DSP gearbeitet, die sich ebenso auf den Direktschall auswirken:

D.h. die Kardioid-Tieftonmodule der Stereo Haupt Lautsprecher (Satelliten) haben einen "fix" eingestellten Verlauf des Bündelungsmaßes im Gegensatz zur variablen Mittel-/Hochtoneinheit.

Für diese - übrigens sehr fein abgeglichene - Mittel-/Hochton Einheit besteht jedoch unter üblichen Betriebsbedingungen kein Anlass - Optionen und Ausnahmen habe ich beschrieben - von einem flachen und glatten Freifeld-Frequenzgang abzuweichen:

Gerade weil dort der Raumanteil über das Bündelungsmaß an den Raum feinangepasst werden kann.


_________________

(*) So nimmt in realen Räumen die Hochtonabsorption üblicherweise mit der Frequenz 'monoton steigend' zu, was man daran erkennt, daß Nachhallzeiten i.d.R. nicht mit der Frequenz fallen und dann plötzlich wieder im oberen Hochton (?) steigen:

Somit lassen sich für sehr viele Räume mit wenigen Parametern Kurvenscharen erzeugen, die eine konkrete Absorption über der Frequenz - speziell für die frühen Reflexionen - recht gut annähern. Echte 'Anomalien' sind hier äußerst selten, weil die zugrundeliegenden Mechanismen der Absorption - oft durch Textilien also 'poröse' Absorber - in nahezu allen Wohräumen gleich sind.

Mit gewisser Erfahrung und Kenntnissen in der Raumakustik - auch verfügbaren statistischen Daten über Wohnräume - ist das "kein Hexenwerk" mehr.

Die vorbelegten Kurvenscharen für das Bündelungsmaß der Mittel-/Hochtoneinheit stehen dann über einen 'Wahschalter' zur Verfügung: Eine konkrete Kenntnis des Raums kann natürlich helfen, hier passend abgestufte Vorbelegungen anzubieten.

Auch ein Übergang zu individuellen Vorlieben eines Hörers etwa zu Glanz im Hochton oder Räumlichkeit ist hier als fließend anzusehen, da es für Raumkurven durchaus gewisse Toleranzbereiche gibt und keinen messerscharfen Begriff von 'Korrekheit' ...
31.12.2016 10:34
Thelemonk
AW: Lautsprecher werden nur nach Schalldruckverlauf beurteilt

....weil ein Pseudo-RAR nicht von jedem als optimale Hörumgebung geschätzt wird?
Weil ein amtlicher Abhörraum auch einen diffusen und möglichst unverfärbten Schallanteil enthalten sollte?

David, deine Auffassung von Raumakustik ist schon sehr speziell.
31.12.2016 10:25
waka1913
AW: Lautsprecher werden nur nach Schalldruckverlauf beurteilt

Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
@waka1913 schrieb:

Was soll man auch schrieben, wenn etwas Fakt ist?

Stimmt, über Fakten kann man nicht diskutieren.

Aber dann würde es doch reichen, einmal die Fakten zusammenzufassen und nicht ständig zu wiederholen.

Wofür dann das ganze hier? Welchen Sinn macht das?
31.12.2016 09:03
David
AW: Lautsprecher werden nur nach Schalldruckverlauf beurteilt

Peter schrieb:
Zitat:
Hallo David,
ich habe, wie schon einige Poster vor mir, etwas Mühe zu verstehen, worauf du eigentlich hinauswillst...
Wie so oft, beziehe ich mich auf die Praxis und auf das was im HiFi-Alltag so passiert.

Zitat:
Sicher gibt es wohl einen großen Kundenkreis, auf den deine Betrachtungen zutreffen, aber es gibt auch die andere Seite, dass sich viele Leute (u.A. im DIY-Bereich stärker vertreten), die sich sehr wohl ein wenig mehr Gedanken machen.
Ich habe im Verkauf nur mit den üblichen Konsumenten zu tun gehabt und für die gelten ganz andere Kriterien als für DIY-Leute. Noch nie habe ich in den 25 Jahren von denen das Wort "Abstrahleigenschaften" oder Ähnliches gehört. Sie hören sich verschiedene Lautsprecher an und die die am besten gefallen, die werden gekauft. Oder nicht einmal das, wie schon geschrieben, Supertests reichen.

Zitat:
Schon stellt sich die Frage, was du mit dem Schalldruckverlauf hier eigentlich meinst ?
- Den Achsenfrequenzgang des Lautsprechers
- Auch sein Abstrahl- und Energieverhalten
- oder die Betriebsschallpegelkurve am Hörplatz ??
Die "Aufdöselung" dieser Einzelaspekte ist ja im DIY-Bereich das Thema Nr. 1, ich weiß. Und ich sage nicht, dass das alles uninteressant oder egal ist. Aber letztlich zählt dann doch das was "bei den Ohren der hörenden Person an Direktschall ankommt" und das ist - man kann es drehen und wenden wie man will - in erster Linie abhängig vom Schalldruckverlauf der Lautsprecher.

Zitat:
Wir haben uns hier ja schon ausführlich mit den messtechnischen Kriterien von Toole und Olive auseinandergesetzt, die einen guten Lautsprecher beschreiben.
Zusammengefasst:
Lautsprecher, die einen linearen Achsenfrequenzgang habe und einen stetigen Verlauf des Energiefrequenzgangs wurden eindeutig präferiert.
Darüberhinaus wurden auch bei weiteren Tests in unterschiedlichen Abhörräumen zusätzlich zu obigen Kriterien Lautsprecher, die eher breit abstrahlen, ebenfalls präferiert.
Stärker bündelnde Lautsprecher haben unter den Bedingungen also keine "Mehrheit" erreicht.
Kann und will ich nicht bestreiten. Trotzdem werden "unendlich" viele Lautsprecher gekauft, die diesen Idealen in keinster Weise entsprechen.

Zitat:
Richtig, oder auch schon geringfügig veränderte Aufstellung der Boxen oder der Wahl des Hörplatzes im Raum.
Wenn man das kann! Meist ist der Stellplatz für die Lautsprecher fix vorgegeben und gehört wird sowieso "irgendwo im Raum".
Das heisst, selbst wenn beim Probehören alles so weit wie möglich richtig gemacht wurde und wenn es dann zuhause schlechter klingt, dann wird es einfach so hingenommen wie es ist.
Nicht selten endet das "HiFi-Hobby" bereits nach dem Kauf, es war nur "haben wollen" und dann wird es zum Gebrauchsgegenstand.
Habe ich oft so mitbekommen und dabei ging es um kein "Billigzeugs".

Zitat:
Das Problem dabei ist, dass sehr viele Hörer die Erwartungshaltung haben, dass Lautsprecherwiedergabe so klingen soll, wie irgendwelche erlebten Lifeereignisse.
Diesen Anspruch hatten meine Kunden nie, oder sie haben ihn nie erwähnt.

Zitat:
Da das die Stereotechnik nicht kann, werden halt im Fertigboxenbereich typischerweise eher "soundende" Boxen angeboten, die dann im Raum in etwa so einen Eindruck erzeugen.
Dabei geht unter a) dass der Tonträger das Original ist, was mit einem Originalereignis nur bedingte Ähnlichkeit hat und b) das auch noch von der bevorzugten Musikrichtung abhängt und c) auch von der Hörerfahrung des Kunden.
Soweit denkt Otto-Normalverbraucher gar nicht.

Zitat:
Zitat:
Klirr?
Welcher Lautsprecher klirrt schon hörbar bei üblichen Lautstärken?
z.B. so gut wie alle fullrange betriebenen Breitbänder-Konstruktionen in Schrumpf-BL-(Pseudo)Hörnern.
So etwas gibt es im Verkauf praktisch nicht.

Zitat:
Zitat:
Abstrahlverhalten?
Bei dem "akustischen Chaos" das es fast überall gibt (noch dazu asymmetrisch), ist auch das sowas von "egal" wie nur irgendwas.
Siehe oben, ausserdem ist (nicht nur) meine persönliche Erfahrung, dass Lautsprecher mit gutem Abstrahlverhalten so gut wie immer, auch in unzureichenden Räumen, besser klingen als Lautsprecher, die sich diesbezüglich Schwächen leisten.
Siehe auch "oben". Ist dem Endverbraucher alles egal, er kennt diese Unterschiede gar nicht.

Zitat:
Zitat:
Stereo hört sowieso fast Niemand.
Auf die DIY-Kreise, in denen ich mich überwiegend bewege, trifft die Aussage meist nicht zu....
Wäre auch traurig.

Zitat:
Zitat:
Was bleibt?
Wirkungsgrad? Impedanz? Impedanzverlauf?
Alles das ist ziemlich egal. Letzteres im Zusammenhang mit Röhrenverstärkern nicht, aber genau das ergibt ja wieder nur "Schalldruck-Chaos", das gefallen kann oder nicht.
Zustimmung
Na, zumindest da sind wir uns einig.

Zitat:
Zitat:
Wer das anders sieht, der ist aus meiner Sicht unrealistisch, tut leid.
Zumindest für den gehobenen DIY-Bereich widerspreche ich dieser Einschätzung.
Du sprichst hier immer von den DIY-Leuten und ich von den üblichen Endkonsumenten, deshalb passt das alles nicht zusammen.

Zitat:
Zitat:
Ist eine harte Aussage, ich weiß. Ich will damit keinem Techniker sein Können absprechen, aber in geschätzt 95% aller Fälle ist das ziemlich "schnuppe" (wenn man so will "Perlen vor die Säue"). Eine "einfache Kiste", die nur zufällig die gefälligere Abstimmung hat, geht dann als Testsieger hervor. Habe ich schon hunderte Male so erlebt.
Ich kenne incl. mir etliche Leute im DIY-Bereich, die genau deshalb sich ihre Boxen selbst bauen, da man Lautsprecher mit definierten erwünschten Eigenschaften im Fertigboxensektor nahezu nicht bekommt, allenfalls die Studioausstatter machen da eine Ausnahme.
Das ist ja auch der einzige richtige Weg, will man für sich und für seine Bedingungen das Optimum herausholen.

Ich verstehe nur nicht, warum oft DIY-Leute, die die Möglichkeit hätten, ihre Räume akustisch trockener zu gestalten, das nicht machen und sich stattdessen "bis zum Wahnsinn" mit den Abstrahleigenschaften ihrer LS-Selbstbauten beschäftigen.
Wird ihnen das so eingeredet? Mit dem üblichen Schreckgespenst der "Totdämmung"?
Für mich sieht es danach aus.
31.12.2016 07:44
David
AW: Lautsprecher werden nur nach Schalldruckverlauf beurteilt

Oliver zu #39 - aber auch zu #25 und zu #12:
Ja, gute Methode, die aber nur dann funktioniert, wenn es relativ starke Raumreflexionen gibt. Wenn man den Raum eines Kunden kennt, kann man das gut hinbringen.

Der Anteil der Raumreflexionen ist aber bei Lautsprechern "von der Stange" nicht vorhersehbar und eine Veränderung der Abstrahleigenschaften ist hier praktisch nicht durchführbar.

In meinem Raum würde beispielsweise eine Veränderung des Bündelungsmaßes im HT-Bereich kaum etwas bewirken, eine Änderung des Schalldrucks aber sehr wohl.

Ebenfalls ist so eine "Tuningmöglichkeit" sehr vom Hörabstand abhängig.

Alle Lautsprecher die ich kenne und wo es Schalter zur Raumanpassung gibt, die ändern nur den Pegel im jeweiligen Frequenzbereich. Das ist selbst bei Studiomonitoren die ich kenne, so.

Bei Veränderung des Pegels im Subwooferbereich macht man ja genau genommen auch nichts Anderes, die "Balance" zwischen TT und MT/HT wird "aus der Waage gebracht", wenn auch nur sehr punktuell.
31.12.2016 00:37
dipol-audio
AW: Lautsprecher werden nur nach Schalldruckverlauf beurteilt

Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
...
DSP-aktiv und passiv, das kann man gar nicht vergleichen. Für mich (!!!) ist das Eine hochmoderne Technik und das Andere "Steinzeittechnik", die aber auch gut funktionieren kann.

Hallo David,

wie schon mal erwähnt, sind meine aktuellen Projekte DSP-aktiv.

Ich gebe jedoch nach erfolgter Einmessung zur freien Einstellung durch den Hörer 'nur' einen Wahlschalter für den Verlauf des Bündelungsmaßes im Mittel-/Hochton frei:

Das ist eine durchaus wirksame Stellmöglichkeit für die Raumkurve, die jedoch den Frequenzgang im Direktschall vollkommen unangetastet lässt: In einer zeitlich entsprechend 'gefensterten' (Freifeld) Messung sieht man davon praktisch nichts.

Hörbar und auch messbar ist der Einstellbereich des Bündelungsmaßes - etwa in einem 'typischen Wohnraum' - trotzdem sehr deutlich (*), durch einen veränderten Raumanteil und damit auch eine veränderte Betriebsschallpegelkurve im Mittel-/Hochton.

Außerdem kann der Pegel des Subwoofers bei Bedarf verändert werden:

Damit hat ein Hörer auch nach erfolgter Einmessung noch genügend praxisgerechte und ebenso 'gutmütige' Variationsmöglichkeiten.

Der Freifeldfrequenzgang oberhalb der Schröderfrequenz des Raums bleibt damit jedoch stets "amtlich" trotz dieser Einstellmöglichkeiten.

_______________

(*) Deshalb befremdet mich auch der Titel dieses Threads sowie Deine Aussagen - insbesondere zum (irrelevanten?) Rundstrahlverhalten - im Eingangspost etwas.
31.12.2016 00:28
David
AW: Lautsprecher werden nur nach Schalldruckverlauf beurteilt

Zitat:
Zitat von dipol-audio Beitrag anzeigen
Jetzt - endlich - verstehe ich David,

Du hast deinen Interessenten immer gleich auch deinen Raum 'mitverkauft', bzw. ihnen eine Kopie davon zum Hören angefertigt, wenn Du Deine LS verkauft hast ?

So war es wirklich: gehört wurde vor dem Kauf bei mir. Danach gab es ein Setup beim Kunden zuhause.

Ich habe aber immer dazugesagt, dass es dann anders klingen wird und dass ich nur das Beste aus der jeweiligen Situation machen kann.
Unzufriedenheit gab es deshalb nie, soviel ich weiß.

Manche haben sogar selbst das Einmessen gelernt - zumindest aber den Umgang mit den DSPs und mit der Einmess-Software. Ich habe nur dringend geraten, die Übergangsfrequenzen, die Wahl der Filter, die Filtersteilheiten und die Delays unverändert zu lassen. Das heisst, gegen "Spielereien" mit dem Schalldruckverlauf ist nichts einzuwenden, wenn's Spass macht.
Ein "lineares Setup", das man irgendwo als Datei gespeichert hat, ist in 2 Minuten wieder eingespielt.

DSP-aktiv und passiv, das kann man gar nicht vergleichen. Für mich (!!!) ist das Eine hochmoderne Technik und das Andere "Steinzeittechnik", die aber auch gut funktionieren kann.
31.12.2016 00:15
dipol-audio
AW: Lautsprecher werden nur nach Schalldruckverlauf beurteilt

Zitat:
Zitat von David Beitrag anzeigen
...
Ja, aber umso mehr, desto reflektierender das Umfeld ist. In meinem Raum ist alles das ziemlich nebensächlich.
...




Jetzt - endlich - verstehe ich David,

Du hast deinen Interessenten immer gleich auch deinen Raum 'mitverkauft', bzw. ihnen eine Kopie davon zum Hören angefertigt, wenn Du Deine LS verkauft hast ?

31.12.2016 00:11
David
AW: Lautsprecher werden nur nach Schalldruckverlauf beurteilt

@waka1913 schrieb:
Zitat:
Genau solche Aussagen verleiden mir hier was schreiben.
Anderes Beispiel: http://www.hififorum.at/showthread.php?t=8386

Es kommen immer wieder die gleiche Aussagen, egal zu welchem Thema auch immer!
Aber wenn es Spaß macht, ich meine damit, immer wieder das gleiche zu wiederholen und nicht den Spaß am Musikhören.
Was soll man auch schrieben, wenn etwas Fakt ist?

Gegen Hörspass - auch wenn nichts technisch stimmt - hat doch Niemand was.

Passt übrigens auch hier her, denn noch einmal: lineares Hören gefällt den Wenigsten.
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